Heike-S. Rogg - Scheiß die Wand an...
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Kurz nach dieser Pause unterqueren wir siebzehn Kilometer lang das Gotthardmassiv. Für den nächsten Halt hat Hannes eine Tankstelle kurz vor Mailand ausgeguckt. Ursprünglich als kurze biologische Pause gedacht, gehen die letzten fünfundzwanzig Tassen Kaffee aus der Bordküche raus. Zwischen Tasse siebzehn und achtzehn steht Frau Rosenberg vor mir. Schlecht ist ihr jetzt nicht mehr, aber nun hat sie blaue Flecken, weil sie auf dem Gurtschloss sitzen muss. Müsste sie gar nicht, wenn sie, wie Hannes die Vorschrift erläutert hatte, angeschnallt wäre. Da für den Ausbau ihres Gurtes das Werkzeug fehlt, weise auch ich sie noch einmal auf diese gesetzliche Bestimmung hin.
Bei der letzten kleinen Pause, hundert Kilometer vor unserem Ziel, kommt Frau Rosenberg nun mit der Ankündigung, sie würde sich beschweren. Ihre Tochter kann doch so nicht sitzen. Jetzt bin ich völlig konfus. Wer kann nun warum nicht wo sitzen?
Nach insgesamt elf Stunden Fahrt, die Pausen mitgerechnet, landen wir in Lido di Jesolo. Wer weiß, dass Jesolo nur aus Einbahnstraßen besteht und in welche Richtung diese führen, findet das Hotel auf Anhieb – so wie Hannes.
Und dann stehe ich in der Mausefalle gleichen Namens. Dank der guten Organisation des veranstaltenden Busunternehmens ist innerhalb weniger Minuten die komplette Gruppe eingecheckt und mit einer Plastiktüte voller Zimmerschlüssel geht es in den Bus zurück.
Bereits bei der Verteilung der ersten Einzelzimmer, regt sich Protest. »Wir haben doch ein Doppelzimmer gebucht!«, entrüstet sich ein Herr. Ein Blick auf meine Zimmerliste zeigt aber zwei Einzelzimmer. »Kapiert denn keiner, dass wir verheiratet sind?«, kommt die verzweifelte Entgegnung. Meiner Bitte an der Rezeption Bescheid zu sagen, dass er ein Doppelzimmer bekommt, entspricht er erfolgreich.
Vor dem Bus große Aufregung. Es fehlen Gepäckstücke. Ausgerechnet die von Frau Rosenbergs Clan. Hannes öffnet erneut alle Kofferraumklappen und blickt ratlos auf den leeren Boden. Plötzlich fällt ihm ein, dass dieser Bus ein paar geheime Ecken hat. Und genau dort hinein hat der Sammelfahrer diese Taschen geschoben.
Irgendwann stehen auch Hannes und ich mit Gepäck in unserem Zimmer. Es ist wirklich recht überschaubar. Das Mobiliar besteht aus einem Doppelbett, einem Zusatzbett, einem Wackeltisch auf dem ein Miniröhrenfernseher mit immerhin einem italienischen Programm steht. Um diesen Bericht zu schreiben, muss der Fernseher vom Tisch genommen werden, damit das Notebook Platz findet. Ein Stuhl und ein Schrank komplettieren das Stillleben. Nicht zu vergessen, die beiden Nachtischchen und eine Nachttischlampe. Selbst an Tapete wurde gespart. Die Wände sind einfach weiß getüncht.
Im Bad muss Hannes seitlich rückwärts einparken, um die Toilette zu erreichen. Aufgrund seiner Bekanntschaft mit dem Kasseler Kommissar Faubel, hat Hannes eine strenge Diät hinter sich. Nur diese macht es ihm hier überhaupt möglich, die Dusche zu betreten, ohne irgendwo stecken zu bleiben. Selbst mir bereitet es Schwierigkeiten, gerade auf der Toilette zu sitzen, und das bei Kleidergröße 40. Der Gebrauch von Toilettenpapier artet in eine akrobatische Übung aus. Übrigens, wenn man vergisst, den Klodeckel vor dem Spülen zu schließen, sollte man den Sprung über das Bidet wagen, damit die Füße trocken bleiben.
Andere Fahrgäste erzählen, dass in einigen Zimmern das Toilettenpapier vor dem Duschen zweckmäßigerweise aus der Halterung genommen werden sollte, da man sonst über feuchtes Papier verfügt.
Dass dies ein Standardhotelzimmer und nicht die Busfahrerabsteige ist, erfahren wir, nachdem der Bus auf dem Parkplatz steht. Schon in dieser ersten halben Stunden haben vier Reisegäste ihre Zimmer getauscht. Mindestens zwei Kakerlaken werden uns am nächsten Morgen gemeldet. Leider sind diese bereits erschlagen und an der Rezeption abgegeben. Schade, sie hätten bestimmt ein schönes Foto gegeben.
