Janina Julklapp - Litho

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Litho, die geheimnisvolle, umtriebige Stadt in der Mitte des Inselkontinents Asthenos wird von zwei Morden und der Droge Splitterlauf erschüttert. Selbst die Falkenauten, die vom Tempel aus über die Stadt wachen, sind machtlos. Steckt längst vergessen geglaubte Hexerei dahinter?
Aki, genannt Wegemeistersohn, stolpert als nordländischer Flüchtling in das Gewirr aus Intrigen und Verrat. Auch das Leben der rebellischen Filmliebhaberin Frida Iringa gerät nach dem Attentat auf ihren Freund aus den Fugen. Die Wege von Aki und Frida kreuzen sich an unvermuteter Stelle. Gemeinsam verfolgen sie eine Spur, die weit in die düstere Vergangenheit des Kontinents reicht.

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Verzweifelt griff Frida mit beiden Händen in ihre Haare. Samuel, der Graufell, legte den Kopf zur Seite und sah ihr offen ins Gesicht. Seine Mundwinkel zuckten leicht.

„Alles deine Schuld…“

Für einen eigentümlichen, kurzen Augenblick war sich Frida sicher, dass Samuel in Lachen ausbrechen würde. Dann zog er die Beine an, legte seinen Kopf auf die Knie und verbarg sein Gesicht. Frida fühlte, wie eine angenehme Taubheit sich über ihre Arme und Beine legte. Sie musste versuchen, ihre Nerven zu bewahren. Was konnte sie einem unbekannten Graufell anvertrauen? So wenig wie möglich, wie Frida schon als Kind auf der Straße gelernt hatte.

„Kurz gesagt, ist das passiert: ein Freund von mir wurde überfallen und schwer verletzt. Die Stadtwache glaubt, dass ich das gewesen wäre, weil ich mit ihm zusammen war. Ich kann nicht beweisen, dass es wer anders war und jetzt haben sie meinen Vater mitgenommen.“

Gedämpft bellte die Stimme des Graufells zu ihr durch. „Und, warst du es?“

„Nein!“, sagte Frida scharf. „Ich war es nicht.“

„Und du kannst nicht zur Stadtwache und die Wahrheit sagen warum?“

„Weil…“ Frida rang nach Worten. „Weil mein Freund ein Oberstädter ist und… na ja.“

Sollte sie erwähnen, dass sie Angst vor einer Anklage als Ketzerin hatte? Es war eine einfache Rechnung: Wenn Samuel religiös war, dann würde er ihr, der Ketzerin, nicht mehr helfen. Wenn er nicht gläubig war, dann würde er ihr, der Ketzerin, zwar helfen. Aber es bestand die Gefahr, dass er sie an die Stadtwache verkaufte. Das auf Ketzer ausgesetzte Kopfgeld war das Höchste. So oder so: Es war immer am besten, nicht über Religion zu sprechen. Sie handelte sich nur Ärger damit ein. Und auf die Hilfe von Samuel konnte sie im Moment nicht verzichten.

Samuel hob den Kopf, seine Augen waren weit aufgerissen. „Ein Oberstädter? Ist das ernst? Aber warte…“, erregt beugte sich Samuel nach vorne. „Du redest von David Rothaar.“

Es war keine Frage. Frida nickte. Und da begann Samuel zu lachen. Er warf seine zottigen Haare zurück und johlte gegen den Himmel. Tränen liefen aus seinen schwarzen Augen.

„He! Was soll das? Bist du wahnsinnig? Wie kannst du lachen!“

Zornig sprang Frida auf. Da beruhigte sich der Graufell und fuhr mit einem schmutzigen Ärmel über sein Gesicht. Seine Miene war halb ernst, halb zynisch als er sagte: „Du bist schon tot, weißt du das?“

Zornig warf Frida den Apfel, den sie in der Hand hielt, in den Fluss. Er flog in einem flachen Bogen und platschte ins trübe Wasser.

„Zum Dogan noch mal, ich weiß, dass ich so gut wie tot bin! Warum, denkst du, stehe ich hier? Willst du dich über mich lustig machen?“

„Nicht fluchen“, sagte Samuel scharf. „Du stehst hier, weil du sehr, sehr dumm warst, Frau Frida. So dumm. Ein Rothaar… das ist gefährlich für Menschen wie uns.“

Die Sonne war hinter die Bäume am Fluss gewandert und die Schatten zeichneten lustig hüpfende Muster auf Gesicht und Hemd des Graufells.

„Kann ja jetzt nichts mehr ändern. War ich eben dumm. Und? Was soll ich machen?“

Unruhig begann Frida, im Kreis herum zu laufen. Das trockene, gelbe Gras unter ihr würde bald nachgegeben haben und die Erde würde hindurchscheinen. Litho schrie nach Regen.

„Geh fort“, sagte Samuel.

„Nein“, antwortete Frida.

Samuel lächelte. „Wegen deinem Vater. Obwohl er dir anders befohlen hat?“

„Mein Vater befiehlt mir nichts“, sagte Frida steif.

„Oho!“ Samuels Augen blitzten. „Da ist noch was anderes, Frau Frida. Nicht? Mit deinem Vater. Du bist böse auf ihn. Warum?“

Frida gefror. Für einen Moment stand sie still da. Samuel wartete. Zögernd kamen die Worte von Fridas Lippen.

