Martin Selm - Losers' Ball

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Robert ist ein entsetzlich schwer zu verstehender Mensch. Er kommt aus guten Verhältnissen, ist nicht dumm, nein, er hat sogar einen akademischen Abschluss, aber dennoch sucht er sein Heil in Gelegenheitsjobs, Besäufnissen, Joints und dem Verfluchen all derer, die in diese neue, seltsame Welt passen. Man könnte es die Sinnentleertheit einer vom Wohlstand verwahrlosten und betäubten Generation nennen, die dazu geführt hat, dass er nun fernab seiner Heimatstadt ein trostloses Leben führt. Man könnte auch einfach sagen, dass er ein fauler Scheißkerl ist, dessen Ablehnung gegenüber dieser Welt nicht auf moralischen Grundsätzen fußt, sondern vielmehr auf Feigheit. Wie man es auch dreht, dieser Kerl ist schwer zu fassen.
An seiner Seite wähnt er seinen treuen Freund Tim, der mit ihm einst in die Stadt kam und der keineswegs besser dasteht als er selbst. Beide eint die Verachtung gegenüber all dieser gleichen Pseudo-Individualisten, mit ihren Smartphones und Hipsterklamotten.
Die scheinbar festgefahrene Situation wird durcheinandergewirbelt, als Robert auf Marie trifft. Marie hingegen hat jeden Grund sauer auf diese Welt zu sein, doch im Gegensatz zu Robert, in ausgerechnet dem sie mehr zu sehen glaubt, als gut für sie beide wäre, hat sie ihr Leben der strikten Maxime möglichst unabhängig sein zu wollen untergeordnet. Aus der eigenen Situation hart geworden, legt sie, wenn es ihr angemessen erscheint, eine Radikalität an den Tag, die für Robert und dessen jämmerliche 'Scheißegal-Haltung' schwer zu verstehen ist. Für alle drei nimmt das Leben in einem Herbst Wendungen, die sie mit den immer selben, uralten Fragen konfrontieren: Was soll man hier? Was soll all das hier? Wer ist man überhaupt und wo inmitten von all dem soll man sich selbst verorten?
Träume platzen, Illusionen bewahrheiten sich, oder auch nicht, und über all dem steht die Frage danach, was dieser ganze Scheiß eigentlich soll.

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Kapitel 5

Es war spät geworden. Ständig waren neue Probleme bei dem neuen Programm zur Abrechung aufgetreten. In seinem Beruf geschah eigentlich relativ wenig, doch tauchte mal ein Problem auf, so kam es meistens dicke. Norbert Meiser war seit zehn Jahren bei der Firma. Er hatte den Weg Schritt für Schritt zurückgelegt, vom einfachen Angestellten, bis hin zum Abteilungsleiter. Er liebte es, auch wenn er sich das niemals eingestehen würde, Macht über andere ausüben zu können. Es war und ist eben Gesetz in der Wirtschaft, dass man sich durchboxen musste. Je höher man kam, umso unantastbarer wurde man. Das hatte er schnell verinnerlicht.

