Monique Dée - Stoffwechsel

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Die vier Freundinnen Carolin, Florence, Bernadette und Inga begleiten einander seit ihrer Studienzeit durchs Leben. Jetzt sind sie in der Mitte des Lebens angekommen und mit den Schwierigkeiten konfrontiert, die dieses Alter so mit sich bringt: Frau kriegt einen Bauch, wo vorher rein gar nichts war, schlittert unverhofft in eine Lebenskrise oder will endlich den Partner finden, der sich bisher noch nicht blicken ließ. Sie brauchen einander und sind füreinander da, fangen einander auf, wenn nötig und lachen mit- oder übereinander. Und so bewältigen sie ihre Herausforderungen: Inga findet ihren Vater, der sie als Kind verlassen hat. Bernadette überwindet ihre Ängste beim Auszug ihrer Kinder und gewinnt eine neue Perspektive. Florence findet sich selbst wieder und Carolin nach einer Erkundung der absurden Welt der blind dates endlich die Liebe.

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Inga stützte den Kopf in die Hände und zog eine Grimasse, dabei sah sie Astrid langsam nickend an.

„Das haben wir schließlich schon erlebt.“

„Ja“, seufzte Astrid bestätigend. „Das haben wir schon erlebt.“

Sie stand auf.

„Ich koch´ uns noch einen Tee, ja?“

„Gerne“, sagte Inga. „Wir müssen ja noch eine Menge besprechen. Da wollen wir nicht darben. Bring´ auch noch ein paar von diesen köstlichen Keksen mit. Wo hast du die gekauft?“

„Rezept von Oma. Selber gebacken.“

Astrid ging in die Küche und setzte den Wasserkessel aufs Gas. Dann kam sie zurück ins Wohnzimmer.

„Und hast du schon eine Idee, wo wir anfangen zu suchen? Oder wie?“

Das sagte sie noch im Stehen, dann nahm sie sich eine Decke von der Sofaecke und kuschelte sich in den Ohrensessel. Sie hatte das Gefühl, sie müsse sich jetzt wappnen. Inga nickte.

„Ich glaube, uns bleibt nichts Anderes übrig, als tatsächlich mal die Konfrontation zu suchen. Mit Mama.“

Sie sah vorsichtig zu ihrer Schwester hinüber, völlig unsicher darüber, wie Astrid auf diesen Vorschlag reagieren würde. Die saß nur da und sagte wieder eine ganze Weile gar nichts.

„Meinst du, wir sind genau wie Oma? Zu feige, einen Konflikt einzugehen?“

Inga sah ihre Schwester überrascht an. Sie zuckte mit den Schultern.

„Keine Ahnung. Vielleicht. Vielleicht unbewusst.“

Jetzt dachte sie eine Weile nach.

„Wir hatten so oft den Boden unter den Füßen verloren. Sicherheit ging vor Wahrheit.“

Astrid nickte mit gerunzelter Stirn. Es war ihr anzusehen, dass diese gedankliche Reise in ihre Kindheit ihr nicht leichtfiel.

„So nach dem Motto: Wenn ihr mich zu sehr nervt, gebe ich euch wieder weg? Hat Mama nicht manchmal gesagt, wenn du nicht brav bist, kommst du ins Kinderheim?“

„Hat sie. In solchen Momenten hätte ich sie aus dem Fenster werfen können.“

Inga schauderte.

„Hat der Tee jetzt lange genug gezogen?“

Astrid zuckte zusammen und nahm die Beutel aus der Kanne.

„Ist jetzt schon anstrengend, findest du nicht auch? Hoffentlich ist es das wert.“

„Du meinst, unser Vater muss das aufwiegen?“

„Könnte man so sagen.“

„Naheliegender Gedanke. Obwohl wir uns wahrscheinlich besser davon verabschieden sollten. Wahrscheinlich sollten wir uns eher fragen, was haben wir davon. Was ist es genau, das wir uns davon versprechen? Was wollen wir damit befriedigen?“

Astrid konnte sich nicht so schnell von ihren dunklen Gedanken lösen.

„Was macht dich so weise in dieser Sache? Klingt klug, was du sagst, aber ich bin überhaupt noch nicht so weit. Ich will lieber noch ein bisschen hadern.“

„Hadere, so lange du willst. Aber am Ende des Tages hilft es mehr, bei sich selbst zu bleiben, glaube ich. Ist allerdings auch nicht auf meinem Mist gewachsen“, gab Inga zu. „Meine Therapeutin hat mich das gefragt, als ich nach der Scheidung ein bisschen psychologische Unterstützung gesucht habe. Ich fing dann an mit `was waren meine Anteile´ und so. Da guckte sie mich bloß an und sagte: Fragen Sie sich lieber, was haben Sie davon gehabt. Man bleibt in einer Beziehung, weil man was davon hat. Man macht Dinge, weil man sich selbst etwas davon verspricht. Das fand ich viel hilfreicher als die Suche danach, woran ich wohl schuld gewesen bin.“

„Ich will aber den anderen die Schuld geben. Wir waren Kinder. Wir konnten doch nichts dafür, dass wir solche Versager-Eltern hatten. Einfach weggehen. Uns einfach weggeben. Vater hätte uns auch mitnehmen können. Wie konnte der es überhaupt übers Herz bringen, seine kleinen Töchter alleine zu lassen? Mit zwei und fünf???“

Man hörte deutlich die vielen Fragezeichen in Astrids Stimme. Und ihre Empörung.

