Martina Lode-Gerke - Ein wahrer Gentleman

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Lord Richard Fairfax lernt in Frankreich die schöne Madeleine kennen, eine französische Gräfin, aber auch eine Frau, die emanzipiert ist und weiß, was sie will. Nach einem Jahr Bedenkzeit nimmt sie Richards Heiratsantrag an und geht zu ihm nach London. Doch schon bald tauchen dunkle Wolken am Honrizont auf, denn Richard hat viel zu tun, während Madeleine eigenlich nur für die Führung des herrschaftlichen Hauses zuständig ist – eine Aufgabe, die sie nicht ausfüllt. Und dann ist da noch Richards attraktiver Sohn David, der ein Auge auf seine attraktive Stiemutter geworfen hat …

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In drei Tagen würde es losgehen, sie würde ein neues Leben an der Seite dieses Mannes beginnen, den sie erst vor einem Jahr kennengelernt hatte … Ein wenig fürchtete sie sich vor dem, was sie in London erwartete.

Ein Jahr zuvor

Es waren bereits fünf Jahre vergangen, seit Margaret, die geliebte Ehefrau von Lord Richard Fairfax, an einer kurzen, aber schweren Krankheit verstorben war. Richard hatte seit dieser Zeit ein einsames Witwerndasein geführt und sich von gesellschaftlichen Ereignissen, zu denen er als Mitglied des Kabinetts und zweitältestem Sohn eines Earl regelmäßig eingeladen wurde, ferngehalten, so weit dieses möglich war, ohne unhöflich zu wirken. Es machte einfach keinen Spaß, stets fremde Damen, zumeist verwitwete ältliche Herzoginnen, zu Tisch führen zu müssen, die ihn während des Dinners mit langweiligen Geschichten aus ihren Wohltätigkeitskommittees zu unterhalten versuchten und sich anschließend beim Tanzen nach dem ersten Walzer entschuldigten, weil ihnen die Füße weh taten.

Seinem Sohn David war es zu verdanken, dass er zum ersten Mal nach Margarets Tod Urlaub machte, und zwar in Monte Carlo, wo er einmal mit seiner Frau gewesen war, als die beiden Kinder noch nicht geboren waren. David hatte gemeint, dass sein Vater endlich einmal wieder einen Tapetenwechsel brauche, nachdem er sich die ganzen Jahre in die Arbeit vergraben habe. Doch auch hier im mondänen Monte Carlo war es so, dass die meisten Urlauber Paare waren und die Frauen, die allein im Hotel dinierten, eher ältlich und durchaus nicht nach seinem Geschmack waren.

Eigentlich war das Spiel nicht seine Leidenschaft und es entsprach auch nicht seinen moralischen Grundsätzen, doch Richard beschloss an einem besonders heißen Augustabend, das berühmte Spielcasino zu besuchen. Die prachtvolle neobarocke Ausstattung gefiel ihm, und er bewunderte mehr das Ambiente denn dass er dem Glücksspiel gefrönt hätte. Doch er fand es durchaus interessant, die Menschen dabei zu beobachten, wie sie spielten und ihre Gewinne einstrichen oder mit ihren Verlusten umgingen. Er konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass mancher, der hier spielte, es sich eigentlich nicht leisten konnte.

Besonders widerlich fand er einen ziemlich beleibten Mann, der, wie es sein roter Kopf vermuten ließ, schon ziemlich viel Champagner oder auch stärkere Getränke genossen hatte und fürchterlich schwitzte, und der mit dem Geld am Roulettetisch nur so um sich warf. Richard, der zufällig in der unmittelbaren Nähe dieses vermutlich russischen Großfürsten gestanden und sich bereits abgewendet hatte, hörte hinter seinem Rücken, wie dieser Mann aufbrüllte und etwas in einer ihm unverständlichen Sprache – wahrscheinlich Russisch – dem Croupier an den Kopf warf, worauf dieser mit den Achseln zuckte und seine Arbeit stoisch weiter fortsetzte. Der Oligarch hatte offenbar genug vom Roulette und wollte zum Durchgang in den nächsten Saal stapfen, wobei ihm eine junge Frau im Weg stand, die er achtlos beiseite stieß.

Das Schicksal wollte es, dass die junge Frau, ein zartes und überaus ansehnliches Geschöpf, das Gleichgewicht verlor und Richard geradewegs in die Arme fiel, wobei sie den Inhalt ihres Champagnerglases über Richards sorgfältig gebügelten Frack verschüttete.

„Pardon“, hauchte sie und eine zarte Röte färbte ihr schönes Gesicht, das eine ansonsten frische, bräunliche Farbe hatte.

„Das ist nicht Ihre Schuld“, antwortete Richard, „dieser Trunkenbold hat sie angerempelt, ich hoffe, er hat Ihnen nicht weh getan.“

„Nein, nein“, beeilte sie sich zu sagen, wobei sie ihm offen ins Gesicht sah.

