David Wilhelm Beckmann - Donovan

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Donovan: краткое содержание, описание и аннотация

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Eine idyllische Kleinstadt am Rande Australiens. Leonie erscheint ihr neues Zuhause als das reinste Paradies. Besonders der charismatische Bürgermeister Daniel Donovan, der hier von jedermann bewundert wird, hat es ihr angetan. Doch bald schon zieht sie mit einer unaussprechlichen Anschuldigung den Zorn der Bewohner auf sich. Donovan und seine Stadt zeigen ihre wahren Gesichter und das Mädchen findet sich in einem Albtraum wieder, an einem Ort, den es nie hätte betreten sollen, mit einer Geschichte, die es niemals kennen wollte. Die Ereignisse überschlagen sich und schließlich muss Leonie sich fragen, ob sie all das nicht vielleicht sogar verdient hat. Und ob es überhaupt noch einen Ausweg für sie gibt.

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Dass es etwas seltsam war, dass dieser Fremde ihrem Vater bereits jetzt ihren Namen hatte entlocken können, wäre Leonie selbst dann gleichgültig gewesen, hätte sie darüber nachgedacht. An Michaels Stelle hätte sie vermutlich dasselbe getan. Diesem Mann würde sie alles erzählen und alles glauben. Hätte er behauptet, er sei der Auferstandene persönlich, Leonie hätte keine Sekunde daran gezweifelt.

Die gnadenlose Freundlichkeit, die in dem Lächeln lag, das ihr entgegen leuchtete, machte es ihr nicht leichter, etwas zu erwidern, doch sie versuchte es dennoch. »Äh, ja. Genau. Und Sie?« Sie kam sich selbst unhöflich vor, dabei klang sie mehr nach kleinem Mädchen, als nach irgendetwas anderem, aber sie war plötzlich nicht länger in der Lage, ihren Tonfall zu kontrollieren. Alles, was sie sagte, klang eine Oktave höher als normal. Weder dem Fremden, noch ihrem Vater schien das aufzufallen. Dabei schwitzte sie fürchterlich, ihre Kleider klebten ihr am Körper und sie fürchtete, dass es diesmal nicht nur am australischen Klima lag, das mit jedem Meter, den sie sich dem Norden näherten, tropischer wurde.

Wieder huschte ein Lächeln über das Gesicht des Mannes, für das Leonie gemordet hätte, ehe er antwortete. »Schön, dich kennenzulernen, Leonie. Doctor Daniel Donovan.« Er machte Anstalten, ihr die Hand zu geben, doch sie schaltete nicht schnell genug und er ließ sie wieder sinken. Während er sich bewegte, konnte Leonie unter seiner dunklen Kleidung deutlich die Kraft in seinen Armen und Schultern erkennen. Der Kerl war riesig. Michael Fitzpatrick sah aus wie ein Zwerg neben einem Comichelden, und jedem den Leonie kannte, wäre es genauso ergangen. Vielleicht stammte er ja wirklich nicht aus dieser Welt.

Nachdem sie, abgelenkt durch ihre Beobachtungen, nichts erwiderte, fuhr Donovan mit einer Hand durch sein goldblondes Haar und seinen weichen Bart derselben Farbe – er schien kaum zu schwitzen – und fügte hinzu: »Ein blöder Name, nicht wahr? Diese schreckliche Alliteration. Ich hab nie erfahren, was sich meine lieben Eltern eigentlich dabei gedacht haben. Na ja, ganz unschuldig bin ich auch nicht. Immerhin hab ich es noch schlimmer gemacht und promoviert.«

Michael war augenblicklich wieder den Tränen nahe. Leonie brachte nur ein verzerrtes Lächeln zustande. Als ihr Vater sich erneut gefangen hatte und ihr Schweigen bemerkte, sagte er: »Eine Alliteration ist, wenn zwei Wörter, die nacheinander stehen, mit demselben – «

»Ich weiß, was eine Alliteration ist, Dad, ich bin in der zehnten Klasse!« Leonie konnte spüren, wie ihr die Röte ins Gesicht schoss und sich mit dem Rot ihrer Haare beißen würde, doch Donovan schien das nicht im Entferntesten zu amüsieren. Immerhin hatte sie ihre Stimme wieder gefunden und fühlte sich nun etwas besser. So verfügte sie über genug Fassung, ihm zu antworten. Dennoch, erwidern konnte sie lediglich heiser: »Ich bin in der zehnten Klasse.« Und das klang kein bisschen stolz.

Ein Nicken von Donovan war die Antwort, anerkennend oder schadenfroh, das konnte Leonie nicht deuten, vielleicht ein wenig von beidem. Und endlich kam das Mädchen auf das naheliegende Gesprächsthema. »Was für ein Arzt sind Sie denn?«, fragte sie und aus Angst erneut unhöflich zu wirken schleuderte sie noch ein »Wenn ich fragen darf?« hinterher.

