Niels Rudolph - Yolanda

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Yolanda von Falkenstein, die übellaunige Zauberin, hat einen schlechten Tag erwischt. Ihr langjähriger Lakai und Weggefährte ist mit einer drallen Blondine durchgebrannt und dann naht auch noch der Graf von Silberauen mit seinen Männern, um sich wegen dieser kleinen Belagerung von damals zu rächen.
Verfolgt von der mordlustigen Meute flieht sie über die Berge ins Nachbarland, wo sie einen Skiunfall erleidet und zu einem gewissen «Marlon» gebracht wird, der ebenfalls ein Zauberer ist und einen eigenen Problemhaufen angesammelt hat.
Der tyrannische Prinz John hat es sich auf dem Thron seines verschollenen Bruders Richard gemütlich gemacht. Er soll abgesetzt und durch einen Jungen namens Arthur ersetzt werden. Doch der Thronräuber hat das Prisma gestohlen, die Multifacetten-Kristallkugel, mit der Marlon gleichzeitig mehrere Orte überwachen konnte.
Yolanda wittert ihre Chance, im geplanten Putsch mitzumischen.

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Es wäre ein Leichtes gewesen, aus dem Käfig herauszukommen, aber mich packte die Neugier, was hier vor sich ging. Ich konnte ja immer noch verschwinden, wenn es bedrohlich wurde. Im Moment wirkte es jedoch alles friedlich, abgesehen davon, dass ich in diesem Hühnerstall saß.

Ein Greis mit langem, grauem Bart öffnete das Tor und ich erkannte in ihm sofort ein Mitglied meines Berufsstandes. Er trug eine blaugraue Robe und einen spitzen Hut mit breiter Krempe, dessen Zipfel abgeknickt war. Die Männer wechselten einige Worte in einer mir unbekannten Sprache und der Kutscher deutete auf mich. Der Zauberer kam näher und warf einen forschenden Blick auf mein belaubtes Kleid und die enormen Füße. Herrje! Die sollte ich zurück in ihre ursprüngliche Form verwandeln, wie sah denn das aus? Er sagte etwas zu den Bauern und zeigte auf eine Luke oben im Turm, vor der ein Kranausleger mit einem Flaschenzug angebracht war. Dann ging er hinein, öffnete nach einer Weile den Speicher und ließ einen Haken hinab.

Ich brachte meine bezaubernden Kurven in Ordnung, während die Männer das Seil in Empfang nahmen und am Käfig befestigten. Danach wurde er in die Höhe und schließlich in einen fensterlosen Raum gezogen, dessen einzige Beleuchtung durch die offene Luke und je eine Fackel an den Treppen hinauf und hinab bestand. Die Kammer diente als Zwischenlager und war mit allerlei Kisten, Strohballen und Holzstapeln vollgestellt.

Der Zauberer betrachtete mich interessiert, wie ein seltenes Forschungsobjekt und sagte etwas in der fremden Sprache. Ein Laut klang wie: »Marlon«.

»Ich verstehe kein Wort, Alter!«, antwortete ich einen Hauch schroffer, als es meiner Seite der Gitterstäbe angemessen sein mochte. Andererseits war es nicht verkehrt, gleich die Verhältnisse klarzustellen. Immerhin war ich ja jemand!

Der Zauberer schien überrascht und räusperte sich, bevor er antwortete: »Du sprichst Ardavilsch? Was für ein Wesen bist Du denn?«

»Ein Mensch! Auch wenn es im Augenblick nicht ganz danach aussieht. Mein Name ist Yolanda von Falkenstein!« Ich betonte das Wörtchen »von« so gut ich konnte. Ich hoffte, dass es hierzulande ähnliche Begriffe für einen adligen Stand gab und ich entsprechend respektvoller behandelt würde.

Er blinzelte schmunzelnd.

»Sehr erfreut Jolanda von Falkenstein. Ich bin Marlon der Zauberer.« So wie er es aussprach, klang es wie »Dscholanda«

»Yolanda«, beharrte ich.

»Die Bauern sagten, Ihr hättet im Schlaf meinen Namen gemurmelt, deshalb brachten sie Euch zu mir.«

Was? Das Wort Marlon hörte ich zum ersten Mal, warum sollte ich es im Zustand der Bewusstlosigkeit geäußert haben? Dann kam mir ein Gedanke, der weit abwegiger war: Es konnte ja wohl nicht Manon gewesen sein? Vollkommen ausgeschlossen!

»Ihr seid voller Laub und Tannennadeln. Kaum vorstellbar, dass darunter ein Mensch stecken soll, noch dazu eine Frau, dem Klang der Stimme nach zu urteilen. Kommt Ihr aus Ardavil über die Berge?«

»Ja, doch ich würde es vorziehen, wenn wir diese Unterhaltung nicht durch die Gitterstäbe fortführen. Lasst Ihr mich raus, oder muss ich das selber machen?«

Marlon hob amüsiert eine Augenbraue.

»So? Da bin ich aber mal gespannt.«

Sekundenbruchteile später hockte ich neben dem Käfig und versuchte mich aufzurichten, was jedoch nicht ganz so einfach war. Das Harz auf meinem Kleid begann hart zu werden und ich musste mit Magie nachhelfen, um dem Panzerkleid eine aufrechte Form zu geben.

