Ingo T Herzig - Lars

Здесь есть возможность читать онлайн «Ingo T Herzig - Lars» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Lars: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Lars»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Im Oktober des Jahres 1834 wird im Öresund, der Meerenge zwischen Dänemark und Schweden, auf der dänischen Seite die Leiche eines etwa 25-jährigen Mannes im Wasser gefunden. Vizekommissar Gulbrandsen wird mit der Aufklärung des Falles beauftragt. Es stellt sich heraus, dass seine Familie aus Schweden stammt. Der Vizekommissar macht sich daraufhin auf den Weg nach Schweden, um dort seine Ermittlungen fortzuführen. Im zweiten Teil sorgt der Protagonist selbst für Aufklärung, indem er seine Geschichte erzählt.

Lars — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Lars», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Er stand immer abseits. Seine Stimmung wurde zusehends schlechter. Als er einmal mit einem älteren Mitschüler aneinandergeriet, der ihn provoziert hatte, wurde er von diesem Mitschüler in den Schultümpel geschubst, und das mitten im Winter. Die Folgen blieben nicht aus: Er wurde krank und konnte über längere Zeit das Haus nicht verlassen. Dadurch verlor ein Schuljahr. In der Zwischenzeit habe ich mit ihm, so gut es ging, gelernt.“

„Wir würden gern mit seiner Lehrerin von damals sprechen“, sagte Kommissar Lindgren.

„Frau Lindström“, antwortete Rosalinde. „Sie war schon damals eine betagte Dame und bei den Schülern beliebt. Sie lebt schon seit einigen Jahren nicht mehr.“

„Wie war Ihr persönliches Verhältnis zu Lars?“, erkundigte sich Vizekommissar Gulbrandsen nach einer kurzen Gedankenpause.

„Wir fanden auch keinen richtigen Kontakt zueinander; aber das verwunderte mich nicht weiter; denn seine Mutter hatte mich schon darauf vorbereitet, dass Lars ‚ein schwieriges Kind’ sei. Ich hatte das Gefühl, dass ihm der Vater fehlte, dass ihm die ganzen Frauen um ihn herum zu viel waren.“

Sie machte eine kleine Pause, die auch die beiden Polizeibeamten zu begrüßen schienen, um das bisher Vernommene etwas verarbeiten zu können.

„Zu Ostern“, fuhr Rosalinde fort, „kam sein Vater aus Stockholm. Lars freute sich sehr darüber und sein Zustand besserte sich wieder. Ich hoffte inständig, Herr Henström würde länger bleiben. Das hätte Lars gewiss gutgetan; aber meine Hoffnung wurde enttäuscht. Bereits am Ostermontag musste er wieder nach Stockholm abreisen, und wie ich befürchtet hatte, so kam es: Lars’ Zustand verschlechterte sich wieder.

Als er wieder etwas zu Kräften gekommen war, fand ich ihn öfter am Fenster seines Zimmers sitzen. Das Zimmer lag unter dem Dach. Man hatte von dort einen schönen Blick in das Wäldchen hinter dem Haus. Irgendwie gelang es ihm, Kontakt mit einem Mädchen zu knüpfen, das zusammen mit anderen Kindern draußen herumtobte. Sie kletterte gern auf Bäumen herum. Sie sprang flink wie ein Affe von einem Ast zum anderen, ohne herunterzufallen oder sich sonst zu verletzen. Ich sah sie oft, wenn ich vorbeiging, und ich sah, wie Lars sie von seinem Mansardenfenster aus beobachtete, manchmal auch mit einem Fernrohr, das er sich aus dem Arbeitszimmer seines Vaters ausborgte – wahrscheinlich ungefragt. Dieses Mädchen kletterte schließlich auch auf den Baum hinter dem Henström’schen Haus – ohne sich freilich darum zu scheren, dass es sich um ein Privatgrundstück handelte, auf dem sie eigentlich nichts zu suchen hatte. Sie war auch bei Lars im Zimmer; denn ich sah hernach die Abdrücke ihrer schmutzigen bloßen Füße auf dem Boden, die Lars nicht vollständig beseitigt hatte. Einmal hatte ich sie von außen ganz kurz auf dem Dachvorsprung vor Lars’ Fenster sitzen sehen, war mir aber nicht sicher, ob ich richtig gesehen hatte; denn sie war plötzlich verschwunden. Jetzt wusste ich Bescheid, dass ich mich keineswegs getäuscht hatte. Seitdem fehlten auch immer wieder einzelne Lebensmittel, wie mir die Köchin erzählte, hauptsächlich Kuchen, Kekse, Bonbons, was halt gerade da war. Dies kam mir auch seltsam vor; aber an Lars dachte ich dabei zunächst überhaupt nicht, da er kein großer Esser war und man ihn zum Essen eher nötigen musste. Schließlich fand ich heraus, dass es tatsächlich Lars gewesen war, der die Süßigkeiten entwendet hatte; allerdings keineswegs für sich, was mich wie gesagt auch gewundert hätte, sondern eben für seine heimliche Besucherin. Ich nehme an, dass er sie auf diese Weise zu sich gelockt hatte. Ich hatte durchaus den Eindruck, dass sie für einen zusätzlichen Imbiss dankbar war.

