Martina Lode-Gerke - Ein wahrer Gentleman

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Lord Richard Fairfax lernt in Frankreich die schöne Madeleine kennen, eine französische Gräfin, aber auch eine Frau, die emanzipiert ist und weiß, was sie will. Nach einem Jahr Bedenkzeit nimmt sie Richards Heiratsantrag an und geht zu ihm nach London. Doch schon bald tauchen dunkle Wolken am Honrizont auf, denn Richard hat viel zu tun, während Madeleine eigenlich nur für die Führung des herrschaftlichen Hauses zuständig ist – eine Aufgabe, die sie nicht ausfüllt. Und dann ist da noch Richards attraktiver Sohn David, der ein Auge auf seine attraktive Stiemutter geworfen hat …

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Richard hatte den Eindruck, dass Mademoiselle du Montignac, genau wie er, den Abschied hinauszögern wollte. Sie hatte ihm erzählt, dass sie in Monte Carlo nicht im Hotel, sondern auf ihrer eigenen Jacht im Hafen wohnte, und der Gedanke, in ihre Privatsphäre vordringen zu können, erschien ihm einerseits äußerst ungehörig, andererseits aber auch äußerst reizvoll. Dennoch fragte er skeptisch: „Können Sie denn eine Jacht steuern?“

„Auf dem offenen Meer ist es kein Problem, das habe ich schon oft gemacht, aber aus dem Hafen heraus lasse ich doch lieber meinen Bootsführer steuern.“

„Können wir ihn denn um diese Zeit wecken?“ fragte er überflüssigerweise, denn auch er hatte eigentlich keine Probleme damit, nachts seine Bediensteten aus dem Bett zu klingeln, wenn er etwas brauchte.

„Dafür wird er bezahlt“, war Madeleines einziger Kommentar.

An der Garderobe ließ sie sich von Richard ihre hauchzarte Chiffonstola um die Schultern legen, die mehr Dekoration war, als dass sie wirklich ihre Schultern gewärmt hätte.

Richard staunte nicht schlecht, als er das relativ große Schiff sah, das am Kai im Hafen sicher vertäut lag und ruhig vor sich hin dümpelte, und das Madeleine, das hatte sie ihm auf dem Weg zum Hafen erzählt, sich mit ihrem Bruder teilte. Ein weißlivrierter Steward hatte offenbar auf seine Herrin gewartet und kam sofort an Deck, als sie das Schiff betraten und ihre Schritte auf den perfekt geölten Planken aus Mahagoniholz zu hören waren. Madeleine bestellte eine Flasche Champagner und Austern, die sofort, nachdem der vom Steward aus dem Schlaf geholte Bootsführer die großen Motoren der Jacht brüllend zum Leben erweckt hatte, auf dem Oberdeck in einer veritablen schweren Silberschale auf Eis und mit Zitronen und Petersilie garniert serviert wurden.

Richard hatte eigentlich keinen Appetit, denn er war voll und ganz auf die schöne Frau vor ihm konzentriert und Schmetterlinge schienen in seinem Bauch zu flattern, wie er es nicht mehr erlebt hatte, als er noch ein junger Mann gewesen war und um Margaret geworben hatte. Madeleine hatte, nachdem er ihr seine Identität verraten hatte, sofort und problemlos ins Englische gewechselt, nachdem sie bemerkt hatte, dass er, obwohl er die französische Sprache sehr gut beherrschte, bisweilen nach Worten suchen musste. Das Schiff hatte Fahrt aufgenommen und der Fahrtwind verschaffte eine angenehme Frische, Madeleines Kleid flatterte ein wenig im Fahrtwind, so dass er besorgt fragte, ob ihr nicht zu kühl sei.

„Nein, außerdem werden wir gleich anhalten.“

Wie auf Kommando stoppte der Bootsführer die Jacht auf, die Motoren verstummten und man hörte nur noch das leise Plätschern der Wellen. Die Küste war nur noch zu erahnen, weil am Ufer einige Lichter zu sehen waren, und es war abgesehen vom Wellengeräusch unglaublich still um sie herum und angenehm temperiert. Richard fragte sich unwillkürlich, mit wie vielen Verehrern Mademoiselle du Montignac diesen Ausflug wohl schon gemacht hatte, als sie aufstand und an die Reling ging.

„Kommen Sie, gleich geht es los“, sagte sie und streckte ihren schlanken Arm nach Osten aus. In der Tat war am Horizont ein Lichtstreif zu erkennen, der zunächst nur die Wasseroberfläche aufblitzen ließ, bis dann die ersten Strahlen der Sonne aus dem Meer aufzutauchen schienen.

Richard hatte sich dicht hinter Madeleine gestellt und abwechselnd auf die aufgehende Sonne und die hübschen schwarzen Löckchen in ihrem Nacken gestarrt. Dass er ihr dabei sehr nah gekommen war, so dass er die Wärme ihres Körpers spüren konnte sowie sie die Wärme des seinen verspüren musste, schien sie nicht zu stören. Das Schauspiel, das sich ihnen bot, war atemberaubend.

