Ich vermute, dass die Mehrheit der Wähler dies durchschaut oder wenigstens gefühlt hat in der gegenwärtigen Krise.
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Schulstreik
Zur durchgepeitschten Hamburger Schulreform habe ich 5 Fragen:
1. muss man eine gesamte Schulstruktur umkrempeln, um Chancengerechtigkeit für Kinder von Migranten und bildungsfernen Schichten mit höchst Ungewissem Erfolg herzustellen? Wäre es nicht besser gewesen, die für die Reform benötigten vielen Millionen Euros in gezielte Fördermaßnamen zu stecken?
2. Ist es nicht naiv zu glauben, dass man durch 2 Jahre längeres gemeinsames Lernen alle die Ziele erreichen wird, die man vorgibt: mehr Abiturienten, weniger Schulabbrecher, bessere Förderung des Nachwuchses aus dem Prekariat?
3. Ist es nicht höchst ungerecht, wenn man ungleiche Fälle (Begabungen) gleich behandelt?
4. Wie hoch ist die Quote der Schulabbrecher und der Abiturienten in solchen Bundesländern, in denen die meisten Gesamtschulen sind : Bremen, NordrheinWestfalen?
5. Kann diese Reform das Problem der Studienabbrecher lösen? Die Universitäten beklagen ja, dass die Qualität des Abiturs bereits jetzt schon zu niedrig sei.
Angriff auf die Bildungsbürger 15.11.2009
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Bildung
Deutschland ist in Vergangenheit und Gegenwart gewiss nicht durch 25 - 30% lernschwache Schüler aus bildungsfernen Elternhäusern zu einer wirtschaftlichen und kulturellen Großmacht geworden.
Das legt doch die Frage nahe, ob die überdimensionierte Zuwendung, die als Bildungspolitiker getarnte Sozialpolitiker dieser Gruppe angedeihen lassen, die Vernachlässigung des oberen Drittels aufwiegt bezüglich des gesamtgesellschaftlichen Nutzens.
Ein rohstoffarmes Land wie Deutschland sollte seine Gymnasien pflegen und nicht abschaffen!
15. Weltklimakonferenz in Kopenhagen 07.12.2009
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Weltklima
Man scheint sich einig zu sein, dass ein dramatischer Klimawandel nur zu vermeiden ist, wenn die globale Temperatur nicht mehr als 2 Grad Celsius ansteigt, und dass der Hauptklimakiller das CO2 sei. Mehr genauere Informationen werden kaum gegeben.
Ich möchte aber auch noch gerne wissen,
1. mit welchen wissenschaftlichen Methoden gerade dieser Wert ermittelt wurde,
2. welche Faktoren mit welchen Parametern diesen Wert beeinflussen sollen,
3. wie hoch die angenommenen Kosten sind,
4. ob das angestrebte Klimaziel (nicht mehr als 2 Grad) das ideale und auch das bleibende Klima sein soll.
Weiterhin frage ich mich, welche Gründe angegeben werden, wenn bei Einhaltung aller erforderlichen Bedingungen dennoch 2 Grad überstiegen werden. Mir fallen nur zwei ein:
Entweder man muss entschuldigend sagen, dass die Berechnungen fehlerhaft waren oder man muss zugeben, dass auch andere als die angenommenen Gründe (im wesentlichen CO2) eine Rolle spielen.
Schade, dass ich das Ergebnis nicht mehr erleben werde!
Der Krieg als Aktenschlacht (von E. Fuhr) 13.12.2009
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Pazifismus
Vorweg: Ich freue mich von Herzen, dass bei der Aktion in Kundus keine deutschen Soldaten getötet wurden, und ich fühle mich auch nicht durch die Bundesregierung getäuscht!
Bitte, bitte, liebste Redakteure der WELT, bringen Sie weiterhin Artikel wie diesen, in denen der Aufdeckungsirrsinn einiger wildgewordener Abgeordneter besonders des linken Spektrums als das kritisiert wird, was es in der Tat ist: verantwortungsloser Schwachsinn.
Politische „aufgeblasene Nullen“, die die Umstände dieses Kriegseinsatzes genüsslich aus egoistischem Interesse und nicht aus Gründen des Gemeinwohls ausbreiten (wie immer dabei: Trittin, Ströbele, Roth, Künast), haben es wahrscheinlich geschafft, ihnen anvertraute und von ihnen geschickte Soldaten in Afghanistan zur Zielscheibe von fanatischen und rachsüchtigen Idioten, den Taliban, zu machen. Diese Art Kritiker sollte in sich gehen und überlegen, ob sie ihre mögliche Schuld nicht doch in einem Trappistenkloster nach einem Schweigegelübde sühnen sollten.
Zum Schluss: Vielleicht könnte die WELT bitte auch dokumentieren, wie ausländische Medien diese deutsche Selbstzerfleischung wahrnehmen.
Permanente Diskussionen: Afghanistan. Guttenberg und Obama 16.12.2009
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Pazifismus
Ich empfinde es geradezu als humane Komödie und für unsere Gesellschaft nicht unbedingt als positiv, wenn das Aussprechen von Selbstverständlichkeiten oder offenkundigen Wahrheiten eine derartig übersteigerte euphorische Resonanz und Bewertung in den Medien findet: Guttenberg meint völlig zu Recht, dass man sich bei Opel auch eine geordnete Insolvenz vorstellen könne, und dass es in Afghanistan „kriegsähnliche Verhältnisse“ gäbe. Obwohl beides keine tiefgründigen Erkenntnisse sind, wird er dafür fast überschwänglich gefeiert. Das hätte meine kluge, aber noch unbekannte Freundin Frau W. auch sagen können.
Obama hält anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises eine in der Tat philosophisch unterlegte Rede, deren selbstverständlicher Inhalt alle Menschen, die denken können und guten Willens sind, ohne weiteres einsehen, nämlich dass Pazifismus als Mittel staatlichen Handeln nichts taugt. Diese (ewige) Wahrheit hat einer der größten deutschen Denker, Max Weber, schon Jahrzehnte zuvor ähnlich formuliert: Das christlich ethische Gebot „halte den anderen Backen hin“, wenn man dich geschlagen hat, sei eine „Ethik der Würdelosigkeit - - außer: für einen Heiligen ... Denn, wenn es .... heißt: „dem Übel nicht widerstehen mit Gewalt“, so gilt für den Politiker umgekehrt der Satz: Du sollst dem Übel gewaltsam widerstehen, sonst bist Du für seine Überhandnahme verantwortlich“.
Und als humane Tragödie mit lächerlichen Passagen könnte man empfinden, dass offenbarer Unsinn in allen Talkshows heftigste beklatscht wird. Ich denke hier besonders an die Beiträge des früheren verurteilten RAF-Anwaltes Ströbele und an einen weiteren Tölpel vergangener und gegenwärtiger gesellschaftlicher Analysen, den ehemaligen Kommunisten Jürgen Trittin.
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