Janina Julklapp - Litho

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Litho, die geheimnisvolle, umtriebige Stadt in der Mitte des Inselkontinents Asthenos wird von zwei Morden und der Droge Splitterlauf erschüttert. Selbst die Falkenauten, die vom Tempel aus über die Stadt wachen, sind machtlos. Steckt längst vergessen geglaubte Hexerei dahinter?
Aki, genannt Wegemeistersohn, stolpert als nordländischer Flüchtling in das Gewirr aus Intrigen und Verrat. Auch das Leben der rebellischen Filmliebhaberin Frida Iringa gerät nach dem Attentat auf ihren Freund aus den Fugen. Die Wege von Aki und Frida kreuzen sich an unvermuteter Stelle. Gemeinsam verfolgen sie eine Spur, die weit in die düstere Vergangenheit des Kontinents reicht.

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„Vielleicht hast du einen Schock?“, zweifelte Aki und bewegte die Hand vor ihrem Gesicht hin und her. Blitzschnell packte das Mädchen sein Handgelenk. „Oh nein… das nicht“, sagte sie und lächelte. Ihr Lächeln wurde immer breiter, diebisch.

Sie hat den Mund wie Raik , dachte Aki, sie lächelt genauso schief, ist das nicht irrsinnig?

„Bring mich nach Hause“, forderte sie.

„Was?“

„Bring mich nach Hause!“ Sie fuhr fort wie jemand, dem ein guter Einfall gekommen war. „Du kannst doch nicht eine junge Frau, durchnässt bis auf die Knochen, knapp dem Tod entronnen, alles durch deine Schuld, alleine nach Hause schicken?“

„Ja wie… ich meine, nein… wieso meine Schuld?“, klagte Aki. „Du hast zugegeben, dass ich dich nicht gestoßen hab!“

Er befreite sich von ihrem festen Griff um sein Handgelenk.

„Ja, du hast mich nicht gestoßen aber deine Schuld war’s trotzdem!“

Sie stand auf.

„Ich…“, setzte Aki an, wurde aber unterbrochen. Eine ältere Frau, um die vierzig, rund wie ein Fass, war zu ihnen getreten und hielt einen großen Salatkopf drohend in der Hand.

„Heda, Frollein, will der was von dir?“

„Nein, nein, er bringt mich jetzt nach Hause“, erwiderte das Mädchen freundlich.

„Na dann…“, knurrte die dicke Frau und beäugte Aki misstrauisch.

„Los komm, steh auf, wir gehen!“, flüsterte das Mädchen zu Aki, der verdattert auf die Beine kam, nach seinem triefenden, schweren Beutel griff und sich fortzerren ließ, als sei jeglicher Widerstand im Aphel ertränkt worden.

Das Mädchen, dessen Name Esra war, zog Aki über eine der wackeligen Holzbrücken viele Meter über dem Boden. Aki hatte völlig die Orientierung verloren. Unter ihnen drängelten sich die Menschen durch die gewundenen Gassen von Govina.

„Wohin gehen wir?“, hatte Aki sie gefragt.

„Zum Haus Liga“, hatte Esra geantwortet und seitdem hatte sie nichts mehr gesagt. Die heiße Mittagssonne trocknete Akis nasse Kleider und sein Misstrauen gegenüber dem seltsamen Mädchen, das ihn zielstrebig fortzerrte, wuchs. Dringend wollte er in Govina nach Raik suchen und zu dem Stadttor gehen, von dem er erzählt hatte. Spuren finden, die ihm sagen konnten, wo sein Freund jetzt war und was ihm zugestoßen sein mochte. Diese Esra durchkreuzte seine Pläne.

Vielleicht , dachte Aki, wär es das Beste, ihr einfach von hinten eins überzubraten und zu verschwinden .

Sie hatte doch schon zugegeben, dass er sie nicht in den Kanal gestoßen hatte. War es wirklich notwendig, sie zu ihrem Haus zu begleiten und zornigen Eltern und Brüdern Rede und Antwort zu stehen, warum Esra wie eine ersoffene Ratte aussah? Andererseits hatte sie ihn aus dem Kanal gezogen, in dem er auf jeden Fall ertrunken wäre. Und außerdem brächte er es ohnehin nicht über das Herz, ein entschlossenes Mädchen zu enttäuschen.

Du hast andere Probleme , drang es in seine Erinnerung. Doch er kam nicht mehr dazu, einen Entschluss zu fassen.

„Da sind wir!“, erklärte Esra.

Am Ende der Brücke erreichten sie eine Art große, schwindelerregende Terrasse aus Balken und Brettern, die an den vierten Stock eines Sandsteinhauses grenzte. Von dort aus führten zwei weitere Hängebrücken zu anderen Häusern und eine Wendeltreppe wies nach unten. Es gab keine Fenster in das Haus hinein, nur eine massive Tür aus dunklem Holz. Die war geschlossen. Kein Schild und kein Wegweiser erklärten, wer dort lebte. Esra trat zu der Tür und klopfte. Daraufhin öffnete sich eine Klappe von der Größe eines Taschentuchs in Augenhöhe. Überrascht und neugierig trat Aki einen Schritt näher. Dahinter war ein Gitter zu sehen und ein blassblaues Auge unter buschigen Augenbrauen.

