Gerhard Schumacher - Marrascas Erbe

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Jakob Zimmermann kommt 1932 nach Artà auf Mallorca, das Erbe des ihm unbekannten Xavier Marrasca anzutreten. Marrasca macht in einem persönlichen Schreiben an ihn einige mysteriöse Andeutungen über die Umstände des Erbes, was ihm umso verwunderlicher ist, da Marrasca um die Jahrhundertwende vor Canyamel ertrunken ist und Zimmermann gar nicht kennen kann. Zusammen mit zwei dem guten Leben zugetanen Geistlichen bemüht sich Zimmermann um Klärung und gerät immer tiefer in den Sog von Intrigen und Verbrechen um politische Macht und sehr viel Geld

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Sorgte ich in den ersten Tagen meines Aufenthalts noch für einiges Aufsehen unter den Einheimischen, ich vermutete dahinter sicherlich nicht zu Unrecht auch einige mündliche Aktivitäten meiner Zimmerwirtin Senyora Maria, gehörte ich doch schon bald zum täglichen Bild der Kleinstadt, die mich langsam aber unaufhörlich vereinnahmte.

Die Leute begannen mich in ihr Leben einzubeziehen, grüßten mich freundlich mit „bon dia“ und erkundigten sich „com va“ nach meinem Wohlergehen. Genau an dieser Stelle aber lag auch ein Problem, das ich vor meiner Ankunft nicht bedacht hatte. Noch in Deutschland hatte ich mich eines intensiven Studiums der spanischen Sprache befleißigt und sprach, wie ich in Barcelona und auf der Überfahrt feststellen konnte, immerhin soviel spanisch, daß ich einer einfachen Unterhaltung gut folgen konnte, worauf ich auch zu recht stolz war.

Auf Mallorca nun mußte ich feststellen, daß man hier nicht kastilisches Spanisch, sondern katalanisch sprach. Im Schriftbild war der Unterschied nicht unüberbrückbar, gesprochen handelte es sich beim Katalanischen um eine komplett andere Sprache. Um die Verwirrung nun vollständig zu machen, mußte ich darüber hinaus entdecken, daß gerade die älteren Einwohner untereinander weder spanisch noch katalanisch, sondern ein eigenes Kauderwelsch, mallorquin , sprachen, das weder mit dem einen noch mit dem anderen allzu viel zu tun hatte und das mir bis zuletzt völlig unverständlich blieb.

Dieser Umstand schränkte meine Integration in die kleine Gesellschaft der Bar El Ultim zunächst empfindlich ein, denn weder verstand ich die freundlichen Leute, die lachend auf mich einredeten, noch verstanden diese meine Entgegnungen, was die Kommunikation untereinander nicht einfacher machte.

Lediglich der capellà der Kirche, pare Remigio, ein Mallorquiner, der auf dem spanischen Festland studiert hatte, war in der Lage und nicht zu stolz, mit mir in der kastilischen Sprache zu parlieren und so blieb es nicht aus, daß wir uns über manchem Glas Rotwein und einer guten Zigarre nach und nach anfreundeten.

Senyor Remigio hatte die Mitte seines fünfzigsten Lebensjahrzehnts unlängst überschritten und angesichts dieser unumkehrbaren Tatsache beschlossen, fürderhin das Leben zu nehmen, wie es sich ihm nun einmal darbot. Jenen Teil der Freuden des menschlichen Daseins, den er bislang, jedenfalls seiner Meinung nach, nicht oder nur unzureichend zu genießen die Gelegenheit hatte, sah er mit diesem Zeitpunkt als erledigt an und faßte deshalb den Entschluß, sich fortan auf den Teil einzurichten, der ihm für die zweite Lebenshälfte angemessen und mit seinem Amt und der damit einhergehenden Würde und Autorität vereinbar schien. Obwohl pare Remigio sich mir gegenüber niemals, auch nicht in kleinsten Andeutungen, zum ersten Teil seiner Lebensfreuden äußerte, war ich mir intuitiv sicher, daß er diese ungeachtet seines geistigen Stands (und seiner Zweifel) zur Genüge und in vollsten Zügen genossen hatte, um sich ohne das Gefühl, Wesentliches versäumt zu haben, nun auf den anderen Teil des Genusses, den die Welt ihm zu bieten in der Lage war, konzentrieren zu können. Dieser Umstand machte ihn aus meiner Sicht zu einem angenehmen Gesprächspartner.

Durch die sprachliche Vermittlung Don Remigios gewann ich bald Kontakt zu anderen Persönlichkeiten des Städtchens, von denen in der ersten Reihe der alcalde , Senyor Jaume de Lamo, der metge , doctor Miguel Caravantes und der farmacèutic , Senyor Eusebio Estafan zu nennen sind. Ein besonderes Vergnügen bereitete mir die Bekanntschaft von Don Basilio, dem Pfarrer der Wallfahrtskirche Sant Salvador, der nicht nur in ähnlichem Alter war wir sein Pendant von der Pfarrkirche, sondern mir auch ähnlichen Geistes zu sein schien.

