Damit soll nicht gesagt werden, dass wir nicht in Europa erfolgreich akupunktieren können und mit Erfolg Yoga oder die transzendentale Meditation erlernen können. Vor allem die traditionelle chinesische Medizin (TCM) ist bei uns sehr verbreitet und zeigt sehr gute Therapieerfolge. Aber diese Methoden müssen auf uns Europäer angepasst und durch Methoden aus unserem Kulturkreis ergänzt werden, um letztendlich erfolgreich zu sein. Das ist in etwa vergleichbar mit dem chinesischen Essen: Besucher aus China, die sich bei uns in ein chinesisches Restaurant verirren, erkennen ihr eigenes Essen nicht wieder. Es wird unter anderem durch eine dicke Glutamatsoße unserem Geschmack angepasst. Und warum auch nicht?
Die EAV ist daher auch ein Mittler zwischen der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und unserer Lebensweise, also zwischen der asiatischen und der europäischen Kultur. Sie hilft uns damit auch, die Prinzipien der Akupunktur besser zu verstehen.
Die Akupunktur ist vor etwa 5000 Jahren aus einer Naturmedizin entstanden und hat sich im Umfeld des Buddhismus zu einer hochkomplexen Medizin entwickelt. Auch der Buddhismus orientiert sich stark an der Natur. Alle Regeln der Akupunktur, von der Einstichtechnik bis zur Mutter-Kind-Regel, haben Naturcharakter. Diejenigen, die sie vor langer Zeit entwickelt haben, hatten kein theoretisches Wissen von Anatomie, Physiologie oder Psychologie. Alle Erkenntnisse, die man mit der Zeit gewann, wurden mit der Natur verglichen und in Regeln übertragen, die mit der Natur in Einklang standen. Diese Regeln dienten dazu, die Krankheit und das Krankheitsgeschehen – also Ereignisse, die man nicht verstand – zu erklären und mit der Natur zu vergleichen. Für uns klingen daher Begriffe wie Mutter-Kind-Regel oder Mittag-Mitternacht-Regel sonderbar. Sie sind es aber nicht.
Was ist die „EAV“?
Die Elektroakupunktur nach Dr. Voll, kurz EAV genannt, ist eine moderne Diagnose und Therapiemethode, mit der es gelingt, die oft versteckten, wirklichen Ursachen einer Krankheit aufzuspüren und zu behandeln. Es gibt keine Methode, mit der man besser in das noch verborgene und unentdeckte Krankheitsgeschehen einsehen kann, als mit der EAV.
Aber die EAV ist auch geeignet, noch vor Ausbruch einer Krankheit Störungen und Belastungen zu erkennen. Dazu gehören Umweltgifte, Medikamente, zahnärztliche Werkstoffe, Insektizide, Nahrungsmittelgifte und Allergene. Folgeschäden können vermieden, mindestens aber verringert werden. Auch die Zusammenhänge zwischen verschiedenen Beschwerden lassen sich sicher erkennen.
Eine großartige Möglichkeit ist die Medikamententestung sowie die Prüfung sämtlicher zahnärztlicher und anderer Materialien und Stoffe auf ihre Verträglichkeit. Außerdem ermöglicht die EAV auch die Kontrolle der bisherigen Therapie und der eingesetzten Medikamente.
Und nicht zuletzt besteht die Möglichkeit, mit den entsprechenden Geräten eine elektrophysikalische Therapie durchzuführen. Es kann dann auch eine Akupunktur mit Strom durchgeführt werden.
Die ersten Schritte auf dem Weg zur EAV fanden bereits Ende der 1940er Jahre in Frankreich statt. Soweit mir bekannt ist, wurde das Wort Elektroakupunktur von dem französischen Arzt Dr. Roger de la Fuye geprägt. Ein Arzt aus Marseille erkannte als Erster, dass Akupunkturpunkte einen geringeren Hautwiderstand haben als dass sie umgebende Gewebe.
Dr. W. Schmidt aus München berichtete 1953 auf einer Tagung für Erfahrungsheilkunde über eine klinische Untersuchung im Kreiskrankenhaus Dachau. Im Rahmen dieser Untersuchung hatte er festgestellt, dass bei Patienten mit klinisch gesicherter Diagnose Veränderungen des Hautwiderstandes an den entsprechenden Akupunkturpunkten nachweisbar sind. Schmidt war es auch, der bei diesen Untersuchungen das Phänomen des Zeigerabfalls entdeckt hatte.
