Chris Renata - Wende mit 40

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Eine Frau wurde von einer Hamburgerin 1948 in Thüringen geboren. Der Vater war Lehrer. Nach behüteter Kindheit ergriff auch sie den Beruf als Lehrerin in der DDR. 1970 heiratete sie einen Chemiker mit dem sie zwei Kinder bekam. Die Ehe scheiterte und kurz nach den Ereignissen der WENDE ließ sie sich 1990 scheiden. 1991 lernte sie einen adeligen Niedersachsen kennen, der 25 Jahre älter war. 1994 heiratete das Paar in Las Vegas. Sie verbrachten eine glückliche Zeit miteinander und machten viele Reisen. Nach mehreren Schicksalsschlägen verstarb 2010 der Ehemann.

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Wenn ich über meine Jugend nachdenke, so komme ich zu folgender Erkenntnis:

Ich war jung, und junge Menschen kümmern sich mehr um sich selbst als um ihre nächsten; die Mitmenschen sind ihnen nur Mittel, sich ihrer selbst bewusst zu werden. Deshalb sind junge Menschen auch nicht so wählerisch in ihrem Umgang; er ist bei ihnen mehr eine Sache des Zufalls; sie nehmen eher sich bietende Gelegenheiten wahr, als dass sie selbst bewusst eine Wahl treffen.

An einem Frühlingsabend sollte ich aber ein unschönes Erlebnis haben. Nach dem Tanzen auf dem Nachhauseweg versuchte ein Soldat, der mich auf meinem langen Nachhauseweg begleitete, mich zu vergewaltigen. Plötzlich drückte er mich an eine Mauer und versuchte mich zum Geschlechtsverkehr zu zwingen. Ich wehrte ihn so ab, dass einige Knöpfe an seiner Uniform abrissen. Da er nichts erreichen konnte und er zu einer bestimmten Zeit in der Kaserne sein musste, gab er auf. Nun beschimpfte er mich noch, aber das nahm ich nicht weiter tragisch.

Meine Lust zum Tanzen zu gehen, wurde damit aber nicht gemindert. Nach diesem Vorfall achtete ich aber sehr darauf, mit wem ich nach Hause ging.

Ich war siebzehn, frei und ungebunden. Gudruns Eltern luden mich ein, die Sommerferien mit ihnen und Gudrun in einem Privatquartier an der Ostsee zu verbringen. Ich freute mich sehr darauf. Es wurde ein wunderschöner Urlaub. Das Haus befand sich in der Nähe eines herrlichen Strandes der Ostseeküste auf Usedom. Die Frau des Vermieters war in einer Bar tätig, in der sie uns auch Plätze freihielt. Gudrun und ich gingen oft tanzen, dorthin oder anderswo. Ich konnte mich vor Bewerbern nicht retten. Darunter waren ein bulgarischer Musiker, der in der Tanzkapelle spielte, ein ungarischer Medizinstudent und ein junger Arzt aus Jena. Dieser verschaffte mir einen Antrag für eine verbilligte Rückfahrt mit der Reichsbahn. Ich musste mich allerdings als medizinisch-technische Assistentin ausgeben. Der Jenaer Arzt war nur einige Tage auf dem Zeltplatz tätig. Er schrieb mir dann noch einen Brief, allerdings ohne Absender. Während unseres Urlaubsaufenthaltes in dem Ostseebad hatten wir herrliches Wetter. Da ich ein dunkler Typ bin, wurde ich schnell von der Sonne gebräunt. Und wenn man braungebrannt aus dem Urlaub nach Hause kommt, fiel man natürlich auf.

Nach meinem Ostseeurlaub bekamen meine Eltern in den Sommerferien Besuch von meinem Onkel Hein aus Bad Odesloe. Er war ein Cousin meines Vaters und etwa genauso alt wie er. Ich erweckte bei ihm anscheinend Jugendgefühle. Sehr oft schenkte er mir nun modische Kleidungsstücke und kleine Dinge. Mein Onkel war bei einer Hamburger Versicherungsanstalt tätig. Er verdiente sicher nicht allzu viel Geld, und trotzdem hatte er die Gabe, seine Mitmenschen mit Aufmerksamkeiten zu erfreuen. Er erzählte mir, dass er seine Frau oft mit kleinen Geschenken unter dem Kopfkissen überrascht hatte. Seine erste Frau hatte er aus Liebe geheiratet. Sie hatten eine gemeinsame Tochter. Seine Frau verstarb aber früh. Deshalb suchte er für sich und seine Tochter eine zweite Frau. Meinem Onkel machte es nichts aus, dass seine zweite Frau drei Kinder mit in die Ehe brachte. Doch bald stellte sich heraus, dass er mit seiner zweiten Frau laufend Unstimmigkeiten hatte. Deshalb reichte er die Scheidung ein. Da mein Onkel Anhänger kommunistischer Ideen war, gab er seine leibliche Tochter in ein Kinderheim in die DDR. Ich kann mir vorstellen, dass er damit bei dem Mädchen Konflikte verursacht hat. Mein Onkel Hein war immer ein sehr reiselustiger Mensch. Er reiste jahrelang gern in die DDR. Vielleicht auch deshalb, weil er durch seine kleinen Geschenke hier Anerkennung erhielt. Er besuchte oft seine Tochter, die inzwischen schon eine Familie besaß. Mein Onkel fuhr auch gern nach Jena. Er verstand sich recht gut mit meiner Tante Else. Auch kannte er ein Ehepaar in Leipzig, das er gern besuchte.