»Interessant, Jolanda. Wie ich sehe, beherrscht auch Ihr die arkanen Künste und das ohne Worte und Gesten, verblüffend. Umso mehr Fragen kommen mir in den Sinn. Was wollt Ihr hier?«

»Yolanda«, korrigierte ich ihn. »Sagen wir mal, ich bin eine politisch Verfolgte und bitte um Asyl.«

Erneut wanderte die Augenbraue des Alten in die Höhe, dann grübelte er eine Weile stumm vor sich hin.

»Wo wollt Ihr denn hin? Solange Ihr unsere Sprache nicht beherrscht, werdet Ihr nirgends ankommen.«

Da war was dran.

»Auf der anderen Seite gibt es in diesem schönen Land kaum Menschen, die der Zauberei mächtig sind. Nur ein paar Druiden, die weniger selbst zaubern, als sich der Magie der Naturgeister zu bedienen. Feen, Dryaden und so ein Gesocks. Wenn Ihr möchtet, könnt Ihr eine Weile hier bleiben. Ich werde Euch in unserer Sprache unterrichten und Ihr erzählt mir mehr von Eurer Art der Zauberei.«

Ich wusste tatsächlich nicht, wohin ich gehen sollte. Von einem Gelehrten durfte ich wohl am ehesten erwarten, etwas über Harpienfels und die Machtverhältnisse in der Regierung zu erfahren, denn natürlich hatte ich noch eine Rechnung mit dem Grafen Oswald offen. Ich wollte versuchen, hier an Macht und Einfluss zu gewinnen und sah mich schon an der Spitze eines mächtigen Heeres nach Ardavil zurückkehren, um zu vollenden, woran die Harpienfelser vor langer Zeit gescheitert waren.

»Einverstanden. Ich musste etwas überhastet aufbrechen, daher reise ich nur mit leichtem Gepäck und mein Kleid ist ruiniert. Wo kann ich in diesem Land ein Neues bekommen, um nicht wie ein Yeti herumzulaufen?«

»Ich werde mal schauen, wo sich Gewänder auftreiben lassen. Wenn Ihr Euch so lange frisch machen wollt …« Marlon führte mich zu einem Turmzimmer, in dem ein Waschzuber stand. Auf einem Schemel lagen weiche Handtücher und ein paar Gesten und intonierte Zauberformeln später, war der Zuber voll mit dampfendem, schaumigem Wasser. Praktisch.

Marlon löste sich in Luft auf, um mir neue Kleider zu besorgen, und ich gab mir Mühe, mit Hilfe von ein wenig Magie aus meiner ungewollten Rüstung zu kommen. Dann ließ ich mich lächelnd in das heiße Bad sinken.

Eine gute halbe Stunde später klopfte es an der Tür. Ich glitt tiefer in die Reste des Schaumes und rief: »Herein!«

Marlon trat ins Zimmer. Er hielt die eine Hand vor die Augen und in der anderen ein Bündel, mit der er sich zudem vorwärts tastete. Er legte das Paket auf dem Schemel ab und stolperte auf den Ausgang zu. Ich fand das sehr übertrieben, denn von mir ragte eh nur der Kopf aus den Fluten. Jedoch nahm ich es als gutes Zeichen, dass der Alte eine gewisse Privatsphäre respektieren würde. Wohnte er allein in diesem Turm? Normalerweise taten das die Zauberer in Ardavil. Wenn sie schon Personal hatten, dann stand jenes meist in einem Ausbildungsverhältnis und war entsprechend günstiger als tariflich bezahlte Fachkräfte.

Ich stieg aus dem Zuber, trocknete mich ab, und öffnete neugierig das Bündel, in dem mehrere Kleider lagen. Ein schwerer Seufzer rang sich meine Kehle hinauf. Weiß. Diese Farbe gehörte keinesfalls zu den Dingen, die im typischen Yolanda Styling Anwendung fanden.

Wenigstens waren sie von etwas besserer Machart. Weder aus Seide oder Samt, noch grobes Linnen, wie bei einer Gänsemagd. Woraus der Stoff hergestellt sein mochte, konnte ich nicht sagen, doch er fühlte sich weich und fest an. Eine Art Wolle, jedoch keine Schafswolle.

Gut, bis auf die Farbe war das akzeptabel.

Ich schlüpfte in eines der Kleider, das mindestens eine Nummer zu groß war, und betrachtete mich in einem polierten Metallspiegel. Mein etwas unscharfes Abbild sah noch nicht so anmutig aus, wie es sich für eine ambitionierte Herrscherin geziemte. Die Hände verschwanden komplett in den Ärmeln und der Rocksaum schleifte über den Boden. War das ein Kleid für eine Ogerin?

Ich begann die magische Matrix zu bearbeiten und stutzte. Das Netz in dem Gewand war weit dichter als gewöhnlich. Das bedeutete, dass ihm Magie innewohnte.

Misstrauisch spürte ich dem Muster nach. Darin war ich zwar nicht so gut wie die Elfen, aber es reichte, um zu erkennen, dass es kein schädlicher Zauber war. Ich schalt mich selbst eine Närrin. Es konnte ja wohl kaum möglich sein, dass Marlon diese Kleider in einer halben Stunde extra angefertigt hatte, um mir eine Falle zu stellen. Dann sollten sie zumindest passen!

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