Karl Schönherr - Allerhand Kreuzköpf

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Von Karl Schönherr im Jahre 1895 geschriebene, humoristische Erzählungen von ländlichen Alltagsszenen: Der lärchene Hies; Schnapsjörgls Kampf und Sieg; Bauernfang; Der Raggenfuchs; Der Treffer-Wastl; Der Pfannenflicker-Naz und andere mehr.

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Abends, als die Spitzjuli am Herde das Geschirr wusch, kam der Stumpfl herein, nahm das irdene Krügl von der Wandstelle und holte sich ein Tröpfl Wein. Dann kauerte er sich in seinen dämmerigen Lauerwinkel und durchforschte das feuerbeschienene knochige Antlitz der Spitzjuli mit dem straff nach hinten gekämmten Haar. In diesem harten Gesicht zuckte keine Faser. Sie tat wie eine Maschine ihre Arbeit und sah dann und wann den Bauer von der Seite beinahe feindselig an. So daß der Stumpfl endlich bescheiden fragte:

»Schenier i dich, Spitzjuli?«

Sie wehrte schroff ab: »Bauer, i tu mein Arbeit und laß mi auf weiter nix ein!« Dann trocknete sie sich die Hände ab, hing die Küchenschürze an den Nagel und pflanzte sich vor dem Stumpf! auf. Sie schaute ihn mit ihren kalten, katzengrauen Augen so durchdringend stechend an, daß sich der Stumpfl unwillkürlich die Joppe zuknöpfte. »Auf dem Stumpflhof wird überhaupt ein bißl viel gwechselt?«

»Ja, wird viel gwechselt!«

»Wie kommt dös?«

»Es ist, wie’s ist!«

»Hat a Häuserin auf dem Stumpflhof am End nit ihr jungferliche Ruh?«

»Wohl, die hat sie«, versicherte der Stumpfl lebhaft. »Allemal! Durch die Bank!«

Die Spitzjuli kniff ihre dünnen Lippen zusammen, so fest sie konnte, und sagte:

»Das hab i nur wissen wollen!«

Dann sagte sie gute Nacht und ging schlafen.

Einmal traf sie der Stumpfl am Nachmittag in der Stube am Fenster. Sie saß vor einem Haufen ausgebauschter Leinwand und nähte eifrig drauflos. Er trat auf sie zu und besah ein Weilchen ihre Arbeit. Sie nähte emsig weiter und hob kein Auge.

»Tust dir da neue Hemeder nähn, Spitzjuli?«

»Ja, das tu i!«

»Und da siech i Tischtücher!«

»Kann schon sein!«.

»Und da siech i gar Leintücher!«

»Gar Leintücher, ja!«

Das Stumpflbäuerlein räusperte sich, als stecke ihm ein Kapuziner im Halse:

»Sag mir einmal, Spitzjuli; du flickst dir ja da a ganze Heiratsausstattung zsamm? Hast im Sinn, zu heiratn?«

»Warum denn nit, wenn einer in Ehrn kommt?«

Der Stumpfl dachte sich:

»Sapperment, dös müßt a Freud sein, um so eine überspielte Orgl anhalten!« Dann forschte er weiter:

»Wenn aber keiner kommt?«

Die Spitzjuli gab ihm, ohne von ihrem Linnen aufzusehen, die bestimmte Versicherung:

»Es kommt schon einer!«

»Und wie bringst dann deine Ausstattung weck? Hast ja dei Köfferle hergebn!«

Die Spitzjuli drückte ihre dünnen Lippen fest aufeinander und sagte achselzuckend:

»Brauch kein Köfferle!« Der Stumpfl versuchte noch ein Weilchen mit ihr so hin und her zu köfferln, wieso und warum, aber die Spitzjuli gab keine Antwort mehr. Als der Stumpfl kopfschüttelnd aus der Stube schlich, machte sie ihm zwei Augen nach, so groß wie Butzenscheiben, und lächelte wahrhaft teuflisch in sich hinein:

»So ein Bäuerl nit kriegn; zum Lachn!«

Der Stumpfl sinnulierte hin und her und kam nicht ins reine. Das unheimliche Weibsbild mußte ihm aus dem Haus, das stand fest.

Zu Michäli wollte er sie liefern. Um diese Zeit herum pflegte der Stumpfl immer die Küchenwirtschaft zu revidieren. Da verlangte er zum hellen Entsetzen seiner jeweiligen Häuserin plötzlich die Schlüssel zum Schmalzkasten, zum Erdäpfelkeller und zur Speckkammer. Das Ergebnis der Revision war jedesmal ein gewaltiger Krach, der das sofortige Ausscheiden der Häuserin zur Folge hatte. So gedachte er auch diese dürre Heugeige um Michäli mit besonderer Freude vor die Tür zu setzen.

