Malte Kersten - Nach dem Eis

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Neugier und Freundschaften, aber auch das Streben nach wissenschaftlicher Anerkennung sind die Pole, zwischen denen das Buch von Malte Kersten sich bewegt. Dieses Netzwerk bekommt einen Riss durch den plötzlichen Tod eines Professors am Kieler Forschungsinstitut. Nicht nur die Todesursache, auch die weitere Betreuung des Doktoranden ist unklar. Als sich der überaus renommierte Institutsleiter selbst dem Protagonisten annehmen möchte, ist dieser ebenso irritiert wie auch stolz, sieht er doch endlich seine wissenschaftliche Leistung im richtigen Licht. Doch dieser Betreuerwechsel hat seinen Preis. Anspruchsvolle Arbeit kommt nun auf ihn zu. Im gleichen Maße häufen sich sonderbare Situationen. Alles Zufall? Was war das Geheimnis seines verstorbenen Professors? Und gibt es noch jemanden, der sich dafür interessiert? Alles Fragen, denen er zusammen mit seinen engsten Kollegen vom Institut enthusiastisch und unprofessionell neben der eigentlichen Forschungsarbeit nachgeht. Vergeblich verlangt die attraktive Kommissarin keine weitere Einmischung in den Fall. Die jungen Akademiker sind nicht mehr zu stoppen. Gleichzeitig steigt der Leistungsdruck durch den Institutsleiter immer weiter an. Bis Entscheidungen getroffen werden müssen. Entscheidungen, die den Protagonisten bis ins Eismeer führen.

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Die geschiedene Ex-Witwe war eine unscheinbare Frau mittlere Größe, mittleren Alters. Neben ihr stand ein mürrisch schauender Halbwüchsiger, dessen auffälligen schwarzen Haare das halbe Gesicht verdeckten. Die Haarfarbe sah nicht echt aus, das Desinteresse schon. Weitere Menschen, meist ältere, gruppierten sich um die beiden. Ich selbst war der Familie des verstorbenen Professors vorher noch nie begegnet, daher sah ich es jetzt als übertrieben an, mich vorzustellen. Ich drückte mich und war mir sicher, dass Katja in meiner Situation ganz anders damit umgegangen wäre.

Etwas abseits aller Wartenden erkannte ich Herrn Peters intensiven Blick. Hier war er aus dem gleichen Grund wie Hans. Hoffentlich benimmt sich Hans nicht zu auffällig. Der Schneesturm zerrte an seinem Mantel und ließ den barocken Kragen flattern wie die Trikolore beim Sturm auf die Bastille.

Die Menschenmenge wurde dichter. Alle rückten wegen der Kälte enger zusammen. Da ich viele Gesichter nicht kannte, nahm ich an, dass hier mehrere Trauerfeiern stattfinden sollten. Ich sah den Pastor herauskommen, mit jemanden kurz reden und wieder im Gebäude verschwinden, wobei er einen großen Schritt über einen Schneeberg machen musste. Wie eine zerzauste Krähe. Johann machte eine spöttische Bemerkung, woraufhin Katja ihm ans Schienbein trat. Nur leicht, denn er klopfte sich zwar entrüstet den Schnee von seinem guten Anzug, scherzte jedoch gleich weiter.

Der angegebene Zeitpunkt war langsam überschritten und immer noch war kein Beginn oder Einlass. Wir wurden ungeduldiger, die Kälte kroch unter die Mäntel. Immer noch hüpfte Hans von einer Gruppe zur anderen. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie man noch auffälliger sich hier bewegen konnte. Das wachsame Auge des Gesetzes lag einen Moment lang auf ihm.

Zwischen dem Rauschen des Windes in den Tannen war eine einsame Glocke von der Kapelle zu hören. Die Gespräche verstummten und alle wandten sich erwartungsvoll dem Eingang zu, der tatsächlich weit geöffnet wurde.

Trotz der Kälte beeilte sich niemand, in die Kapelle zu kommen. In angemessener Ruhe trippelten alle durch die Flügeltür. Katja, Frau Hubertus, Johann und ich blieben etwas im Hintergrund, sodass es noch eine Weile dauerte, bis wir in den beheizten Vorraum der Kapelle gelangten. Hans war weiter vor uns eingetreten und schnell aus meinem Blickfeld verschwunden. Auch Herrn Peters konnte ich nicht mehr ausmachen. Als wir die Kapelle erreichten, war der Raum schon weitgehend gefüllt. Wir fanden hinten noch einige freie Reihen, in denen wir uns niederließen. Dankbar für ein halbwegs warmes Plätzchen.

Vorn war der Sarg aufgebahrt und über und über mit Blumenkränzen bedeckt.

„Einer ist auch von uns, ein Kranz“, raunte mir Frau Hubertus zu, als sie meinen überraschten Blick sah. „Ich glaube, der Dekan hat sich sehr um die Beerdigung bemüht. Die geschiedene Frau von Herrn Oster kam auch nur angereist.“

„Das ist aber nett von ihm“, konnte ich nur entgegnen. Sie nickte ernsthaft.

Mit der Zeit wurden die gedämpften Unterhaltungen etwas lauter. Wir mussten weiter warten. Hans hatte ich noch nicht wieder entdeckt. Herr Peters saß einige Reihen vor uns ganz außen. Herrn Elster konnte ich nicht sehen. Auch hatte ich ihn draußen vor der Tür nicht gesehen, wie mir jetzt klar wurde.

