Roland Enders - Der Schwarze Abt

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In den vier Ländern des zerfallenen Alten Königreichs ist Magie eine allgegenwärtige, wenn auch verborgene Kraft. Nur Personen mit besonderem Talent können sie spüren und anwenden. Vor langer Zeit achtete man die Magier hoch. Heute misstraut man ihnen und verfolgt sie, und sie sind gezwungen, ihre Begabung zu verbergen. Dieses Buch erzählt die Geschichte des jungen Magiers Traigar und seines Gegenspielers, des mächtigen und zwielichtigen Lordmagiers Semanius. Der zettelte vor langer Zeit einen Bürgerkrieg an, der Tausende von Menschen das Leben kostete, und stand kurz davor, die Macht im Alten Königreich an sich zu reißen. Am Ende besiegte ihn eine Allianz aus Magiern, und er beging Selbstmord. Etwa dreihundert Jahre später kommt Traigars Dienstherr, Lord Gadennyn, der begründete Verdacht, Semanius sei als Reinkarnation in Gestalt des Schwarzen Abts – des Vorstehers eines obskuren Ordens – von den Toten auferstanden und plane Übles. Der Lord beauftragt Traigar, den Schwarzen Abt zu töten, um schlimmes Unheil von der Welt abzuwenden. Der junge Magier macht sich mit einigen Begleitern auf. Doch der Plan läuft völlig aus dem Ruder, und die Geschichte entwickelt sich ganz anders als gedacht. Am Ende weiß Traigar nicht mehr, wer Freund und wer Feind ist. Der Schwarze Abt ist der erste Teil einer Fantasy-Trilogie und wird mit den Bänden Die neue Macht und Die Dämonen fortgesetzt.

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Traigar schlich auf dem Bauch zur Kante des Hohlwegs und blickte hinab. Dort unten in dem kleinen Kessel stand ein Mann, der gerade die Zügel seines Pferdes, eines kräftigen Apfelschimmels, an einen Stein band. Danach nahm er einen Ledersack aus der Satteltasche, schüttete Wasser aus einem prall gefüllten Schlauch hinein und gab es seinem Pferd zum Saufen. Der Fremde, mittelgroß, breitschultrig, etwa Mitte dreißig, wandte Traigar sein sonnengebräuntes und bartloses Gesicht zu. Das aschblonde Haar fiel ihm bis auf die Schultern. Er war einfach gekleidet, sah mit seinen staubigen Sachen aus wie ein Reisender, der schon lange unterwegs war. Nachdem er sein Tier versorgt hatte, näherte er sich einem von der gegenüberliegenden Kesselwand herabgestürzten Felsblock. Mit aller Kraft stemmte er sich dagegen und wälzte ihn beiseite. Darunter erschien ein Loch. Der Mann bückte sich, nahm in Öltücher gehüllte Gegenstände heraus und wickelte sie aus. Traigars Augen weiteten sich vor Erstaunen, als er eine leichte Rüstung erkannte! Der Mann legte sie sich an: ein stählernes Kettenhemd, das ihm fast bis zu den Knien reichte, eine gepolsterte Lederhaube, die in eine Halsberge aus Kettengliedern überging, Arm- und Beinschienen, sowie einen offenen Helm mit Wangenflügeln und Nackenschutz, gekrönt von einem Helmbusch aus Adlerfedern. Über die Rüstung zog der Mann einen weißen Wappenrock, der in Rot mit einem stilisierten Tigerkopf bestickt war. Dann schnallte er sich noch einen breiten Gurt schräg um die Brust, an dem am Rücken die Scheide eines Langschwertes befestigt war. Der Ritter – so sah er für Traigar jedenfalls aus – zog das Schwert aus der Scheide, prüfte seine Schärfe und steckte es wieder hinein.

Er band sein Pferd los, stieg auf, wendete es in die Richtung aus der er gekommen war und rief mit lauter Stimme:

„Du kannst jetzt aus deinem Versteck herauskommen!“

Traigar, der glaubte, er sei gemeint, erschrak. Beinahe wäre er der Aufforderung gefolgt und hätte sich erhoben, als er erneut Hufschläge vernahm. Ein Reiter bog um die Ecke des Hohlwegs und lenkte sein Pferd in den Kessel.

Der Ankömmling trug ein schwarzes, in mehreren Lagen gebundenes Tuch auf dem Kopf, das sein Gesicht fast vollständig verhüllte, sowie einen langen, ebenso schwarzen Umhang, schwarze Reiterhosen und Stiefel. Auf dem Rücken hing ein mannslanger Stab, der auf beiden Seiten in zwei faustgroßen Kugeln endete, die aus poliertem Ebenholz zu bestehen schienen. Sein Rappe war kleiner und viel zierlicher als das großknochige Schlachtross des Ritters. Er schnaubte und tänzelte, als er das andere Tier erblickte. Ein kurzes Zusammenpressen der Schenkel seines Reiters genügte, um ihn still wie eine Statue stehen zu lassen.

