Harald Winter - Kinder
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Laris zog die Kapuze tiefer ins Gesicht, um dem Licht keine Gelegenheit zu geben ihre Züge zu enthüllen. Mittlerweile gab es kaum noch jemanden in der Stadt, der ihr Gesicht nicht kannte. Die Menschen hatten sich schnell daran gewöhnt, dass die junge Frau, die vom Orden geschickt worden war ihre Geschicke lenkte. Im Grunde schien es ihnen egal zu sein wer die Stadt verwaltete solange man sie in Ruhe ließ. Laris war hier um zu hören was auf den Straßen geredet wurde und bis jetzt hatte sie kaum ein Gespräch belauscht, dass sich um sie drehte. Sie war fast ein wenig enttäuscht und sie fragte sich, was sie tun musste, damit die Leute angemessen Notiz von ihrer Regentin nahmen. Nur wenn sie Aufmerksamkeit bekam würde ihr Name irgendwann über die Grenzen der Stadt hinaus in aller Munde sein. Und wenn sie etwas fast genauso sehr wollte wie Macht, dann war es das Bewusstsein, dass sie niemals vergessen werden würde. Das noch in tausenden von Jahren Geschichten über sie erzählt wurden, selbst wenn die dann nicht mehr leben sollte. Laris blieb vor einem Stand stehen, an dem Wein angeboten wurde. Alles in ihr verlangte nach einem guten Schluck, aber sie beherrschte sich. Sie musste klar im Kopf bleiben und während der Anwesenheit von Odorts Vertrautem wollte sie sich keine Blöße geben. Laris seufzte und ging langsam weiter. An der nächsten Kreuzung wählte sie einen Weg, der sie zum Schloss zurück führen würde. Sie hatte genug gehört und gesehen. In der Stadt ging alles seinen gewohnten Gang und die einfachen Leute sorgten sich wie eh und je nur um ihr eigenes Wohl. Niemand weinte dem alten Regenten nach und niemand erhob seine Stimme gegen sie oder den Orden. Sie konnte sich also ganz auf den Gesandten des Ordens konzentrieren und darauf ihn los zu werden. Wenn er erst einmal weg war und Odort in seiner Wachsamkeit nachließ konnte sie daran gehen, ihren Einfluss zu vergrößern. Zuerst hier in der Stadt. Sie würde die Zügel etwas fester in die Hand nehmen und dafür sorgen, dass niemand mehr vergaß, wem er Rechenschaft schuldig war. Danach konnte sie sich um ihre Handelspartner kümmern. Es gab einige, die zwar unter der Herrschaft des Ordens standen, jedoch von einfachen Vertretern des dortigen Adels regiert wurden. Man tat was die Begabten in dem fernen Turm wollten, aber man beeilte sich nicht zu sehr damit. Laris fuhr mit den Fingern durch ihr seidiges Haar. Sie würde dafür sorgen, dass man auch in diesen Gebieten die Macht des Ordens wieder direkter zu spüren bekam. Das würde Odort gefallen und sein Misstrauen noch weiter dämpfen. Laris würde dann zur nächsten Stufe ihres Plans übergehen und versuchen, ein Übereinkommen mit den Abtrünnigen zu erreichen. Sie konnten sich gegenseitig unterstützen, bis Laris sie nicht mehr brauchte. Und dann... Eine Frau schrie gellend. Andere Stimmen fielen ein. Menschen rannten an Laris vorbei. Alle wollten sehen, was die Ursache des Geschreis war. Sie mochten sich in tödliche Gefahr begeben, aber ihre Neugierde war so groß, dass sie die Kontrolle über ihre Beine zu übernehmen schien. Laris hastete den Leuten hinterher. Mit jedem Schritt den sie tat wurde das Stimmengewirr das sie hörte lauter. Dann bog sie um eine Ecke und blieb abrupt vor einer Mauer aus Menschen stehen, die nach vorne drängten um einen Blick auf den Grund für die Aufregung zu werfen. Laris umgab sich mit einem Wirbel aus Kraft und ging vorwärts. Die Menge teilte sich vor ihr wie das Korn auf dem Feld vor dem Wind, ohne dass sie auch nur einen Finger zu rühren brauchte. Schließlich wichen die letzten Menschen vor der unsichtbaren Kraft zurück. Laris sah, was die Frauen dazu gebracht hatte erschrocken aufzuschreien. Vor ihr lag der verrenkte Körper eines Mannes auf dem harten Boden, den sie trotz dessen, dass er schrecklich zugerichtet war sofort erkannte. Laris ging weiter, bis