Richard bemerkte, dass sie strahlende grüne Augen hatte, in denen die Funken sprühten. Sein Herz zog sich auf merkwürdige Weise zusammen. Sie nestelte in ihrem Pompadour und brachte ein zartes, spitzenbesetztes Taschentuch zum Vorschein, mit dem sie begann, die Tropfen, die der Champagner auf den Revers seines Fracks hinterlassen hatte, wegzutupfen.

„Das macht wirklich nichts, das trocknet in der Hitze ganz schnell wieder“, beeilte er sich zu versichern, „aber Sie haben nichts mehr zu trinken. Vielleicht darf ich Sie auf ein Glas einladen?“

Sie nickte nur und sah ihm offen in die Augen, wobei sie den Kopf in den Nacken legen musste, da er fast einen Kopf größer war als sie.

„Vielleicht auf der Terrasse, da ist es kühler“, schlug sie vor.

Richard folgte ihr und bewunderte von hinten ihre schlanke Silhouette und das kunstvoll aufgesteckte, blauschwarze, perlengeschmückte Haar, das einen hübschen Kontrast zu der eher hellen Haut ihres Nackens bot.

„Sie sind Engländer?“ fragte sie, als sie einen Tisch gewählt und sich niedergelassen hatten.

Richard erhob sich wieder eilig von seinem Stuhl und verbeugte sich formvollendet: „Verzeihen Sie, wo sind meine Manieren! Ich habe mich gar nicht vorgestellt: Lord Richard Fairfax.“

„Madeleine du Montignac“, sagte sie und reichte ihm mit einer unnachahmlich galanten Geste ihre Hand zum Kuss, den er andeutungsweise auf ihren weißen, bis über die Ellbogen reichenden Handschuh hauchte.

„Sie wohnen in Monte Carlo?“

„Nein“, antwortete sie und sah ihm dabei direkt in die unglaublich blauen Augen, „aber ich wohne nicht weit von hier, ein Stück die Küste hinauf Richtung Westen. Es ist nur ein kleiner Ort, aber sehr hübsch. Die Ballsaison verbringe ich allerdings meist in Paris, wo mein Bruder und ich gemeinsam ein Stadtpalais haben ...“

„Sie machen hier Urlaub?“ fragte sie überflüssigerweise, nachdem sie eine Flasche Champagner bestellt hatten.

„Ja. Ich wohne gegenüber im Hotel.“

„Allein?“ Madeleine biss sich sofort auf die Lippen, denn natürlich ziemte es sich nicht, eine solche Frage einem ihr bislang völlig unbekannten Mann zu stellen, doch manchmal ging ihr Temperament mit ihr durch.

„Ja. Ich bin Witwer“, gestand Richard, „schon seit fünf Jahren.

„Oh.“

„Und Sie, Sie sind sicherlich nicht allein hier, eine attraktive Dame wie Sie.“

„Doch, ich bin unverheiratet, und manchmal fällt mir in Pramousquier die Decke auf den Kopf, und dann komme ich her und suche ein bisschen Abwechslung. Im Herbst gibt es immer viel zu tun, wenn Weinlese ist, aber der August ist meist ziemlich langweilig.“

„Weinlese?“ Wenn Richards Interesse an der schönen jungen Frau nicht schon längst geweckt gewesen wäre, wäre es jetzt spätestens erwacht, denn er war ein Weinliebhaber und auch ausgezeichneter Weinkenner – seine zweite Schwäche neben der für schöne Frauen.

„Mein Vater hatte ein sehr großes Weingut, das er meinem Bruder und mir jeweils zur Hälfte hinterlassen hat.“

„Sehr fortschrittlich, Ihr Vater“, bemerkte Richard, der mit Verbitterung daran dachte, dass sein unfähiger älterer Bruder nicht nur den Titel seines Vaters, sondern auch das große Herrenhaus, die Ländereien und den größten Teil des Vermögens erben würde.

Madeleine lächelte versonnen: „Ja, das war er vermutlich.“

Es war bereits in den frühen Morgenstunden, der Champagner längst ausgetrunken und die Kellner warteten schon mehr oder weniger ungeduldig, als Richard sagte: „Ich glaube, die wollen uns nicht mehr hier haben.“

Madeleine lachte: „Ja, das sieht so aus.“

Als sie sich erhoben, sagte Richard, nachdem er die Rechnung beglichen hatte: „Ich hoffe, dass wir uns sehr bald wiedersehen.“

Madeleine drehte sich unvermittelt um, so dass ihre Gesichter sich sehr nahe kamen und er den zarten Duft einatmen konnte, den ihr gepudertes Gesicht und das gepuderte Dekolleté verströmten.

„Haben Sie schon einmal einen Sonnenaufgang auf dem Meer beobachtet?“ fragte sie.

Richard schüttelte den Kopf: „Nein, noch niemals.“

„Das sollten Sie unbedingt erleben. Wie wäre es, wenn Sie mich zu meiner Jacht begleiten und wir hinausfahren?“

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