Johannes W. Schottmann - Belarus (2004)
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Auch jetzt, wo er von der Sonne längst wach geküsst worden war, fühlte er sich von dem nächtlichen Zusammenstoß noch eigentümlich benommen.
Die wärmenden Sonnenstrahlen erschienen ihm wie ein Trost. Oder wie ein Gruß.
Er räkelte sich auf der Matratze, spürte hier und da einzelne Sprungfedern, hörte ihr Quietschen, und begann allmählich in seine reale Welt zurück zu finden.
Die Wände waren gestrichen. Heute würde er den Schreibtisch rüber holen und so aufstellen, dass die Erkernische frei blieb. Dort könnte er sich eine sonnige Frühstücksecke einrichten. An die Wand neben dem Schreibtisch käme das Bücherregal aus seinem ehemaligen Jugendzimmer. Damit wäre alles Nötige beisammen. Den Rest würde er sich vornehmen, wenn die Couch angeliefert wäre.
Michael zog die Beine an, streckte sie in die Höhe und versuchte in einem Schwung ins Stehen zu gelangen. Was natürlich nicht klappte - für solche Turnübungen war er zu untrainiert. Er wälzte sich zur Seite und stützte sich beim Aufstehen mit den Armen ab.
Er schlüpfte in die Unterwäsche, zog sich ein Hemd über und trat ans Fenster. Er schaute in die Straße. Hinten links fuhr ein LKW hupend in die Kreuzung hinein, wo ein Auto seinen Fahrstreifen blockierte. Im Bürohaus gegenüber saßen die Angestellten emsig an ihren Schreibtischen. Jemand schaute von der Straße aus hoch - unwillkürlich wich er zurück, obwohl zu bezweifeln war, dass man ihn von dort unten sehen konnte. Er begann sein Hemd über dem Bauch zuzuknöpfen und trat erneut ans Fenster. Passanten eilten vorbei, es herrschte emsiges Treiben.
Die Aussicht von hier oben - zwei Stockwerke über der lebhaften Geschäftsstraße - würde er ab jetzt genießen können. Das könnte ihm bei aller Zurückgezogenheit das Gefühl geben, mit der Welt draußen in Verbindung zu stehen.
Er stellte das Radio an. Irgendwelche politischen Kommentare wurden verlesen. Er ging hinüber zu Wilmas Schlafzimmer, um sich frische Kleidung zu holen. Als er das Badezimmer betrat, verdüsterte sich seine Stimmung, weil ihm wieder vor Augen kam, wie abgenutzt und veraltet die Wohnungseinrichtung noch war. Das Wohnzimmer hatte er zwar endlich fertig gestrichen, aber damit auch schon wieder die Nase voll vom Renovieren. Genau genommen könnte er es sich leisten, jemanden für das Streichen zu bezahlen. Aber das würde nur Unruhe in die Wohnung bringen.
Missmutig begann er sich zu duschen.
Kaum lief das Wasser an ihm herunter, als sich seine Gedanken in Bewegung setzten. Wenn Helga ihn fragen würde, ob sie ihn bei der Wohnungseinrichtung unterstützen solle, würde er abwehren: das werde er schon allein schaffen - eben nach und nach. Walters Zettel - die standen jetzt an. Auf der Reise hatte er sich vorgestellt, sie chronologisch zu ordnen. Wenn er das richtig im Kopf hatte, war ein Teil von Walters Notizen mit Datum versehen. Vielleicht lagen sie ja längst in richtiger Reihenfolge. Obwohl - das war unwahrscheinlich: so wie sie in die Karstadt-Tüte hineingestopft waren. Sicherlich Wilmas Werk. Walter mit seinem Schreibmaschinengeklapper. Er konnte regelrecht hören, wie Wilma vom Wohnzimmer aus schimpfte, wenn er auf der Schreibmaschine herum hackte: Mach wenigstens deine Tür zu. Marthe - ihr hatte er von dem Hickhack seiner Eltern erzählt. Und hinzugefügt, dass es doch kein Wunder sei, wenn er selbst nie hatte heiraten wollen. Täuschte er sich oder hatten da ihre Augen geflackert? Einbildung ist auch eine Bildung - eine von Walters Plattitüden. Allerdings hatte Helga auch ihm öfters vorgehalten, gewisse Standardsprüche immer wieder zu bringen. Sie kannten sich einfach zu gut. Wie lange waren sie zusammen gewesen? Bestimmt fünfzehn Jahre. Vielleicht hätte jemand, der sowohl seine Eltern als auch Helga und ihn gekannt hätte, Ähnlichkeiten festgestellt. Wenn sie hier zu Besuch waren, hatten Helga und Wilma sich immer gut verstanden. Aber die kühle Wilma war ja auch nicht Helgas Mutter. Auf der Rückfahrt nach Hamburg hatte er durch Helga oft Dinge aus dem Leben seiner Mutter erfahren, von denen er noch nie gehört hatte.