„Ja, genau das würde ich ihn zum Beispiel gerne fragen. Beziehungsweise es ihm an den Kopf werfen. Wie konntest du nur…“

„Also Rache als Motiv?“

Astrid hatte plötzlich und unerwartet eine andere Ebene erreicht. Als analysiere sie ein Theaterstück.

„Damit ist man auf jeden Fall sehr bei sich selbst.“

Inga lachte sarkastisch.

„Das können wir uns doch zugestehen, oder? Nach so vielen Jahren. So lange wir ihn nicht erdolchen…“

Nachdem Astrid ihre eigene Vergangenheit auf die Bühne verfrachtet hatte, fühlte sie sich sicherer. Inga nickte.

„Klar. Alleine schon, um ihn hemmungslos zu beschimpfen. Den ganzen Groll endlich loszuwerden. Das allein wäre schon eine Menge wert.“

Für den Rest des Nachmittags hatten sie diesen Gesprächsgegenstand in Ruhe gelassen. Aber als sie ihre Mutter das nächste Mal gemeinsam besuchten, hatten sie sie wie auf ein geheimes Zeichen hin mit Fragen überfallen. Sie waren beide so energisch geworden, wie sie sich in dieser Konstellation gar nicht kannten. Normalerweise gaben sie immer sehr schnell nach, sobald ihre Mutter Widerworte gab, weil sie keine Lust auf einen Streit mit ihr hatten. Aber diesmal blieben sie hartnäckig.

„Wenn du uns jetzt nicht endlich verrätst, wo Papa damals hingegangen ist und wo wir ihn vielleicht finden können, fange ich eigenhändig damit an, deine Schränke zu durchwühlen. Und versuch bloß nicht, mich daran zu hindern.“

Astrid spielte Lady Macbeth und es wirkte. Ihre Mutter trat einen Schritt zurück und hob resignierend die Hände.

„Bitte“, sagte sie nur. „Bitte.“

Das klang klagend und vorwurfsvoll und mit einem Subtext, der in etwa lautete: Ich bin ja immer schon missachtet worden. Aber daran waren Astrid und Inga gewöhnt und sie hatten es nicht anders erwartet. Sie schlossen den Wohnzimmerschrank auf, in dem ihre Mutter ihre Briefe aufbewahrte und nahmen sie stapelweise heraus. Dann setzten sie sich damit auf den Balkon – es war ein schöner Junitag – und lasen die Absender. Ihre Mutter stand daneben und machte ihnen mit klagender Stimme Vorwürfe.

„Was wollt ihr überhaupt mit dem? Einem Vater, der seine kleinen Kinder im Stich lässt? Er war ein verantwortungsloser Schuft, ein Betrüger, er hat auch geklaut und Steuern hinterzogen…“

Inga und Astrid sahen sich an und zogen einvernehmlich die Augenbrauen hoch. Darauf waren sie vorbereitet gewesen, da mussten sie jetzt durch. Als sie nicht reagierten, wechselte ihre Mutter die Tonlage und schimpfte eine Oktave höher.

„Er hat euch im Stich gelassen. Und mich. Und den wollt ihr jetzt suchen, ihr habt sie ja nicht mehr alle, ihr werdet schon sehen, was ihr davon habt, nämlich gar nichts…“

Inga sah ihre keifende Mutter mit einer Verachtung an, die sie nicht mehr unterdrücken konnte. Dann sagte sie ganz ruhig:

„Mama, lass uns endlich in Ruhe lesen und mach den Kopf zu.“

Daraufhin sah ihre Mutter sie perplex an, drehte sich auf dem Absatz um und verschwand in der Küche.

„Wow“, sagte Astrid. „Das hat gesessen.“

„Hat Mattis immer zu mir gesagt, wenn ich mich seiner Meinung nach zu maßlos aufgeregt habe. Ich dachte, ich probier´s mal aus.“

Inga legte einen Brief an die Seite. Dann sah sie weiter den Stapel durch. Ihr Vater hatte offensichtlich nie wieder geschrieben oder ihre Mutter hatte seine Briefe vernichtet, obwohl sie ihre Korrespondenz ansonsten akribisch aufgehoben hatte, aber es gab mehrere Briefe von seiner Mutter. Und da bestand immerhin die Möglichkeit, dass die noch an demselben Ort wohnte. Das war der einzige karge Hinweis, den sie an diesem Nachmittag fanden. Nachdem sie die Briefe wieder in den Schrank gesperrt und die Adresse notiert hatten, tauchte auch ihre Mutter wieder aus der Küche auf und tat so, als wäre nichts gewesen. Sie aßen friedlich auf dem Balkon zusammen Abendbrot und genossen den Blick über das Bergische Land. Der Ministerialdirigent hatte sich ein Haus in einer schönen Gegend geleistet. Ihre Mutter erzählte ausführlich von einer Macke-Ausstellung in Köln und die beiden Schwestern verspürten keinerlei Bedürfnis, das Thema noch einmal auf die familiäre Vergangenheit zu lenken.

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