„Als ich klein war, wurde meine Mutter ermordet. Seitdem versuche ich herauszufinden, wer das getan hat und warum. Und mein Vater… mein Vater könnte mir helfen. Aber er will es nicht. Er hat alle Fotos von Mutter verbrannt und er hat alle ihre Sachen weggegeben.“

„Das ist böse“, brummelte Samuel, als Frida nicht weitersprach.

„Es ist ungerecht“, sagte Frida. „Ich weiß nicht einmal, wo meine Mutter herkam. Sie hat nur mal erwähnt, dass sie nicht in Litho geboren worden ist. Ich meine, schau mich an!“

Frida griff in ihre schwarzen Locken.

„Sehe ich aus wie eine Nordländerin? Nicht mit den Haaren! Mein Vater ist Südländer, er ist dunkel wie ich. Ich bin auch dunkel aber ich habe graue Augen, Nordlandaugen!“

Samuel lächelte und schüttelte den Kopf, so dass Strähnen seines langen Haares in das Gesicht fielen. „Ja, hast du. Und weiter? Du bist ein Gemisch, hörst du? Aber das gibt es heute viel in Litho. Das ist nicht wichtig und nicht besonders.“

Eine tiefe Zornesfalte grub sich in Fridas Gesicht. Sie ließ sich wieder auf den Boden fallen. Die Herkunft ihrer Mutter verfolgte Frida mehr als alles andere. Sie war sich sicher, dass dort der Schlüssel zu ihrem Tod lag.

„Vor einem halben Jahr“, sann Frida, „war ich immer wieder als Tagelöhnerin im Stadtarchiv Unterstadt. Putzen und sortieren. Ich dachte, dass ich dort was finden könnte. Und das habe ich auch! Ich habe den Vermerk gefunden, dass vor fast zwanzig Jahren Agnes und Jon Iringa geheiratet haben. Sonst nichts.“

„Was ist daran so besonders?“

„Das Besondere ist, dass dieser Hochzeitsvermerk der einzige unter tausend anderen war, in dem weder der Mädchenname der Frau, Geburts- oder Wohnort des Paares oder der durchführende Falkenaut genannt wurde. Damit bin ich zu meinem Vater gegangen. Und er…“

„Was hat er getan?“

Fridas Stimme zitterte. „Er riss mir das Papier aus der Hand und warf es in den Ofen. Als ich es wieder rausholen wollte, hielt er mich fest. Wir kämpften und mein Vater schlug mich mit der flachen Hand. Da habe ich das Haus verlassen.“

Den Mund seltsam verzerrt sah Samuel auf.

„Hast du dich eines Tages gefragt, ob dein Vater es war?“

Heftig zuckte Frida zusammen. Dieser Graufell war schlau und feinfühlig. Sie musste sich in Acht nehmen. „Natürlich. Oft. Aber die Antwort ist einfach. Wenn Jon meine Mutter geliebt hat, dann hat er sie nicht getötet.“

„Und er liebte sie?“

„Ja.“

Still saßen beide nebeneinander da. Samuel wagte offenbar nicht, weiter zu fragen oder er hatte das Interesse verloren. Eine Zeitlang schloss er die Augen und schien zu schlafen. Leise rauschte der Fluss Aphel und verbreitete seinen beißenden Geruch.

„Du willst deinen Vater befreien, ja?“, fragte Samuel plötzlich unter geschlossenen Lidern. Frida nickte schwerfällig. Ihre Schläfen begannen dumpf zu pochen. Da war er, der nächste Schritt. Dieser Graufell hatte ihn einfach ausgesprochen. Ihren Vater befreien, ja, das war der nächste Schritt.

„Und du willst wissen, wer deine Mutter getötet hat? Und du musst beweisen, dass du nicht deinen Freund angegriffen hast. Das ist viel. Das ist Großes, nicht einfach. Vielleicht helfe ich dir.“

Überrascht sah Frida den Graufell an.

„Warum solltest du das tun?“, fragte sie feindselig. Und, nach einer Pause: „Wer bist du?“

„Ich bin…“, Samuel grinste. „Nur ein Graufell. Ein armer Südländer, der sich viel erhofft hat in der Stadt aus Gold und Edelsteinen und der gescheitert ist. Der große Dogan hat mir aber eine Gabe geschenkt, weißt du. Die Menschen erzählen mir zu viel. Das ist gut für mich und schlecht für die Menschen.“

Er streckte seine Zunge heraus und verdrehte die Augen. Frida schreckte zurück. Wieder brach der Graufell in lautes Lachen aus, stand auf und sagte:

„Du magst meine Witze nicht. Ich gehe jetzt, komme später zurück. Bleib in der Nähe.“ Dann lief er davon.

Vorsichtig richtete sich Frida auf. Wie abrupt er das Gespräch beendet hatte. Frida wunderte sich über ihn. Dieser Graufell war grotesk aber intelligent. Frida war überzeugt davon, dass er seine helle Freude hatte an ihr und dem, was ihr passiert war. Wie ernst hatte er die letzten Worte gemeint? Vielleicht verkaufte er sie an die Stadtwache. Deshalb war er so plötzlich gegangen. Ja, vielleicht… Es war besser, wenn sie ein Stück fortging. Sie konnte sich alleine durchschlagen. Aber ihr Kopf tat weh, es war heiß und es stank.

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