Janina Julklapp - Litho

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Litho, die geheimnisvolle, umtriebige Stadt in der Mitte des Inselkontinents Asthenos wird von zwei Morden und der Droge Splitterlauf erschüttert. Selbst die Falkenauten, die vom Tempel aus über die Stadt wachen, sind machtlos. Steckt längst vergessen geglaubte Hexerei dahinter?
Aki, genannt Wegemeistersohn, stolpert als nordländischer Flüchtling in das Gewirr aus Intrigen und Verrat. Auch das Leben der rebellischen Filmliebhaberin Frida Iringa gerät nach dem Attentat auf ihren Freund aus den Fugen. Die Wege von Aki und Frida kreuzen sich an unvermuteter Stelle. Gemeinsam verfolgen sie eine Spur, die weit in die düstere Vergangenheit des Kontinents reicht.

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„Doch, manchmal schon…“, sagte Edgar ohne nachzudenken.

„Glauben Sie, Vonnegut?“

Edgar zuckte zusammen. Klirrend fiel der Schlüssel auf den Kies. Langsam drehte er sich um.

„Oh“, grüßte Edgar verstimmt. „Herr Mendax.“

Der Herr des Hauses Mendax, der das Varieté Oberstadt gebaut hatte und außerdem einige Theater und Lichtspielhäuser betrieb, stand breit grinsend hinter Edgar und Berta.

Er war ein Mitglied des Stadtrates und in der Oberstadt genauso berühmt wie gefürchtet. Man hielt es für das Beste, sich von Mendax möglichst fern zu halten. Vielleicht rührte diese Angst daher, dass Mendax, der über alle Vorgänge in seinen Vergnügungsetablissements genau Bescheid wusste, über das Privatleben vieler Oberstädter delikate Details angesammelt hatte. Natürlich sprach er nie davon. Keiner wunderte sich, wie es dem armen und unbekannten Gehilfen einer Schaustellerfamilie aus dem Südland innerhalb von wenigen Jahren gelungen war, zum reichsten und mächtigsten Mann in Litho zu werden. Mendax war groß und schmal. Meist war er nach der neuesten Mode gekleidet. Heute trug er einen langen, grünen Mantel, einen schwarzen Zylinder und einen Stock mit einem silbernen Falkenkopf. Sein Gesicht erinnerte Edgar an einen Pantomimen, wegen der Blässe, dem breiten Mund und den schwarzen, blitzenden Augen. Er glich – so kam es Edgar an jenem Morgen vor – viel eher einer Figur aus dem Theater als einem realen Menschen. Wie gewöhnlich sprach er langsam und amüsiert:

„Ein Ratsherr der den Dogan in Frage stellt… Netter Skandal, wie? Hoffentlich hat das niemand gehört.“

Er lachte, nahm seinen Zylinder ab und sah Berta an, die verweint hinter Edgar stand und seine Hand hielt.

„Ich habe nicht den Dogan in Frage gestellt, sondern die Falkenauten“, sagte Edgar schwach.

„Das ist durchaus dasselbe!“

Mendax sah ausgesprochen fröhlich aus und schwieg. Edgar ärgerte sich. Wenn er nur gewartet hätte, bis sie im Auto saßen. Dann hätte er abfällig über den Dogan sprechen können und niemand hätte es mitbekommen. Mendax… Aber es passte. Mendax war immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

„Was willst du von mir?“, fragte Edgar ungehalten.

Endlich wandte Mendax den Blick ab und es schien als gelte seine Aufmerksamkeit plötzlich kilometerweit entfernten Dingen.

„Genau wie du, lieber Edgar, habe ich mir die Frage gestellt, was an den… sagen wir, Märchen dran ist, die hier herumgeistern.“

„Ich weiß nicht mehr als du auch.“

Mendax Mundwinkel krümmten sich etwas nach unten, doch Edgar hatte nicht den Eindruck, dass seine Laune sich verschlechtert hätte.

„Da haben wir einen ermordeten Falkenaut und einen, der abgehauen ist. Der Tempelherr wurde seit mindestens einer Woche nicht mehr in Litho gesehen. Und dann diese haarsträubende Geschichte mit Adam Rothaars Sohn. Die Oberstadt wird unruhig, mein Freund.“

Edgar bemühte sich, tief durchzuatmen.

„In Litho werden ständig Leute angegriffen. Und getötet. So ist das Leben.“

Ein Leuchten ging über Mendax Gesicht, als hätte Edgar endlich den Punkt getroffen, an den er gelangen wollte.

„Natürlich! Ja! Das ist Litho! Aber für gewöhnlich sind das Graufelle oder Unterstädter. Jedoch ein Falkenaut und der Sohn eines Ratsherrn… Ich denke, das hatten wir seit vierzig Jahren nicht mehr.“

Die Blicke der beiden Männer trafen sich. Edgar erbleichte und flehte zu allen Göttern, Falken und Wichteln, dass er es schaffen würde, sein Gesicht unter Kontrolle zu halten. Was wusste Mendax? Der Herr des mächtigen Hauses drehte sich mit einem kurzen Gruß und einem strahlenden Lächeln um und spazierte davon.

