Karin Spieker - Im Bann der Quelle

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Die magische Quelle sorgt dafür, dass Luise und ihre Freunde alles haben können, was sie sich wünschen. Aber dafür zahlen sie einen hohen Preis: Der Rat von Südental regelt das Leben aller Dorfbewohner. Freundschaften außerhalb Südentals sind streng verboten. Und niemand darf Südental den Rücken kehren. Mysteriöse Todesfälle ereignen sich, wann immer jemand die Regeln der Quelle missachtet. Luise passt sich an – bis ein Neuer an ihre Schule kommt: Leander. Versehentlich liest sie seine Gedanken und auf einmal schlägt ihr Herz Purzelbäume. Sie muss sich entscheiden: zwischen dem Leben, das sie kennt, und ihrer großen Liebe… Luxus oder Freiheit – was würdest du wählen?
(aktualisierte und überarbeitete Neuauflage des Romans «Das Geheimnis der Quelle» von Karin Marold)

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Als ich Sina meinen Standpunkt erklärte, schnaubte sie nur verächtlich.

„Trotzdem sind die Gedanken ja gedacht worden, oder nicht? Wenn ich in Sofies Kopf lese, dass sie meine Haare potthässlich findet, dann findet sie sie doch wohl potthässlich!“

„Ja, aber das würdest du doch ohne die Gabe nie erfahren!“, jaulte ich und war schon wieder froh, dass Sina meine Gedanken nicht lesen konnte. Ich fand Sinas Haare im Moment auch sehr gewöhnungsbedürftig. Sie hatte sich drei blonde Strähnen in ihre dunkle Mähne gefärbt und das Ergebnis erinnerte an ein Zebra, um es niedlich auszudrücken. Ehrlich gesagt: Meine erste Assoziation war ein Misthaufen gewesen.

Ein letztes Mal versuchte ich, Sina ein wenig Mitgefühl für ihre Opfer zu vermitteln: „Ich stelle mir halt immer vor, ich wäre diejenige, deren Gedanken manipuliert würden, und ich käme dahinter. Ich wäre völlig fertig. Ich würde mich so ausgenutzt fühlen.“

Sina zog verächtlich die Augenbrauen in die Höhe. „Was du dir immer für Gedanken machst … Kommt ja keiner dahinter! Genieß dein Leben und grübel nicht so viel! Das Wetter ist übrigens gigantisch heute! Ich schätze, dass Max heute Abend wieder sein Open-Air-Kino öffnet. Kommst du auch?“

Ich ließ es gut sein. Sina war eben total pro Südental. Ich würde sie nicht bekehren, wahrscheinlich hatte sie in ihrer ganzen Kindheit keinen einzigen dorfkritischen Satz gehört.

Wir wandten uns für den Rest der Strecke Sinas Lieblingsthema Max zu. Max war ein Jahr älter als wir – siebzehn also – und seit einigen Wochen der Nabel von Sinas Welt. Seit er und Hanna offiziell auseinander waren, himmelte Sina ihn unverhohlen an. Meiner Meinung nach genoss er ihre Aufmerksamkeit zwar, hing aber nicht wirklich am Haken. Aber das war nur meine Meinung und ich würde mich hüten, Sina ihre Illusionen zu rauben.

Was wusste ich schon! Meine Erfahrung mit Jungs beschränkte sich auf die zwei Tage um Ostern herum, an denen ich mit Paul Händchen gehalten hatte, eine ziemlich alberne Aktion, da weder Paul noch ich auch nur im mindesten ineinander verknallt waren. Die ganze Sache hatte sich eher zufällig bei einem Filmabend ergeben und ich schätzte, wir wollten beide einfach nur endlich zu den „reifen“ Jugendlichen in Südental gehören, die in einer Beziehung lebten. Was soll ich sagen – nachdem wir uns rund achtundvierzig Stunden lang beide in Grund und Boden geschämt hatten, machten wir „Schluss“ und waren einfach wieder gute Freunde.

Diese bizarre Episode machte mich sicher nicht zu einer Kapazität in Sachen Liebe!

Natürlich hatte ich darüber hinaus bereits ausführlich Erfahrungen aus „dritter Hand“ gesammelt, wenn ich versehentlich in die romantischen oder sexuellen Phantasien Fremder geraten war. So etwas ließ sich leider nicht vermeiden, wenn man in die Köpfe anderer Leute einstieg. Viele Menschen denken praktisch immerzu an Sex. Die Jungs in unserer Klasse beschränkten sich dabei meist auf ausführliche Phantasien über die Brüste ihrer Mitschülerinnen – eher witzig, wenn man dort hineingeriet. In den Gedanken mancher älterer Menschen war ich allerdings schon auf Sexphantasien gestoßen, bei denen ich mir überlegt hatte, ob ich nicht doch lieber ins Kloster gehen sollte.

Egal, das alles hatte bislang wenig mit mir und meinen Empfindungen zu tun. Und mit „Liebe“ noch viel weniger.

Aber wie gesagt: Was wusste ich schon …

Ich ließ Sina reden und machte an den richtigen Stellen zustimmende oder ablehnende Geräusche.

