Haiko Herden - Die Rote Gefahr
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Tim und «Die Rote Gefahr» sind bereit, das Land zu erobern… oder zumindest Hamburg. Doch es sind gleich mehrere elementare Probleme zu überwinden, und alle haben mit Mädchen zu tun…
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»Ey«, zischte der Typ plötzlich zu mir, »wir müssen jetzt das Bier verstecken. Steck dir zwei Dosen in die Unterhose, die tasten ab.«
Guckte ich entgeistert? Nein, ich glaube nicht. Aber in die Unterhose? Die Dosen sind doch kalt!
»Du musst die richtig zwischen die Beine stecken«, meinte der Typ und zeigte mir gleichzeitig, was er damit meinte, »da greifen die nur ganz selten hin. Ich stecke mir auch zwei Dosen rein, dann haben wir vier Dosen da drin. Da haben wir 2 Mark gespart. Ist doch knorke, was? Knorke, das sagt ihr Berliner doch immer, oder?«
Wir steckten uns also beide je zwei Dosen in die Unterhose, die verbliebene fünfte Dose teilten wir uns schnell, dann ging ich an die Kasse und holte zwei Karten. Inzwischen waren mir auch die Eier abgefroren, man glaubt gar nicht, wie viel Kälte so eine Bierdose in einer frostigen Märznacht so abgeben kann, es war alles so zusammengeschrumpelt, dass es weh tat. Und blau war es da sicherlich auch schon. Ich musste an den Physikunterricht denken und stellte mir vor, wie Eier und Bier sich temperaturtechnisch aneinander anglichen. 38 Grad Körpertemperatur und etwa 5 Grad Biertemperatur. Ließe ich die Dose also lange genug drin, würden Sack und Dose sich bei 16,5 Grad einpendeln, wenn ich mich nicht verrechnet hatte. Zu warm für Bier, zu kalt allerdings für Eier. Na ja, das war nur bloße Theorie...
Wir mussten etwas warten, da ein paar Leute vor uns gerade abgetastet wurden. Ich wurde etwas nervös, da die Türsteher das ziemlich gründlich taten, aber zwischen die Beine griff tatsächlich niemand. Wir hatten auch Glück, wir kamen problemlos durch und meine Begleitung zog mich in eine dunkle Ecke, wo wir dann beide die Dosen wieder an die Luft förderten. Ich hatte da unten wahrscheinlich einen Schaden fürs Leben erhalten, alles war schmerzhaft zusammenschrumpelt. Und das nur, um 2 Mark zu sparen. Egal, es hatte sich sicherlich gelohnt. Hinter uns waren zwei andere Typen, die offenbar den gleichen Trick kannten und Getränke aus ihren Hosen fingerten.
Die Band spielte natürlich schon, die Stimmung war okay, die Leute tanzten Pogo wie die Irren, praktisch der ganze Saal, bis fast hinten zum Eingang hin.
»Was jetzt?«, schrie ich den Typen an, es war unglaublich laut.
»Kennst du ›PVC‹? Die sind aus Berlin, hab ich gehört«, schrie er mir direkt ins Ohr zurück.
»Klar, die kenn ich. Hab die auch schon live gesehen. Supergeil, das kann ich dir sagen.«
»Ja, aus Berlin«, sein Blick schweifte durch die Gegend, »lässig. Da gibt es viele Bands. In der Mauernstadt.«
Er stand mit offenem Mund und guckte rüber zur Bühne. Allzu intelligent wirkte er nicht, aber das war ja egal, Hauptsache nett.
»Und du? Kennst du Alfred Hilsberg?«, schrie ich ihm ins Ohr zurück. Wäre es nicht so laut und würde sein Trommelfell nicht eh schon so vibrieren, wäre es jetzt spätestens gerissen.
»Ich?«, er grölte zurück. »Nee, also kennen schon, aber nicht richtig kennen. Also ich habe den noch nicht getroffen oder mit dem gesprochen, aber ich kenne den schon. Also, nicht richtig. Ich weiß, wer das ist, hab schon gehört von dem. Aber ich kenne den nicht richtig. Eigentlich gar nicht. Hab nur den Namen vernommen. Und weiß, was der macht.«
»Der ist doch aus Hamburg. Schreibt Plattenkritiken!«
»Ja, ich spiele auch in einer Band übrigens.«
»Echt?«, ich war begeistert, »ich auch. Eigentlich nicht mehr, nein, ich hatte gespielt. In Berlin. Was machst du denn?«
»Gitarre natürlich. Und du?«
»Synthesizer natürlich. Ich habe einen MS-20, das neueste und genialste Teil überhaupt.«
»Da müssen wir noch mal drüber reden, aber später.«
»Ja, später. Ist echt zu laut zum Quatschen.«
»Hä?«
»Später.«
»Lass nachher reden.«
So schwiegen wir. Wir fanden uns ganz klar irgendwie sympathisch. Echt super, schon am ersten Abend in Hamburg einen Gleichgesinnten getroffen. Das fing wirklich gut an. Wir hörten uns das Konzert zu Ende an, ohne noch ein Wort zu sprechen oder uns anzugucken, ganz klar bahnte sich hier eine echte Männerfreundschaft an.