Schon tritt das nächste Problem auf. Da am folgenden Tag ein großer Ausflug auf dem Programm steht, müssen wir am Hotel um 8.45 Uhr wegfahren. Also bestellen wir das Frühstück für acht Uhr. Prompt wird uns mitgeteilt, dass die komplette Gruppe nur von 7.30 – 8.00 Uhr frühstücken darf. Warum erfahren alle am folgenden Tag. Auch das Abendessen muss gemeinsam in der Gruppe eingenommen werden. Bis auf die Nudeln, die sich als sehr bissfest erweisen, ist dieses jedoch durchaus genießbar. Leider fehlen zwei Portionen Pasta. Als diese endlich eintreffen, sind aus den Spiralnudeln, Bandnudeln geworden und die Soße erinnert an den Spruch: ‚Acht sind geladen, zwölf sind gekommen. Gieß Wasser zur Suppe, heiß‘ alle willkommen.‘
Der zweite Gang besteht aus einer dünnen Scheibe Braten mit Kartoffeln. Vor zwei Wochen in Südtirol gab es davon immerhin drei Scheiben. Auch der mit Wasser gekochte Pudding ist kein Highlight, aber essbar.
*
Freitags geht es nach Venedig. Die Nacht war hart. Zwar kann man in den Betten einigermaßen liegen, aber sie quietschen, wenn man nur den Fuß bewegt. Will man sich gar umdrehen, bedeutet das die ultimative Weckgarantie für den Partner. Hannes geht als erstes unter die Dusche. Die Badeschuhe, die er in Hotels immer benutzt, bleiben auf dem Boden der Dusche kleben. Uns stellt sich nun die Frage, brauchen wir neue Badelatschen oder ist der Boden klebrig?
Beim Frühstück wird Unmut laut, denn nachdem einige aus der Gruppe natürlich nicht um acht Uhr mit Frühstücken fertig sind und wie gewünscht aus dem Speisesaal verschwinden, kommt der große Aha-Effekt. Bestand unser Frühstück aus zwei, sehr kleinen und trockenen Brötchen, einer Scheibe Salami, einer Scheibe Plastikkäse und einer Scheibe Klebeschinken sowie aus Marmeladenportionsdöschen, wird für die anderen Hausgäste groß aufgefahren. Plötzlich stehen Müsli, Croissants und andere feine Dinge auf dem Buffet. Zugegebenermaßen ist zumindest der Kaffee gut, falls man einen bekommt. Für vierzig Leute gibt es zwei langsam arbeitende Kaffeeautomaten. Lange Schlangen wartender Gäste davor sind die Folge. Jedenfalls ist jetzt klar, warum wir vor den anderen Gästen frühstücken müssen.
Mit dem Bus geht es nach diesem frugalen Mahl zum Hafen. Um nach Punta Sabbioni zu gelangen, muss man zuerst die Eintrittsgebühr für den Bus bezahlen. Hannes fährt zum Check Point und wird so auf die Schnelle einhundertsechzig Euro los. Der Parkplatz kostet natürlich extra. Diesmal, man glaubt es kaum – nur fünfundzwanzig Euro!
Wieder ist alles prima organsiert. Das Schiff, das uns nach Venedig bringen soll, ist schnell gefunden. An Bord treffen wir, wie könnte es auch anders sein, eine zweite Reisegruppe aus dem Saarland. Natürlich erfährt unsere Gruppe, dass die Teilnehmer dieser, für den gleichen Preis viel besser untergebracht sind. Ob es stimmt, ist zunächst nicht nachprüfbar. Die Verteilung der Zimmer übernehmen in Italien, wie erwähnt, in der Regel örtliche Agenturen.
Bereits um 10.15 Uhr sind alle auf dem Markusplatz in Venedig versammelt. Nicht vorgesehen ist der gleichzeitige Besuch des italienischen Staatspräsidenten Napolitana. Wir verlassen gerade das Schiff und betreten die Promenade, als scheinbar uns zu Ehren, die Amerigo Vespucci, das große italienischen Segelschulschiff, Salut schießt. So ist das eben, wenn Saarländer reisen.
Leider gilt dieser Empfang dann doch nicht uns. Der Treffpunkt zwischen den zwei Säulen auf dem Markusplatz, wo die Reiseleiterin auf uns warten soll, ist weiträumig abgesperrt. Die mit Maschinenpistolen bewaffneten Polizisten sowie viele auffällig unauffällige Leibwächter erwecken nicht den Anschein, als würden sie uns durchlassen. Also bleiben alle erst mal unter einer Laterne stehen.
Von dort aus beobachten wir, wie der italienische Präsident, in einem Golfwagen fahrend, seinen weißen Hut huldvoll schwingend, an uns vorbeifährt. Leider habe ich den Mann vor dem Zug in seiner prächtigen Uniform für den Präsidenten gehalten und somit das falsche Foto geschossen. Naja, in Italien wechseln die Politiker schnell, vielleicht ist er ja irgendwann der Nachfolger.
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