die Spitzen ihrer Schuhe nur noch einen Finger breit von dem Toten entfernt waren. Die fest getrampelte Erde rund um den Leichnam war von versickertem Blut dunkel gefärbt. Laris beugte sich ein Stück weit nach vorne. Der Körper von Odorts Gesandtem sah aus, als hätte ihn eine riesige Hand geknetet und schließlich zerquetscht. Das zerbrochene Spielzeug hatte sie dann einfach fallen gelassen. “Zurück Weib!” Laris fühlte eine Hand, die sich um ihre Schulter schloss und sie unsanft zurück riss. Sie wirbelte herum und konnte im letzten Moment den Ausbruch ihrer Wut zurückhalten, der den Soldaten das Leben gekostet hätte. Wie hätte der Mann wissen sollen, dass seine Regentin vor ihm stand? Für ihn war sie nur irgend eine Frau, die ihm im Weg stand. Laris schüttelte seine Hand ab, griff nach ihrer Kapuze und war sie zurück. Sofort wurde es still. Die letzten Stimmen verstummten, als ihre Besitzer feststellten, dass sie die einzigen waren die noch redeten. Der Soldat starrte Laris entgeistert an. Sein Gesicht war aschfahl und auf seiner Stirn standen Schweißtropfen. “Es... Ich...” stotterte er. Laris bedeutete ihm zu schweigen. “Du konntest nicht wissen wer vor dir stand. Du hast nur deine Arbeit getan.” Es fiel ihr schwer Verständnis zu heucheln. Nur zu gerne hätte sie den Soldaten für seine Anmaßung bestraft, aber sie wollte das nicht vor all den vielen Augen tun, die jede ihrer Bewegungen beobachteten. Bevor sie den Menschen ihr wahres Gesicht zeigte musste sie das Problem lösen, das nur wenige Schritte von ihr entfernt auf dem Boden lag. Odort würde wissen wollen, wer für den Tod seines Gesandten verantwortlich war. Und er wird dich verd ä chtigen. Laris wusste, dass die leise Stimme in ihrem Kopf recht hatte. Für den Meister war es naheliegend sie für die Mörderin seines Vertrauten zu halten. Er würde annehmen, dass sie begriffen hatte, dass der Mann hier war um sie im Auftrag Odorts zu beobachten. Sie war nicht dumm und Odort war sich dessen bewusst. Er würde von Anfang an angenommen haben, dass seine ehemalige Schülerin nicht lange brauchen würde, um seine Absichten zu durchschauen. Und jetzt war der Gesandte tot. Sein zerschmetterter Körper schrie beinahe hinaus, dass sein Mörder kein gewöhnlicher Mensch sein konnte. Laris ging zu dem Leichnam zurück und ließ sich daneben in die Hocke sinken. Hinter ihr begannen die Leute erneut durcheinander zu reden. Nur die mittlerweile aufgetauchten Soldaten konnten sie daran hindern nach vorne zu drängen, um den Toten ebenfalls aus der Nähe zu betrachten. Erste Rufe, die nach dem Namen des ermordeten fragten wurden laut. Natürlich übersahen die Leute die edle Kleidung des Gesandten nicht. Sie fragten sich, wer so dreist war einen Adeligen am helllichten Tag zu ermorden und dann auch noch die Leiche auf der Straße liegen zu lassen. Wenn sie gewusst hätten, dass der Mann dem Orden angehört hatte wären sie noch viel ratloser gewesen. Laris kannte nur wenige Menschen die einen mächtigen Begabten wie Odorts Vertrauten töten konnten, ohne dass dabei die halbe Stadt vernichtet wurde. Sie selbst war einer dieser Menschen. Sie glaubte nicht, dass von den anderen einer hier war. Das hätte sie gespürt. Nur wesentlich mächtigere Begabte konnten sich vollständig vor den anderen verbergen und im Orden gab es niemanden, der um so vieles stärker war als sie. Für einen Moment dachte sie an die Abtrünnigen, verwarf den Gedanken aber sofort wieder. Warum hätten sie das Leben von Vagabunden führen sollen, die sich versteckten wie Maulwürfe, wenn sie über solche Leute verfügten? Nein. Diese Bluttat war nicht von einem Menschen verübt worden. Laris schloss die Augen und hörte das Kichern, das einem wie ein eisiger Hauch in die Knochen fuhr. Sie war sicher, dass der Unsichtbare mit der seltsamen Stimme oder sein kichernder Freund den Gesandten getötet hatten. Aber warum? Die Antwort auf diese Frage wusste sie nicht. Noch nicht.