Er hatte sich von vornherein dagegen ausgesprochen dieser verrückten das Erstellen eines neuen Software Paketes anzuvertrauen. Anststatt sich an eine große, etablierte Firma zu wenden, ließen sich seine Vorgesetzten von ihr einwickeln. Dabei hatte sie äußerst seltsame Umgangsformen. Man konnte ihr nicht einmal die Hand geben, ohne dass sie einen mit ihren giftgrünen Augen festnagelte. Ihn erinnerte ihr Blick immer an Superman, der mit seinen Augen Laserstrahlen verschießen kann. In ihrem Falle schien aus ihren Augen Gift, oder glühend heißes Magma zu kommen. Irgendetwas in der Richtung. Aber es war so gekommen, wie er es geahnt hatte. Jeder Mensch hat eine Schwäche. Die meisten sogar weit mehr als eine. Sein Chef, ein Mann Mitte fünfzig, hatte etwas von Solidarität unter kleinen Unternehmen oder dergleichen gefaselt, als er begründete, wieso man einen Auftrag, der Auswirkungen auf Herrn Meisers ganze Abteilung haben würde, eine gestörten zuteilte, der man eigentlich viel eher den Teufel austreiben lassen sollte. Oder sie zumindest mal richtig durch ficken sollte. Er hasste seinen Chef dafür. Er war ohnehin viel zu weich. Er kam aus einer Generation, in der ganz einfach zu viel geredet wurde in der auf alles und jeden Rücksicht genommen werden musste. Das war Herrn Meiser, der gerade 36 geworden war, zuwider. In seiner Jugend hatte es das nicht gegeben. Was zählte, waren ein Golf GTI und Sex. Jede Menge Sex. Mittlerweile fuhr er einen Mercedes. Mit dem Sex war das so eine Sache, er hätte beinahe den Fehler begangen und seine Jugendliebe geheiratet, die er im Alter von 27 wieder getroffen hatte. Es hätte gepasst, doch sie wollte unbedingt Kinder, und das in einer Zeit, in der sein Aufstieg begonnen hatte. Klar musste er lange und hart Arbeiten, aber das war eben der Preis, den man für den Erfolg zahlen musste. Es ging ihnen gut, er konnte ihr alles bieten, ein gemietetes Reihenhaus, ein eigenes Auto, all das. Kinder, das war etwas, worüber man auch in einem späteren Lebensabschnitt noch nachdenken konnte, jedoch keinesfalls in diesem. Sie hatte das anders gesehen. Irgendwann hatten sie sich aneinander abgenutzt. Er hatte zugenommen, nicht mehr auf sich geachtet. Es kam die Trennung und er bereute es keinen Tag. Ihr war er ja nicht einmal böse, auch wenn im Streit so manches besser nicht gesagt hätten werden sollen. Kaum war er wieder Single, begann er Sport zu treiben, er ging ins Fitnessstudio, und er fing an sein Privatleben neu auszurichten. Er ging an den Wochenenden ab und an in Clubs, in denen seinesgleichen anzutreffen waren. Er hatte wieder Sex, richtigen Sex, nicht bloß das einfache abspulen der immer gleichen Routine. Ihn erregte es ungemein, wenn die Frauen stöhnten und aus sich heraus gingen. Die stillsten, schüchternsten Dinger, die er vorher in ewig schleppenden Gesprächen von sich überzeugen musste, gaben auf einmal die lautesten, wildesten – und für ihn somit erotischsten Laute von sich. Jetzt, wo die Trennung schon lange zurücklag und er einen größeren Kreis von Damen mit Klasse hatte, mit denen er sich regelmäßig vergnügte, kam es ihm manches mal so vor, als würde er über eine andere Person, als sich selbst nachdenken, wenn er an jene Zeit erinnert wurde.

Diese Kleine, die wohl so etwas wie ein selbständiges Software Unternehmen führte, hatte zunächst einige komplexe Probleme gelöst. Beinahe wäre er auf sie hereingefallen. Letztendlich hatte der heutige Tag jedoch gezeigt, was ihr Programm taugte. Es hatte sich ein Fehler eingeschlichen. Nicht einmal die fähigsten Leute aus der EDV Abteilung hatten es geschafft, das anscheinend unfassbar Komplexe Programm zu durchschauen. Er hatte es geahnt. Frauen waren einfach für sämtliche Dinge der Praxis nicht zu gebrauchen. Einfachste Handlungen wurden auf kompliziertestem Wege durchgeführt. Seinen Boss, diesem verkappten Sozialpädagogen, der in diesem Laden eigentlich nichts verloren hatte und sich nur aufgrund seiner guten Kontakte auf dem Markt in der Firma halten konnte, hatte sie täuschen können. Ihn nicht. Als schließlich alle gegangen waren, hatte er ihr Programm schließlich schlicht deinstalliert, das alte System aufgespielt und die Daten darauf gespielt. Bis Montag musste alles wieder auf dem altem Stand sein. Natürlich war diese kleine Programmiererin auch nicht zu erreichen gewesen. War ja auch Freitag. Da Arbeitet man ja auch maximal halbtags. Eine Notfall Hotline, wie sie es bei normalen Unternehmen gab, hatte sie selbstverständlich auch nicht. Er sah es nicht ein, wieso er wegen so jemandem Probleme haben sollte. Musste sich eben sein Chef rechtfertigen, wieso er derart unseriös gehandelt und somit das Unternehmen vor Probleme gestellt hatte.

