Christa Burkhardt - Der Patient der Patientin

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Linda ist ein Zahlenmensch. Eine glücklich geschiedene 50-Jährige, die von Buchhaltung und Übersetzungen lebt. Als sie erfährt, dass ihr Hausarzt seit einem schweren Unfall ein Pflegefall ist, beschließt sie, ihn im Heim zu besuchen.
Seine ausweglose Situation macht ihr schwer zu schaffen. Er bittet sie um Sterbehilfe und sie hadert mit sich und ihrer Entscheidung. Aufs Geratewohl probiert sie ein paar Massagegriffe an ihm aus, und plötzlich zuckt sein Zeigefinger.
Ihre gemeinsame Geschichte beginnt.
Miteinander erleben sie Fortschritte und Rückschritte, Krisen und schmerzhafte Erinnerungen. Und immer wieder kommt die Frage auf: Warum tut sie das alles für ihn? Welche Rolle spielt sie ihn seinem Leben? Und er in ihrem? Verbindet sie nur Dankbarkeit oder ist es mehr?
"Der Patient der Patientin" ist eine Geschichte über eine Begegnung, die zufällig beginnt und vieles verändert.

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Er praktizierte nicht mehr. Er konnte nicht mehr praktizieren. Ihr Arzt war ein Pflegefall. Ein hoffnungsloser Fall. Dabei war er kaum älter als sie. Hätten sie sich nicht als Arzt und Patientin kennengelernt, sondern als Studenten oder als Nachbarn, vielleicht wären sie Freunde geworden?

In einem Heim lebte er jetzt. Was war mit seiner Familie? Er war verheiratet gewesen, das wusste sie, hatte einen Sohn und eine Tochter gehabt. Beide ein wenig älter als ihre eigenen Kinder. Wie ging es ihnen? Wer kümmerte sich um ihren Vater? Was machte die Frau? Sie war Arzthelferin gewesen wie Frau Jablonski, arbeitete aber vor allem für Dr. Wels. Was machte ein solches Schicksal mit einer Ehe? Mit einer Familie? Mit einem Leben?

Diese Gedanken füllten den Rest ihres Tages. Sie ging nicht zur Post und auch nicht zur Bücherei. Wie konnte es sein, dass sich das Leben eines Menschen, der Teil ihres eigenen Lebens gewesen war, so veränderte und man nichts, aber auch gar nichts davon mitbekam? Sie griff zum Telefon, wählte die Nummer ihrer Tochter, zögerte. Was sollte sie sagen? Hallo Sarah, hier ist Mama. Weißt du schon, dass der Hausarzt deiner Kindheit einen Unfall hatte? Na toll. Was für ein Gesprächseinstieg! Wer weiß, auf welchem Fuß sie Sarah erwischen würde? Und was sollte ihre Tochter mit dieser Information anfangen?

Ach, hallo Mama, gut, das zu wissen. Dann geh‘ ich mit meinen nächsten Halsschmerzen woanders hin? Ist sonst noch was? - Sarah lebte 200 Kilometer entfernt und hatte dort sicher ihren eigenen Hausarzt. Sie legte das Telefon wieder hin. Warum um alles in der Welt beschäftigte sie das bloß so? Der Unfall, das Schicksal eines Mannes, den sie als Arzt schätzte, aber im Grunde genommen überhaupt nicht kannte. Wie wenig wir doch voneinander wissen.

Besuch ihn!

„Ich bin wieder da!“, tönte Severins fröhliche Stimme aus dem Flur. Ihr Sohn hatte heute ebenfalls frei gehabt und war mit Freunden mit dem Rad unterwegs gewesen. Severin lebte in der Einliegerwohnung. Die war zwar klein, aber gleichzeitig zweckmäßig und gemütlich. Und für ihren Mittleren ideal. Er war kein Typ für eine WG und außerdem beziehungsscheu.

Was du nur immer hast, Mama, sagte er stets, wenn sie ihn wieder einmal auf eine Beziehung, eine Frau in seinem Leben ansprach. Ich will nicht irgendeine. Die könnte ich an jeder Ecke haben. Jede Woche eine andere. Aber das will ich nicht. Ich will die Richtige. Und wenn ich die nicht finde, will ich gar keine. Punkt.

So war Severin. Er führte ein ruhiges Leben, für ihren Geschmack zu ruhig für einen 22-Jährigen. Er hatte wenige, Hand verlesene Freunde. Aber auf die war Verlass in jeder Lebenslage. Auch diese waren eher stille Zeitgenossen. Laute Partys, Headbanging, durchzechte Nächte, Alkohol, Drogen, all das kam in ihren Lebensentwürfen nicht vor.

Sie joggten gemeinsam, fuhren Rennrad, gingen schwimmen. Und danach saßen sie zusammen und sprachen über Gott und die Welt. Sie konnte sich nicht erinnern, einen von ihnen jemals mit einer Zigarette oder einem zweiten Glas Wein gesehen zu haben.

Sie verstand auch nicht wirklich, was diese jungen Menschen genau miteinander verband. Severin arbeitete bei der Stadtverwaltung, Tom war Lehrer, Toni reparierte Fahrräder und Jenny, das einzige weibliche Wesen, das diese drei jungen Männer zu akzeptieren und in ihrer Nähe zu dulden schienen, war Logopädin. Aber sie hielten auf ihre stille, unspektakuläre Art zusammen, seit sie sich als Teenager in der 8. Klasse gefunden hatten.