Edgar blieb fassungslos stehen und sah ihm nach. Gedanken rasten an ihm vorbei, Erinnerungen, dunkle Vorahnungen. Wenn ich nur wüsste , grübelte Edgar, wo er steckt … Eine kleine angstvolle Stimme neben ihm riss ihn aus seiner Erstarrung.

„Werde ich auch getötet?“

Verdammte Yetunde, Ruth wird mich bei lebendigem Leib häuten , dachte Edgar.

Im Raum des Schweigens

Als Aki am nächsten Morgen erwachte, war die Sonne schon aufgegangen. Das Haus war still und ihn hatte die beginnende Hitze des Dachbodens geweckt. Bevor er es wagte, das Haus zu verlassen, stand er lange am Fenster und sah hinüber zu seinem Lagerhaus. Erst als er sich sicher war, dass dort keiner wartete und niemand in der Umgebung ihn beobachtete, ging er auf Zehenspitzen und geduckt die Treppen hinunter. Er verharrte für einen kurzen Moment vor der Kammer des Mädchens mit den Locken. Aki konnte wieder keine Menschenseele wahrnehmen und verließ das Haus. So schnell er konnte und, wie er hoffte, ohne zu verdächtig auszusehen, lief er davon. Er ließ die Straße hinter sich, das Viertel und ging nach Südwesten. Vage erinnerte er sich, dass dort eines der beiden wichtigsten Stadttore sein musste von dem Raik sehr oft gesprochen hatte. Vielleicht hatte jemand Raik dort gesehen. Einen anderen Plan hatte Aki nicht. Das Lagerhaus, in dem Aki gelebt hatte lag nahe am Hafenviertel. Nicht weit vom Aphel entfernt. Und das Viertel im Südwesten der Unterstadt, dass er mehr durch Glück als Verstand am späten Vormittag erreichte, war einzigartig in Litho. Es war das Viertel der Händler und es trug einen eigenen Namen: Govina.

Schon die Straßen in Govina waren anders als im restlichen Litho. Während das Hafenviertel von einem geradlinigen Wegeverlauf durchzogen war und sich diagonal und parallel am Verlauf des Aphels orientierte, hatte das Straßenmuster in Govina keinen erkennbaren Sinn. Die Wege zogen sich krumm und verschachtelt durch ein Meer von ebenso krummen und verschachtelten Häusern. Manche Straßen waren gepflastert, andere waren nur aus fest gestampfter Erde. Doch damit nicht genug: Die Häuser in Govina waren viele Stockwerke höher als im Hafenviertel. Und so hatten die Bewohner Stege und Brücken hoch über dem Boden gebaut. Wenn man nach oben sah, so blickte man auf ein Gewirr von Hängebrücken, die knarrten und schwankten und sich bogen. Überall standen Wegweiser, die in jede erdenkliche Richtung weisen konnten, auch senkrecht nach oben: – USMANI Litho-U. Öle Stoffe Gewürze. Alles halber Preis NUR JETZT! – Vierter Stock, Haus Schaar, blaue Treppe . Zwischen den Häusern und Brücken waren Seile aufgespannt, an denen bunte Wäsche trocknete. Die Bewohner liefen aufgescheucht durcheinander, als gäbe es in ihrem Leben keinen Platz für Ruhe und Bedacht. Aki drehte den Kopf hin und her und versuchte, möglichst viel auf einmal zu sehen. Er war sich sicher, dass, von allen Orten in Litho, Govina derjenige war, an dem man ihn am wenigsten finden und verfolgen konnte. Die Menschen liefen von einem Laden zum anderen. Die Frauen trugen schwere Körbe. Auf offener Straße wurde gezankt und gefeilscht. Um einen dicken kahlen Mann herum hatte sich eine kleine Menge versammelt und seine leiernde Stimme dröhnte zwischen den aufgeregten Worten der anderen hindurch: „Stählerne Messer, gute Messer, scharf, für alles stabil, unzerbrechlich, zum Schneiden, Kochen, Halsabschneiden! Nur hier, nur heute, nur jetzt für Sie an den Höchstbietenden, drei Silbermünzen Mindestgebot! Leute, kauft nur heute, nur jetzt…“

Es gab nichts, was es nicht zu kaufen gab. Handel um Handel, Geschäfte und Läden für Essen, Kleider, Schmuck, Waffen, Möbel, Teppiche, Bücher, Lampen, Parfum, Gerätschaften, Überfluss. Niemals hatte Aki so etwas zuvor gesehen. Mit offenem Mund ging er die Straße entlang. Hie und da wurde er von Vorbeihastenden angerempelt.

An einer Straßenkreuzung hatte sich eine größere Menschentraube gebildet. In der Mitte standen zwei Männer. Der eine war splitterfasernackt, nur die Schuhe hatte er an den Füßen. Der andere hielt eine in der Sonne glänzende und reflektierende Rolle hoch, damit jeder sie sehen konnte. Die Frauen in der ersten Reihe kreischten, kicherten und johlten, die Männer stießen höhnische Rufe aus.

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