Die Sonne drängte sich jetzt auch durch das kleine und ebenfalls ziemlich trübe Badezimmerfenster. Es wäre wohl angebracht, einen Wochenplan aufzustellen und dabei auch ein paar lästige Arbeiten im Haushalt wie das Fensterputzen zu berücksichtigen.
Und jetzt? An die Arbeit?
Nein, heute noch nicht. Wer weiß, wie lange sich das schöne Herbstwetter noch hielt. Nach der ganzen Renoviererei musste er endlich mal raus an die frische Luft
10 - Schweinehund
Wilmas Beisetzung. Das Zusammensein mit den Trauergästen hatte sich in die Länge gezogen. Vieles war an mir vorüber gegangen, weil ich früher den Kontakt zur Verwandtschaft eher gemieden hatte. Meine diversen Cousins und Cousinen kannten sich untereinander weitaus besser. Helga hatte mir beigestanden, so wie das zu diesem Zeitpunkt noch selbstverständlich war.
Als die Trauergäste endlich abgerückt waren - sie schnatterten unentwegt und man musste sie aus dem Café regelrecht hinaus schieben - bezahlte ich mit Wilmas Karte die Rechnung, und wir brachten Tante Ilse zur Bahn, Helga und ich. Dann fuhren wir in die Wohnung.
Ich fühlte mich abgespannt und warf mich auf die Couch. Helga wollte sich ankuscheln. Etwas lustlos rückte ich zur Seite, um ihr Platz zu machen. Sie legte ihren Kopf gegen meine Brust und spürte natürlich gleich, dass ich nicht in der richtigen Stimmung war. Sie stand wieder auf, um uns Getränke zu holen. Rosé für sich; für mich Bier - das brauchte ich gegen das flaue Kuchengefühl im Bauch.
Sie setzte sich in den Sessel und während sie anfing, meine Füße zu streicheln, unterhielten wir uns über die Trauergäste und über die ärgerliche Ansprache des Pastors, der einfache biografische Daten durcheinander gebracht hatte. Tante Ilse hatten wir versprechen müssen, sie bald zu besuchen. Nun schlug Helga vor, gleich am nächsten Wochenende zu ihr in den Ostharz zu fahren. Ich wiegelte ab - zuerst müsse ich hier noch einiges erledigen; vielleicht eine Woche später. Oder erst im nächsten Monat. Helga schmollte, sie zog ihre Hand zurück und nahm sie einen tiefen Schluck aus ihrem Glas. Dann setzte sie sich zu mir auf die Couch.
Finger tasteten sich heran, öffneten nach und nach die Kleidung. Hände wühlten sich ein. Lippen fanden sich. Es wurde wie immer. Jeder wusste, wo er den anderen berühren musste, um ihn zu erregen. Das Bestreichen der Brüste löste das erwartete, erwartungsvolle Seufzen aus. Ihre Hand glitt in seine Hosen, er spürte das Anschwellen und begann ebenfalls zu stöhnen. Dann ging alles schnell vonstatten - die restliche Wäsche wurde ausgezogen und beiseite geworfen. Sie fanden ihren Rhythmus, bewegten sich im Einklang, begleitet von ihrem Ächzen und Stöhnen. Seine Rechte arbeitete fleißig. Er war kurz davor, sie zu besteigen. Sie steuerten auf den Höhepunkt zu, obwohl er einige Gedanken beiseite schieben musste, um sich weiter auf sie konzentrieren zu können. Aber nach einem so anstrengenden Tag konnte man nicht vor Lust überschäumen. Wieder ertappte er sich, wie er an eine andere dachte. Die Abschweifung war beliebig und belanglos, aber sie half. Er sah ihr Lächeln, ihre milden Bewegungen, ihre braunen Augen, auch die gekräuselte Stirn, die Sorgen verriet, die sie eigentlich nicht zeigen wollte. Helgas Rhythmus wurde schneller, sie bäumte sich auf…
Geschafft.
Was weiter.
Sie würden liegen bleiben, sich beruhigen. Vermutlich würden sie dann anfangen zu reden. Noch war nicht klar, ob Helga hier übernachten oder heute noch zurück fahren würde. Aus einigen Bemerkungen im Laufe des Tages hatte er entnommen, dass sie ihn in der nächsten Woche in Hamburg zurückerwartete. Unter anderem war ein Abendessen mit Eberhard und Susann anberaumt, das ihn nicht sonderlich reizte. Er sah sich in Gedanken durch die Wohnung gehen, sah sich durch die Stadt streifen, in der er als Jugendlicher gelebt hatte, bevor er nach Hamburg gegangen war. Sah sich einen Kaffee bestellen, dazu ein Plunderstück. Das süße Gesicht der Verkäuferin. Er öffnete die Augen. Helga hatte etwas gefragt. Nein – eine Woche werde er mindestens noch bleiben, erst einmal müsse er alles sichten, bevor er eine Räumungsfirma bestellen könne. Die Möbel würde er lieber einem Sozialwerk überlassen, da müsse er sich noch erkundigen, wer hier vor Ort tätig sei. Helga rappelte sich wortlos auf und verschwand im Bad.
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