Karl Schönherr - Allerhand Kreuzköpf

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Von Karl Schönherr im Jahre 1895 geschriebene, humoristische Erzählungen von ländlichen Alltagsszenen: Der lärchene Hies; Schnapsjörgls Kampf und Sieg; Bauernfang; Der Raggenfuchs; Der Treffer-Wastl; Der Pfannenflicker-Naz und andere mehr.

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Wie der Lärchene einmal von einer Bergtour zurückkam, kehrte er mit großem Hunger in einem Wirtshaus ein.

»Knödl für drei«, rief er der Wirtin zu.

Die Wirtin, in der Meinung, daß der Hies noch zwei Begleiter habe, kochte für drei hungrige Bergführer. Als das Essen fertig war, sagte der Hies: »Bring mir mein Toal!«

Es war eine tüchtige Schüssel voll. Der Alte aß seine Knödel ruhig, aber sicher auf.

Die Wirtin setzte sich zu ihm und fragte: »Wo werdn denn die andern zwoa sein?«

»Bring mir die Knödl vom zwoatn, sonst werdn sie schlecht!«

Die zweite Portion verschwand ebenso wie die erste. »Um Himmls willn, wo steckn denn die andern zwoa?« jammerte die Wirtin.

»Teufl eini, bring mir noch die Knödl vom drittn!«

Wie der Lärchene auch die dritte Schüssel voll ruhig auslöffelte, wurde der Wirtin unheimlich zumute. »Aber, Hies, werst sechn, so viel Knödl liegn dir im Magn!«

»Wenn sie grad amal liegn bleibetn a acht, vierzehn Tag!«

Dann warf der Hies den Löffel weg, zahlte für drei und ging wohlgemut weiter.

Und eines Tages, wie ihm schon die Achtziger über den Rücken hinaufkrabbelten, fühlte sich der Lärchene »gspaßig«. Er hatte im Frühjahr die Wiese gewässert und war an die drei Stunden bis über die Knie hinauf im Bach herumgewatet. Dann legte er sich ins Gras und ließ sich von der Sonne die pudelnasse Krippe trocknen. Bald legte er sich auf den Rücken, bald auf den Bauch, um der Sonne das Geschäft zu erleichtern. Dann ging er in die Stube, und da wurde ihm gspaßig. Das Essen schmeckte ihm nicht recht. Im Verlaufe des Nachmittags wurde dem Hies alleweil minder.

»Teufl eini«, meinte er, »i woaß nit, wie s Kranksein ist, aber mi kimmt für, i bin lötz!«

Am selben Tag, während noch die Sonne schien, legte sich der zäh knorrige Hies ins Bett. Das kam ihm so seltsam vor, beim hellichtchten Tag im Bett zu liegen, daß er lachen mußte.

»Teufl eini, dös ist gspaßig!«

Er tastete sich wieder heraus und kam bis zur Tür. Dort stürzte er bewußtlos zusammen. Sie trugen ihn wieder ins Bett. Und als er zu sich gekommen war, machte man ihm klar:

»Hies, mach dei Sach mit dem Herrgott ab!«

Der Lärchene kratzte sich hinter dem Ohr und fragte:

»Teufl eini, isch es Zeit?«

»Ja! Wir werdn an’ Geistlich holen!«

Der Hies machte eine abwehrende Bewegung.

»Teufl eini«, flüsterte er, »laßts mi glei mit’n Herrgott selber redn! Mit ihm bin i per du, da red i mi leichter! Zun Pfarrer mueß i Ös oder gar Sie sagn, dös bring i nit zsamm!«

Lang und schwer rang er. Endlich, nach drei Tagen, mußte sich der Lärchene geben.

»Teufl eini« ist zeitlebens sein Leibspruch gewesen, aber er wird schon zum Herrgott gekommen sein, der brave, lärchene Hies.

SCHNAPSJÖRGLS KAMPF UND SIEG

Sie hießen ihn den Schnapsjörgl, nicht mehr und nicht weniger.

Mit welchem Recht, das ist noch nicht ganz festgestellt. Keine Menschenseele wußte genau, ob Jörgls Nase vom Wein oder Schnaps herrühre. Nur erfroren war sie nicht, darüber waren alle so ziemlich einig. Der Jörg hatte wohl zuerst den Schnaps-Jörgl tapfer von sich abgewehrt, wie weiland sein hoher Patron den wüsten Drachen; denn er hätte lieber der Wein-Jörgl geheißen, weil das fast nobel und vornehm klingen täte. Gerade deswegen haben es die Leute aber nicht getan, damit dem Jörg der Stolz nicht allzusehr den Kopf verdrehe.

Solange die gelehrten Herren nicht den Unterschied zwischen einer Schnaps- und einer Weinnase wissenschaftlich festzustellen vermögen, muß er den Schnaps-Jörgl dulden und sich denken, die dummen Leute verstehn’s nicht besser.

