Malte Kersten - Nach dem Eis

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Neugier und Freundschaften, aber auch das Streben nach wissenschaftlicher Anerkennung sind die Pole, zwischen denen das Buch von Malte Kersten sich bewegt. Dieses Netzwerk bekommt einen Riss durch den plötzlichen Tod eines Professors am Kieler Forschungsinstitut. Nicht nur die Todesursache, auch die weitere Betreuung des Doktoranden ist unklar. Als sich der überaus renommierte Institutsleiter selbst dem Protagonisten annehmen möchte, ist dieser ebenso irritiert wie auch stolz, sieht er doch endlich seine wissenschaftliche Leistung im richtigen Licht. Doch dieser Betreuerwechsel hat seinen Preis. Anspruchsvolle Arbeit kommt nun auf ihn zu. Im gleichen Maße häufen sich sonderbare Situationen. Alles Zufall? Was war das Geheimnis seines verstorbenen Professors? Und gibt es noch jemanden, der sich dafür interessiert? Alles Fragen, denen er zusammen mit seinen engsten Kollegen vom Institut enthusiastisch und unprofessionell neben der eigentlichen Forschungsarbeit nachgeht. Vergeblich verlangt die attraktive Kommissarin keine weitere Einmischung in den Fall. Die jungen Akademiker sind nicht mehr zu stoppen. Gleichzeitig steigt der Leistungsdruck durch den Institutsleiter immer weiter an. Bis Entscheidungen getroffen werden müssen. Entscheidungen, die den Protagonisten bis ins Eismeer führen.

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„Nein, weiß ich nicht. Aber ruf jetzt erst einmal den Dekan an. Es klingt wirklich wichtig.“

Sie hatte Recht. Ich ließ mich auf meinen Stuhl fallen und schaute einen Moment unschlüssig das Telefon an. Doch dann nahm ich das Blatt Papier zur Hand, wo ich die Telefonnummern notiert hatte, und wählte die Nummer vom Dekan.

Sofort meldete sich Frau Fuchs in ihrer beflissenen oder leicht hektischen Art.

„Endlich melden Sie sich, Herr Elster will Sie dringend sprechen.“

„Was ist denn los, gestern bin ich zu spät erst wieder zu Hause gewesen, da konnte ich nicht mehr zurückrufen.“

„Das kann ich Ihnen auch nicht sagen, aber Herr Elster ist sehr aufgebracht. Ich verbinde Sie gleich, warten Sie einen Augenblick.“

Ich lauschte lustlos der Wartemelodie.

In die Stille hinein warf mir Katja einen fragenden Blick zu. Ich zuckte mit den Schultern.

„Hören Sie? Herr Elster möchte gern, dass Sie eben rüber kommen, Sie sind doch jetzt am Institut?“

„Ja, bin ich“, erwiderte ich mit noch weniger Begeisterung. „Wann soll ich denn kommen?“

„Jetzt gleich, Herr Elster erwartet Sie.“

Ich legte auf und sah Katja an.

„Der Dekan will mich unbedingt sprechen. Ich habe keine Ahnung, was er will. Ich gehe mal eben rüber.“

Ich ließ meinen Mantel am Arbeitsplatz und bereute es gleich wieder, als ich draußen durch den kalten Nieselregen zum Gebäude des Dekanats eilte. In Gedanken schon bei Elster und seinem Problem nickte ich einzelnen bekannten Studenten vor dem Kiosk zu.

Frau Fuchs sah kaum von ihrem Schreibtisch auf, als ich anklopfte und eintrat, sie deutete auf die halb offen stehende Tür des Dekans.

Ins Büro drang nur gedämpftes Tageslicht vom wolkenverhangenen Himmel. Alle Geräusche wurden vom dicken Teppich verschluckt. So auch beinahe ich. Ich überlegte noch, ob ich einen Bogen um den Teppich machen müsste, da meine Schuhe bestimmt nicht sauber waren. Aber sicher hatte auch Herr Elster Straßenschuhe an. Er saß an seinem Schreibtisch und blickte nicht auf, er reagierte in keiner Weise auf mein Anklopfen am Türrahmen und meinem Eintreten. Das kannte ich schon, auch wenn es das letzte Mal der tote Oster war. Elster aber schrieb etwas auf ein Papier vor ihm, sehr lebendig. Sein Gesicht wurde seitlich vom Monitor bläulich beschienen.

Etwas unsicher, was ich nun tun sollte, schaute ich zurück ins Büro von Frau Fuchs. Sie war genauso in ihre Aufgabe vertieft und nahm keine Notiz von mir. Ahnte sie, was kommen würde? Was war hier los? Ich überlegte, ob es auffallen würde, wenn ich jetzt einfach wieder verschwinden würde. Doch dann deutete der Dekan auf die Sitzgruppe. Ich setzte mich. Der Blumenstrauß von meinem letzten Besuch war nicht mehr an seinem Platz, genauso wie der Käfer. Auch kein Kaffee, keine Kekse. Es befand sich nichts außer der Armbanduhr von Elster auf dem Tisch. Der Sekundenzeiger vibrierte langsam vorwärts, ein Countdown. Ich saß in dem viel zu tiefen Polster mit den Knien fast in der Höhe meiner Ohren und fühlte mich relativ unwohl. Eine spontane Flucht wäre jetzt unmöglich. Ich käme gar nicht aus dem Polster heraus.