Der Auftritt war auch echt gut. Es gab sogar eine fette Schlägerei, die im Saal anfing und sich später auf den kleinen Platz vor der »Fabrik« ausweitete. Wir guckten uns das an und tranken Bier, das der Typ aus irgendeiner Getränkehalle schnell besorgt hatte. Mittlerweile war es schon 2 Uhr nachts, vielleicht sollte ich mal nach Hause gehen, morgen wird wirklich ein anstrengender Tag werden und ich würde garantiert einen schlimmen Kater haben, das war schon jetzt klar.
»Hey«, meinte ich zu dem Typen, »schreib mir doch mal eine Telefonnummer auf, vielleicht können wir ja mal was trinken.«
»Ja, ist gut. Trinken. Hast du einen Stift?«
Ich guckte in einer Tasche nach, doch: »Nee, hab ich nicht du?«
»Nee, guck doch noch mal nach?«
Ich guckte noch mal in einer Tasche nach, doch: »Nee, echt nicht.«
»Lass mal, treffen wir uns morgen wieder hier.«
»Okay«, meinte ich. »Bis dann dann.«
»Ja, bis dennimausi.«
Ich ging von dannen, schwankte nach Hause und hatte Glück, dass ich es wiederfand. Ich erkannte die Eckkneipe wieder und fand dann auch irgendwann die Haustür. Ich schlich mich in die Wohnung und hatte Glück, dass ich nirgendwo anstieß. War ja auch noch gar nichts in der Wohnung, an das man hätte stoßen können.
Wenn meine Mutter mitkriegen würde, dass ich erst so spät kam, würde sie Ärger machen. Meinem Vater wäre das wohl scheißegal, abgesehen davon, dass der nie nachts aufwachte und erst recht nie freiwillig aus dem Bett aufstehen würde.
Da fiel mir ein, dass ich gar nicht wusste, wie der Typ von vorhin überhaupt hieß. Ich war mir auch gar nicht sicher, ob ich ihn jemals wiedererkennen würde.
Es war mittlerweile halb vier. Ich mochte kein Licht anmachen, ich wusste nicht, in welchem Zimmer meine Eltern sich niedergelassen hatten, denn die Möbel waren ja noch nicht gekommen. Ich schlich mich im Dunkeln in mein Zimmer, schloss die Tür und machte erst einmal die Lampe an. Meine Eltern hatten mir eine Luftmatratze hingelegt, doch leider war die noch nicht aufgepustet. Das war wohl ihre kleine Strafe, weil sie es nicht gut fanden, dass ich mich schon am ersten Abend aus dem Staub machte. Ich hatte leider auch keinerlei Lust, das Ding aufzupumpen, obwohl der Püsterich schon in Position stand. Ich war einfach zu blau dafür und packte mich auf die luftlose Matratze, damit es wenigstens ein bisschen weich war. Als ich kurz darauf wieder wach wurde, merkte ich, dass ich vergessen hatte, das Licht auszumachen. Das war mir auch egal, dieser ganze Umzug deprimierte mich irgendwie.
Ich wäre viel lieber in Berlin geblieben. Besonders dass ich alle meine Freunde zurücklassen musste, war scheiße. Und dann war da noch Berit, meine Freundin. Auch die war in Berlin geblieben. Ich glaubte ja nicht, dass das geht, aber sie war überzeugt davon, dass wir eine Fernbeziehung führen könnten. Sie liebte mich sehr, das beteuerte sie mir ständig, und sie zwang mich auch am laufenden Band, ihr die unterwürfigsten Liebesschwüre zu hauchen. Gott, wie peinlich. Ich hatte ihr angedeutet, dass ich nicht daran glauben würde, dass es auf diese riesige Entfernung klappen könnte, doch sie war nicht davon zu überzeugen, dass unsere Liebe den Bach runtergehen würde. Elende Romantikerin. Sie wollte mir täglich einen Brief schreiben. Um Himmels willen, dann würde Montag ja schon der erste kommen. Brauchen Briefe durch die DDR nur einen Tag? Und das Schlimme war, dass sie Antworten darauf wollte.
Kurz bevor ich wegdämmerte, musste ich noch an meine Freunde denken. Da waren Matthias, Ali, Knut und noch jemand, dessen Namen mir grade nicht einfiel. Wir waren eigentlich sehr gute Freunde, doch auch da war ich überzeugt davon, dass es nicht halten würde. Niemand kann einen regen Kontakt über 300 oder gar 350 Kilometer aufrechterhalten, das war unmöglich. Besonders dann nicht, wenn auch noch ein gutes Stück gruselige DDR dazwischen lag. Mir kam aber eine tolle Idee, um diese These mal zu überprüfen: Ich würde mich bei keinem dieser Leute melden, ich würde warten, bis die sich melden, erst dann würde ich mich auch melden. Mal gucken, wie schnell die mich vergessen. Ich hatte ihnen meine Adresse in der Stresemannstraße hinterlassen, und da mein Vater sich schon zeitig darum gekümmert hatte, wusste ich auch bereits die neue Telefonnummer, die ich ihnen gegeben hatte. Wenn sich dann einer per Brief oder Telefon melden würde, wüsste ich, dass vielleicht eine Chance besteht, die Freundschaft aufrecht zu erhalten. Ihr kapiert? Ich war gespannt, wer der erste sein würde. Ich tippte auf Matthias, denn Ali und Knut waren meist zu besoffen. Und der andere war eh nur so ein Mitläufer. Mir fiel sein Name grade wieder ein: Trottel. So hatte Ali ihn jedenfalls hin und wieder genannt.
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