Donovan antwortete prompt: »Psychiater. Und natürlich darfst du fragen, wenn ich schon mit meinem Titel angebe.«

Oh Scheiße, explodierte es plötzlich in Leonies Kopf, ein Seelenklempner, der hat bestimmt längst alle möglichen Macken an mir entdeckt. Im selben Moment bemerkte sie, dass sie ihren Pferdeschwanz schon seit geraumer Zeit um ihre Finger zwirbelte – wie lange genau, wusste sie nicht, genauso wenig ob Donovan es bemerkt hatte. Doch so viel verstand auch Leonie von Psychologie: Wenn eine Frau vor einem Mann mit ihren Haaren spielt, dann kann sie ihn auch gleich fragen, wie weit es bis zu ihm nach Hause ist.

(Also ... hatte sie gehört.)

Peinlich berührt steckte sie ihre Hände in die Hosentaschen. Viel zu plötzlich. Für Donovan musste es wie ein Krampfanfall ausgesehen haben, glaubte sie.

Irgendwo lief ein Radio und ein uraltes Liebeslied schwirrte knisternd durch die Luft. Irgendwas, das Sinatra vielleicht gesungen hatte. Weil ihr nichts besseres einfiel, grinste Leonie Donovan nur noch über beide Ohren hinweg an und wünschte sich, dass ihr Vater endlich sein Hirn wieder einschalten und sie aus dieser Situation befreien würde. Wie viele Dummheiten konnte ein Mensch denn in einem Gespräch nur begehen? Sie war dabei, es in einer Feldstudie an der eigenen Person herauszufinden.

Donovan selbst war es, der schließlich ihren Albtraum beendete. »Na schön, es war sehr nett Sie kennenzulernen, aber ich muss dann weiter.« Nun endlich drückte er Leonies Hand, die in seiner zu verschwinden drohte, und diesmal war sie schnell genug. Sein Händedruck war fest und warm und, so kam es ihr zumindest vor, länger als es üblich war. Dass sich ihre Pupillen längst geweitet hatten, konnte Leonie zwar nicht bemerken – es ist eine unbewusste Reaktion, auf etwas, das uns gefällt –, doch das Gefühl, welches sie durchfuhr, war nicht weniger angenehm, als es ihre blauen Augen nach außen hin signalisierten.

Zu Michael gewandt sagte der Arzt: »Wie gesagt, Mister Fitzpatrick, falls Sie Interesse haben, meine Tür steht immer offen.« Leonie hatte keine Ahnung, was das bedeuten sollte, aber sie war sowieso nur halb anwesend. Am liebsten hätte sie gleich nochmal nach seiner Hand gegriffen. Oder sich gleich in seine starken Arme geworfen.

Die beiden Männer schüttelten ebenfalls die Hände und Donovan verließ lächelnd und mit großen Schritten den Raum, während Vater und Tochter Fitzpatrick ihm ehrfürchtig hinterhergafften.

Das Radio spielte jetzt Queen und Freddie Mercury sang Another One Bites the Dust.

Kaum hatte die Mensch gewordene Bildhauerei sich aus ihrem Blickfeld entfernt, kehrte Michael, im Gegensatz zu seiner Tochter, in das Reich der logisch Denkenden zurück. Er störte den Kassierer, der offenbar versucht hatte, ein Schläfchen zu halten, zerrte ihn hinter die Kasse und bezahlte hektisch. Wortlos traten er und Leonie wieder in die warme Nachtluft hinaus, als Michael plötzlich völlig überstürzt zum Wagen galoppierte. Perplex brauchte Leonie einen Moment länger um zu verstehen. Ihre Schwester. In ihrem Ärger über Michael hatte sie vollkommen ihre kleine Schwester Sophie vergessen. Leonie rannte ihrem Vater hinterher um die Zapfsäulen herum und sah das Unvermeidliche: Eine der hinteren Türen stand offen und der Kindersitz auf der Rückbank war leer.

Michael starrte von der Fahrerseite in den Wagen. »Du hast sie alleine gelassen?«, schrie er sie über das Dach hinweg an. Leonie wären hundert Antworten eingefallen, die alle mit seiner Mitschuld zu tun hatten, doch er schien mit überhaupt keiner zu rechnen und so schluckte sie sie alle hinunter. »Sie ist zwei Jahre alt, verdammt nochmal!« Michael rannte aufgeregt über das Tankstellengelände und blickte in alle Richtungen gleichzeitig. Zwecklos, bei diesem Licht war es unmöglich, etwas zu erkennen. Zwei Jahre und verdammt faul, dachte Leonie. Sie konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass Sophie von selbst aus dem Wagen klettern und einfach davonlaufen würde. Auch wenn sie es durchaus nachvollziehen konnte. Vor ihrem Vater wollte auch Leonie des öfteren die Flucht ergreifen. Der heutige Tag war nicht die Ausnahme.

»Du bleibst hier!«, befahl Michael, bereits in der Dunkelheit verschwindend.

Leonie stand noch immer entgeistert neben der offenstehenden Wagentür und fragte sich, wieso Michael nicht die Kindersicherung benutzt hatte um die Türen zu verriegeln. War er so zerstreut gewesen? Oder hatte er es doch getan? Aber wenn ja, wie hatte es dann eine Zweijährige bewerkstelligt, die Tür zu öffnen? Scheiße, war alles, was Leonies Hirn dazu einfallen wollte.

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