“Herrin?” Laris drehte sich zu dem Soldaten um, der ihrem Blick auswich und sich nervös auf dem Boden umsah, als gäbe es dort etwas unheimlich interessantes zu entdecken. “Was willst du?” Laris gab sich Mühe ihrer Stimme die Schärfe zu nehmen, aber es gelang ihr nicht sonderlich gut. Es gab so vieles über das sie nachdenken musste und dabei wollte sie nicht gestört werden. Sie seufzte entsagungsvoll und machte eine ungeduldige Handbewegung, als der Soldat keine Anstalten machten ihre Frage zu beantworten. Der Mann zuckte zusammen und senkte den Kopf wie ein Hund, der die Bestrafung seines Herren erwartete. “Was... was sollen wir mit... dem... der...” Er deutete verzweifelt auf den verkrümmt daliegenden Leichnam. Laris brauchte nur wenige Augenblicke um eine Entscheidung zu treffen. “Bringt ihn ins Schloss und legt ihn in eine der leeren Zellen im Kerker. Ich werde mich später um alles weitere kümmern.” Sie drehte sich einmal im Kreis und deutete auf die Menschen, die immer noch von den Wachen zurückgehalten wurden. “Bevor ihr ihn wegbringt... tut so als würdet ihr ihn untersuchen. Erzählt den Leuten irgend eine Geschichte von einem Raub und einer Stichwunde im Rücken. Das wird sie für den Moment ein Wenig beruhigen und sie vielleicht dazu bringen wieder ihren Geschäften nachzugehen.” Der Soldat nickte dienstbeflissen und entfernte sich so schnell er konnte aus Laris Nähe. Sie hörte wie er einige Befehle erteilte und sich dann an die Gaffer wandte. Gleich darauf hievten einige Männer den toten Gesandten vom Boden hoch und trugen ihn davon. Einiger der Soldaten bahnten den Trägern einen Weg durch die Menge und zogen sich dann ebenfalls zurück. Laris starrte nachdenklich auf den dunklen Fleck, den das Blut des ermordeten zurückgelassen hatte. Erst als die Menschen immer näher rückten wurde ihr bewusst, dass nur noch sie zurückgeblieben war. Sie hatte weder die Muße, noch den Willen Fragen zu beantworten, auf die sie noch dazu keine Antwort wusste, also formte sie einen unsichtbaren Schild um sich herum und drängte sich durch die Menge, ohne jemanden zu berühren. Nur wenige trauten sich sie anzusprechen, aber Laris schenkte ihnen keine Aufmerksamkeit. Was interessierten sie diese einfachen Menschen? Sie hatten ihr zu gehorchen. Der Gesandte war tot, also konnte sie die Maske, die sie aufgesetzt hatte um ihm ein Theaterstück vorzuführen fallen lassen. Auch Odort würde nun andere Sorgen haben, als sich Gedanken um ihr Verhalten zu machen. Vielmehr würde er überlegen, ob er den Verdacht den er gegen Laris hegte offen aussprechen und damit einen offenen Konflikt riskieren sollte. Wahrscheinlich würde er sich dafür entscheiden, wenn sie es nicht schaffte sein Misstrauen zu zerstreuen. Laris wusste, dass sie nicht gegen den Meister bestehen konnte. Sie konnte ihm eine Zeit lang Widerstand leisten, würde aber schließlich unterliegen. Wenn sie keine Verbündeten fand, die ihr beistanden. Du k ö nntest einfach verschwinden. Der Gedanke ließ sich nicht vollständig verdrängen. Warum nicht in den Ländern außerhalb des Reiches untertauchen und mit einem neuen Namen ein neues Leben beginnen. Das hieße auf die Macht zu verzichten und dem Orden für eine lange Zeit aus dem Weg zu gehen. Laris Kopf begann zu schmerzen. “Nein” murmelte sie. Sie würde nicht klammheimlich verschwinden. Sie wusste so gut wie nichts über die Welt hinter dem Ozean. Der Orden pflegte keine Kontakte mit den fremden Ländern. Man gab nur acht, dass von dort niemand in das Reich eindrang. Außerdem sorgte man dafür, dass niemand die Grenzen des Reichs in die andere Richtung überschritt. Man tat so, als gäbe es die Welt jenseits des Ozeans einfach nicht. Laris hatte sich nie gefragt warum das so war und auch jetzt interessierte es sie nicht sonderlich. Sie wusste nur, dass sie nicht den Drang verspürte ins Ungewisse aufzubrechen. Es gab nur eines was sie tun konnte. Sie musste sich Odorts Zorn stellen und versuchen ihn von ihrer Unschuld zu überzeugen. Aber vorher wollte sie noch einmal mit dem Unsichtbaren reden. Wenn es etwas gab, dass sie für ihn tun konnte, dann ließ er vielleicht mit sich handeln und stand ihr gegen Odort bei. Ihr wurde heiß als die an die Möglichkeiten dachte, die sich daraus ergaben. Laris warf das Haar zurück und beschleunigte ihre Schritte. Im Schloss wartete ein Toter auf sie, der ihr vielleicht eine Geschichte über seinen Mörder erzählen würde, wenn sie nur genau genug hinhörte.
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