David Wilhelm Beckmann - Donovan

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Eine idyllische Kleinstadt am Rande Australiens. Leonie erscheint ihr neues Zuhause als das reinste Paradies. Besonders der charismatische Bürgermeister Daniel Donovan, der hier von jedermann bewundert wird, hat es ihr angetan. Doch bald schon zieht sie mit einer unaussprechlichen Anschuldigung den Zorn der Bewohner auf sich. Donovan und seine Stadt zeigen ihre wahren Gesichter und das Mädchen findet sich in einem Albtraum wieder, an einem Ort, den es nie hätte betreten sollen, mit einer Geschichte, die es niemals kennen wollte. Die Ereignisse überschlagen sich und schließlich muss Leonie sich fragen, ob sie all das nicht vielleicht sogar verdient hat. Und ob es überhaupt noch einen Ausweg für sie gibt.

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Nachdem Michael den Tisch abgeräumt und Sophie ins Bett gebracht hatte, die nach dem sonderbaren Vorfall bald einschlief, widmete sich Leonie wieder ihren Umzugskartons, die ihr, ohne dass sie darum gebeten hatte von ihrem Vater die Treppe hinauf bugsiert wurden.

»Danke«, sagte sie kleinlaut, aber er antwortete nicht. Stattdessen verzog er sich in sein Zimmer und hinterließ eine nachdenkliche Leonie. Sie hörte durch die Wände gedämpft, wie er seine Tür schloss und plötzlich schien es um sie unheimlich still zu sein. Sie fühlte sich allein. Etwas niedergeschlagen sah sie sich in ihrem Zimmer um, das sie bisher überhaupt noch nicht in Augenschein genommen hatte.

In zwei Wänden gab es Fenster, jeweils gegenüber befanden sich das Bett und die Tür. Neben dieser stand ein großer Kleiderschrank und unter einem der Fenster ein Schreibtisch. Alle Möbel waren strahlend weiß, ebenso die Vorhänge, die Leonie zu zog, nachdem sie einen Blick hinaus geworfen hatte. Das Sonnenlicht war inzwischen verschwunden und sie schaltete die elektrische Deckenlampe ein, die den Raum in ein warmes Orange tauchte. Dann widmete sie sich endlich ihrer eigentlichen Aufgabe, dem Öffnen der Kartons und der Erforschung ihres Inhalts.

Sie fand natürlich ihre Bücher und Filme, aber auch CDs, Klamotten und viel Krimskrams, an den sie sich nicht einmal wirklich erinnerte. Dinge wie eine unnötig große Sonnenbrille, einen Anspitzer, der aussah wie eine Katze und einen dieser Rätselwürfel, mit den vielen Farben, deren Name ihr nie einfallen wollte. Ein paar Kopfhörer, ihr Tagebuch, in das sie zuletzt vor acht Jahren etwas geschrieben hatte, und ein Foto ihrer Eltern, auf dem ihr Vater ihre Mutter glücklich im Arm hielt.

Es fühlte sich an, als sei das eine Ewigkeit her.

Auf einmal fragte sich Leonie, was ihre Mutter wohl gerade tat. Ob sie wohl noch wach war? Sie wollte es herausfinden. Leonie suchte und fand ihren Laptop, der sofort höchste Priorität erlangte. Alles andere warf sie einfach aufs Bett. Sie stöpselte das Kabel in eine Steckdose, die sie neben ihrem Bett fand. Sehr komfortabel. Dann schaltete sie ihn ein und wartete ungeduldig auf das blaue Licht, das sie empfing. Die kleine digitale Uhr teilte ihr mit, dass es bereits nach elf war.

Sofort klickte sie auf den kleinen, roten Fuchs auf ihrem Desktop; sie hatte früher schon während Klassenfahrten über Facebook mit ihrer Mutter kommuniziert, denn die arbeitete ohnehin meist im Büro und hatte fast stündlich erfahren müssen, was Leonie so erlebte. Leonie hatte das damals wahnsinnig genervt. Nun vermisste sie es.

Das Fenster, das sich auf Leonies Bildschirm öffnete, zeigte aber nicht das erwartete weiße Suchfeld, sondern die Meldung:

[Fehler: Server nicht gefunden]

Sie wiederholte den Versuch, doch nichts geschah. Das Internet war tot. Vielleicht gab es keinen Anschluss und es musste erst noch eingerichtet werden. Wer auch immer zuvor hier gewohnt hatte, musste wohl ohne Internetverbindung ausgekommen sein. Wie das möglich sein sollte, war Leonie zwar schleierhaft, doch sie begnügte sich für den Moment damit, denn ihr Handy würde so oder so funktionieren, sie würde die Tradition eben einmal brechen müssen. Manchmal vergaß sie, dass Facebook nicht die einzige Form der Kommunikation war.

Leonie langte in ihre Hosentasche und zog es hervor, doch zu ihrem Entsetzen war auf dem Display kein einziger der kleinen Balken zu sehen. War das Netz etwa auch tot?

Das kann nicht sein, dachte sie, öffnete die Tür, durchquerte mit großen Schritten den Flur und hämmerte an Michaels Tür. Sie wartete nicht einmal bis er Antwort gab, sondern marschierte einfach hinein.

