David Wilhelm Beckmann - Donovan

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Eine idyllische Kleinstadt am Rande Australiens. Leonie erscheint ihr neues Zuhause als das reinste Paradies. Besonders der charismatische Bürgermeister Daniel Donovan, der hier von jedermann bewundert wird, hat es ihr angetan. Doch bald schon zieht sie mit einer unaussprechlichen Anschuldigung den Zorn der Bewohner auf sich. Donovan und seine Stadt zeigen ihre wahren Gesichter und das Mädchen findet sich in einem Albtraum wieder, an einem Ort, den es nie hätte betreten sollen, mit einer Geschichte, die es niemals kennen wollte. Die Ereignisse überschlagen sich und schließlich muss Leonie sich fragen, ob sie all das nicht vielleicht sogar verdient hat. Und ob es überhaupt noch einen Ausweg für sie gibt.

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Der Besitzer, den Leonie als »Bill« vermutete, war nicht zu sehen. Er befand sich wohl irgendwo im hinteren Bereich seines Ladens und schien mit irgendetwas zu ringen, das sich seinem Willen widersetzte, denn wiederholtes Poltern und genervte Seufzer dekorierten die Klangkulisse des Raumes.

»Ich komme sofort!«, schrie er plötzlich, obwohl Michael, Sophie und Leonie den Laden quasi geräuschlos betreten hatten. Ohne Worte drückte Michael Leonie ihr Schwesterchen in die Arme. Sophie gluckste fröhlich und Leonie murmelte: »Mann, du bist ganz schön fett geworden, Kleine.« Wenn sie so darüber nachdachte, richtete sich ihr Unmut aber eher gegen ihren Vater als gegen ihre etwas zu pummelige Schwester und sie knuddelte das Mädchen wie zur Entschuldigung.

Michael machte sich derweil auf den Weg in die Richtung, aus der die angestrengte Stimme gekommen war. »Kann ich vielleicht helfen?«, rief er und verschwand hinter einem der Regale. Daraufhin unterhielten sich die Männer leise, sodass Leonie sie nicht mehr verstehen konnte. Sie wollte aber auch gar nicht zuhören. Was hätte sie schon aus so einem Dialog gelernt? Sie fühlte sich allein gelassen. Obwohl ihr Vater ihr auf die Nerven ging, konnte sie es nicht leiden, wenn er einfach verschwand. Genauso war es ihr in der vorherigen Nacht an der Tankstelle gegangen.

Sie setzte Sophie auf die Kasse und versuchte doch um das Regal herum zu lugen um zu sehen welche Schlacht dort geschlagen wurde, als sie, nunmehr zum zweiten Mal an diesem Tag, eine Stimme zusammenfahren ließ.

»Guten Tag, die Damen.«

Wann immer sie zuvor jemanden »Guten Tag« sagen hören hatte – was man hier ständig hörte – war es die müde, nasale, australische Fassung des Grußes gewesen. Leonie selbst beherrschte sowohl den australischen, als auch den irischen Akzent, sodass sie jeweils ihren Vater oder ihre Mutter damit aufziehen oder sie einfach dann benutzen konnte, wenn sie nicht verstanden werden wollte. Als Fan der hiesigen Sprechweise hätte sie sich allerdings trotzdem nicht bezeichnet.

Diese Stimme aber, australischer Akzent hin oder her, klang angenehm und war die freundlichste der Welt, wie sie bereits wusste.

Leonie fuhr herum und erblickte eine Fata Morgana. Das war die einzige logische Erklärung. In der Tür stand niemand anderer als Daniel Donovan, wie er leibte und lebte. Leonies Gedanken explodierten schlagartig: Donovan ist hier in dieser Stadt? Was macht er hier? Wohnt er hier? Arbeitet er hier? Wie kann so ein Zufall möglich sein? Ich dachte ich sehe ihn nie wieder.

Und: Verdammt, warum hab ich nur diese Klamotten angezogen?

Anmerken ließ das Mädchen sich seine Aufregung aber überhaupt nicht. Sie setzte ihr (hoffentlich) schönstes Lächeln auf, lehnte sich (hoffentlich) elegant gegen die Kasse und antwortete euphorisch: »Doctor Donovan! Was machen Sie denn hier?« Hinten polterte es geräuschvoll und Bill und Michael fluchten im Chor, was den Moment zerstörte und Donovan veranlasste, die Situation auszukundschaften. Er bedeutete Leonie mit einer Geste und seinem typischen Lächeln, sie solle einen Moment warten und lugte seinerseits um die Ecke. Leonie tat wie geheißen und beobachtete Donovan eingehend, als er sich hinter die Regale verdrückte. So lange, dass sie beinahe das Gleichgewicht verlor, als sie sich immer weiter nach hinten über die Theke lehnte um ihn nicht aus den Augen zu verlieren. Es gelang ihr gerade so sich zu fangen und sie saß eine kleine Weile gemeinsam mit Sophie die Holzfläche warm, über die täglich so ziemlich alle Lebensmittel Balling's Capes wanderten, und wartete.

