Chris Renata - Wende mit 40
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Welche Vorstellung hatte ich eigentlich von einem Mann, den ich lieben könnte? Er sollte intelligent, groß und äußerlich ansprechend sein.
Es begann mein 3.Studienjahr. An einem Septemberabend im Jahre 1967 lernte ich meinen späteren Ehemann Hanno in meinem Heimatort in der schon erwähnten Tanzbar kennen. Er absolvierte mit einigen anderen Kommilitonen einer Technischen Hochschule ein Praktikum im Kaliforschungsinstitut. Er war etwa so groß wie ich. Nach dem Tanzen brachte er mich nach Hause, ohne dass er versuchte mir einen Kuss zu geben. Von der Bekanntschaft war ich nicht sonderlich beeindruckt, aber ging trotzdem zu unserem für zwei Tage später verabredeten Treffen. Wer nicht erschien war Hanno! Dass mich einer versetzte, war mir noch nicht passiert. Also ging ich ziemlich ärgerlich nach Hause. Nach einer Woche, ich befand mich aber gerade im Internat, klopfte Hanno mit einem Stockschirm an das Küchenfenster unseres Hauses. Meine Mutter guckte neugierig hinaus und sah Hanno mit seiner Baskenmütze, der auf sie wie ein „Kirmesbursche“ wirkte. Beide verabredeten nun ein neues Treffen mit mir. Es blieb aber nicht nur bei dieser Verabredung, sondern wir trafen uns nun öfters, um ins Kino oder zum Tanzen zu gehen. An einem Abend im Oktober aß Hanno bei uns Abendbrot, bevor wir etwas unternahmen. Von der harmonischen Atmosphäre in unserer Familie war er beeindruckt.
Anfang November war Hannos Praktikum beendet und er wohnte nun hauptsächlich im Internat der Hochschule in halle. Von dort aus schrieb er mir einen Brief mit der Frage, wann wir uns wiedersehen könnten und dass er mir das Weiterentwickeln unserer Beziehung überlassen würde. Darüber war ich leicht verärgert und ich schrieb einen entsprechend kessen Brief zurück, in dem ich ein Passbild einlegte. Nun erhielt ich wieder einen Brief, der mich befremdete. Hanno hatte auch ein Passbild von sich in den Antwortbrief hineingelegt mit dem Kommentar: “Da du nun mal sammelst, habe ich dir diesmal auch ein Passbild von mir eingelegt. Ich gucke Dich so an, wie es als Reaktion auf Dein Bild zu erwarten gewesen wäre“. Auch seine Zweideutigkeiten, hinsichtlich eines Besuches von mir in seinem Studienort in Bezug auf das Schlafen, irritierten mich. Ein Arbeitskollege meines Bruders hatte eine Freundin, die auch an der Technischen Hochschule in Merseburg studierte. Da der Arbeitskollege seine Freundin an einem Wochenende im Dezember besuchen wollte, machte es ihm nichts aus, mich in seinem Auto mitzunehmen. Hanno hatte zwar geschrieben, dass er sich um ein Gästezimmer für mich bemühen wolle, aber da seine drei Mitstudenten am Wochenende nach Hause gefahren waren, erübrigte sich die Bestellung eines Zimmers für mich. Ich war erstaunt, dass ich so ohne Weiteres im Internat bei Hanno übernachten konnte. Was war das immer noch für ein Theater mit dem Schlüsseldienst in unserem Internat. Ich hatte wohl nicht in Betracht gezogen, dass ich es bei Hanno mit einem 23-jährigen jungen Mann zu tun hatte. Er nutzte meine Lage aus und so kam es zwischen Hanno und mir zum Geschlechtsverkehr. Später erzählte er mir, dass er - genauso wie ich - schon einmal mit einer Bekannten ein intimes Verhältnis gehabt hatte. Ich merkte, dass Hanno unerfahren war, was ich aber nicht als negativ empfand. Allerdings versetzte er mich in Aufregung, dass ich eventuell schwanger werden könnte. Er schlug mir kurz nach dem Geschlechtsverkehr vor, im Nebenzimmer eine Essigspülung vorzunehmen! Er bereitete dazu eine Schüssel mit Essigwasser vor und verließ den Raum. Ich hielt das für Quatsch und plätscherte etwas mit dem Wasser herum, damit er beruhigt war.
Nach diesem Wochenende erhielt ich von Hanno einen sentimentalen Brief, in dem er mir schrieb, dass er kein leichtfertiger Mensch sei. Als ich ihm mitteilen konnte, dass meine Periode pünktlich gekommen war, schrieb er mir in einem weiteren Brief, dass er nichts dagegen hätte, wenn ich an den Wochenenden, an den wir uns nicht treffen könnten, zum Tanzen ginge. Was ich auch tat. Ich lernte zu dem Zeitpunkt einen zwei Jahre älteren großen Jungen aus einem anderen Ort kennen, der mir auch gefiel. Ihm und auch Hanno erzählte ich von der Existenz des anderen. Ich entschied mich dann aber doch für Hanno. Noch vor Weihnachten besuchte er mich. Da er keine Unterkunft hatte, übernachtete er in meinem Elternhaus, was unsere Beziehung fester werden ließ. Hanno schrieb mir jetzt nette Liebesbriefe.
