Gerhard Schumacher - Marrascas Erbe

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Jakob Zimmermann kommt 1932 nach Artà auf Mallorca, das Erbe des ihm unbekannten Xavier Marrasca anzutreten. Marrasca macht in einem persönlichen Schreiben an ihn einige mysteriöse Andeutungen über die Umstände des Erbes, was ihm umso verwunderlicher ist, da Marrasca um die Jahrhundertwende vor Canyamel ertrunken ist und Zimmermann gar nicht kennen kann. Zusammen mit zwei dem guten Leben zugetanen Geistlichen bemüht sich Zimmermann um Klärung und gerät immer tiefer in den Sog von Intrigen und Verbrechen um politische Macht und sehr viel Geld

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Natürlich gibt es auch die Eiferer, die Frömmler, die den Buchstaben wörtlich nehmen und sich für die Hüter von Moral und Gesetz halten. Bei denen gilt es aufzupassen, sie können unter Umständen gefährlich werden. Aber ansonsten funktioniert das System ganz ausgezeichnet. Bigott aber praktikabel. Oder meinen Sie wirklich, der Heilige Vater glaubt an alles, was er predigt? Wozu auch, er ist doch durch die Unfehlbarkeit doppelt und dreifach abgesichert. Das färbt natürlich auch auf die kleinen Lichter unserer Mutter Kirche, so wie ich eines bin, ab. Jedenfalls hier in meinem begrenzten Wirkungskreis.

Zum Glück, und jetzt verrate ich Ihnen ein offenes Geheimnis, denkt und handelt Don Basilio ähnlich. Wir nehmen uns übrigens auch gegenseitig die Beichte ab inklusive Absolution und Bußgebet. Man weiß ja nie, vielleicht ist doch was dran an dem ganzen Hokuspokus.

Perdó , den letzten Satz nehme ich zurück, möchte ich besser nicht gesagt haben, er ist mißverständlich oder auch nicht. Je nachdem wie man es sieht. Ich bitte Sie, legen Sie nicht alles auf die Goldwaage, was ich so daherrede, der Wein, Sie verstehen, der Wein ist ein schwatzhafter Geselle.“

Es war mir durchaus nicht klar, warum Don Remigio mir dies alles erzählte. Weder hatte ich ihn dazu aufgefordert, noch hat es sich aus dem Gespräch heraus so ergeben. Er wußte natürlich aus früheren Begegnungen von meiner eher kritischen Einstellung allen klerikalen Dingen gegenüber. Doch haben wir dies, genauso wenig wie seine professiò , zu keiner Zeit zum Gegenstand eines Gesprächs gemacht. Dazu war unser gegenseitiger Respekt, unsere Achtung füreinander zu groß, daß wir sie durch Lächerlichkeiten wie einen ideologischen Streit, zu gefährden dachten.

Wie wir am gestrigen Tag meiner Ankunft in der Bar El Ultim verabredet hatten, fand ich mich heute Morgen kurz nach 10 Uhr in den neben der Pfarrkirche gelegenen Privaträumen Don Remigios ein, um mir von ihm die genaueren Umstände meines Erbes erklären zu lassen.

Als ich in sein Arbeitszimmer kam, saß er am Schreibtisch über einige Papiere gebeugt, die er bei meinem Eintritt hastig zusammenschob. Auf einem Beistelltisch stand ein halbvolles Glas Wein, von dem ich annahm, es war nicht das erste, das der pare am heutigen Morgen getrunken hatte. Seine Augen leuchteten, Nase und Wangen glänzten rot durchädert. Kaum, daß ich über meinen Gruß hinauskam, wies mir Don Remigio mit einladender Geste einen Sessel zu und begann sofort ungefragt mit seiner Beichte, von der ich nicht wußte, was ich von ihr halten sollte.

Nachdem er den Rebensaft einen schwatzhaften Gesellen genannt hatte, bot er mir von eben diesem an, ich lehnte allerdings mit Hinweis auf die frühe Stunde ab und bat ihn, mir vom Ableben Dona Marias und dem Haus zu erzählen, das ich dank ihrer Güte nun mein Eigen nennen durfte.

„Dem zum Genuß Befähigten, meu amic , schlägt bekanntlich keine Stunde“, erging sich Don Remigio in Allgemeinplätzen und erklärte die frühe Stunde zum Weintrinken so gut wie die späte oder überhaupt eine, kramte ein Glas hervor und goß mir ungeachtet meines Widerspruchs ein.

„Was interessiert es den Wein, ob die Sonne am Himmel steht oder der Mond, wenn man die Flasche, die ihn umhüllt, öffnet? Das trifft übrigens auf alle anderen Dinge genauso zu. Die Sünde ist nicht auf die Dunkelheit der Nacht beschränkt und die gute Tat nicht auf das helle Licht des Tages. Nebenbei bemerkt kann man tagsüber fast noch besser schlafen als zu der als solcher deklarierten Nachtzeit. Ich jedenfalls.“

Er rülpste vernehmlich und kicherte daraufhin verlegen wie ein Kind, das beim Naschen erwischt worden ist. Ich war mir nunmehr ganz sicher, daß der pare vor dem aktuellen schon etliche andere Weingläser geleert haben mußte. Überhaupt kam mir seine so augenfällig zur Schau gestellte Fröhlichkeit recht aufgesetzt vor. Don Remigio, der zwar einem guten Tropfen nie abgeneigt, deswegen aber keineswegs dem Trunk verfallen war, benahm sich so ganz anders als wenige Stunden zuvor noch in der Bar El Ultim . Etwas mußte in der Zwischenzeit geschehen sein, das er hinter einer Fassade trunkener Sorglosigkeit vor mir zu verbergen suchte. Ich erinnerte ihn vorsichtig an den Grund meines Besuches.

