Chris Renata - Wende mit 40

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Eine Frau wurde von einer Hamburgerin 1948 in Thüringen geboren. Der Vater war Lehrer. Nach behüteter Kindheit ergriff auch sie den Beruf als Lehrerin in der DDR. 1970 heiratete sie einen Chemiker mit dem sie zwei Kinder bekam. Die Ehe scheiterte und kurz nach den Ereignissen der WENDE ließ sie sich 1990 scheiden. 1991 lernte sie einen adeligen Niedersachsen kennen, der 25 Jahre älter war. 1994 heiratete das Paar in Las Vegas. Sie verbrachten eine glückliche Zeit miteinander und machten viele Reisen. Nach mehreren Schicksalsschlägen verstarb 2010 der Ehemann.

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Meine Mutter war achtzehn Jahre alt, da verstarb plötzlich und unerwartet auch ihr Vater. Seine Lebensenergie war erloschen. Er hat wohl seine Frau sehr vermisst. Außerdem musste er finanzielle Verluste hinnehmen, so dass er die Ziegelei und sogar sein Haus verkaufen musste. Nach dem Tod meines Großvaters kam meine Mutter zu einem Vormund, denn man wurde zu dieser Zeit erst mit einundzwanzig mündig. Sie arbeitete in einem Kunstgewerbegeschäft in Hamburg als Verkäuferin.

Mein Vater hatte in einer Thüringer Kleinstadt sein Abitur gemacht und war beim Finanzamt als Inspektor tätig gewesen. Dann wurde er als Soldat eingezogen und kam zur Flak (Flugabwehr) nach Norddeutschland. Während eines Ausgangs sah mein Vater meine Mutter in einer Hamburger Straßenbahn. Sie gefiel ihm und er verfolgte sie bis zu ihrem Kunstgewerbegeschäft. An einem anderen Tag ließ er sich von ihr bedienen und es kam zu einer Verabredung.

Am 25. Juni 1943 heirateten meine Eltern standesamtlich im prunkvollen Hamburger Rathaus, das trotz der Bombenangriffe auf Hamburg noch unzerstört geblieben war. Zur kirchlichen Trauung, die in der Nikolaikirche stattfand, fuhren meine Eltern in einer Kutsche. Welch ein Kontrast zur damaligen Kriegssituation! Ein Zeitungsreporter schrieb in einem kurzen Artikel, wie hübsch das Brautpaar in der Kutsche ausgesehen habe. Mit solchen harmlosen Mitteilungen lenkte man die Bevölkerung gern von ihrer misslichen Lage ab. Nach der Trauung feierte man die Hochzeit mit zwölf Gästen im Bürgerbräuhaus. Unter den Hamburger Gästen war auch der Großvater meiner Mutter eingeladen, der seinerzeit den Kontakt zu seiner Tochter aufgeben musste und, die dann später an einer Gallensteinoperation starb. Die Eltern und die Schwägerin meines Vaters aus Thüringen nahmen an der Hochzeit teil. Aus Afrika reiste auch Edgar Preisig, der Bruder meines Großvaters, mit seiner Frau an. Er war der Meinung, man müsse jetzt dem „Großdeutschem Reich“ dienen und arbeitete ab Juli 1943 als Major in der Militärverwaltung in Ostpreußen. Im letzten Kriegswinter gelang ihm und seiner Frau die Flucht vor den sowjetischen Fronttruppen nicht mehr. Sie kamen ums Leben.

Während des Krieges wurde das Flak-Regiment meines Vaters häufig verlegt. Er war in Frankreich und Italien. Als mein Vater nach Rußland abkommandiert werden sollte, gab er an, eine Blinddarmentzündung zu haben und entging so dieser Versetzung.

Ende Juli / Anfang August 1943 wurde Hamburg von den Alliierten sehr stark bombardiert. Die Hansestadt war durch den Feuersturm auf einem Areal von 20 Quadratkilometern völlig zerstört. Es muss für die Zivilbevölkerung die „Hölle“ gewesen sein. Mehr als 40 000 Menschen verbrannten oder erstickten. Deshalb flüchtete meine Mutter aus Hamburg nach Lübeck zu ihren Tanten, den ledigen Schwestern ihres Vaters. Endlich war am 8. Mai 1945 dieser schreckliche Krieg zu Ende. Nachdem Adolf Hitler Selbstmord verübt hatte, unterzeichnete im sowjetischen Hauptquartier in Berlin-Karlshorst General Wilhelm Keitel die bedingungslose Kapitulation. Zu den Bedingungen gehörte, dass das Deutsche Reich nicht mehr als eigenständiger Staat existierte. In Berlin wurde im Juni der Alliierte Kontrollrat als oberste Regierungsgewalt eingerichtet. Er konstituierte sich aus vier Oberbefehlshabern der vier Besatzungsmächte Frankreich, England, USA und UdSSR. Sie beschlossen die Entnazifizierung, Entmilitarisierung und die Neuordnung Deutschlands. Das war für Deutschland die „Stunde Null“.

