Chris Renata - Wende mit 40

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Eine Frau wurde von einer Hamburgerin 1948 in Thüringen geboren. Der Vater war Lehrer. Nach behüteter Kindheit ergriff auch sie den Beruf als Lehrerin in der DDR. 1970 heiratete sie einen Chemiker mit dem sie zwei Kinder bekam. Die Ehe scheiterte und kurz nach den Ereignissen der WENDE ließ sie sich 1990 scheiden. 1991 lernte sie einen adeligen Niedersachsen kennen, der 25 Jahre älter war. 1994 heiratete das Paar in Las Vegas. Sie verbrachten eine glückliche Zeit miteinander und machten viele Reisen. Nach mehreren Schicksalsschlägen verstarb 2010 der Ehemann.

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Hanno und ich hatten nun Kompromisse einzugehen, um die Liebe mit dem Studium in Einklang zu bringen. Dies gelang wohl Hanno nicht sehr gut, denn ich lenkte ihn von seinem Studium ab. Wenn ich Hanno längere Zeit nicht sah, schrieb er mir immer nette Liebesbriefe. Umso entsetzter war ich über einen Brief, den er spontan nach einem schlechten Studienergebnis geschrieben haben musste. Der Brief hatte zum Inhalt, dass ich ihn nur vom Studium abhalten würde. Meine Reaktion darauf war, dass ich Hanno am 29. März 1968 bei einem Besuch bei mir erklärte, dass es besser für uns wäre, uns zu trennen. Meine Entscheidung bereute ich dann allerdings und fuhr Karfreitag per Anhalter zu Hannos Studienort, wo wir uns dann doch wieder versöhnten. Das nahende Osterfest verbrachte jeder in seinem Familienkreis.

Nach Ostern erhielten wir einen kurzen Besuch von meiner Tante Bärbel. Sie war der Meinung, dass ich unbedingt die Verbindung zu Hanno aufrecht erhalten solle, da er später ja Diplomchemiker sein würde. Sie erzählte auch von ihren Töchtern. Maja war inzwischen Kindergärtnerin und Corinna studierte (genauso wie ich), um Grundschul-lehrerin zu werden.

Am 20.4.1968 verlobten sich mein Bruder und Rike in ihrem Heimatdorf. Manuel war noch bei der Armee und musste dazu Urlaub beantragen. An der Verlobungsfeier nahm Hanno nicht teil, weil er angeblich an dem Sonnabend bei einem Seminar sein musste. Er schickte aber eine Glückwunschkarte und beauftragte einen „Fleurop-Blumendienst“ zur Übersendung eines Blumenstraußes. Er schien sich noch von meiner Familie fernhalten zu wollen.

In der DDR verfolgte man die 68-er Bewegung in der BRD mit großem Interesse. Die Westlinken träumten von einer Revolution, bewirkten aber wenigstens eine gesellschaftliche Reform. Anfangs imponierte mir die Respektlosigkeit, die frechen Diskussionen im Westfernsehen, das Aufmüpfige meiner Altersgenossen, indem sie zum Beispiel ein Spruchband „Unter den Talaren der Muff von 1000 Jahren“ in der Öffentlichkeit zeigten. Als dann allerdings Molotow- Cocktails flogen und die „Rote Armee Fraktion“ auftauchte, konnte ich diese Bewegung nicht mehr gut heißen.

