Matthias Naas - Pechpilz

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Philip und seine Zukünftige, Steffi, erwarten ein Kind. Doch der vom Pech verfolgte Ehemann interessiert sich weiterhin wesentlich mehr für seine Kumpel, seinen Fußballverein und den damit verbundenen Trinkeskapaden, wodurch er ständig am Feuer löschen ist.
Das neue Familienleben bis hin zum Erwachsenwerden seiner Kinder, treibt Philips jugendliche Männlichkeit an den Rand des Abgrunds. Bisweilen versteht er nicht, warum auf einmal Schluss sein soll mit lustig und warum das Glück an ihm vorbeizieht.
Bis zu dem Tag, als seine Tochter den ersten Freund nach Hause bringt.
"Sobald man im Leben eine ernsthafte Verpflichtung hat, besonders in Form einer Ehe und eines Kindes, dann schenke man die eigene Jugend seinem Kind."
Das hätte der Grantler Opa Karl seinem Neffen Philip besser früher mal erklärt. Nun erwarten Philip und seine Zukünftige, Steffi, ein Kind. Philip interessiert sich aber eigentlich viel mehr für seine Kumpel, seinen Fußballverein und das nächtliche Kneipenleben.
Trotzdem glaubt Steffi felsenfest daran, ihn umpolen zu können, um ein solides Familienleben zu führen. Doch da hat sie die Rechnung ohne seine nicht enden wollenden Eskapaden gemacht, die mit viel Pech versehen sind. Steffi hat sich einen Pechvogel an Land gezogen. Das wissen alle – sie nicht minder.
Nur hat sie nicht ahnen können, dass ihr Liebster trotz Ehe und Vaterglück seinen früheren Vorlieben auch über die Jahre hinweg weiterhin den Vorzug geben würde. Und das geht auf Dauer nicht gut, und eskaliert, als die geliebte Tochter ihren ersten Freund nach Hause bringt.
Ein Buch über Vorurteile, männliche Ängste und in die Jahre gekommene Tagträumer. Der Autor zeigt liebevoll, wie Ehe und Kinder die jugendliche Männlichkeit an den Rand des Abgrunds treiben können.

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Aber damit war der Kostensteigerungsspießrutenlauf keineswegs am Ende angelangt, denn die dicken Fliesen aus Spanien vom Fliesen-Wunsch seien doch bedeutend empfehlenswerter. Da diese in der Lage wären, Wärme einzulagern, im Gegensatz zu solch dünnen, günstigen vom Baumarkt. Und durch die Kombination mit den vorteilhafteren Upgrade-Fenstern in Vierfachverglasung, würden wir im Haus enorme Energiekosten einsparen. Das alles für lediglich dreißigtausend Euro extra, was erst später zur Sprache hatte kommen sollen. Im Gegenzug erhielten wir seinerzeit das Ausstattungspaket mit dem Namen Green Earth anstatt Basic . »Freund« Christian hatte es eine Investition in die Zukunft genannt, die sich in ein paar Jahren bezahlt machen würde. Das hatte meiner grün angehauchten Steffi gefallen. Im Besonderen, da er uns hatte versprechen können, dass alles innerhalb von vier Wochen nach der Kaufvertragsunterzeichnung fertiggestellt sein würde rechtzeitig vor unserer geplanten Hochzeit und der Geburt unseres Babys. Ein Widerspruch wäre zwecklos! Umweltschonend, wie sie beide versuchten, mir zu erklären. Mit Erfolg.

Mittlerweile überkam mich das Gefühl, dass Christian selbst wesentlich dufter sei als ich. Klar, er hatte diese von Frauen geliebten Einmeterzweiundneunzig, war gebildet, erfolgreich, blond und stets gleichmäßig gebräunt. Dazu täglich sportlich aktiv, was ihn in meinen Augen nicht sympathischer darstellte. Obendrein seine charmante Art mit Frauen zu plaudern – Hölle! Jammern half da nichts, gegen den sah ich mich außerstande anzustänkern. Dafür würde er niemals, so wie ich einmal, Darts-Weltmeister werden, oder herausfinden, wie man mit einem Feuerzeug eine Flasche Bier öffnet.