Weihnachten und Silvester feierte jeder in seinem Heimatort. Ich feierte mit einigen Mädchen Silvester im Jugendklubhaus. Dort war ich an dem Abend die absolute Favoritin. Um 12 Uhr wünschten mir sehr viele Jugendliche ein frohes neues Jahr und benutzten die Glückwünsche für einen Kuss. Sogar einige Kapellenmitglieder, die genau meine Musik-richtung spielten, küssten mich. Sie hatten ja immer genügend Zeit beim Musizieren die Tanzenden zu beobachten. Ich freute mich über jeden Beatle-Titel, den die Kapelle spielte. (Die Musiker hielten sich auch nicht an die vorgegebene Quote von DDR-Melodien). Silvester 1968 war für mich ein herrlicher Höhepunkt. War es so etwas wie ein Abschied vom ungebundenen Dasein?
Auch in der Politik sollten Veränderungen eintreten. Während der DDR- Ministerratsvorsitzende Stoph 1967/68 in einem Briefwechsel mit dem Bundeskanzler Kiesinger noch den Versuch unternommen hatte, mit der Bundesrepublik zu einem gegenseitigen Abkommen und damit zur Anerkennung der DDR als gleichberechtigter deutscher Staat zu gelangen, wurde nun die Abgrenzung gegenüber dem westdeutschen Staat vorangetrieben. Am 20. Februar 1967 erließ die DDR-Regierung das „Gesetz über die Staatsbürgerschaft der DDR“, mit dem entgegen der Position der Bundesregierung, dass es nur eine einheitliche deutsche Staatsbürgerschaft gäbe, vollendete Tatsachen geschaffen wurden. Nur ein Jahr später gab sich die DDR eine neue Verfassung: Der ostdeutsche Staat bezeichnete sich hier als „sozialistischen Staat deutscher Nation“, in dem „unter Führung der Arbeiterklasse und ihrer marxistisch- leninistischen Partei“ der Sozialismus verwirklicht werde.
Mitte Januar feierte Hanno seinen 24.Geburtstag. Am 20. Januar 1968 sollte ich meinen Antrittsbesuch bei meiner zukünftigen Schwiegermutter machen. Hannos Mutter arbeitete als Industriekauffrau in einer Schuhfabrik. Sie hatte dort die ganze Buchhaltung zu führen. Später lernte ich ihre Zuverlässigkeit und Korrektheit schätzen. Ihr Mann war im Krieg vermisst. Sie hatte zuletzt einen Brief aus Stalingrad von ihm erhalten. Sie und Hanno wohnten in einer 2-Zimmerwohnung in einer Kreisstadt im nördlichen Vorharz. Ich fuhr mit dem Bus einige Stunden durch den Harz, um sie zu besuchen. Da Hanno von Halle mit dem Zug anreiste und über eine Stunde später als ich eintraf, hatte er mir brieflich mitgeteilt, wie viele Stationen ich mit der Straßenbahn zu fahren hätte, um zu seinem Zuhause zu gelangen. Seine Mutter, eine kleine Frau, erwartete mich schon. Ich war der erste Damenbesuch, den Hanno seiner Mutter präsentierte. Wir waren beide ziemlich verlegen. Nachdem sie mich in der Wohnung begrüßt und ein kurzes Gespräch mit mir geführt hatte, verschwand sie für eine längere Zeit in der Küche. Die Atmosphäre wurde erst gelöster, als Hanno auftauchte. An diesem Wochenende lernte ich auch Hannos Freund kennen, der später nach seinem Studium in Berlin lebte. An meine Existenz musste sich Hannos Mutter erst einmal gewöhnen.
Zwischen ihr und Hanno gab es häufig Auseinandersetzungen. Er warf ihr vor, dass seine Kindheit nicht harmonisch verlaufen war. Hanno war ein Einzelkind.
Seine Mutter hatte während der Schwangerschaft herausgefunden, dass ihr Ehemann sie mit einer anderen Frau betrog. Deshalb sagte sie oft Hanno gegenüber: “Ach hätte ich doch lieber Holz gehackt, als schwanger zu werden!“ Sie lebte während ihrer Schwangerschaft in einer Kleinstadt in Sachsen noch im Haushalt ihrer schon recht betagten Eltern. Sie hatte auch einen Bruder, der einige Jahre älter war als sie. Die Großmutter Hannos riet ihrer Tochter nicht zur Scheidung, denn sie meinte, vielleicht käme Hannos Vater gar nicht aus Stalingrad zurück, was dann auch der Fall war. Es gab nie eine Bestätigung seines Todes. Er war Ingenieur gewesen und seine Eltern betrieben in einem Dorf am Harz eine Schmiede. Um das Erbteil unter Kontrolle zu halten, zog Hannos Mutter mit ihrem Sohn in das Wohnhaus der Schmiede. Sehr viele Verwandte väterlicherseits waren während des Krieges in dem Haushalt schon aufgenommen worden. Hannos Mutter suchte sich Arbeit im Büro der erwähnten Schuhfabrik. Sie benutzte den Bus, für die 3 Kilometer Fahrt zur Arbeit. Als Hanno sechs Jahre alt war, verbrühte er sich in der Küche mit heißem Wasser den Oberkörper und erlitt starke Verbrennungen. Das nahm seine Mutter zum Anlass, ihn nach seiner Genesung in ein Kinderheim zu geben. Sie verstand es, ihm zu erklären, dass es eine Notwendigkeit wäre und dass sie trotzdem eine sehr verantwortungsvolle Mutter sei. Sie holte aber ihren Jungen nicht regelmäßig am Wochenende nach Hause. Hanno hat darunter sehr gelitten. Er fühlte sich im Kinderheim nicht wohl, aber auch der Kontakt zu den Spielkameraden im Dorf riss ab. Als die Großeltern gestorben waren, wurde das Schmiedegrundstück verkauft und Hannos Mutter zog in eine kleine Stadtwohnung.
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