Chris Renata - Wende mit 40

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Eine Frau wurde von einer Hamburgerin 1948 in Thüringen geboren. Der Vater war Lehrer. Nach behüteter Kindheit ergriff auch sie den Beruf als Lehrerin in der DDR. 1970 heiratete sie einen Chemiker mit dem sie zwei Kinder bekam. Die Ehe scheiterte und kurz nach den Ereignissen der WENDE ließ sie sich 1990 scheiden. 1991 lernte sie einen adeligen Niedersachsen kennen, der 25 Jahre älter war. 1994 heiratete das Paar in Las Vegas. Sie verbrachten eine glückliche Zeit miteinander und machten viele Reisen. Nach mehreren Schicksalsschlägen verstarb 2010 der Ehemann.

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Am nächsten Sonnabend klingelte es nun in der Nacht an meiner Tür. Das laute Klopfen und Klingeln dauerte ungefähr 20 Minuten. Im Nachthemd saß ich verängstigt auf unserer Schlafcouch. Hatte wirklich jemand angenommen, dass ich Besuch empfange, wenn ich allein bin? Der Lärm hörte lange nicht auf. Obwohl sich auf unserem breiten Flur 16 Wohnungseingänge befanden, schickte kein anderer Mieter den Krachmacher weg. Ich fand das auch typisch für ein Leben in der DDR. Es wurde die Wohnungstür zugemacht und man kümmerte sich nicht um den Nachbarn. Das praktizierte ich ja selber. Ich war froh, als Hannos Armeezeit beendet war.

Hanno und ich hatten ein Haushaltsbuch angelegt, indem wir unsere Ausgaben eintrugen, um unser Geld genau zu bilanzieren.

Nun bekam Hanno über das Kaliforschungsinstitut eine größere Wohnung angeboten. Wir entschieden uns für eine 2-Zimmerwohnung mit Ofenheizung, weil uns eine ferngeheizte Wohnung monatlich zu teuer erschien. Noch im Frühjahr 1972 zogen wir um. Es handelte sich aber um eine Außenwohnung in einem Neubaublock, die stark beheizt werden musste, wenn wir es warm haben wollten.

In diesem Jahr lief auch noch die Anmeldungszeit für einen „TRABANT“ von Hannos Mutter ab. Da sie selbst kein Interesse hatte, das Auto zu nehmen, gab sie uns die Anmeldung und lieh uns Geld zur Finanzierung des Wagens. Hanno und ich waren nun sehr darauf bedacht, den Kredit so schnell wie möglich abzuzahlen.

Und wieder informierten wir uns in den Nachrichten des Westfernsehens. Am 21. Dezember 1972 erfolgte die Anerkennung der DDR als eigener, souveräner Staat durch die BRD. Der ostdeutsche Michael Kohl und der westdeutsche SPD-Ostexperte Egon Bahr unterschrieben den „Grundlagenvertrag“, der für die DDR das beharrlich verfolgte Ziel der diplomatischen Anerkennung der Eigenstaatlichkeit durch fast alle Ländern der Welt zur Folge hatte. War mit der Existenz eines geteilten Landes in zwei Staatssystemen der Normalzustand erreicht? Viele DDR-Bürger waren über diese Lösung bestimmt nicht glücklich, aber eine Wiedervereinigung mit der BRD erschien damals utopisch.

FERNSTUDIUM MIT HOCHSCHULABSCHLUSS

Mein Vater war amtierender Direktor der Lernbehindertenschule, an der auch ich tätig war. Er riet mir zu einem Fernstudium mit Hochschulabschluss als Diplompädagogin. Es gab deshalb Auseinandersetzungen zwischen ihm und meiner Mutter. Sie war der Meinung, eine Frau sollte sich nicht so stark belasten. Dennoch reichte ich die Bewerbungsunterlagen ein. Ich wollte damit auch Hanno beweisen, dass ich in der Lage war, ein Hochschulstudium abzuschließen. Im Januar 1973 nahm ich also ein Fernstudium an der Sektion Rehabilitationspädagogik der Humbolt-Universität in Berlin auf. Obwohl ich schwanger war, konnte mich niemand von meinem Entschluss abbringen, noch einmal zu studieren. Der Studienablauf sah Kurse und Konsultationen in Erfurt vor, sowie in den Sommer- und Winterferien Vorlesungen und Prüfungen in Berlin, ferner Hospitationen und schulpraktische Tätigkeiten vorwiegend in Nordhausen und zum Abschluss eine Diplomarbeit mit einer sogenannten Verteidigung.

Das vierjährige Hochschulstudium war folgendermaßen aufgebaut:

Im ersten Jahr sollte das Bewusstsein der Studierenden im Fach Marxismus-Leninismus geschult werden. Wir bekamen aber auch Kenntnisse über die Geschichte der Pädagogik und spezielle Pädagogik über schulbildungsfähige Schwachsinnige vermittelt.

Im zweiten Studienjahr befasste man sich mit der Psychologie (Allgemein-, Persönlichkeits-, Lern-, Entwicklungs-, Pathopsychologie und Psychodiagnostik), der Erziehungstheorie, Medizinischen Grundlagen (Anatomie, Hygiene, Psychopathologie, Neuropsychiatrie und Pädiatrie) und der Logopädie, sowie Schulpraxis und einen diagnostischen Praktikum.

Im dritten Studienjahr ging es um Didaktik, Fachmethodiken, Berufsvorbereitungen der Schüler, Forschungsmethologie für unsere Abschlussarbeit, aber auch Sozialpraktiken und wieder Schulpraxis.

