Wolfgang Cremer - Eine Insel in 650m Höhe

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Eine Insel in 650m Höhe: краткое содержание, описание и аннотация

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Nichts ist wie es war. Eine Katastrophe stellt einen Menschen vor scheinbar unlösbaren Problemen. Es beginnt der Kampf um das Überleben. Viele kleine Zufälle ermöglichen aus der Verzweiflung ein Leben wie im Paradies zu führen

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Nach einer ruhigen Nacht wachte ich wirklich ausgeruht am nächsten Morgen auf. Die Kopfschmerzen waren endgültig verschwunden und die gestrige Strapaze hatte meinem Fuß glücklicherweise weniger zugesetzt als ich befürchtet hatte. Es war stark bewölkt aber zumindest trocken. Da ich nicht wusste, wie lange ich noch unterwegs war und was mich in den nächsten Tagen alles erwartete, schränkte ich meinen Lebensmittelverbrauch etwas ein. Zwei Müsliriegel mussten erste einmal ausreichen. Ich baute mein Lager ab und verstaute alles im und am Rucksack. Irgendwie erschien er mir schon immer schwerer statt leichter und ich hatte auch einige Druckstellen bemerkt. Nach einer halben Stunde einstellen und neu probieren hatte ich dann wohl eine Haltestellung gefunden mit der ich glaubte die nächste Zeit überstehen zu können. Und so startete ich meinen Weg auf die Suche nach dem nächsten Ort bzw. einfach nach dem nächsten Menschen. Diese völlige Ungewissheit über die Auswirkungen des Bebens war anfangs sehr beklemmend gewesen. Nun aber wo ich den relativ gut erhaltenden Laubwald vor mir hatte und die Tier- und Pflanzenwelt wieder ein scheinbar ganz normales Leben führten, war ich schon guter Hoffnung das ich vielleicht sogar genau in einem eng bemessenen Zentrum gewesen sei. Natürlich die Vulkaneifel war ja nicht weit weg und ich konnte mich gut erinnern, dass es immer wieder geheißen hatte, dass es an irgendeiner Stelle jederzeit zu einer Verwerfung kommen könne. Nun, diese Stelle war vielleicht genau da gewesen und hatte mich voll erwischt. Ich konnte schon die erstaunten Gesichter der Leute sehen, wenn ich sie nach den Auswirkungen des Bebens fragte und sie erstaunt nachfragten: „welches Beben denn“.

Man würde denken, dass jemand der Mutterseelen alleine mit einem riesigen Rucksack aus dem Wald kommt und sicherlich nicht gerade frisch und gepflegt aussieht schon einen an der Klatsche haben sollte. Aber ein Beben. Das musste schon ein größerer Dachschaden sein. Ich würde lächeln, mir ein kleines Hotel suchen mich mit einem umfangreichen warmen Essen auf mein Zimmer zurückziehen und in einer gut beheizten Badewanne die nächsten Stunden verbringen. Vielleicht heute Abend schon, also Abmarsch. Der weiträumige Laubwald war erwartungsgemäß sehr schnell durchquert und wurde zunächst von einem Mischwald und dann von dem typischen Nadelwald abgelöst. Ich kam sehr viel langsamer voran als gedacht. Immer neue Verwerfungen lagen auf meiner Route. Mal eine schmale Spalte von 1-2 Meter Breite die aber schätzungsweise 10 oder 15 Meter tief war und mich zwang, solange an deren Rand vorbei zu gehen bis ich eine Stelle fand, die entweder so schmal war das ich überspringen konnte oder aber so in der Gestaltung das sie flacher an den Rändern war und dafür viel breiter so dass man hier hinunterklettern und an der anderen Seite wieder hochkam. Umgekehrt gab es aber auch Verwerfungen an denen der Boden mehr als 3 Meter fast senkrecht nach oben gehoben worden war und auch hier blieb nichts anderes übrig als in eine Richtung so lange zu gehen bis die Steigung überwunden werden konnte. Ich versuchte mich an der Sonne zu orientieren um zumindest halbwegs eine Gerade zu gehen. Es wäre eine Katastrophe wenn ich unbeabsichtigt einen weiten Kreis gehen würde und mich dann völlig erschöpft nach Tagen an der Ausgangsstelle wiederfände. Das durfte keinesfalls geschehen und so achtete ich sehr auf meine Richtung.

Seit dem Beben schien es mir, als ob viele der Waldbewohner sich in diesem Gebiet aufhielten. Es verging kaum eine halbe Stunde ohne dass sich ein größeres Rudel an Rotwild zeigte. Manchmal zählte ich mehr als 10 Stück. Aber auch Wildschweine, die in der Regel nur nachtaktiv sind gab es reichlich zu sehen. Dachse, Füchse, Marder und selbst Vögel schien es im Überfluss zu geben. Ich will nicht sagen die Tiere wirkten zutraulich, nein aber irgendwie kam es mir doch so vor als ob die vorherige natürliche Scheu sich verringert hätte und auch die Fluchtdistanz schien mir geringer zu sein als sonst. Aber das konnte natürlich auch alles nur eine Täuschung meiner Phantasie sein. Der Wald wurde dichter und die umgestürzten Bäume behinderten meine Wanderung zunehmend. Zu allem Überfluss meldete sich mein Fuß mit stärkeren Schmerzen und obschon ich mir große Mühe gab ihn zu entlasten, wurden die Schmerzen nicht besser. Zudem grummelte der Boden immer noch oder besser gesagt immer wieder und es war nicht wie ein Beben, aber immer ein unregelmäßiges Zittern des Bodens. Manchmal kaum spürbar und manchmal so stark das sich nicht nur die Blätter sondern auch die Zweige und teilweise sogar die Äste bewegten. Nicht wie bei uns wo die Nadelbäume fast bis zur Krone licht sind, waren diese Bäume fast bis in Bodennähe dicht bewachsen. Das dichte Unterholz übernahm dann den Sichtschutz bis zum Boden. So mochte ich etwa vier Stunden gekämpft haben und realistisch vielleicht höchstens vier Kilometer zurückgelegt haben, als sich der Wald wieder etwas lichtete und ich eine größere Lichtung vermutete.