In der DDR wäre man schon über eine Reform des Sozialismus glücklich gewesen. Die Niederschlagung des „Prager Frühlings“ unter dem liberalen Regierungschefs Alexander Dubcek, der eine Abschaffung der Zensur, eine Trennung von Partei und Staat sowie die Errichtung einer „sogenannten Marktwirtschaft“ vorsah, zerstörten für mich Hoffnungen. Die spätere Selbstverbrennung des Studenten Jan Palach auf dem Wenzelsplatz in Prag war für mich erschütternd. Man hatte sich vom „Prager Frühling“ einen Aufbruch nach Westen erhofft und die Tolerierung von langen Haaren, Jeans, Beat- und Rockmusik und der gleichen. Ich wünschte mir sehr eine offene Atmosphäre, in der man seine Meinung frei äußern konnte. Durch die Zerschlagung des „Prager Frühlings“ durch sowjetischen Panzertruppen, aber auch NVA-Soldaten aus der DDR, wurde man wieder in die Realität versetzt, dass man in einer Diktatur lebte, in einem Staat der von einer Mauer, Stacheldraht, Wachtürmen und Todesstreifen umgeben war. Ich war enttäuscht, dass es einen Sozialismus mit menschlichem Antlitz nicht geben könnte.

Im Juli 1968 bestand ich die staatliche Abschlussprüfung als Unterstufenlehrerin mit „gut“. Am 1.September 1968 begann ich meine Tätigkeit als Lehrerin in der 2.Klasse einer Polytechnischen Oberschule in einem kleinen Dorf etwa 20 km von meinem Heimatort entfernt. Da die Busverbindung sehr schlecht war, kaufte ich mir ein Moped. Meine Großmutter Marlies lieh mir das Geld dafür, das ich ihr dann von meinem Gehalt zurückzahlte. Mein Anfangsgehalt war sehr gering. Als Studentin hatte ich etwas über 100 M Stipendium im Monat, und von meinen Eltern erhielt ich noch 100 M dazu. Nun betrug mein Gehalt etwa 450 M. Davon bekamen meine Eltern monatlich 100 M Kostgeld, 100 M zahlte ich an meine Großmutter für das Moped ab und dann fielen noch die Fahrtkosten an. Also stand ich finanziell nicht gut da.

Hanno glaubte aber, dass ich ihn beim Ausgehen freihalten könne, da ich ja schon Geld verdiente. Er besaß aber ein Sparbuch, mit über zweitausend Mark, die er vom Verkauf des schon erwähnten Schmiedegrundstückes von seiner Mutter erhalten hatte.

Damit einige Lehrer auf dem Dorf sesshaft werden sollten, gab es einen staatlichen Wohnungszuschuss für Landlehrer. Ich nahm mir also dort ein Zimmer zur Untermiete, um dieses Geld zu erhalten. Das Zimmer nutzte ich aber nur sehr selten.

Meine Tätigkeit mit den Dorfkindern gefiel mir. Ich bereitete mich auch sehr sorgfältig auf meinen Unterricht vor. Als Lehrer war man verpflichtet, sich politisch zu schulen. Das geschah einmal im Monat im sogenannten „Parteilehrjahr“. Ich hasste es, daran teilzunehmen. 1968 sollten wir beispielweise Stellung zu den Geschehnissen des „Prager Frühlings“ beziehen. Solche Veranstaltungen arteten in meinen Augen immer in Heuchelei aus. Wenn ich nicht dazu aufgefordert wurde, meine Meinung zu sagen, schwieg ich. Als ich später einmal in meine Kaderakte Einblick erhielt, hatte man mein „Bewusstsein“ als nicht gefestigt eingestuft. Wenn wir in den Wintermonaten nachmittags Versammlungen hatten, fuhr ich per Anhalter nach Hause. In dieser verlassenen Gegend erschienen aber nur wenig Autos auf den Straßen. Deshalb meldete ich mich bei der Fahrschule an.

Hanno war jetzt mit seinen Abschlussprüfungen und seiner Diplomarbeit in Anspruch genommen, aber war dennoch oft bei mir.

Am 5.April 1969 besuchte uns Hannos Mutter zum ersten Mal in meinem Elternhaus. Im Mai 1969 feierten wir zu Pfingsten unsere Verlobung, obwohl mein Onkel Hein von einer Verbindung zwischen Hanno und mir abgeraten hatte. Er sollte mit seiner Meinung recht behalten.