Diese heimlichen Besuche waren gewiss nicht ganz ungefährlich für Lars. Wer weiß, was für Krankheitserreger sie mitbrachte. Ich brachte beide zu Lars‘ Mutter. Er bedachte mich dabei mit einem Schimpfwort, an das ich mich zum Glück nicht mehr erinnere. Seine Mutter gab ihm zwei ordentliche Ohrfeigen und beendete damit diese ‚Affäre’.“

„Wie alt war er da?“, erkundigte sich Kommissar Lindgren.

„Er war im Frühjahr acht geworden. – Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich daraufhin von einem Tag auf den anderen ganz erheblich“, fuhr Rosalinde fort. „Wir dachten, dieses Mädchen hätte ihn mit irgendetwas infiziert. Heute habe ich eher das Gefühl, es hatte ihm zugesetzt, dass er sich nicht mehr mit ihr treffen durfte. Der Arzt meinte, es sei das Beste für Lars, wenn er – wie soll ich sagen? – für einige Zeit in ein ‚steriles Umfeld’ käme. Er schlug ein Genesungsheim für Kinder mit Atemwegserkrankungen in Schonen vor. Die Mutter sagte sofort zu. Im Nachhinein bin ich mir sicher, dass sie hierbei weniger um seine Gesundheit besorgt war, sondern ihn eher dafür bestrafen wollte, dass er sich hinter ihrem Rücken mit diesem Mädchen getroffen hatte.“

„Wo liegt dieses Kindergenesungsheim?“, fragte Vizekommissar Gulbrandsen.

„In der Nähe von Kristianstad. Das Heim heißt ‚Christina’. Das Verhältnis zwischen Lars und mir, das ohnehin nicht sehr innig war, war nach der Geschichte mit der heimlichen Besucherin noch mehr abgekühlt. Da man mich während Lars’ Abwesenheit nicht entlassen wollte – ich verstand mich nämlich gut mit seiner Mutter –, bekam ich andere Aufgaben zugeteilt.“

„Wie lange blieb er in Schonen?“

„Drei Monate. Der Aufenthalt dort schien ihm wirklich gut bekommen zu sein. Er wirkte hernach kräftiger, sein Gesicht war nicht mehr so blass. Trotz der Geschichte mit dem Mädchen.“

„Was für eine Geschichte?“

„Er hatte sich dort mit einem Mädchen angefreundet. Dieses bekam, wenn ich es richtig verstanden habe, einen Rückfall und verstarb ganz plötzlich.“

Sie machte eine Pause, um Atem zu schöpfen, und auch die Kommissare brauchten eine Pause, um das Gehörte zu verarbeiten.

„Als er nach seiner Kur in Schonen wieder die Dorfschule in Ramdala besuchte, schien alles in Ordnung zu sein. Seine Leistungen waren so gut, so dass er aufs Gymnasium überwechseln konnte.“

Rosalinde legte abermals eine kurze Pause ein, holte erneut tief Atem und fuhr fort: „Zwei Jahre später kam er aufs Gymnasium hier in Karlskrona. Damit endete meine Zeit im Hause Henström.“

„Hatten Sie danach noch Kontakt zur Familie Henström?“, fragte der Vizekommissar aus Dänemark.

„Nur ganz sporadisch. Es gab den einen oder anderen Besuch, den einen oder anderen Brief zum Geburtstag oder zu Weihnachten; aber allmählich verlor sich der Kontakt – zumal ich einige Zeit später selbst eine Familie gründete.“

„Wie ist es eigentlich mit diesem Mädchen weitergegangen, das ihn heimlich besucht hat?“, wollte Gulbrandsen noch wissen. „Ist sie irgendwann noch einmal aufgetaucht?“

„Ich habe sie danach nicht mehr gesehen. Wollen Sie sie auch befragen?“

„Warum nicht? Vielleicht könnte auch sie uns etwas Interessantes erzählen. Wir müssen jeder noch so kleinen potenziellen Spur nachgehen. Ihren Namen kennen Sie nicht zufällig?“

„Nein, tut mir leid. Sie hatte blonde, wellige Haare, ein längliches, etwas kantiges Gesicht, ein abgetragenes Kleid – das weiß ich noch; aber das trifft auf viele zu.“

„Schade“, seufzte der Vizekommissar.

„Vielen Dank, Frau Svensson“, verabschiedete sich Kommissar Lindgren, „Sie haben uns sehr geholfen.“

Конец ознакомительного фрагмента.

Текст предоставлен ООО «ЛитРес».

Прочитайте эту книгу целиком, купив полную легальную версию на ЛитРес.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Lars»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Lars» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Lars»

Обсуждение, отзывы о книге «Lars» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x