Sie überlegte fieberhaft, worüber sie mit Donovan sprechen könnte, doch ihr fiel nichts Vernünftiges ein. Was aber keine Rolle spielte, da sie in seiner Gegenwart sowieso kein Wort herausbekam, von belanglosem »Hallo« und »Tschüss« einmal abgesehen.

Es vergingen wenige Minuten, bis alle drei Männer in den vorderen Teil des Ladens zurückkehrten. In dieser Zeit kam niemand herein und einige andere auf der gegenüberliegenden Straßenseite hatten ihre Türen bereits geschlossen. Die Sonne stand inzwischen recht tief am Himmel und tauchte Leonies Umgebung in orangerotes Licht. Sie hoffte, dass sie einigermaßen ansehnlich aussah, ja, sie betete regelrecht dafür.

Donovan, der das Trio anführte, warf ihr jedenfalls einen Blick zu, den sie nicht recht interpretieren konnte. Sie entschied sich aber, ihn als einen anzunehmen, den man einer schönen Frau schenkte und nicht als einen, den man einem sechzehnjährigen Mädchen zuwarf, das unhöflicherweise auf der Kasse hockte. Letzteren bekam sie dafür von Michael und sie rutschte, bedacht darauf, eine gute Figur zu machen, zurück auf ihre Füße.

Als Bill, ein übergewichtiger Mann in zu engen Klamotten und lichtem dunklen Haar, sich hinter seine Kasse begab, fragte sie in die Runde »Was war denn los?«, wünschte sich aber insgeheim, dass drei der fünf anwesenden Personen im Erdboden versinken oder sonst wie verschwinden würden, sodass sie mit der verbleibenden allein sein konnte.

Das geschah natürlich nicht.

Stattdessen antwortete ein stark schwitzender Bill außer Atem: »Kleine Schwierigkeit im Lager.« Er massierte seine Brust mit dem Handballen.

Und ein ebenso erschöpfter Michael fügte hinzu: »Alles wieder in Ordnung. Waren nur ein paar Kisten umgekippt.«

»Die Fleischlieferung«, bestätigte Bill nickend, als wäre es wichtig und tupfte sich den Schweiß mit einem Tuch von der Stirn. Er bemühte sich zu lächeln, aber sein Gesicht sah seltsam aus, wie aus Knete modelliert – von einem Kunstschüler, bar jeglicher Ambitionen.

»Na, ein Glück, dass ich da war, sonst hätten Sie noch Sophie engagieren müssen, was Michael?« Donovan gab ihm einen freundschaftlichen Klaps auf den Rücken und Michael hätte wahrscheinlich gelacht, wenn er nicht noch immer stoßweise geatmet hätte. An Donovan aber schien die Anstrengung abgeperlt zu sein, was Leonie nicht sonderlich überraschte. Michael war schon immer ein halbes Hemd gewesen und dieser Bill schien eher dick als stark zu sein. Donovan dagegen hätte vermutlich beide Männer gleichzeitig tragen können, ohne eine Miene zu verziehen.

Leonie bemerkte, dass sie ihn anstarrte und suchte sich schnell ein alternatives Ziel für ihren Blick. Das war aber gar nicht so einfach, denn auf ihre Augen wirkte er magnetisch. Sie sammelte sich und versuchte endlich ein Gespräch zu beginnen, das ihre Fragen beantworten würde. »Arbeiten sie hier in Balling's Cape, Doctor Donovan?«, fragte sie.

Er antwortete mit einem fragenden Blick, der Leonie das Gefühl gab etwas Falsches gesagt zu haben. In diesem Moment begann Sophie wie am Spieß zu schreien. Leonie sah zu ihr herüber, konnte aber den Grund für ihr Geplärre nicht ausmachen. Donovan begab sich zu dem Kleinkind und kam Leonie dabei sehr nahe und erschien ihr dabei sogar noch größer. Er sah Sophie in die Augen und nahm sie dann auf den massigen Arm um sie hin und her zu wiegen.

»Na, haben Sie denn meinen Brief nicht bekommen?«, fragte er zurück, während er zwischen Leonie und ihrem Vater hin und her blickte. Wäre Leonies Leben ein Comic (und sie glaubte manchmal, das wäre es), wäre ihr Kiefer auf den Boden geklatscht oder ihre Augen aus den Höhlen gesprungen. Stattdessen machte sie in etwa das Gesicht, das Sophie wohl machen würde, versuchte man ihr das Sonnensystem zu erklären.

Donovan war Bürgermeister von Balling's Cape? Und noch viel wichtiger, er hatte ihr, Leonie, einen Brief geschrieben? Das musste nun wirklich ein Scherz sein. Michael schien ebenfalls überrascht. »Sie haben uns einen Brief geschrieben? Wir haben aber keinen Brief bekommen.« Der Stolz in seiner Stimme glich dem, den Leonie auch bei Chief Richmond gehört hatte. Viel erstaunlicher fand sie aber, dass sie sich vorhin in der Küche offenbar mit der Luft unterhalten hatte.

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