Nach einiger Zeit griff Elster in eine Schublade, nahm einige Seiten Papier heraus und kam damit zu mir herüber. Er legte diese mit Nachdruck aber auch mit einer gewissen Vorsicht vor mir auf den Tisch. Er trat wieder einen Schritt zurück und musterte mich intensiv.

Auf Anhieb erkannte ich, was es war. Es waren großformatige Ausdrucke der Fotografien von der Speicherkarte, die letzten Bilder von Herrn Oster.

Das Schweigen war eisig. So langsam glaubte ich zu wissen, worum es ging. Ich hatte Herrn Elster nichts von den Bildern gesagt, noch nicht, legte ich mir sofort zurecht. Denn ich hatte sie auch erst gestern in die Hände bekommen. Ob die Polizei ihm die Bilder gegeben hatte?

„Das sind aber gute Ausdrucke“, war das Einzige, was mir dazu spontan einfiel und schon bereute ich meinen laxen Tonfall.

Leise, mit einem bewusst bedrohlichen Unterton brachte Herr Elster den Sachverhalt auf den Punkt.

„Warum erfahre ich erst jetzt von diesen Bildern?“

Ich überlegte kurz, die Bilder waren bereits ausgedruckt, er hatte schon gestern versucht, mich zu erreichen, ich selbst hatte die Bilder gestern Morgen in die Hände bekommen. Was wollte er eigentlich?

Er unterbrach meinen Gedankengang schon mit deutlich lauterer Stimme.

„Hatten wir uns nicht darauf verständigt, dass Sie unverzüglich mir alles melden, was im Zusammenhang mit Herrn Kollegen Osters Tod steht? Sind Sie sich darüber im Klaren, was es bedeuten würde, wenn Informationen in die falschen Hände geraten würden, auch und insbesondere für Sie?“

Seine ohnehin kräftige Stimme hatte sich weiter gesteigert. Die Lage war ernst.

„Alle Fakten gehen über meinen Tisch, ich entscheide in diesem Fall, was nach außen dringt und in welcher Form berichtet wird.“

Er kam wieder zum Tisch, stützte sich mit beiden Händen darauf ab und fuhr mit seiner leisen, bedrohlichen Stimme fort. Das Spiegelbild seiner Armbanduhr nahm die Vibrationen seines Puls auf.

„Wenn Sie hier bestehen und später in diesem Bereich etwas werden wollen, müssen Sie mit dem Institut kooperieren.“

Das war deutlich, obwohl ich es für etwas übertrieben hielt. Und es war der falsche Augenblick zu erwähnen, dass ich die Bilder bereits der Polizei gegeben hatte, ohne ihn zu benachrichtigen. Aber ich wollte unbedingt heraushören, ob er die Bilder von der Polizei hatte oder von jemandem aus dem Institut.

„Ich hatte die Bilder nur kurz durchgesehen und dann zur Polizei gebracht. Die haben es gleich als wichtiges Beweismaterial eingestuft, für die Rekonstruktion der letzten Tage von Herrn Oster“, übertrieb ich. Er schien einen kurzen Moment zu erstarren, ich machte mich auf einen erneuten Wutausbruch gefasst.

„In Zukunft gehen alle Kontakte, Gespräche oder sonstiges nur über mich. Ist das klar?“

„Ja, ja, ist klar, ist mir auch lieber so.“

„Was können Sie denn zu den Bildern sagen?“, kam es jetzt in einem versöhnlichen Ton. Aber mir stand überhaupt nicht der Sinn nach einem konstruktiven Gespräch mit Herrn Elster.

„Nichts, ich habe nichts erkannt.“

Er wartete noch einen kurzen Moment, ob mir nicht doch noch etwas einfallen würde, griff sich dann seine Ausdrucke und ging damit zu seinem Schreibtisch hinüber.

„Na, wie auch immer.“

Ich fasste dies als Signal auf, dass unser Gespräch beendet wäre, und verließ sein Büro.

Woher hatte er die Bilder?

4. Kapitel

Es war kälter geworden. Ungewöhnlich kalt. Auch tagsüber unter dem Gefrierpunkt, in Kiel eher selten. Meine Gedanken schweiften umher, ähnlich den tanzenden Schneeflocken. Sie hatten den engen Rahmen meines Forschungsthemas längst verlassen, als Frau Hubertus zu uns ins Büro geschneit kam. Ich hatte keine Ahnung, wie lange ich aus dem Fenster geschaut hatte.

„Ja, wenn ich nicht störe, haben Sie schon gehört?“, fragte sie mich.

„Was gehört? Und Sie stören nie.“

„Dass übermorgen die Beerdigung von Herrn Oster stattfinden wird und zumindest Sie dabei sein sollten. Der Dekan schickt diese Mitteilung herum.“

„Hier? Nicht in Dresden?“

„Ja, hier. Er hatte hier wohl auch noch Verwandtschaft. Die haben das veranlasst“, erklärte Frau Hubertus und hielt mir einen Zettel entgegen. Da sie aber weiter fortfuhr, konnte ich mir das Entziffern der kleinen Schrift auf dem wackelnden Papier in ihrer Hand ersparen.

„Alle Institutsangehörige sollten anwesend sein, von engeren Mitarbeitern von Herrn Oster wird eine Teilnahme erwartet. Dazu gehören Sie und ich wohl auch. Es geht um zwölf Uhr in der Friedhofskapelle los. Ja, das wird eine eisige Angelegenheit“, griff Frau Hubertus meinen Blick zum Fenster auf. Wobei ich nicht sagen kann, ob die Doppeldeutigkeit der Aussage Absicht war. Die Tür sprang auf und Johann kam herein.

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