Letzten Endes spielte meine Meinung keine Rolle. Steffi hörte ausschließlich auf Mr. Dufte. Ich sagte, lass uns die braunen Fliesen vom Bauhaus , die klassischen Armaturen vom Praktiker sowie ein paar Eimer Alpina-Weiß kaufen. Dann fragen wir mal im Bekanntenkreis, wer uns das verarbeiten kann, fertig wäre das Haus. Nein, meine Gattin meinte, Christian hätte einen besseren Geschmack. Was kam dabei heraus? Terrakotta-Fliesen, die extra für uns gebrannt wurden, Villeroy & Boch- Armaturen, Modell Classico und eine Innenwandfarbe mit dem behaglichen Namen Casa Ala Blanca . Zumindest weiß. Ansonsten gleicher Käse, nur dreimal so teuer!

Ich steckte zu diesem Zeitpunkt in einer Zwickmühle, weswegen es mir klüger erschien, mich unauffällig und gehorsam zu verhalten. Wir suchten schon einige Monate erfolglos ein gemeinsames Heim. Dort zu klein, da zu teuer, miese Lage, kein Kindergarten und Supermarkt in der Nähe. Das übliche Wunschkonzert von angehenden Eltern, die planten zusammenzuziehen, um eine Familie zu gründen. Ein freistehendes Haus mit Fußballfeldgroßem Garten, auf dessen Rasenfläche die Kinder kicken könnten, war meine Ansage. Bezahlen, so tönte ich, sei für mich kein Problem. Ersparnisse und ein sicherer Job ergäben eine Wahnsinns-Bonität, erklärte ich ebenso Steffis Vater, der seit er mich das erste Mal traf, an mir gezweifelt hatte und sich um seine Tochter sorgte.

Und die finsterste Realität holt einen spätestens dann wieder ein, wenn man vor dem Finanzberater seiner Hausbank sitzt. Hoffend auf den besten Deal, denn man ist ja schon über dreißig Jahre Kunde bei der Bank. Da half einem das sorgfältig aufbewahrte Jeans-Sparbuch nichts, wie ich feststellen musste. Und dabei sah meines tipptopp gepflegt aus. Als ich es mit geschwellter Brust dem Berater auf den Tisch legte, war ich der Meinung, dass er mir ein günstiges Finanzierungsangebot machen würde. Doch ich verstand umgehend, dass ich mich irrte. Dieser Typ mit Mitte zwanzig hatte eindeutig keinen Schimmer, wie kostbar das Jeans-Sparbuch für unsere Generation gewesen war.

Als dieser daraufhin was von zwanzig Prozent Eigenkapital faselte, schrie ich ihn an: »Damals bekam man wenigstens noch Zinsen!« Er erwiderte trocken, mein Sparbuch habe mit einem damaligen Guthaben von 1.898 D-Mark weitaus weniger Zinsen in den vergangenen zwei Jahrzehnten eingebracht, wie ich es womöglich annehmen würde.

Meine Unmutsäußerung war dann das Letzte, was ich zu dem Thema sagte, bevor Steffi mir Redeverbot auferlegte und daraufhin das Betteln um Geld übernahm, indem sie mit Papi telefonierte, der uns unter Auflagen rettete. Für mich bedeutete es, dass ich Verträge unterschrieb, die mich dazu verdammten, dass ich die kommenden dreißig Jahre fünfunddreißig Prozent meines monatlichen Gehalts an die Bank abzuführen hatte. Dazu weitere fünf Prozent für einen erstklassigen Bausparvertrag, der das alles ablösen sollte, wenn ich ergraut sein würde. Das Haus dafür im Anschluss aber unser Eigentum wäre und das klang vernünftig. Doch das Beste: Meine Ersparnisse mussten nicht geopfert werden. Steffi empfand den Jeans-Sparbuch-Versuch ziemlich megapeinlich. Zumal der Bankmann zu allem Überfluss fragte, ob ich es auflösen wollen würde, um das Guthaben dem Girokonto gutzuschreiben. Dezent zickig verneinte ich das mit den Worten, dass ich plane, es für »schwere Zeiten« aufzuheben.