Als er gegen 19.30 die Firma verließ, war er sogar fast froh über die Unfähigkeit und den Mangel an Seriosität, die in seinen Augen zu den aufgetretenen Komplikationen geführt hatten. Der Vorstand würde sicher keine Gründe sehen, die das Verhalten seines Chefs rechtfertigen würden. Der Aufstieg vom Abteilungsleiter, hin in die untere Führungsebene – und damit direkt in die Chefetage war greifbar. Alles eine Frage der Darstellung.

Er lief über den von gepflegtem Grün gesäumten Weg hinüber zur Tiefgarage. Gärtnerei hatte ihn nie interessiert. Er fand es lächerlich auf künstlichem Wege eine Illusion von Natur herbeizuführen. Das Leben findet eben in Städten statt – wem das nicht passt, der soll aufs Land ziehen, war seine Meinung dazu. Er fuhr mit dem Mercedes davon. Als er die Innenstadt verlassen hatte, auf dem Weg zu seinem Appartement, welches am Rande des Stadtgebietes lag und von wo aus er einen phantastischen Blick über die Dächer der Stadt hatte, musst er an einer Ampel halten. Im Radio liefen die Nachrichten. Ein weiteres Land der EU schlidderte in die Krise. Weitere Zahlungen, bla bla. Es war wie immer im Leben. Die einen arbeiten hart und sind korrekt - und müssen zum Dank all die faulen Eier mitschleifen. Er hasste das. Der Sozialstaat war auch so eine Erfindung, die nur dazu diente die Trägheit der Menschen in diesem Land zu unterstützen. Ihm konnte man nichts vormachen. Zahlen, Bilanzen, all das war sein Fachgebiet. Er glaubte zu wissen, wie die Welt lief. Globalisierung, das war ein Begriff, hinter dem, und der damit angeblich verbundenen Komplexität, sich all diejenigen versteckten, die zu feige waren zu gestehen, dass sie eigentlich keine Ahnung hatten wie die Welt funktioniert. Er dagegen, davon war er fest überzeugt, wusste es. Die Ampel schaltete auf Grün. Er stellte das Getriebe in den Sportmodus. Die Enge der Stadt hatte er hinter sich gelassen, nun war es Zeit die überproportional zur Verfügung stehende Leistung des Wagens auf die Straße zu bringen. Er fuhr an und beschleunigte. Nach etwa 20 Metern krachte es.

Die Ziellosigkeit, mit der er umher streunte war ihm eigentlich fremd. Auch wenn er sonst ein eher zur Spontanität neigender Charakter war, so war es überhaupt nicht seine Sache alleine irgendwo länger zu verweilen. Wege, die er zu beschreiten hatte, waren stets zielgerichtet, auch wenn es nur darum ging sich eine Pizza zu holen. Robert war nach der morgendlichen Abfuhr nicht mehr zurück gefahren. Er war gedankenversunken durch die Stadt gezogen. Über all dem Groll über das Erlebte hatte er komplett vergessen zu essen. Kurze Zeit hatte es ihn gelüstet sich einen Sixpack Bier zu kaufen und den Alkohol die Führung über sein Leben übernehmen zu lassen. Konnte ja eigentlich nur voran gehen. Diese Idee hatte er jedoch bald wieder verworfen, er fürchtete den nächsten Morgen, wenn der Kater die Misere nur verschlimmern würde. So blieb er nüchtern.

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