Der Jörg war ein mittelgroßes Männchen, dem so das fünfzigste Jahr im Blute schleichen mochte. Er frettete sich auf zwei wohlausgebildeten Säbelbeinen und unter beständigem Durst durch das Leben. Das von den Beinen ließ er nicht gelten. Er behauptete, die Hosen seien krumm. Den Durst gab er zu, aber auch die gehörige Deutung ließ er nicht fehlen. Er sei als kleiner Bub häufig zur Sommerszeit auf der schattenlosen Halde gelegen; da habe ihm die heiße Julisonne seine Leber ausgedörrt, und bis zu seinem Lebensende werde er an den Folgen dieses jugendlichen Leichtsinns zu tragen haben.

Jörgls krumme Lodenhose war an den unteren Rändern stark ausgefranst und gezackt, wie die Zinnen einer alten Burg. Dazu stimmte auch das düstere, altertümliche Grau des Stoffes. Und wie so eine alte Ruine weit weg vom ebenen Boden in der Höhe nistet, so machte es auch Jörgls Hose. Sie war stark bodenscheu. Auch Schießscharten und Risse zeigten sich daran in Menge.

Jörgls Nase war ein Meisterstück der Malerei. Die Farben hatten ihm aber auch ein schönes Stück Geld gekostet. Ein Netz himmelblauer Äderchen, violette Punkte, dazwischen wieder Fleckchen von der Farbe der sanften Morgenröte angefangen bis zum intensiven Zinnober. Und das war alles in lieblicher Unordnung durcheinandergemischt.

Jörgls Äuglein, die stets in feuchtem Glanze schimmerten, saßen wie auf Stielen und quollen zwischen den beständig entzündeten Lidern stark hervor. Den schütteren, grauen Schnauzbart trug das versoffene Männlein kurz geschoren. Die einzelnen Borsten standen in einem rechten Winkel von den gedunsenen Lippen ab und sahen bewundernd zur Nase auf. Seine Ohren und Hände waren blau, ebenso die Wochentage allesamt, nicht etwa nur der Montag.

Der Jörgl war einmal ein wohlhabendes Bäuerlein gewesen. Er hatte drei, wenn auch kleine Höfe sein eigen genannt. Jetzt war er mit dem dritten bald fertig. Alles verschlang die ausgedörrte Leber. Wenn der Jörg überhaupt jemals klagte, so hatte er dafür seinen stereotypen Spruch: »Jetz han i nacher drei Höf versoffen und noch alleweil Durst!« Oft und öfter stiegen ihm bange Gedanken auf, wie das noch enden werde. Das versauerte ihm den Wein, aber er trank ihn doch. Früher hatte er getrunken aus Lust und Liebe zum Wein, jetzt trank er aus Schwermut. Im Grunde blieb sich das gleich. Er purzelte jetzt ebensogut in seinem täglichen Dampf auf der Straße herum wie in früheren Zeiten, aber er verhielt sich nicht mehr so schroff ablehnend gegen wohlmeinenden Zuspruch. Als einmal die Bußprediger ins Dorf kamen und alles in die Kirche lief, schlich sich auch der Jörgl mit seiner durstigen Kehle ein. Er blieb ganz hinten bei der Kirchtür stehen, denn er war einer von den Feuerscheuen, die sich hart neben dem Ausgang aufstellen, damit sie gleich draußen sind, wenn es zu brennen anfängt. Ganz bescheiden an die Wand gelehnt, horchte der Jörgl dem Prediger zu. Aber er verstand keine Silbe, denn die Kirche war von schlechter Akustik. So hielt er die Hand ans Ohr, um besser zu hören. Als er auch jetzt noch nichts auffaßte, benutzte er seinen Hut als Schalltrichter. Nun fing er endlich ein Wort auf; das hatte wie Trunkenbold geklungen. Da war es mit seiner Bescheidenheit aus. Breitspurig schob er sich vor. Nach allen Seiten drängte er die Leute auseinander und wer nicht weichen wollte, bekam eins mit dem Ellenbogen.

Jetzt, da der Bußprediger von den Trunkenbolden sprach, fühlte der Jörgl seine eigene Sache abgewandelt. Nachdem er sich bis unmittelbar unter die Kanzel vorgearbeitet hatte, blieb er stehen und lauschte. Von Zeit zu Zeit ließ er seine Stielaugen feindselig und verächtlich über die Menge hinschweifen. Er betrachtete sie alle als fremde, unberechtigte Eindringlinge.

Der Prediger sprach scharf. Kalt und heiß wurde es dem Jörgl von seinen Worten. Und je länger er lauschte, desto mehr fühlte er jetzt eigentlich seine Nichtswürdigkeit. »A recht elendiger, verblitzter Kerl bin i, verlottert und versumpft, wo mich nur die Haut anrührt!« Das war seine eigene Meinung. Zerknirscht ließ er seinen Kopf sinken. Aber zwischendrein überkam ihn wieder der Stolz. Hochmütig reckte er dann seine Kupfernase zur Kanzel empor, damit sie der Prediger sehen und sich freuen sollte, daß es da unten nicht lauter naseweise Leute gäbe, sondern auch erfahrene Männer, die ihn verstünden und imstande wären, das nachzufühlen, was er spräche.

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