Martina Lode-Gerke - Ein wahrer Gentleman

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Lord Richard Fairfax lernt in Frankreich die schöne Madeleine kennen, eine französische Gräfin, aber auch eine Frau, die emanzipiert ist und weiß, was sie will. Nach einem Jahr Bedenkzeit nimmt sie Richards Heiratsantrag an und geht zu ihm nach London. Doch schon bald tauchen dunkle Wolken am Honrizont auf, denn Richard hat viel zu tun, während Madeleine eigenlich nur für die Führung des herrschaftlichen Hauses zuständig ist – eine Aufgabe, die sie nicht ausfüllt. Und dann ist da noch Richards attraktiver Sohn David, der ein Auge auf seine attraktive Stiemutter geworfen hat …

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„Willkommen!“ Madeleine schlang, nachdem sie in dem kleinen Küstenort Pramousquier auf dem Weingut der Montignacs angekommen waren, beide Arme um Richards Hals und küsste ihn flüchtig auf beide Wangen. Er errötete und erwiderte vorsichtig ihre Umarmung, indem er seine Hände auf ihre schmale Taille legte.

Das Chateâu, das Madeleine ganz allein – von der Dienerschaft, die ihn mit fast unverhohlener Neugier musterte, einmal abgesehen – bewohnte, war um einiges weitläufiger als sein Haus in London, aber nicht zu vergleichen mit dem großen Herrensitz, auf dem er aufgewachsen war und der einmal seinem Bruder gehören würde. Ein Butler geleitete ihn auf seine Zimmer, die mit hellem, freundlichem Mobiliar ausgestattet waren, und deren Marmorfußböden eine angenehme Kühle ausstrahlten. Über die Ausstattung des Bades, das ihm ganz allein zur Verfügung stand, konnte er nur staunen, denn es war um einiges fortschrittlicher als die Bäder in seinem Haus in London, obwohl man sich hier auf dem Lande befand.

Am Abend dinierten sie, da sich der Mistral wieder gelegt hatte, auf der Terrasse, die einen unvergleichlichen Ausblick auf das tiefblaue Meer bot, und Richard musste sich mehrfach klarmachen, dass dieses Wirklichkeit und kein Traum war.

Am nächsten Tag zeigte Madeleine ihm das Anwesen, und, da er gut im Sattel saß, ritten sie auch eine Weile an der Küste entlang, die zwar felsig war, aber immer wieder an herausragenden Punkten zum Verweilen einlud, weil sie unglaubliche, spektakuläre Ausblicke auf das Meer bot.

Am späten Nachmittag, sie hatten sich umgezogen, um auf der Terrasse einen Apéritif zu nehmen, näherte sich Richard Madeleine und strich ihr mit einem Finger zart über die Schulter und den Hals. Er hatte sich gerade zu ihr hinuntergebeugt und war im Begriff, ihr einen Kuss auf die Lippen zu drücken, als unangemeldet ein nicht mehr ganz junger, groß gewachsener Mann, etwa von Richards eigener Größe, erschien.

„Pardon“, sagte der Mann, „ich wollte nicht stören.“

Madeleine fuhr herum.

„Tust du aber“, zischte sie.

„Entschuldige, meine Liebe, aber ich bin gekommen, um einen Blick in die Abrechnungsbücher zu werfen.“

„In die Bücher?“ fragte Madeleine entgeistert.

„Ich weiß doch, dass du es mit dem Rechnen nicht so hast, Schwesterchen. Aber vielleicht stellst du uns einander vor?“

Madeleine schäumte vor Wut, aber das wollte sie vor Richard nicht zeigen. Mit zusammengebissenen Zähnen stellte sie Richard ihren Bruder Jean-Pièrre vor.

„Wenn du nun die Güte hättest, die Bücher zu holen?“ wandte sich Jean-Pièrre freundlich an seine Schwester.

„Ich werde läuten.“

„Wenn du sie selbst holst, geht es schneller und du bist mich wieder los.“

Madeleine war klar, dass ihr Bruder mit Richard allein sein wollte, und sie fragte sich, wie er so schnell von Richards Anwesenheit erfahren hatte. Da hatte der Dorftratsch einmal wieder richtig gut funktioniert.

„Bin gleich wieder da!“ sagte sie hoheitsvoll und warf ihrem Bruder einen Blick zu, aus dem Dolche zu stoßen schienen.

Als sie verschwunden war, wandte sich Jean-Pièrre du Montignac freundlich an den Besucher.

„Sie sind Engländer?“ fragte er.

Nachdem Richard bejaht und kurz geschildert hatte, wer er war und welche Position er bekleidete, fragte der Franzose ohne Umschweife: „Haben Sie ernste Absichten in Bezug auf meine Schwester?“

Richard räusperte sich, zunächst sprachlos ob dieser Direktheit, doch dann nickte er.

„Ich kann Ihnen versichern, dass meine Absichten ehrenvoll sind. Ich kenne Ihre Schwester zwar noch nicht lange, aber ich liebe sie und möchte ihr einen Antrag machen. Allerdings weiß sie noch nichts davon“, sagte er in seinem besten Französisch.