„Ja, ja, die gute Dona Maria Marrasca, eine treue Tochter unserer Mutter Kirche und nie kleinlich, ganz gewiß nicht. Aber das merken Sie selbst ja derzeit am eigenen Leib. Ihr Mann, Don Xavier, war eine stattliche Erscheinung, ich habe ihn noch kennengelernt. Sein Tod ist jetzt auch schon gute dreißig Jahre her. Hier nannten ihn alle nur el corb , weil er stets schwarze Kleidung und einen gelben Hut trug und obendrein noch klug und listig wie ein Rabe war. Sie kennen doch sicher die guten Eigenschaften, die man den Raben nachsagt. Er war hochgeachtet, nicht nur in Artà, sondern in der ganzen Gegend, von Capdepera im Norden bis Manacor im Süden. Fragen Sie Don Basilio, der hat ihn besser gekannt als ich selbst.

Allerdings hat es auch einige Merkwürdigkeiten und, nun, sagen wir mal, Besonderheiten gegeben. Als Mann der Kirche habe ich mich damit natürlich nicht beschäftigt. Aber Sie wissen ja wie das ist mit dem Unerklärlichen, es hängt wie kalter Rauch in der Gardine, die Gerüchte darüber wird man nicht los.“

Er kramte in dem Papierstapel auf seinem Schreibtisch und zog dann einen Umschlag daraus hervor, den er einen Moment wie abwägend in Händen hielt und schließlich an mich weiterreichte.

„Das hier ist eine dieser Merkwürdigkeiten. Der Umschlag ist für Sie. Er enthält ein Schreiben von Don Xavier an Sie und die deutsche Übersetzung, ich habe sie in Palma ausfertigen und von einem notari beglaubigen lassen.“

Ich fuhr aus dem Sessel hoch und hätte dadurch beinahe das Weinglas umgestoßen.

„Ein Schreiben von Senyor Marrasca an mich? Unmöglich, als ich Artà zum ersten Mal betrat, war er schon weit mehr als zwanzig Jahre tot, er kann mich weder gekannt, noch überhaupt von meiner Existenz gewußt haben.“

Der pare schaute nun etwas verlegen auf seinen Schreibtisch. Er war von einem auf den anderen Augenblick stocknüchtern.

„Ich sagte ja bereits, es gibt da einige Merkwürdigkeiten, die ich nicht kommentieren kann. Das Beste wird es wohl sein, Sie nehmen es einfach so hin, wie es ist, und denken nicht weiter über unlösbare Lösungen nach.“

„Entschuldigen Sie, Don Remigio, das kann doch nicht Ihr Ernst sein. Mir schreibt ein Mann einen Brief, den ich über dreißig Jahre nach seinem Tod von Ihnen erhalte, ein Mann, der mich selbstverständlich nicht gekannt haben kann, zum Zeitpunkt seines Todes war ich noch ein kleiner Säugling im fernen Deutschland, ich wußte damals noch nicht einmal, daß es ein Land namens Spanien gibt, von Mallorca einmal ganz zu schweigen. Und ich soll das einfach so hinnehmen und nicht weiter darüber nachdenken? Das meinen Sie nicht so, wie Sie es gesagt haben. Wie ist er überhaupt gestorben, der gute Senyor Marrasca?“

Don Remigio räusperte sich und schob die Papiere auf dem Schreibtisch von der einen zur anderen Seite. Er schaute mir nicht in die Augen.

„Er ist ertrunken. Eines Nachmittags ist er bei Canyamel mit dem Boot aufs Meer hinaus gefahren, plötzlich kam Sturm auf, am nächsten Morgen haben Fischer die Reste seines Bootes zerschlagen vom Strand aufgesammelt. Seine Leiche hat man nie gefunden, das Meer hat Xavier Marrasca behalten. Ein Rabe kann eben nicht schwimmen.“

„Wenn ich Sie recht verstehe, Don Remigio, hat niemand den Leichnam von Senyor Marrasca gesehen, man vermutet lediglich aufgrund der Umstände, daß er tot ist. Genau wissen tut das aber keiner. Liege ich richtig?“

„So gesehen haben Sie natürlich recht, aber man kann zu 99% davon ausgehen, daß Don Xavier im Meer ertrunken ist. Er fuhr öfter mit seinem Boot hinaus, um zu fischen, das war nichts Besonderes. Nur der Sturm, der an diesem Nachmittag so plötzlich aufkam, war völlig ungewöhnlich, er hat sich durch nichts angekündigt, es konnte keiner ahnen. So ist es, unser mediterrani , es macht, was es will und vor allen Dingen, wann es will.

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