Die Straße

Und dann stand ich plötzlich vor einer geteerten und für zwei nebeneinander fahrende Autos ausgebaute Straße. Total überrascht hielt ich inne und konnte es noch nicht glauben. Wie aus dem Nichts, aber wie hätte sich die Straße auch ankündigen sollen. Klar, im normalen Leben konnte man die vorbeifahrenden Fahrzeuge schon mehrere hundert Meter vorher hören. Völlig erschöpft sank ich auf die Knie und schnallte den Rucksack ab. War das die Rettung? Brauchte ich jetzt nur noch auf ein vorbeifahrendes Auto warten um mich in die nächste Stadt fahren zu lassen? Doch diese Hoffnung wurde sehr schnell zunichte gemacht. Zwar hatte die Straße dem Beben etwas mehr Widerstand geleistet, aber nach rechts war der erste Bodenspalt bereits in etwa 40m sichtbar und auf der linken Seite eine größere Verwerfung von etwa eineinhalb Meter Höhe in vielleicht 200m auszumachen. Auf dieser Straße würde in der nächsten Zeit mit großer Sicherheit kein Auto, kein Motorrad und kein Fahrrad mehr fahren. Also konnte man nicht von Rettung oder Entwarnung reden sondern die Straße war für mich lediglich eine Richtungsvorgabe. Man konnte statt orientierungslos durch den dichten Wald zu irren eine der beiden Richtungen einschlagen und brauchte nur noch dieser Straße folgen um zu einem bewohnten Ort zu kommen. Die Straße kam von einem Ort und führte auch wieder zu einem Ort hin. Und wo ein Ort war, befanden sich auch Menschen und somit Hilfe und Unterstützung. Natürlich würde auch diese neue Wandermöglichkeit sicherlich nicht so einfach sein. Mit großer Sicherheit würde man eventuell große Umwege gehen müssen um bei einer Verwerfung oder einen Spalte wieder auf die Straße zurückzukommen, aber die riesengroße Gefahr des Rundlaufens im dichten Wald war zunächst gebannt und schon das war ein Grund zur Freude. Die Straße war das erste Zeichen, der erste Weg und die erste Möglichkeit gezielt auf andere Menschen zu treffen.

Ich beschloss zunächst eine Pause zu machen und überlegte in welcher Richtung ich nun weitergehen wollte. Ich hatte keinerlei Ahnung wo ich war, keine Ahnung welche die kürzere Seite sein mochte. Dabei könnte sich die kürzere natürlich auch als die mit Abstand zeitraubende Strecke sein. Nein, man konnte nicht sagen welche Seite sich schlussendlich als die günstigste erweisen würde. Von daher war es also vollkommen egal wie ich mich entscheiden würde. Dennoch konnte ich mich nicht für eine Seite entscheiden. Immer wieder starrte ich das zerklüftete und zerrissene Band der Straße mal nach rechts und mal nach linke an. Es begann mal wieder zu Regnen. Ich suchte etwas Schutz und wollte diesen Regenschauer dort relativ trocken abwarten und meinem Fuß für den nächsten Marsch noch etwas schonen.

In greifbarer Nähe lag ein Ast der meine Aufmerksamkeit erregte. Etwa 4cm im Durchmesser und nach rund eineinhalb Meter gabelte er sich für etwa 20cm nach beiden Seiten. Das könnte gerade auf einer Straße eine große Hilfe sein wenn sich dieser Ast als eine Art Stock oder Krücke nutzen ließe. Ich probierte es sofort aus. Er war etwas zu lang und ich kürzte ihn mit meinem Taschenmesser soweit, dass er mir eine gute Stütze zu sein schien. Der Regen ließ nach etwa einer Stunde nach und ich machte mich wieder reisefertig. Als ich die Straße betrat, bemerkte ich, dass das Regenwasser nach rechts ablief. Also es war sicherlich einfacher der Straße dem Gefälle nach zu folgen. Die Richtung war also vorgegeben und ich wollte gerade losgehen als mir ein Gedanke kam. Wie wenn dies nun die falsche Richtung wäre und ein Rettungs- oder Informationsteam würde von links kommen. Ich musste also eine Nachricht hinterlassen. Den Rucksack wieder ablegend schaute ich mich um und dann war es ganz einfach. Mit kleinen Ästen schrieb oder besser gesagt legte ich das Wort „HELP“ auf den geteerten Boden. Die Äste beschwerte ich mit kleinen Steinen, damit diese nicht von Wind und Regenwasser verschoben wurden. Zum Schluss legte ich noch einen Richtungspfeil in die rechte Richtung und sah mir dann mein Werk an. Es war unübersehbar und sicherlich auch von einem Tief fliegenden Hubschrauber zu sehen wenn einer diese Straße prüfend abfliegen sollte. Nun das sollte und musste genügen und zufrieden schnallte ich den Rucksack wieder um.

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