So traf es sich, daß wir allabendlich nach dem Nachtessen in der Bar El Ultim zusammensaßen, manche gute Zigarre rauchten und beim Wein der Tempranillotraube das mehr oder weniger aufregende Tagesgeschehen des kleinen Städtchens Artà durchhechelten.

Dabei störte es weder die beiden Geistlichen noch die anderen Senyores wenig, daß ich der alleinseligmachenden katholischen Kirche skeptisch bis abweisend gegenüberstand, noch ihr überhaupt angehörte. Ganz im Gegenteil hatte ich eher den Eindruck, sie genossen meine konträren Ansichten, die insgeheim wohl auch die ihren waren, was sie aber mit Rücksicht auf die Reputation im Städtchen nicht offen zugeben konnten.

Reihum luden mich die Honoratioren zu festlichen Anlässen in ihre Häuser, damit ich diese Feierlichkeiten im Kreise ihrer Familien feiern konnte und nicht alleine in meinem Zimmer rumsitzen mußte. Allmählich hatte ich mich auch in die katalanische Sprache eingearbeitet, das Mallorquinische jedoch blieb mir verschlossen und ich gab entsprechende Versuche schließlich entnervt auf.

In der Mitte des Januars begehen die Einwohner das mehrtägige Fest Sant Antoni mit Umzügen, viel Musik und nächtlichen Lagerfeuern. Als Teufel verkleidet springen sie durch die Gassen Artàs und wollen den Heiligen Antoni in Versuchung führen. Der Überlieferung nach hat dieser allen teuflischen Verführungskünsten widerstanden, ich hingegen muß zugeben, daß mich gerade dieses Fest, ich kann nicht genau sagen warum, tief berührt hat und ich hoffte, es in meinem jetzigen Dasein noch einmal miterleben zu dürfen. Damals ahnte ich noch nicht, wie oft der Teufel den Heiligen in meinem Beisein noch in Versuchung führen sollte.

Im März erhielt ich Nachricht, daß dringende Geschäfte, die keinen Aufschub erlaubten, meine Anwesenheit in der Heimat erforderlich machten und obwohl ich mich innerlich dagegen sträubte, packte ich meine wenigen Sachen zusammen und machte mich auf den langen Weg quer über die Insel nach Palma, wo ich ein Schiff nach Barcelona bestieg. Es war ein trauriger Abschied, den ich da nehmen mußte und ich erinnere mich ungern der Tränen in den Augen Dona Marias, als sie meinem Wagen nachwinkte.

Damals nahm ich mir vor, sofort nach Beendigung meiner geschäftlichen Obliegenheiten nach Artà zurückzukehren, es war mein sehnlichster Wunsch, im Kreise der mallorquinischen Freunde und Bekannten das weitere Leben zu verbringen. Doch wie so oft kam es anders. Aus den so dringlichen Geschäften entwickelten sich andere, diese zogen wiederum neue nach sich und der Tag der Rückkehr verschob sich von einem Monat auf den anderen, bis ich nur noch in vagen Zeiträumen daran dachte. Allmählich verblaßte auch die Erinnerung, verlor sich in lückenhaften Spuren und hinterließ schließlich nur noch neblige Andeutungen.

Artà war Vergangenheit und ich sah meine Zukunft ganz sicher nicht auf mallorquinischen Boden. Mit dieser Einschätzung allerdings sollte ich mich irren.

Inzwischen waren sechs oder sieben Jahre vergangen, als ich eines Frühlingsmorgens im April einen Brief in Händen hielt, der mich in ausladender Schrift schnörkelig schwungvoll als Adressaten benannte. Er war von Don Remigio, dem pare der Pfarrkirche von Artà, der mich in höflichen Formulierungen dürftigen Inhalts darum bat, so schnell es mir möglich war, nach Artà zurückzukehren, da sich Dinge ereignet hätten, die meine Anwesenheit erforderlich machen würden. In einem Postskriptum, das länger war als der eigentliche Brief, teilte er mir noch mit, daß man im Januar, kurz nach den Festlichkeiten zu Sant Antoni , Dona Maria in die ewige Ruhe des cementiri entlassen mußte. Kurz zuvor noch hatte sie bei dem städtischen advocat Senyor Alejandro Jaramago ihr kleines Häuschen in der Carrer Major im Falle ihres Ablebens meinem Besitz überschrieben. Da Senyora Maria weder Kinder noch sonstige lebende Verwandtschaft hatte, schrieb Don Remigio, müßte ich mir auch keine Sorgen machen, daß diese letzte Verfügung von irgendeiner Seite angefochten werden würde. Zur Regelung der gesetzlich vorgeschriebenen Unterlagen und Befugnisse hätte ich persönlich vor dem advocat zu erscheinen, und zwar innerhalb einer Frist von sechs Monaten, sonst falle das Erbe an den spanischen Staat, respektive die Stadt Artà, was weder in meinem Sinn sein könne, noch in dem des alcalde , fügte Don Remigio hinzu und ich mußte schmunzeln, als ich die letzten Zeilen las.

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