Wenn es nicht so gar nicht zu ihr passen würde, könnte sie glatt neidisch werden auf diese Freundschaft, die diese vier so unaufgeregt hegten und pflegten. Diese ruhige Lebensart war der Grund gewesen, aus dem sie damals zugestimmt hatte, Severin bei sich wohnen zu lassen.

Natürlich, er war ihr Sohn. Sie liebte ihn und hatte ihn gern in ihrer Nähe. Aber weder ihrer selbstbewussten Tochter noch dem lauten, quirligen Lutz hätte sie die Einliegerwohnung in ihrem neuen Häuschen angeboten. Ihre Tochter war ihr zu ähnlich, eine Macherin, die planen, organisieren und die Fäden in der Hand haben wollte.

Und Lutz, der Jüngste, war stets der Mittelpunkt, das Epizentrum jedweder action und Menschenansammlung, und ihr damit zu verschieden. Severin war weder das eine noch das andere. Severin war einfach nur er selbst. Ein stiller Zeitgenosse mit viel Tiefgang, besonnen, immer zufrieden mit sich und der Welt, sich selbst genug.

Also saß sie gemeinsam mit Severin im Umzugslaster, nachdem sie das Familiendomizil verlassen und verkauft hatten. Das war jetzt drei Jahre her. Lutz zog, als er 18 geworden war mit seiner Freundin in eine große WG-Villa. Seine Unterschrift unter den Mietvertrag war der Startschuss gewesen, ihr Nach-Familienleben zu beginnen. Schon als sie das Nest damals bezogen hatten, mit der wenige Wochen alten Sarah im Maxi-Cosi, wusste sie, dass dieses Haus nicht für immer, sondern für die Familienzeit war. Und dafür war es ideal.

Sie hatte das Haus geliebt, sie hatte die größer werdende Familie geliebt. Sie war gern Mutter gewesen. Immer. Gleich ob stillend mit zahnenden Säuglingen, ängstlich um zehnjährige Draufgänger besorgt oder ergeben-geduldig mit muffligen Pubertieren. Geklammert oder gegluckt hatte sie nie. Sie hatte auch nie der Zeit hinterher getrauert, als die Kinder noch klein waren. Solche Gedanken waren ihr völlig fremd.

Als sie nicht mehr klein waren, folgten andere spannende Phasen, die erlebt und manchmal auch erlitten werden wollten. Und als sich drei Kindheiten in drei angehende Erwachsenenleben gewandelt hatten, zog sie gedanklich, emotional und räumlich einen Schlussstrich unter das Familienleben. Es war gut gewesen, wie es gewesen war, und nun begann etwas Neues.

Nein, sie suchte nicht, sie fand dieses Häuschen mit dem kleinen, verwunschenen Garten, gleichzeitig zentral und ruhig, wie gemacht für ein Leben nach der Familie. Wie gemacht für eine reife, alleinstehende Frau, die ihr Leben bewusst leben und genießen wollte. Und die dazu gehörende Einliegerwohnung war wie gemacht für Severin.

Ihre Tochter Sarah arbeitete in einem Reisebüro. Sie teilte sich eine Wohnung mit einer Kinderkrankenschwester in Nürnberg. Schon als Kind wollte sie in dieser Stadt leben, in der sie regelmäßig ihre Paten besucht hatte. Sie war 24 Jahre alt, beruflich viel unterwegs, und wenn sie nicht beruflich unterwegs war, war sie viel zu Hause. Den Tipp für die Wohnung hatte ihr damals ihr Vater gegeben. Er lebte mittlerweile zwei Querstraßen weiter ein zweites Familienleben mit Sarahs, Severins und Lutzens knapp dreijährigen Halbgeschwistern Fenja und Björn.

Sie musste immer schmunzeln, wenn sie daran dachte, dass Jens nach der Ehe und der Familie mit ihr das gleiche Leben noch einmal gewählt hatte. Jens war Buchhalter. Ein Zahlen-Mensch wie sie. Warum sie ihn geheiratet hatte, konnte sie heute nicht mehr sagen. Er war da gewesen, und sie hatten selten gestritten. Sie konnten miteinander reden und miteinander schweigen. Er wollte Kinder, sie auch. Ihnen beiden gefiel das Haus. Das damalige Haus, das Familiendomizil.

Ihre Ehe war nicht schlecht. Sie waren ein gutes Team als Eltern. Als Liebespaar waren sie eher dilettantisch. Aber sie hatten den gleichen Geschmack, was die Wohnungseinrichtung, die Mahlzeiten und die Urlaubsziele betraf und als Leseratten, auch hier mit dem gleichen Geschmack, immer ein Gesprächsthema.

Als sie als Eltern-Team weniger und weniger gebraucht wurden, löste sich auch das Ehe-Team nach und nach auf. Die Trennung war kein Einschnitt, kein Drama, keine Katastrophe. Sie war logisch, organisch und fühlte sich für sie beide gut an.

Sie teilten ihr gemeinsames Leben auf und arbeiteten auch dabei so gut als Team zusammen, dass für sie beide in jeder Hinsicht viel heraussprang. Jens begann sein zweites Familienleben, und sie wurde von der glücklichen Familienmanagerin zum glücklichen Single.

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