„Tag, Väterchen“, sprach Esra hinein. „Ich komme auf Besuch und bringe einen Freund mit.“

Die Klappe schlug zu. Kurz geschah gar nichts, dann hörte Aki zahlreiche Schlösser klicken, die Tür öffnete sich einen Spalt und Esra schob Aki unsanft hinein. Bevor Aki sich in dem dunklen Raum zurechtfinden konnte, schlug die Tür schon hinter ihnen zu. Schlösser klickten und ein Riegel wurde vorgeschoben. Sie standen in einem kleinen Zimmer, das wie das Empfangszimmer eines Hotels der untersten Klasse aussah. An der Wand war ein Tresen und hinter ihm stand ein Knabe von vielleicht sechzehn Jahren, das Gesicht voller Pockennarben. Vor ihm lag ein Buch. Es standen einige alte Stühle vor hölzernen Tischen, an der Decke baumelte eine staubige grüne Glaslampe. Das war alles. Es gab keine Fenster in den kahlen Wänden.

„Willkommen, Esra und Freund.“

Aki drehte sich erschrocken herum. An der Tür stand ein großer, glatzköpfiger Mann, der Aki sofort unsympathisch war. Das eine Auge schimmerte blassblau unter mächtigen Augenbrauen, das andere war rot unterlaufen und schielte. Außerdem roch er eindeutig nach Schnaps.

„Hallo, Väterchen.“ Esra lächelte und sagte zu Aki: „Das hier ist Väterchen. Ich habe leider nie seinen richtigen Namen erfahren. Aber es ist besser so.“

Väterchen nickte Aki grimmig zu. Aki schluckte.

„Was kann ich für euch tun?“, fragte Väterchen leise.

„Wir hätten da gerne einen Raum des Schweigens.“

„W…w… was hast du vor?“, stammelte Aki erschrocken.

Väterchen grinste breit.

„Au, Esra, au weh! Einen Raum des Schweigens für die beiden… Ja wenn das so ist…“

Er nickte dem Jungen am Tresen zu, der sofort in sein Buch zu kritzeln begann.

„Au Esra“, feixte Väterchen, Aki mit einem Auge fixierend. „Raum elf ist frei. Ha!“ Er ging zu einer Tür, die Aki vorher nicht bemerkt hatte, holte einen Schlüsselbund heraus und schloss auf. Esra folgte ihm.

„H… halt! Was machen wir denn jetzt?“

„Vertrau mir“, sagte Esra. „Es ist sehr wichtig.“

Väterchen warf Aki einen Blick zu, der ihn ohne weitere Worte hinter Esra her trotten ließ. Hinter dieser Tür verbarg sich ein nur schwach beleuchteter Gang. Von diesem zweigten beinahe zwanzig Türen ab, die mit silbernen Nummern am oberen Rahmen gekennzeichnet waren. An Tür elf blieb Väterchen stehen, zückte wieder seinen Schlüsselbund und öffnete eine Tür, die eine Hand breit dick war. Fast wie eine Bunkertüre. Sie sah so bedrohlich und endgültig aus, dass Aki zurückwich. Väterchen lachte, packte Aki hart an der Schulter und stieß ihn hindurch. Taumelnd fing sich Aki wieder, als Esra schon durch die Tür getreten war. Sie schloss sich hinter ihnen und das übliche Klicken von vielen Schlössern erklang. Und dann war Stille.

Der Raum war recht klein. Wände, Boden und Decken hatten eine eintönige braune Farbe. Es gab keine Fenster. Von der Decke baumelte eine einzelne Glühlampe und in der Mitte des Raumes stand ein Tisch mit Schreibzeug, davor zwei Hocker. Sonst war der Raum leer.

„Willkommen im Raum des Schweigens“, sagte Esra und wies auf einen der Hocker. „Setz dich Aki, genannt Wegemeistersohn.“

Einen Augenblick zögerte Aki, dann ließ sich er sich nieder.

„Was, in Dogans Namen willst du eigentlich von mir?“, fragte er.

„Ich will mit dir reden“, sagte Esra schlicht und Aki schnaubte. Das Mädchen lachte herzlich auf und plötzlich kam sie Aki älter vor. Eine energische Frau, die sich aus einem geheimen Grund köstlich amüsierte. Ihr Gesicht war fein und nur ihr Mund mit dem schiefen Lächeln erinnerte Aki an Raik. Sie hatte große und strahlende dunkle Augen. Ihr pechschwarzes, gewelltes Haar reichte bis zu ihrem Bauch. Sie bewegte sich leichtfüßig und fließend. Die Arme im Rücken verschränkt, tigerte sie vor Aki auf und ab.

„Weißt du, ich will wirklich nur mit dir reden. Und es gibt keinen besseren Ort dafür als die Räume des Schweigens im Hause Liga.“

„Was ist das hier?“

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