Jean-Pièrre legte ihm leicht eine Hand auf die Schulter: „Lassen Sie uns ein paar Schritte gehen.“ Er dirigierte ihn in den Garten. Richard blickte sich um, doch Madeleine war nicht zu sehen. Dann zog er ein kleines, mit Samt bezogenes Kästchen aus der Tasche seines Fracks, das er schon seit dem gestrigen Abend dort deponiert hatte, und zeigte dem Franzosen den Inhalt.

Ungeachtet seiner ansonsten eleganten und untadeligen Erscheinung pfiff dieser ziemlich derb durch die Zähne. Dann schaute er Richard ins Gesicht.

„Meine Schwester ist an einen bestimmten Lebensstil gewöhnt.“

„Ich kann Ihnen versichern, dass es ihr an nichts fehlen wird. Ich besitze ein großes Haus in London, und es gibt ausreichend Personal, das für ihre Bequemlichkeit sorgen wird.“

Der Franzose nickte. „Ich habe eigentlich auch nichts anderes erwartet“, sagte er. Aber ich denke da auch an … verzeihen Sie, wenn ich persönlich werde … Ihr Alter.“

Damit hatte Madeleines Bruder den einen wunden Punkt getroffen, über den Richard sich auch schon Gedanken gemacht hatte.

„Ich glaube, wenn Madeleine mein Alter nicht stört, sollte es das Sie auch nicht“, antwortete er steif.

Jean-Pièrre nickte und wollte etwas erwidern, doch da kam Madeleine auf dem Kiesweg herbeigeeilt und warf förmlich ihrem Bruder mehrere dicke Kontorbücher in die Arme, die dieser mit einem Grinsen auffing, während er zwischen den Zähnen so etwas wie „Wildkatze“ murmelte.

„Dann kannst du uns ja jetzt allein lassen“, zischte sie, „grüß Marie-Ange von mir!“

Mit einer angedeuteten Verbeugung verabschiedete sich Jean-Pièrre.

„Was hat er Ihnen gesagt, was wollte er?“ fragte sie.

Richard zögerte, denn eigentlich wollte er die Katze noch nicht aus dem Sack lassen.

„Hat er Sie vor mir gewarnt?“

„Nein, nicht im Mindesten“, beeilte Richard sich zu versichern, „er hat nur gefragt, ob … ob ich ernste Absichten habe … äh … Ihnen gegenüber.“

Madeleine schaute zu ihm auf.

„Und, haben Sie?“ wollte sie fragen, doch sie verstummte, als Richard, ungeachtet der Tatsache, dass der Weg etwas staubig war und er sich vermutlich die Frackhose ruinierte, vor ihr in die Knie sank und ein Kästchen aus der Tasche seines Fracks hervorholte und aufklappte. Darin blitzte ein wunderschöner Ring, rundherum mit Brillanten besetzt, und vorne thronte ein größerer Brillant, eingefasst mit Saphiren.

Madeleine schluckte.

„Würden Sie mir die große Ehre erweisen, meine Frau zu werden, Madeleine?“ fragte Richard mit belegter Stimme.

Madeleine zögerte einen Augenblick. Sie hatte, da sie seine Gefühle für sie geahnt hatte und dieselben Gefühle für ihn hegte, schon befürchtet, dass er ihr einen Antrag machen würde, und sich mehrfach gefragt, ob es klug gewesen war, ihn einzuladen, wo sie sich erst so kurze Zeit kannten. Natürlich machte er sich nun Hoffnungen. Sie hätte sich wieder einmal ohrfeigen können, dass sie so impulsiv gewesen war.

Was sie dann tat, tat ihr selbst in der Seele weh: Sie nahm das Kästchen - Richard erhob bereits erfreut seinen Blick – klappte es zu und drückte es ihm wieder in die Hand. Verwirrt und enttäuscht stand er auf.

„Es ist mein Alter, Sie glauben, dass ich zu alt für Sie bin“, krächzte er mit vor Enttäuschung belegter Stimme.

Madeleine trat ganz dicht an ihn heran, legte eine Hand in seinen Nacken, zog seinen Kopf zu sich herunter und drückte ihm einen Kuss auf die Lippen.

„Nein, Richard, das denke ich nicht. Und es ist kein Nein.“

Richard blickte sie verwirrt an.

„Wenn ich glauben würde, dass Sie zu alt sind, hätte ich den Kontakt nach dem Abend im Casino abgebrochen.“

„Was ist es dann?“

„Das wissen Sie selbst sehr gut. Kommen Sie!“ Sie fasste ihn bei der Hand und zog ihn auf die Terrasse, wo der Butler meldete, dass das Dinner serviert sei.

„Das muss jetzt warten, stellen Sie es warm“, befahl Madeleine.

Als der Bedienstete verschwunden war, setzte Madeleine sich auf einen der Korbstühle und klopfte auf den, der neben dem ihren stand, damit auch Richard sich setzte.

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