»Kannst du mir mal verraten, wie du mit nicht einmal eintausend Euro ein Haus kaufen wolltest?«, schrie Steffi lauthals, als wir auf den Stufen vor dem Sparkassenpalast standen und das war bei genauer Betrachtung eine durchaus berechtigte Frage. Ich hatte zwar knapp fünftausend Euro auf meinem Girokonto übrig, aber selbst zusammen reichte es nicht mal dafür, einen gebrauchten Kleinwagen zu kaufen.

Steffis Vater ermöglichte uns ein privates Darlehen, dass das benötigte Eigenkapital für die Bank abdecken sollte. Dafür musste unser Haus aber auf Steffis Namen eingeschrieben werden. Nur so zur Absicherung, wie der Herr Papa versicherte. Nicht, dass ich mich mit dem Haus unterm Arm absetzen würde, dachte er womöglich insgeheim. Obendrein sollte aber nur ich als Familienernährer das Darlehen der Bank, wie seines, monatlich bedienen. Ich habe in meinem Leben wahrlich schlauere Deals fabriziert, aber dieser war unverzeihlich. Andererseits, Unterhaltszahlungen hätten sich ähnlich verheerend auf mein Einkommen ausgewirkt, wo ich doch bald Vater werden sollte.

Schlaue Menschen behaupten, man habe immer eine Wahl. Ich hatte keine. Obendrein stand unsere Hochzeit an, für die mein restliches Erspartes draufgehen sollte. Außerdem kristallisierte sich langsam heraus, dass mein überaus geliebter Fußballverein, die Darmstädter Lilien, es in die Relegationsspiele schaffen würden. Und das bedeutete für mich letztendlich, dass das Rückspiel der beiden Aufstiegsspiele zur Zweiten Bundesliga auf den Tag vor unserer standesamtlichen Trauung fallen würde. Deshalb war ich gut beraten, ausreichend Pluspunkte bei Steffi im Vorfeld zu hamstern, denn es kam so, wie vorhergesehen.

Spielbeginn zwanzig Uhr dreißig, aber leider in Bielefeld. Das erforderte eine sorgfältige Reiseplanung von Darmstadt aus, damit ich Steffi glaubhaft versichern konnte, rechtzeitig zur Trauung zurück zu sein. Dies bedurfte nicht nur Mutes, sondern ebenso einer durchdachten Strategie. Es wurde in meinem Fall vor allem eines: kostspielig.

Ich weiß, was Frauen jetzt denken werden. Alles nur wegen eines doofen Fußballspiels und so. Aber das war etwas anderes. Etwas von größerer Bedeutung, denn es ging um das fast aussichtslose Rückspiel in der Relegation. Das Hinspiel in unserem Stadion drei Tage zuvor stellte kein Problem dar, aber eben dieses Rückspiel. Verpassen wollte ich keines der beiden. Eher hätte ich mich im nahegelegenen Woog-See ertränkt. Und so bat ich meine Freunde, den Junggesellenabschied auf den Tag des Rückspiels zu legen. Die Idee fand ich genial, zumal die sich im Zweifel etwas Dämliches hätten einfallen lassen. Sowas wie in einem Teletubby-Kostüm durch unsere Innenstadt zu laufen und lustige Trinkspielchen zu machen. Niemals hätten die mir beispielsweise eine Stripperin organisiert, die nackt aus einer Riesentorte springt, um sich anschließend auf meinem Schoß zu räkeln. Der Kniff: Über einen Junggesellenabend würde Steffi nicht meckern können, war man für die Pläne Anderer doch offensichtlich machtlos wie unwissend, was die Freunde planten.

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