Malte Kersten - Nach dem Eis

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Neugier und Freundschaften, aber auch das Streben nach wissenschaftlicher Anerkennung sind die Pole, zwischen denen das Buch von Malte Kersten sich bewegt. Dieses Netzwerk bekommt einen Riss durch den plötzlichen Tod eines Professors am Kieler Forschungsinstitut. Nicht nur die Todesursache, auch die weitere Betreuung des Doktoranden ist unklar. Als sich der überaus renommierte Institutsleiter selbst dem Protagonisten annehmen möchte, ist dieser ebenso irritiert wie auch stolz, sieht er doch endlich seine wissenschaftliche Leistung im richtigen Licht. Doch dieser Betreuerwechsel hat seinen Preis. Anspruchsvolle Arbeit kommt nun auf ihn zu. Im gleichen Maße häufen sich sonderbare Situationen. Alles Zufall? Was war das Geheimnis seines verstorbenen Professors? Und gibt es noch jemanden, der sich dafür interessiert? Alles Fragen, denen er zusammen mit seinen engsten Kollegen vom Institut enthusiastisch und unprofessionell neben der eigentlichen Forschungsarbeit nachgeht. Vergeblich verlangt die attraktive Kommissarin keine weitere Einmischung in den Fall. Die jungen Akademiker sind nicht mehr zu stoppen. Gleichzeitig steigt der Leistungsdruck durch den Institutsleiter immer weiter an. Bis Entscheidungen getroffen werden müssen. Entscheidungen, die den Protagonisten bis ins Eismeer führen.

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Johann schaute mich grinsend an, bevor er sich etwas erschrocken der Gegenwart von Herrn Elster bewusst wurde. Dieser stand immerhin in Hörweite, immer noch in sich gekehrt. Aber er hatte offensichtlich nichts wahrgenommen, sodass Johann nur eine Grimasse schnitt, die zu bedeuten schien, dass er zukünftig nicht so respektlos über einen toten Professor sprechen wollte. Zu Lebzeiten Herrn Osters hatte Johann keinesfalls respektvoll über diesen gesprochen.

„Und wie ist das passiert? Ein Unfall?“, fragte er etwas leiser.

„Nein, sieht nicht richtig danach aus.“

„Also normal gestorben oder hast du nachgeholfen?“

„Quatsch. Keine Ahnung, das müssen die da herausbekommen.“ Ich nickte kurz in Richtung meines Büros.

Johann dachte einen Moment lang nach.

„Wo warst du zwischen drei Uhr früh und sagen wir mal acht Uhr?“, fragte er dann.

Erstaunt sah ich ihn an.

„Ja, meinst du etwa, du scheidest als Tatverdächtiger aus? Nach den Korrekturen, die du bekommen hast? Ich würde sagen, du bist der Hauptverdächtige. Wobei jeder Richter dafür Verständnis haben wird, wenn er erfährt, wie Oster war.“

„Hör auf.“

„Du kannst ein Alibi von mir haben, sagen wir, wir haben die ganze Nacht durchgezecht, okay?“

„Johann!“

Ich musste raus. „Wie spät ist es eigentlich, wollen wir gleich in die Mensa gehen? Oder wie lange müssen wir hier noch warten?“

Für die Mensa war es vermutlich noch etwas früh. Aber ein Ortswechsel musste bald her.

„Sicher möchte der Kommissar noch einige Fragen an uns richten, denke ich, besonders an Sie“, meinte Frau Hubertus und sah sich nach dem Polizeibeamten um.

Dieser ging gerade einem uniformierten Kollegen entgegen, der die Treppe herauf kam. Gemeinsam begannen sie, den Flur mit gelben Plastikbändern abzusperren, erst auf der rechten Seite von uns, dann auf der linken.

„Hey, ist ja geil, jetzt kann ich gar nicht mehr zurück zur Forschung“, sagte Johann fröhlich, „so richtig produktiv war ich heute sowieso nicht.“

Wieder der vorwurfsvolle Blick von Frau Hubertus.

Auch Professor Elster schien sich der eingesperrten Lage plötzlich bewusst zu werden. Er ging zu meinem Büro hinüber, sprach kurz mit dem Kommissar und schritt dann in seiner gewohnt kraftvollen Weise den Gang hinunter. Uns bedachte er kaum eines Blickes, das gelbe Band dagegen musste er gebückt passieren. Damit ließ er uns allein auf dem Gang zurück.

In diesem Moment kam ein Beamter aus meinem Büro zu uns herüber.

„Sie haben den Toten heute Morgen gefunden?“

„Ja.“

„Wären Sie so freundlich, mal eben mitzukommen. Herr Peters hat einige Fragen an Sie.“

„Ja, natürlich“, murmelte ich.

Etwas beklommen folgte ich ihm bis zum Eingang zu meinem Büro. Glücklicherweise kam uns Herr Peters auf der Türschwelle entgegen, sodass ich hoffen konnte, dass das Gespräch nicht in meinem Büro stattfinden sollte. Er blieb dort stehen und sah kurz den Flur hinauf und hinab. Er war etwa einen Kopf kleiner als ich, machte aber trotz seines Alters einen sehr drahtigen Eindruck, viel Training wahrscheinlich.

„Ist das nun Ihr Büro oder das Büro des Toten?“, fragte er, wobei er bei den letzten Worten mich scharf ansah, den Kopf leicht schräg gestellt. Dreitagebart.