Im vierten Studienjahr standen die Schulpraxis und vor allem die Anfertigung der Diplomarbeit mit Verteidigung im Vordergrund.

Es mussten aber auch Belegarbeiten wie Berichte, Studien, Fallbeschreibungen und Lektionsentwürfe angefertigt werden.

Natürlich hätte ich das Studium nicht aufnehmen können, wenn meine Mutter mir bei der Kinderbetreuung nicht geholfen hätte.

Außerdem waren die abzulegenden Prüfungen immer im Juli oder im Februar, so dass ich mich in den Ferien zwei Wochen vorher mit der Thematik intensiv beschäftigen konnte. Wir Fernstudenten erarbeiteten Prüfungsschwerpunkte, die wir dann austauschten. Sonst wäre der ganze Stoff nicht zu bewältigen gewesen. Wir wurden meist zu zweit eine halbe Stunde lang geprüft. Dabei ergänzte ich mich mit einer Kollegin (Sonja) sehr gut. Sie war sehr temperamentvoll und ich blieb ruhig. Als wir in Berlin an einem Abend vor einer Prüfung im Internat waren, habe ich noch heute die Szene vor Augen: Sonja nervös, Zigaretten rauchend über die Bücher gebeugt, während ich schlafen ging, um dann am Prüfungstag ausgeruht zu sein.

Ich kann mich auch noch daran erinnern, wie unsere Sektionsleiterin in Berlin unsere Namen aufrief, um uns mitzuteilen, in welchem Internat wir während der Vorlesungszeit untergebracht werden sollten. Mit einem vollgepackten Koffer stand man da und ich musste nun sehen, wie ich in einer Großstadt zurechtkam. Den anderen ging es natürlich genauso und wir freundeten uns schnell an. Ich hatte jetzt immer einen Berliner Stadtplan zur Hand, denn unsere Konsultationen waren in verschiedenen Stadtteilen. Meine Freizeit nutzte ich natürlich auch für Besuche in Museen, so zum Beispiel im Pergamon-Museum. Sonja war in einem Dorf Zuhause und freute sich wie ich darauf, eine Großstadt –Berlin- kennen zu lernen. Wir gingen auch einige Male aus. Beim Tanzen lernten wir zwei Spanier in kennen, die aus Westberlin eingereist waren. Ein anderes Mal bekam ich von einem Bulgaren eine Flasche Weinbrand spendiert. Damit konnte man allerdings nicht bei mir landen. Einmal trafen wir abends zufällig auch einen netten Kommilitonen. Seine äußere Erscheinung fand ich etwas seltsam (toupierte Haare, enge Hosen und ein auffälliges Hemd). Ich sehe ihn noch mit wiegendem Gang und einer Eistüte auf unsere Sektionsleiterin zugehen, die ihm dann sagte, dass leider keine Übernachtungsmöglichkeit mehr vorhanden wäre und es für ihn ja bestimmt nicht schwierig sein würde, eine Nacht zu überbrücken! Er war Familienvater mit Frau und drei Kindern, aber homosexuell. Bei mir dauerte es eine Weile, bis ich seine Neigung richtig deuten konnte.

In Berlin gab es natürlich auch ein reichhaltigeres Angebot an Waren, als in meinem Heimatort. So kaufte ich zum Beispiel einmal eine schwere Koffernähmaschine und schleppte sie eine ziemlich lange Strecke zum Ostbahnhof, um sie dort in einem Schließfach für die Heimreise zu deponieren. Ein anderes Mal kaufte ich einen Kinderwagenaufsatz (ohne Räder). Mit diesem sperrigen Gegenstand ging ich aus Zeitgründen gleich zur Vorlesung und ertrug die dementsprechenden Bemerkungen der Kommilitonen.

Insgesamt war das Studium für mich eine große Anstrengung, aber ich freute mich auch immer auf die Abwechslung aus meinem Alltag herauszukommen.

GEBURT MEINES SOHNES ULI IN THÜRINGEN

Während der Schwangerschaft fühlte ich mich gut. Ich nahm an einer Schwangerengymnastik teil, die von einer Hebamme geleitet wurde. Da die Hebamme uns Schwangeren erzählt hatte, dass man etwa 4 Wochen vor dem Geburtstermin Senkwehen bekäme, dachte

ich am frühen Morgen des 7. März 1973, als ich Schmerzen bekam, dass es sich bei mir um solche handele. Der Geburtstermin wäre erst 2 Wochen später gewesen. Deshalb ließ ich auch Hanno noch zur Arbeit gehen. Er war aber doch beunruhigt und kam gegen 8 Uhr zurück und fuhr mich ins Krankenhaus. Ich hatte nun richtige Wehen. Die Schwestern nahmen meine Personalien auf und fragten mich, ob ich noch eine Weile auf dem Flur spazieren könnte, weil gerade im Kreißsaal eine schwierige Geburt im Gang sei. So gut es ging versuchte ich das. Nach 10 Uhr wurde ich dann in den Entbindungssaal gerufen. Beim Geburtsvorgang erhielten alle Gebärende während einer Wehe einen kleinen Schnitt, um einen Dammriss vorzubeugen. Diese Anweisung hatte ein leitender Arzt einmal gegeben. Gegen 12 Uhr war ich glückliche Mutter eines Sohnes. Uli wog 3300g und war 54cm lang.

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