Im November 1969 erhielt Hanno sein Zeugnis als Diplomchemiker und wurde im Kaliforschungsinstitut meines Heimatortes angestellt. Er nahm sich ein Zimmer zur Untermiete. Das Weihnachtsfest verbrachten wir bei Hannos Mutter. Obwohl sie sich mit den Geschenken große Mühe gegeben hatte, war ich froh, als ich wieder abfahren konnte. Ich hatte mit Hanno nicht abgesprochen, dass wir auch noch Silvester bei seiner Mutter bleiben sollten. Einen diesbezüglichen Wortwechsel mit Hanno nahm ich zum Anlass, zu meinen Eltern zu fahren. Hanno feierte nun den Jahreswechsel bei seiner Mutter und ich mit meinen Eltern, Manuel und Rike.

Es sollte zwischen Hanno und mir noch zu weiteren Auseinandersetzungen kommen.

Als wir uns z.B. im Februar 1970 eine Modenschau ansahen und anschließend unsere Mäntel an der Garderobe abholen wollten, fand ich nicht gleich die Garderobenmarke. Hanno beschimpfte mich, wie „doof“ ich sei. Sogar die Garderobiere regte sich über Hannos Worte auf. Beim Nachhauseweg war unsere Stimmung dementsprechend schlecht.

Nach einigen Tagen erhielt ich von Hanno einen kurzen Brief, in dem er sich zwar nicht entschuldigte, mich aber zu seinem Betriebsfasching einlud. Ich bereitete mich auf die Faschingsfeier mit einem „Hippie“-Kostüm vor. Das bestand aus einer schwarzen Nabelhose, einem kurzem Oberteil, einer riesigen Brille, die mit Blumen verziert war und einigen Ketten. Hanno kam in Frack und Zylinder. Der Fasching verlief recht nett. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter hatten für diesen Abend eine witzige „Bierzeitung“ herausgegeben.

Am 14.Januar 1970 heirateten Rike und Manuel. Rike war im dritten Monat schwanger. Es wurde eine große Feier ausgerichtet. An der standesamtlichen Zeremonie nahmen nur die engsten Familienmitglieder teil. Zur anschließenden kirchlichen Trauung erschienen viele Gäste aus Rikes Dorf. Die Trauung nahm noch Angelas Vater vor. Die Hochzeitsfeier fand in einem großen Raum einer gepflegten Gaststätte statt. Es gab Musik, so dass man tanzen konnte. Aber an diesem Abend verstand ich mich mit Hanno überhaupt nicht, und wir gingen schon um 22 Uhr, jeder zu seiner Unterkunft. Da ich nicht schlafen konnte, nahm ich unseren Pudel und besuchte Hanno mitten in der Nacht in seinem Untermietezimmer, und wir versöhnten uns wieder. Als meine Eltern von der Hochzeitsfeier nach Hause kamen und mich mit dem Hund vermissten, bekamen sie einen Schrecken. Deshalb suchten sie in ihrem nicht mehr nüchternem Zustand Hanno auf, um sich nach mir zu erkundigen. Beruhigt nahmen sie unseren Hund mit nach Hause. Noch in den Winterferien fuhren Hanno und ich in den Thüringer Wald zum Skilaufen. Wir hatten herrliches Wetter und der Wintersport machte uns Spaß. Vom 3.März bis 25.Juni 70 nahmen Hanno und ich an der Kreisvolkshochschule an einem Lehrgang für Maschineschreiben für Anfänger teil. Als wir die Teilnehmerbestätigungen des Lehrgangs erhielten, freute ich mich, dass ich mit einer besseren Note als Hanno abgeschnitten hatte. Im Frühjahr gab es wieder Krach. Konnten wir Hannos „Untermieterdasein“ und mein Wohnen bei meinen Eltern nicht miteinander in Einklang bringen? Oder passten wir einfach nicht zusammen?

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