»Juli! Sei so gut, die Schlüssel!« Und er schielte verstohlen nach ihr, was für ein Gesicht sie nun schneiden würde. Aber die Spitzjuli zuckte mit keiner Wimper. Sie nestelte seelenruhig den Schlüsselbund von ihrer mageren Hüfte und sagte mit der gleichmütigsten Miene von der Welt:

»Da sein sie!«

Der Stumpfl setzte sich mit dem Schlüsselbund in Bewegung, die Spitzjuli ging neben ihm her und fürchtete sich nicht. Vorerst ging das Bäuerlein der Speckkammer zu, er wollte gleich den Stier bei den Hörnern packen. Denn beim Speck fehlte es immer am gröbsten. Da gab es auf den Rauchstangen Lücken wie in Teufels Großmutters Zähnen.

Die Wirtschafterinnen hatten aber immer gute Ausreden bereit, wie: »Er rinnt ab!« oder »Ja, mein Gott, die Mäus!«

Der Stumpfl drehte den Schlüssel um, trat ein und sah in die Höhe. Er traute seinen Augen nicht. Da hingen lückenlos die schönsten Speckseiten nebeneinander, und was für Trümmer. Der Stumpfl stieg die kleine, rauchgeschwärzte Leiter hinauf (die Spitzjuli hielt sie ihm) und betastete jedes Stück von allen Seiten. Er stieß in jedes sein Messer ein; es war kein Betrug, alles leibhaftiger, wirklicher Speck.

Als er die Leiter herabstieg, verschlug es ihm die Rede, aber er fiel noch nicht um.

»Beim Speck spart sie«, dachte er sich; »dafür wird sie mir ’s Schmalz aufbraucht habn! Euch kennt man schon!«

Er ging kühl gemessen weiter zum Schmalzkasten, drehte den Schlüssel um und riß die Tür auf. Da bot sich ihm die zweite Überraschung. Stramm in Reih und Glied, wie preußische Grenadiere, standen die Schmalzhäfen da.

»Ja, wenn sie nit laar sein«, beargwöhnte der Stumpfl. »Mich schmiert man nit an!«

Er hob von jedem Topf den Deckel; sie waren alle mit goldgelbem Schmalz bis an den Rand gefüllt.

In seinem Argwohn stach der Stumpfl mit einem Holzstäbchen noch tief in jeden Hafen bis zum Grund.

»Durch und durch Schmalz!«

Er sagte noch immer kein Wort zur Juli, als er die Tür wieder verschloß. Aber er ließ ihr ehrerbietig den Vortritt. Jetzt noch hinunter in den Erdäpfelkeller. Es traten dem Stumpfl die Augen heraus, wie er den mächtigen Kartoffelberg vor sich liegen sah. Er wühlte wie besessen in dem Haufen herum, ob nicht etwa die Halbscheid Steine mit eingelagert wäre. Aber es waren alles gute, knollige Kartoffeln und auch nicht eine faule darunter.

Es läßt sich nicht beschreiben, mit welchen Augen der Stumpfl nun seine Spitzjuli anschaute.

»Weibets, kannst du hexn? Wie kommt denn jetz dös?«

Da ereiferte sich die Spitzjuli heftig:

»Wie dös kommt? Weil die Laster alle nur ihre Heiratsflausen im Kopf habn und die Wirtschaft verschlampn lassn! So kommt’s!« Dann nestelte sie den Schlüsselbund wieder an ihre magere Hüfte und ging, ohne sich weiter um den Bauer zu kümmern, der Wirtschaft nach.

Des andern Tags nach dem Mittagessen vertauschte sie ihre blaue Küchenschürze mit einer besseren weißen und sagte zum Bauer:

»I geh nur auf a halbes Stündl ins Dorf um Garnspulen; will im Winter spinnen, man erspart viel!« Der Stumpfl sah ihr so lange durch den Fensterausguck nach, bis der Waldweg ihre knochige Gestalt aufgeschluckt hatte. Er sah schon alle Kästen voll Leinwand und Tuchkugeln und schwur sich, diese Wirtschaftsmaschine nicht mehr von seinem Hofe zu lassen. Die Juli war ihm lieber als ein altes Hufeisen, das ja auch Glück bringen soll.

Gegen Abend kehrte sie wieder heim. Sie tat tiefgekränkt und warf, ohne ein Wort zu sagen, das Spulenbündel auf den Tisch.

Als der bestürzte Stumpfl fragte, was es mit ihr habe, begann es sie zu stoßen; sie nahm die Schürze vor das Gesicht und lief laut aufheulend aus der Stube. Der Stumpfl hielt nach seiner Häuserin Umschau. Er fand sie in ihrer Kammer. Der Kleiderkasten stand weit auf, die Schubladen waren ausgezogen. Die Spitzjuli kniete auf dem Boden und packte ihre Sachen. Da erschrak der Stumpfl bis ins Mark und wollte wissen, wie und was. Aber sie gab auf keine Frage eine richtige Antwort, mullte nur und bockte und packte ihre Habseligkeiten in ein großes Bettlaken, das sie vor sich auf dem Boden ausgebreitet hatte. Denn sie besaß ja kein Köfferle mehr. In gleichmäßiger Zeitfolge schluchzte sie immer nur die Worte heraus:

»I bin keine solchene!« Und wenn der Bauer fragte: »Ja, was für a welchene?« und begütigend nach ihrer Hand greifen wollte, stieß sie ihn jedesmal ab, wie ein lästiges Geziefer, und fuhr ihn an:

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