Während Sina so plapperte, dachte ich weiter über mein eigenes unzureichendes Liebesleben nach. Ein bisschen beneidete ich sie um ihre Zuneigung zu Max, denn in letzter Zeit fragte ich mich oft, ob ich mich je richtig verlieben würde.

Die Dorfregeln verlangten, dass wir Südentaler Mädchen uns mit Südentaler Jungs zusammentaten. Das kollektive Geheimnis ließ sich so am besten wahren, Beziehungen in andere Dörfer wurden nur äußerst selten genehmigt.

Wenn ich mir die Südentaler Jungs allerdings so ansah …

Nun, ich hoffte einfach, dass ich mit der Zeit für einen von ihnen mehr als freundschaftliches Interesse entwickeln würde.

Ich hatte einen herrlich faulen Nachmittag im Garten hinter mir, als ich mich gegen Abend zu Max aufmachte.

Sina hatte richtig vermutet: Auch heute hatte er in sein neues Open-Air-Kino eingeladen. Der wahnwitzig leistungsstarke Beamer war Max’ neuestes Spielzeug, erst vor zwei Wochen hatte er vom Rat die Erlaubnis zur Anschaffung erhalten.

Max hatte einen geradezu skandalösen Rabatt im Elektrofachmarkt in Papenbrück erzwungen, indem er den Verkäufer hatte glauben lassen, das Gerät wäre defekt. Am Ende war der arme Mann froh gewesen, dass Max überhaupt noch etwas für das vermeintlich schrottreife Gerät bezahlt hatte.

So oder so ähnlich lief es immer ab, wenn wir Südentaler „einkauften“.

Im Kleinen fiel das nicht weiter auf. Über ein T-Shirt, das sie wegen eines Stofffehlers reduziert abgegeben hatte, dachte eine Verkäuferin nach Feierabend nicht mehr nach. Oder über ein Netz Äpfel, das sie verschenkt hatte, weil die Äpfel ihr plötzlich schon reichlich angegammelt schienen. So etwas gehörte für jeden, der im Verkauf arbeitete, zum Alltagsgeschäft.

Mit Luxusgütern war das allerdings etwas anderes. Ungewöhnliche Rabattierungen blieben hier nie unbemerkt.

Größere Anschaffungen wurden deshalb, sofern die Gabe eingesetzt werden sollte, sorgfältig vom Rat geplant. Der Rat bestimmte den Zeitpunkt und den Ort der Gedankenlenkung. Es musste schließlich vermieden werden, dass mehrere Südentaler im gleichen Laden – womöglich mit dem gleichen Verkäufer – kurz nacheinander die gleiche Nummer abzogen. Man musste um jeden Preis verhindern, dass sich ein Verkäufer fragte, warum die größten Rabatte in der Geschichte seines Ladens immer in einem Zustand leichter Verwirrung erteilt wurden und immer an die Südentaler gingen.

Aus dem gleichen Grund durften wir unser Gegenüber grundsätzlich nicht zwingen, uns etwas zu schenken. Das hätte jeder Verkäufer schon wenige Minuten nach der Manipulation so seltsam gefunden, dass er noch lange ausführlich über seine Beweggründe gegrübelt hätte. Und grübeln sollten – durften unsere Opfer nicht!

In meiner Familie bezahlten wir für die meisten Dinge einfach den vollen Preis. Das hatte den Vorteil, dass wir nicht immer wieder auf Freigaben vom Rat warten mussten.

Außerdem hatten wir – wie übrigens fast alle Südentaler – mehr als genug Geld. Meine Eltern hatten sich über die Jahre in Spitzenpositionen befördern lassen und alle ihre Gehaltsverhandlungen waren – oh Wunder, oh Wunder – sehr zu ihren Gunsten ausgefallen.

So machten es alle berufstätigen Südentaler.

Aber auch in Sachen Beförderungen und Gehaltserhöhungen achtete der Rat darauf, dass verdächtige Häufungen vermieden wurden. Mehr als zwei Südentaler arbeiteten nie im selben Betrieb und der Rat verteilte die Dorfbewohner sorgfältig über diverse Berufe in allen möglichen Branchen, in denen längere Geschäftsreisen nicht nötig waren, damit sich kein Netz aus misstrauischen Kollegen bilden konnte.

Natürlich war in der Gegend über die Jahrhunderte dennoch aufgefallen, dass leitende Positionen gerne mit Südentalern besetzt wurden. Dass geheimnisvolle Kräfte daran schuld sein könnten, darauf war allerdings noch keiner gekommen.

In den umliegenden Dörfern standen die Südentaler in dem Ruf „sehr fleißig“ und „furchtbar ehrgeizig“ zu sein. Ein guter Witz, oder? Dabei waren wir Südentaler einfach nur besonders manipulativ!

Ganz Südental war auf Unauffälligkeit getrimmt. Unauffällig. Das war ein wichtiges Wort in unserem Dorf.

Es gab nicht ein einziges interessantes Gebäude in Südental, nicht eine idyllische Gasse, noch nicht einmal hübsche Vorgärten. Während ich durch die Straßen schlenderte dachte ich nicht zum ersten Mal, dass es kaum ein reizloseres Kaff auf der Welt geben konnte als Südental.

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