Mit diesem Onkel ging ich auch einmal tanzen. Er war kein guter Tänzer. Auf dem Nachhauseweg balancierte er auf dem Bürgersteig und wollte mir damit imponieren. Das Gegenteil war aber dann der Fall. Er stürzte hin und fiel so unglücklich, dass er seine Lippe verletzte und recht unschön aussah. Meinem Onkel war der Vorfall meinen Eltern gegenüber sehr peinlich, denn er fürchtete, dass man annehmen konnte, ich hätte ihn auf irgendeine Art abgewehrt. Diese Gedanken fand ich anfangs absurd. Doch als meine Großmutter Marlies, meine Eltern, Onkel Hein und ich gemeinsam an einem Abend eine Flasche Johannisbeerlikör tranken, änderte ich meine Meinung. Denn als wir alle zu Bett gegangen waren, kam mein Onkel in mein Zimmer und schlüpfte unter meine Bettdecke. Was sollte ich tun? Ich alberte so herum, dass er Angst bekam, mein Vater könnte uns hören. Da er mit mir in dieser Stimmung nichts anfangen konnte, verließ er bald mein Zimmer, ohne ans Ziel seiner Wünsche gekommen zu sein. Er setzte dennoch unsere Freundschaft fort. Er schrieb mir auch oft. Später erfuhr ich, dass unser Briefwechsel von der Staatssicherheit überwacht wurde.

Mit dem Herbst 1966 begann mein 2.Studienjahr. Mein Bruder Manuel war inzwischen zur Armee eingezogen worden. Das Abholen mit dem Auto hatte sich erübrigt, weil ich jetzt in dem eigentlichen Ort des Lehrerinstitutes studierte; von hier aus konnte ich ohne weiteres per Anhalter nach Hause kommen. Die Unterbringung im Internat war aber nicht besser. Im Gegenteil, wir waren jetzt 8 Studentinnen in einem Zimmer. Man kann sich bei dieser Situation vorstellen, dass ich es da oft vorzog, per Anhalter nach Hause zu fahren. Allerdings fuhr mich dann immer mein Vater frühmorgens mit dem Auto zu unserem Studienort zurück.

Nun fing auch unser Praktikum an. Ich sollte von einer erfahrenen Mentorin angeleitet werden, die in einer Dorfschule unterrichtete. Gudruns Mutter, die Schulsekretärin war, hatte gleich mit einer ausgezeichneten Lehrerin an ihrer Schule gesprochen, so dass Gudrun das Praktikum bei ihr absolvieren konnte. Da ich die Vorstellung hatte, dass es in einer 2. Klasse am günstigsten wäre zu unterrichten und ich keine Lust hatte, die Praktikumstage auf einem Dorf zu verbringen, bat ich meinen Vater mit einer Kollegin zu sprechen, die mich als Praktikantin könnte. Das war wohl eine falsche Entscheidung, denn meiner Mentorin fehlten einige Fertigkeiten, obwohl sie schon einige Jahre unterrichtete. Mein Abschluss im Praktikum war nicht so gut wie Gudruns. Außerdem musste ich mit den Schülern einige psychologische Befragungen durchführen und gezielte Maßnahmen einsetzen, um eine Partnerwahl innerhalb der Klassengemeinschaft auszuwerten. Darüber schrieb ich dann meine wissenschaftliche Hausarbeit, die später mit „gut“ bewertet wurde.

Am Wochenende ging ich aber nach wie vor zum Tanzen. Ich lernte auch einige junge Männer kennen, die gern näher mit mir in Kontakt gekommen wären. Aber davon hielt ich nicht viel. Beim Tanzen machte ich die Bekanntschaft mit einem angehenden Zahnarzt. Er besuchte gerade seinen Vater, der praktischer Arzt in unserem Heimatort war. Knut lebte in Berlin, war verheiratet, hatte zwei kleine Kinder, führte aber eine unglückliche Ehe. Da er nicht so groß war wie ich, kam er sowieso nicht für mich in Frage, aber wir führten einen regen Briefwechsel.

Während der Wintermonate machten Gudrun und ich im Hallenbad unseres Studienortes den Rettungsschwimmerschein.

Das 2. Studienjahr war überstanden. Es nahten wieder die Sommerferien. Gudruns Eltern fuhren wie jeden Sommer zu ihren Privatvermietern an die Ostsee. Ich durfte wieder mitfahren und freute mich schon auf den Aufenthalt auf Usedom. Gudrun hatte sich um einen Einsatz als Rettungsschwimmer in einem kleinen Badeort auf der Insel Rügen bemüht. Sie wollte wohl auch einmal ohne ihre Eltern die Ostseeküste erleben. Sie war schon vorher losgefahren und wollte dann später in den anderen Ort zu ihren Eltern kommen. Es stellte sich aber heraus, dass Gudrun ihre Absicht geändert hatte und noch länger als Rettungsschwimmerin tätig sein wollte. Um zu erfahren, was los war, fuhr ich per Anhalter von der Insel Usedom zu Gudrun auf Rügen. Sie handelte dort auch eine Rettungsschwimmerstelle für mich aus und wir bekamen so unseren Ostseeaufenthalt finanziert. Unsere Aufgabe bestand vorwiegend darin, die Luft- und Wassertemperatur zu messen und Badegäste darauf aufmerksam zu machen, dass es verboten sei eine Luftmatratze zu benutzen. (Es war wohl wirklich einigen Badenden die Flucht aus der DDR mit einer Luftmatratze geglückt!) Gudrun und ich schliefen in einem muffigen alten Fischerhaus, aber das nahmen wir in Kauf. In dem Ort gab es auch junge Männer, mit denen wir etwas unternahmen, aber sie waren nicht so interessant wie die, die ich im vorigen Sommer kennengelernt hatte.

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