Es war Dr. Voll, der aus diesen Erkenntnissen die Elektroakupunktur entwickelte, die heute auch seinen Namen trägt. Schon 1955 gründete Dr. Voll die „Arbeitsgemeinschaft KuF-Elektropunktur“. Sie wurde später in „Internationale Medizinische Gesellschaft für Elektroakupunktur nach Voll“ umbenannt.
1989 gründete ich den „Fortbildungskreis EAV“, der später in „Internationaler Arbeitskreis für EAV und Resonanztherapeuten“ umbenannt wurde. Mit über 200 Mitgliedern in 7 Ländern, davon selbstständige Gruppen in der Schweiz, den Niederlanden und in Polen, war der Internationale Arbeitskreis zu einer wichtigen Institution in den medizinischen Bereichen EAV und Bioresonanz geworden. Seit ich mich im Jahr 2006 aus dem Berufsleben zurückgezogen habe, wird der Arbeitskreis von Klaus Bayerl geleitet. Seit 2007 nennt er sich „Europäischer Verband für EAV und low energy medicine (EU-V-EAV)“ und bemüht sich nach wie vor sehr erfolgreich, die EAV als Teil der low energy medicine dem modernen Praxisalltag anzupassen.
Die Entwicklung der Geräte
Schon 1952 ließ Dr. Schick aus Stuttgart ein elektronisches Punktsuchgerät bauen, welches er Dr. Voll und Dr. Werner überließ, die auf dieser Basis das erste Elektroakupunkturgerät entwickelten.
Dr. Dipl.-Ing. Werner konnte die Ideen von Dr. Voll umsetzen. Schon 1953 schuf er mit der Entwicklung des „Diatherapuncteur“ die technischen Voraussetzungen. 1955 wurde die EAV erstmals der medizinischen Öffentlichkeit vorgestellt. Der Diatherapuncteur war ein Röhrengerät, das erstmals Diagnose und Therapie in einem Gerät vereinigte. Die heute üblichen Transistorengeräte vereinigen also die Erfahrungen aus mehr als 60 Jahren EAV-Technik. Die Automatisierung von Messmethoden, Normwertautomatik, einstellbare Frequenzschaukel, automatische Rundummessung, Auflagekraftmessung und Anzeigenspeicher erleichtern heute die Bedienung und verkürzen die Messdauer. Im Zusammenhang mit einem Computer lassen sich die Messungen weiter vereinfachen und verkürzen. Besonders das Notieren der Messpunkte kann ein Computer effizienter umsetzen. Die Akupunkturpunkte werden normal gemessen, bis ein Signalton das Ende des Zeigerabfalls und damit das Ende der Messung anzeigt. Der Computer speichert den gemessenen Punkt und die ermittelten Werte. Ohne auf das Messgerät oder den Computer achten zu müssen, kann ein geübter Therapeut bei Einhaltung der vorher festgelegten Reihenfolge alle Punkte der neuen EAV in nur 15 Minuten sicher messen. Die Ergebnisse werden ausgedruckt und können übersichtlich dokumentiert werden. Der Einsatz des Computers ist daher ein wichtiger Bestandteil der effektiven EAV.
Heute gibt es zahlreiche Anbieter von Geräten, mit denen Messpunkte gemessen werden können. Zu manchen Herstellern habe ich Vertrauen, zu anderen weniger. Sehen Sie sich die Hersteller im Vorfeld genau an, vergleichen Sie Tradition, Erfahrung und Gerätevielfalt und prüfen Sie Ausbildung, Service und Kundendienst, bevor Sie ein Gerät kaufen.
Die wichtigsten Entdeckungen von Dr. Voll
- Die Entdeckung und Bewertung von neuen und bis dahin unbekannten Meridianen und darauf befindlichen Akupunkturpunkten. Diese neuen Meridiane wurden Gefäße genannt, um nicht mit den klassischen Meridianen verwechselt zu werden. Auch auf den bekannten Meridianen der alten chinesischen Medizin wurden neue Akupunkturpunkte gefunden.
- Ihre Zuordnung zu bestimmten Funktionen und Organen im Körper.
- Die Weiterentwicklung und die Interpretation der Zeigerabfälle.
- Die diagnostische Umsetzung der Messergebnisse.
- Die Möglichkeit, Medikamente, aber auch Umweltgifte, Allergene, Lebensmittel und alle anderen belastenden Stoffe im lebenden Organismus, auf ihren Nutzen oder Schaden hin zu überprüfen.
Grundsätze für alle Methoden, die nach dem Prinzip der EAV mehrere Punkte messen
-Sie ergänzen jede klinische Diagnostik.
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