„Habe ich Ihnen zuviel versprochen?“ fragte Madeleine, als die Sonne sich vollständig aus dem Meer erhoben hatte und ihre sanften, goldenen Strahlen über das Meer zu ihnen schickte und das Deck in ein warmes goldenes Licht tauchte.

Richard räusperte sich, denn er hatte Madeleine angeschaut, und sie hatte beim Herumdrehen seinen auf ihr ruhenden Blick bemerkt.

„Sie haben gar nicht den Sonnenaufgang angeschaut.“

„Doch“, verteidigte er sich, „nur nicht ausschließlich.“

Er nahm sich ein Herz und fasste sie bei dem Oberarmen, die so schlank waren, dass er sie mit seinen großen Händen mit den langen Fingern ganz umfassen konnte und die sich angenehm kühl anfühlten.

„Sie sind schöner als jeder Sonnenaufgang.“ Was wie ein Klischee klang, kam Richard aus dem vollen Herzen.

Madeleine schaute ihn an und wollte etwas erwidern, wobei sie ihre Lippen ein klein wenig öffnete, doch Richard nahm allen Mut zusammen und drückte seine Lippen auf die ihren. Er hatte das Gefühl, dass sein Blut in seinen Adern kochte. Madeleine wehrte sich nicht. Auch sie durchströmte eine wohlige Wärme und sie genoss den männlich-herben Duft, der von Richard ausging.

Es dauerte eine Weile, bis er von ihr abließ, und sie ließ sich viel Zeit, dem Bootsführer den Befehl zur Rückfahrt zu erteilen.

Im Hafen angekommen, trennten sich beide schweren Herzens voneinander, nicht, ohne dass Madeleine ihn für den nächsten Abend zum Dinner auf ihre Jacht einlud. Richards Herz hüpfte vor Freude und Erregung, als er leichtfüßig wie ein Zwanzigjähriger zu seinem Hotel zurückging. Doch er war sich auch der Tatsache bewusst, dass er in einer Woche würde wieder nach England zurückfahren müssen … Er ging sofort zu Bett, um noch ein wenig Schlaf zu bekommen, doch er wälzte sich in seinem Bett hin und her. Einerseits verfolgten ihn Bilder aus der Vergangenheit, glückliche Tage mit Margaret und den Kindern, andererseits konnte er das Bild dieser schönen jungen Frau, ihre Silhouette vor dem Sonnenaufgang nicht vergessen. Erst gegen Mittag schlief er tief ein, von Müdigkeit überwältigt, um am späten Nachmittag durch die Sonne, die ihm heiß und unbarmherzig ins Gesicht schien, denn er hatte vergessen, die Vorhänge zuzuziehen, wieder geweckt zu werden – gerade rechtzeitig, um sich anzukleiden und in der Stadt ein kleines Gastgeschenk für Madeleine zu besorgen.

Das Dinner auf ihrer Jacht, die an diesem Abend im Hafen vertäut blieb, weil ein recht kräftiger Mistral wehte, verlief in äußerster Harmonie. Richard war erstaunt und lobte, welche Köstlichkeiten Madeleines Koch auf dem Schiff gezaubert hatte, wobei Madeleine lächelnd gestand, dass einiges im Delikatessengeschäft in der Stadt erstanden worden war. Während sie sich angeregt unterhielten, konnte Richard sich einmal mehr davon überzeugen, dass diese Frau nicht nur ungewöhnlich schön, sondern auch außerordentlich klug war – viel klüger, als die meisten Frauen, die er bisher kennengelernt hatte, seine Margaret ausgenommen.

Doch Madeleine war, obwohl hohen Standes, sehr viel unkonventioneller als seine verstorbene Frau, vermutlich aufgrund ihres viel geringeren Alters. Hin und wieder erinnerte sie ihn an seine Tochter, die sich in ihrer Jugend einige Freiheiten herausgenommen und damit hin und wieder nicht nur sich selbst, sondern die ganze Familie in Schwierigkeiten gebracht hatte. Als sie sich gegen Mitternacht voneinander trennten und Richard ihr mitteilte, dass ihm nur noch wenige Tage in Monaco vergönnt sein würden, lud sie ihn spontan ein, sie für die restlichen Tage auf ihr Weingut zu begleiten. Richard war perplex ob dieser Ungezwungenheit und Spontaneität, willigte aber ohne zu zögern ein und versprach, am nächsten Morgen pünktlich um elf Uhr am Hafen zu sein, um mit ihr zu fahren.

Im Hotel angekommen fragte er sich, was Margaret wohl dazu gesagt hätte, dass er die Einladung dieser ihm eigentlich noch unbekannten Frau ohne zu zögern angenommen hatte. Vermutlich hätte sie tadelnd den Zeigefinger erhoben, aber dennoch gelächelt und ihm alles Gute gewünscht. Da er entgegen seiner üblichen Gewohnheit ohne Kammerdiener gereist war, machte er sich daran, seine Koffer zu packen und beglich die Hotelrechnung, denn er hatte nach reiflicher Überlegung beschlossen, am nächsten Morgen vor der Abfahrt noch einen Juwelier aufzusuchen …

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