Die beiden Reiter musterten einander. Schließlich ergriff der Mann in der Rüstung das Wort:

„Du verfolgst mich jetzt seit mehreren Monaten. Ich konnte dich niemals abschütteln. Ich kenne dich nicht. Was willst du von mir?“

Der andere machte eine lange Pause, bevor er mit einem starken ausländischen Akzent antwortete:

„Was ich will? Euch töten! Denn ich weiß jetzt, welcher Feind Euch geschickt hat, meinen Herrn auszuspionieren. Ihr tragt sein Wappen auf Eurer Brust. Doch er wird nie erfahren, was immer Ihr herausgefunden habt. Und mir scheint, Ihr wusstet, was Euch jetzt erwartet, denn Ihr habt Euch zum Kampf gerüstet.“

Der Ritter lachte:

„Schon komisch: Wir verfolgen offenbar aus den gleichen Gründen die gleichen Ziele. Auch ich will dich töten, damit dein Herr, der Feind meines Lords, nicht erfährt, wem ich diene. Du wirst es sicher als unehrenhaft empfinden, wenn ich das Gleichgewicht zu meinen Gunsten verändert habe. Ja, ich trage eine Rüstung, und ich bedaure, einen Mann töten zu müssen, der nicht ebenso gut bewaffnet und gerüstet ist wie ich. Aber meine Ehre hat hinter der Sicherheit meines Herrn zurückzustehen.“

„Ihr irrt Euch, wenn Ihr glaubt, mir dank Eures Kettenhemdes, Helmes und scharfen Schwerts überlegen zu sein. Verlasst Euch nicht darauf und seid auf der Hut.“

Beide Kontrahenten stiegen von ihren Pferden. Der Schwarzgekleidete sah sich um:

„Es ist wenig Platz hier und wir werden ihn brauchen. Wir könnten unsere Pferde verletzen.“

„Du hast recht“, stimmte der andere zu. Er gab seinem Apfelschimmel einen Klaps auf die Hinterhand, und der trottete davon, verschwand hinter der Biegung des Hohlwegs. Der Rappe folgte ihm. Die Männer waren nun allein.

„Bringen wir es hinter uns.“

Der Mann in der Rüstung zog sein Schwert, hielt es in der rechten Hand, während sein Arm locker an der Seite herabhing. Die Schwertspitze ruhte auf dem Boden. Der andere nahm seinen Kampfstab vom Rücken, löste die Schlaufen des Tragriemens und warf ihn beiseite, dann fasste er den Stab mit beiden Händen in der Mitte, blieb mit gespreizten Beinen vor seinem Gegner stehen und hielt dabei die Waffe in Kniehöhe vor.

Der Angriff des Ritters erfolgte überraschend. Aus dem Stand machte er einen Satz nach vorne, überbrückte dabei die Distanz von zwei Schritten und führte das Schwert gleichzeitig in einer bogenförmigen, geschmeidigen Bewegung zuerst zur Seite, dann hinter seinem Rücken nach oben und ließ es zuletzt wie eine Peitsche auf den Mann in Schwarz hinabsausen. Die Bewegung der Waffe war so schnell, dass Traigar nur ein sirrendes Blitzen wahrnahm. Wäre er an der Stelle des anderen gewesen, so hätte er den Hieb gar nicht kommen sehen und würde jetzt mit gespaltenem Schädel zu Boden sinken. Doch der Gegner des Ritters stand gar nicht mehr dort! Er war ebenso schnell zurückgesprungen, im Gleichklang mit der Bewegung des Angreifers. Dessen Schwert fuhr in den Boden. Der Überraschungsangriff war missglückt. Schnell zog der Mann in der Rüstung die Waffe wieder heraus. Nun umkreiste er seinen Gegner mit vorgestrecktem Schwert, leicht gebückt, den rechten Fuß vorgeschoben. Der andere blieb einfach stehen, hielt den Kampfstab lose in den Händen und folgte seinem Kontrahenten nur mit dem Blick. Erst, als dieser im rechten Winkel zu ihm stand, drehte er sich zu ihm herum.

Erneut griff der Ritter an, diesmal mit einem Stich. Doch auch der ging ins Leere. Wieder war der Schwarze unglaublich schnell seitlich ausgewichen. Bisher hatte er noch keinen Gegenangriff geführt, doch der erfolgte unmittelbar danach. Der Stab wirbelte durch die Luft und traf den Ritter mit einem Ende auf der Brust. Keuchend sprang dieser zurück. Dank seines Kettenhemds blieb er unverletzt. Der Kampf tobte weiter. Meist führte der Mann in der Rüstung die Angriffe, der andere sprang dann entweder zur Seite, oder wehrte die Hiebe und Stiche mit dem herumwirbelnden Stab, an dem das scharfe Schwert, ohne Spuren zu hinterlassen, abprallte, mühelos ab. Gelegentlich ging er zum Gegenangriff über, ließ den Stab so blitzartig durch die Luft sausen, dass der Ritter sein Schwert zur Abwehr kaum einmal rechtzeitig dazwischen bekam. Ein ums andere Mal traf ihn sein Gegner.

Der aschblonde Mann war ein ausgezeichneter Schwertkämpfer, seine Reflexe waren gut. Er war schnell, und seine Schläge besaßen Kraft. Doch er war seinem kleineren und körperlich schwächeren Gegner deutlich unterlegen. Es schien, als spiele der Schwarze mit ihm. Nach einer Weile hörte Traigar den Mann in der Rüstung keuchen. Seine Angriffe erlahmten bald. Immer wieder musste er sich mit der linken Hand den Schweiß von der Stirn wischen, damit er ihm nicht in die Augen lief.

Traigar ergriff unwillkürlich Partei für den Ritter, ohne zu wissen warum. Der andere schien ihm unheimlich. Sein Selbstvertrauen grenzte an Arroganz. Fast übernatürlich wirkte seine Kampfeskunst. In seiner schwarzen Kleidung und mit vermummtem Gesicht erinnerte er den Jungen an einen der Dämonen, von denen seine Großmutter ihm manchmal erzählte. Auch von edlen Rittern handelten ihre Geschichten, in denen man Gut und Böse immer klar unterscheiden konnte. Traigar bangte jetzt um das Leben des Ritters und beugte sich in seiner Aufregung weiter vor. Seine Brust lag auf der Kante des Steilhangs, der bis hinunter zum Hohlweg reichte.

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