„Wo ist Elster?“, fragte ich Johann. Der beendete die Betrachtung seiner blauen Finger, schaute mich an, hob seine Augenbrauen und sagte: „Beim Buffet?“

„Ach Quatsch, hast du ihn draußen schon gesehen?“

„Nein, habe ich nicht, ich sage doch, der ist schon beim Buffet. Wo wir uns hier noch die Finger abfrieren, haut der sich schon den Bauch voll. Der weiß, wo der Trauerschmaus stattfindet.“

Aus Johann war nichts Genaueres mehr herauszubekommen. Er fror wirklich und war äußerst schlechter Laune. Daher wendete ich mich an Frau Hubertus zu meiner anderen Seite.

„Haben Sie Herrn Elster hier schon gesehen?“

„Nein, jetzt wo Sie es sagen, ich habe ihn heute noch nicht gesehen.“

Merkwürdig. Erst macht er so ein Theater, dass jeder kommen muss und jetzt war er selber nicht da.

Die Trauergäste wurden unruhiger. Der Pastor besprach sich mit einigen aus der ersten Reihe. Herr Peters ließ seinen Blick über die Reihen schweifen. Schuhe scharrten. Verhaltenes Gelächter weiter vorn.

„Mir reicht es“, kam es von Johann. „Noch zehn Minuten, dann geh ich. Ich erfriere hier sonst.“

Der Wind und die Kälte draußen hatten uns so ausgekühlt, dass uns die bescheidene Wärme der Kapelle nicht mehr aufwärmen konnte. Von der Tür her fühlte ich einen kalten Luftstrom meine bloßen Knöchel umfassen. Ich hätte auf den Anzug verzichten sollen.

„So, Schluss jetzt, lass mich mal durch.“

Johann stand auf. Ich setzte mich aufrecht hin, um ihn vorbeizulassen.

„Nun bleiben Sie schon“, sagte Frau Hubertus nicht mehr gespielt entrüstet, als er sich auch an ihr vorbei zwängte.

„Johann, setz dich hin“, bestand auch Katja.

Doch der knurrte nur noch böse und arbeitete sich weiter durch die Reihe hindurch dem Ausgang zu. Dort verschwand er, ohne sich noch einmal umzusehen.

„Der ist aber sauer.“

Katja schüttelte den Kopf.

Der Pastor zupfte ein paar Blumen zurecht und verschob das Mikrofon um dreißig Zentimeter. Der mürrische Halbwüchsige schaute zu Boden oder schien mit seinem Telefon zu spielen. Fairerweise muss ich sagen, dass ich das nicht genau sehen konnte, sondern lediglich vermutete.

Frau Hubertus stieß mich sachte an.

„Sehen Sie mal, wer da kommt.“

Ich blickte zum Ausgang und sah, wie sich Herr Elster den Schnee von seinem Mantel im Gehen abklopfte und vorsichtig nach vorn durchging. So eilig, wie es die Situation gerade noch erlaubte, denn er stützte sich auf zwei Krücken. Ein Fuß steckte in einem Gipsverband. Erstaunt sahen wir uns an, Katja, Frau Hubertus und ich. Ihm im Schlepptau folgte Johann mit einem gequälten Grinsen auf den Lippen. Herr Elster ließ sich von ihm aus dem Mantel helfen und legte diesen auf einem Stuhl ab. Mit einer Geste wies er Johann an, sich auf den Platz daneben zu setzen. Dann humpelte er eilig auf den Pastor zu, der ihm entgegenkam. Beide besprachen sich kurz, Elster deutete auf seinen Fuß, der Pastor schüttelte ungläubig seinen Kopf. Elster setzte sich vorsichtig, der Pastor trat an das Mikrofon und schaute suchend über unser aller Köpfe hinweg. Er verließ noch einmal seinen Platz und eilte mit großen Schritten zum Ausgang.

Frau Hubertus zuckte erschrocken zusammen. Die Orgel hinter uns setzte ein. Würdevoll schritt der Pastor wieder zum Mikro. Alle Unterhaltungen verstummten. Es ging los.

Nachdem die Orgelklänge verklungen waren und der Pastor einen Moment lang schweigend in die Menge gesehen hatte, setzte er an zu reden. Er begann mit einem Zitat aus der Bibel, sagte einiges zum Tod im Allgemeinen und ging dann über, aus dem Leben von Herrn Oster zu berichten. Als er im Lebenslauf beim Institut anlangte, schwieg er wieder einen Moment.

Herr Elster war bereits bei den letzten Worten mühsam aufgestanden (eine Krücke fiel scheppernd auf den harten Boden) und wartete nun mit mehreren Zetteln in der Hand auf seinen offensichtlich abgesprochenen Einsatz. Die Krücken ließ er am Platz. Der Pastor schwieg und Herr Elster starrte den Fußboden an. Dann machte der Pastor den Platz am Mikrofon frei. Herr Elster hüpfte gemessen ans Mikro und sortierte seine Blätter am Pult, räusperte sich und schaute dem Pastor gleich in die Runde, bevor er zu sprechen ansetzte. Er begrüßte die Trauernden, die Familie und die Institutsangehörige, die er mit „meine Freunde“ betitelte. Er brach ab und begann seine Brille mit einem großen, karierten Taschentuch zu putzen. Er schwankte ein wenig, als er die Hände vom Rednerpult nahm. Katja und ich sahen uns an. Es war still im Saal. Herr Elster begann wieder seine Papiere zu sortieren. Er schien ein wenig irritiert zu sein.

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