Am 3. Juni 1945 wurde mein Bruder Manuel in Lübeck geboren. Er wog bei der Geburt 9 Pfund, was für diese Zeiten sehr beachtlich war. Mein Vater erfuhr nichts davon. Zu diesem Zeitpunkt befand er sich in amerikanischer Kriegsgefangenschaft in München. Da er Schulkenntnisse in Englisch besaß, konnte er bei den amerikanischen Besatzungskräften bei der Verteilung von Lebensmitteln mithelfen.

Bärbel, die Schwester meiner Mutter, war inzwischen auch verheiratet. Das Medizinstudium hatte sie abgebrochen. Ihr Ehemann hatte als Physiker in der Torpedoversuchsanstalt der Kriegsmarine gearbeitet. Eine Zeit lang hielt sich Bärbel in Eckernförde bei ihm auf. Bei Versuchen arbeitete Hans auch in Danzig. Dort besuchte ihn Bärbel als sie schwanger war. Eigentlich wollte sie am 30.Januar 1945 mit dem Transportschiff „Wilhelm Gustloff“ nach Hamburg zurückkehren. Eine Karte für die Fahrt hatte sie schon gelöst, aber sie war verhindert die Fahrt anzutreten. Die „Gustloff“ sank und dadurch blieb meine Tante Bärbel am Leben. Auch Bärbel bekam ein Baby. Sie gebar im Juni 1945 eine Tochter (Maja).

Meine Mutter kehrte mit ihrem Söhnchen in ihre kleine Hamburger Wohnung zurück. Hamburg war stark zerstört. Es gab sehr viele Ruinen. Menschenschlangen vor Lebens-mittelgeschäften gehörten zum Alltag. Immer knapper werdende Lebensmittelrationen hatten zur Folge, dass der Schwarzhandel und Tauschgeschäfte blühten. Meine Mutter tauschte wertvollen Schmuck gegen Lebensmittel ein.

In dieser Situation meldete sich ihre Schwester mit der kleinen Tochter Maja bei ihr und bat um Aufnahme, da ihre Wohnung nicht mehr existierte. Meine Mutter nahm sie mit ihrer Tochter selbstverständlich bei sich auf. Bald wurde jedoch Bärbels Mann Hans aus der Gefangenschaft entlassen und meine Mutter willigte ein, auch ihm Unterkunft zu gewähren.

Nach einigen Monaten kam dann auch noch mein Vater aus München zurück nach Hamburg. Obwohl meine Eltern verheiratet waren, bekam mein Vater nicht gleich eine Zuzugsgenehmigung. Zuerst wurde er zum Trümmerräumen verpflichtet, dann schrieb er sich als Student in der Universität ein. Außerdem bekam er aber auch eine Anstellung als Inspektor beim Finanzamt. Die wirtschaftliche Lage meiner Eltern war trotzdem nicht sehr gut. Im Nachkriegswinter wurde das Leben stark beeinflusst durch Brennstoffmangel, sowie durch Gas- und Stromsperren. Bärbels Ehemann organisierte Straßenbahnheizungen, um nicht zu frieren. Auf dem Schwarzmarkt waren hohe Preise für Lebensmittel zu zahlen. Anfangs teilten sich beide Familien die Kosten für den Lebensunterhalt. Später führte man getrennte Haushalte. Bärbels Ehemann Hans verschaffte sich durch Porträtmalerei von englischen Soldaten zusätzliche Lebensmittel, die er jedoch nicht teilte. Die Wohnung war für vier Erwachsene und zwei Kleinkinder viel zu eng.

Nun wollte mein Vater nach Thüringen, um dort seine Eltern zu besuchen und noch einige Kleidungsstücke zu holen. Sein Vater Oliver und dessen Frau Marlies lebten in einer Kleinstadt in Thüringen. Oliver arbeitete in einem Kaliwerk als Fördermaschinist. Außerdem bewirtschafteten die Eheleute einige kleine Felder, fütterten zwei Ziegen, zwei Schweine, sowie Kaninchen und Hühner. In der Nachkriegszeit war diese Eigenversorgung natürlich sehr erstrebenswert. Eigentlich wollte mein Vater allein über die „grüne“ Grenze in die russische Besatzungszone. Doch meine Mutter wollte nicht mit einem Kind in Hamburg allein zurückbleiben. War die Situation in der Wohnung mit so vielen Personen unerträglich geworden? Nun hatte auch noch meine Großmutter Marlies herausgefunden, dass mein Vater eine Stelle beim Thüringer Finanzamt antreten könne. Meine Eltern fassten den Entschluss, den Hausrat meiner Mutter für zweitausend Reichsmark an Bärbel abzugeben und nach Thüringen zu übersiedeln. Diesen Entschluss haben sie zeitlebens bereut! Es ging schon los, als sie mit Kind und Gepäck die Demarkationsgrenze der russischen Besatzungszone in einem Waldstück bei Dunkelheit überqueren mussten. Meine Mutter hat meinem Vater sehr übel genommen, dass er davon rannte, als er russische Soldaten von weitem kommen sah. Für meine Mutter war das eine schreckliche Situation. Zum Glück vergriffen sich die Russen nicht an ihr und sie fand auch meinen Vater im Wald wieder. Er begründete seine Flucht damit, dass man einer Frau mit einem Kleinkind bestimmt nichts angetan hätte, was vielleicht stimmte.

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