„Es ist mein Büro, nur gelegentlich nutzt Professor Oster es, wenn er in Kiel ist. Das ist er aber selten. Sein Büro wird gerade renoviert.“

Osters blasse Kopfhaut schimmerte über der Kopflehne des Bürostuhls.

„Heute war er in Kiel. Wann ist er gekommen?“

„Ich weiß es nicht, gestern war er noch nicht da. Vielleicht ist er heute Morgen gekommen. Er liebt unübliche Arbeitszeiten.“

Osters Ellenbogen konnte ich von meiner Position aus sehen.

„Welche Arbeitszeiten meinen Sie?“

„Frühmorgens, spätabends, nachts.“

„War es bis auf die Tatsache, dass er tot ist, für Sie also keine Überraschung, dass Herr Oster heute Morgen hier auf Ihrem Stuhl saß?“

„Überrascht war ich schon, aber sagen wir mal, dass es durchaus zu ihm passen würde, frühmorgens hier zu erscheinen.“

„Sie waren Doktorand bei Herrn Oster?“

Ich fasste kurz zusammen, dass ich verschiedene Aufgaben für Herrn Oster zu erledigen hatte und daneben eigene Forschungen oder besser Nachforschungen zu meinem Thema anstellte, um daraus eine Doktorarbeit zu erstellen. Natürlich auch unter der Aufsicht von Oster. Jetzt nicht mehr. Es würden Veränderungen notwendig sein. Aber das diskutierte ich nicht mit dem Kommissar.

„Gab es Arbeitstreffen, wie hat Herr Oster sich über Ihre Arbeit informiert?“

„Meist ging alles über E-Mail. Die seltenen Male, an denen er in Kiel war, haben wir auch über meine Arbeit gesprochen. Gelegentlich habe ich ihm etwas geschickt, er hat Kommentare zurückgeschickt, die ich dann versucht habe, einzuarbeiten.“

„Wann hatte er Ihnen zuletzt etwas geschickt?“

Mir fiel sofort Johanns dahin gesagter Satz ein und sein Angebot, mir ein Alibi zu verschaffen.

„Vor zwei Wochen etwa, warum?“

Ich meinte, eine Fliege auf der glatten Glatze Osters balancieren zu sehen.

„Wann waren Sie wieder verabredet, hatten Sie einen Termin vereinbart?“

„Nein, wie gesagt, Herr Oster war eher spontan und ich musste mich dem anpassen.“

„War Herr Oster ein guter Chef?“

„Ein guter Chef?“

„Ja, konnten Sie gut mit ihm zusammen arbeiten?“

„Na ja – er ist nicht einfach. Er hat eine kumpelhafte Art, die ihn positiv vom allgemeinen Bild eines Professors abhebt.“

Ich sah mich kurz um, ob diese Bemerkungen ungeeignete Ohren erreichen könnte, taten sie aber nicht.

„Diese unkomplizierte Art fiel mir als Erstes bei ihm auf. Das machte mir die Entscheidung, hier zu arbeiten, recht einfach. Aber diese spontane Art kann einem etwas zu schaffen machen. Er springt mit seinen Gedanken und auch mit seinen Anweisungen. Was er bei einem Meeting gesagt hat, muss nicht unbedingt beim nächsten Mal auch noch gelten. Da war er etwas unberechenbar. Und wenn ihm etwas nicht passte, er hatte es immer sehr direkt gesagt, er war etwas aufbrausend“, erklärte ich.

„Wo waren Sie zwischen Mitternacht und heute Morgen um sieben?“

Da war es, ich wurde verdächtigt! Johann hatte recht und ich hatte keinen Moment wirklich darüber nachgedacht und mir über mögliche Antworten die Konsequenzen vor Augen gehalten. In der fraglichen Zeit hatte ich geschlafen, das konnte als Alibi wohl kaum helfen. Doch – nein, Hans, mein Mitbewohner ist am morgen nach Hause gekommen. Zumindest für ungefähr sieben Uhr konnte jemand meine Aussage stützen.

„Ich war zu Hause und werde in der Zeit geschlafen haben.“

„Kann das jemand bezeugen?“, kam es routiniert zurück.

„Nein, warum denn?“

Er kritzelte etwas in seinen Notizblock, wahrscheinlich das Wort „Single“.

„Wo kann ich Sie in den nächsten Tagen erreichen?“

2. Kapitel

Wir aßen zusammen zu Abend, als ich Hans meine Erlebnisse vom Tag berichtete. Zunächst skeptische Nachfrage. Verständlich. Nach dem Essen bot sich Hans an, abzuwaschen, obwohl er nicht an der Reihe war. Da ich gekocht hatte, hatte ich nichts dagegen einzuwenden, griff aber zum Handtuch. Beim Spülen der Teller hielt Hans einen Moment inne, ihm kam eine Idee.

„Hat dein Professor dir etwas übergeben, eine CD oder so etwas meine ich?“

Er sah mich an, Schaum bis zu den Ellenbogen.

„Nein, nichts, wie kommst du darauf?“

„Na, ich meine nur so, in den Filmen geben die gehetzten Opfer immer irgendwelche ganz wichtigen Dateien an Unbeteiligte weiter, die dann anschließend von den Killern gejagt werden. Neulich habe ich im Kino den Neuen von …“

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