Er saß im Dunkeln auf seinem Bett und versuchte hastig zu verstecken, was er gerade, im schummrigen, gelben Schein der Straßenlaternen, der durch sein Fenster fiel, angesehen hatte. Er ließ es in der obersten Schublade seiner Kommode verschwinden, doch Leonie wusste längst worum es sich handelte. Michael hatte in etwa dieselbe Entdeckung gemacht wie seine Tochter. Das Foto ihrer Mutter hatte im Wohnzimmer gestanden, solange sie denken konnte, auch wenn es alle paar Jahre durch ein neues ersetzt worden war.

Das war neu für Leonie. Sie war bislang davon ausgegangen, dass sich ihre Eltern zu gleichen Teilen hassten und quasi gemeinsam ihrer Trennung entgegengefiebert hatten, wie einem besonders lange erwarteten Urlaub, der für immer andauern würde. Aber damit hatte sie ganz offensichtlich falsch gelegen. Er wollte sich also gar nicht scheiden lassen?

Als er sie ansah, konnte Leonie Tränen in Michaels Augen erkennen und sein Blick war der traurigste, den sie je gesehen hatte. Und sie hatten mal einen Hund gehabt, Candy, der hatte diesen Blick echt drauf gehabt. Candy war irgendwann gestorben, aber die Ehe von Michael und Jennifer hatte vielleicht doch noch eine Chance. Ein Grund mehr, schnell Kontakt zu ihrer Mutter aufzunehmen, dennoch, das Internet war für Leonie gerade völlig zweitrangig geworden.

Sie setzte sich behutsam auf die Bettkante, neben ihren Vater und umarmte ihn, so wie er sie in der Nacht zuvor auf der Motorhaube seines Wagens in den Arm genommen hatte, als sie beide für einen schrecklichen Moment dachten, sie würden Sophie nie wieder sehen. Michael legte einen Arm um seine Tochter und sie lehnte ihren Kopf gegen seine Schulter. Wortlos saßen sie eine ganze Weile da, denn es gab nichts zu sagen, was sie nicht beide schon wussten.

Irgendwo auf der Straße erklang Katzengesang. Das schwarze Fell des Tieres war im Dunkel der Nacht kaum zu erkennen, doch Leonie hätte sich ohnehin nicht die Mühe gemacht, hinauszusehen und nach der Katze Ausschau zu halten. Nach einer Weile war das Tier verschwunden. Leonie hörte das Geräusch nie wieder.

Später in der Nacht, als sie in ihrem eigenen Bett lag, dröhnte ihr der Kopf. Sie schien zu viele Gedanken auf einmal zu denken und hatte so viele Fragen, dass sie nicht wusste wo sie anfangen sollte. Einschlafen konnte sie schon gar nicht, auch wenn sie eigentlich nichts dagegen einzuwenden gehabt hätte. Sie schwitzte, obwohl sie schon in nicht viel mehr als Unterwäsche schlief, und die Schatten an der Decke lenkten sie noch zusätzlich ab. Nicht weil sie sich fürchtete, sie war ja kein kleines Kind mehr, sondern weil Leonie das Gefühl hatte, darin Formen zu erkennen. Gesichter, die sie beobachteten und alle möglichen Tiere, ganz so als läge sie auf einer Wiese und schaute den Wolken zu, die ständig ihre Form änderten und langsam unter dem großen Blau dahin trieben.

Nachdem sie sich scheinbar seit Stunden von einer Seite auf die andere und wieder zurück gewälzt hatte, beschloss sie aufzustehen und einen Schluck zu trinken. Solche Nachtspaziergänge hatten ihr in der Vergangenheit schon beim Einschlafen geholfen und würden es bestimmt immer noch, außerdem hatte sie ja gerade nichts anderes vor.

Sie schlüpfte aus dem Bett und öffnete vorsichtig die Tür, denn sie wollte weder Sophie noch ihren Vater aufwecken, für den sie mittlerweile wieder ein wenig Mitgefühl hegte. Sie schlich durch den Flur und ging auf Zehenspitzen die Stufen hinunter in die Küche; an ihren nackten Füßen war der kühle Holzboden ein angenehmer Kontrast zur selbst in der Nacht noch warmen Tropenluft, und die stille Dunkelheit, in der die Dinge nur als Silhouetten zu existieren schienen empfand Leonie als fast ebenso wohltuend wie das gleißende Sonnenlicht, das den Raum am Tag noch erfüllt hatte.

Zu ihrer Freude hatte Michael Milch gekauft und sie genehmigte sich ein Glas. Fast so gut wie Kakao, dachte sie. An den Tisch setzte sie sich nicht, aus Angst, sie könnte beim Stühlerücken zu viel Lärm verursachen. Sie ließ den Blick durch den Raum schweifen und ihr kam eine andere Idee.

Die Terrasse war nicht sehr groß, aber ihre – natürlich unverschlossenen – Türen öffneten sich geräuschlos und als sie von hier in den Nachthimmel schaute, konnte Leonie alle Sterne erkennen, denn Balling's Cape war nachts kaum beleuchtet und warf kein künstliches Licht in die Höhe, wie es Großstädte taten. Ein Stückchen Heimat, dachte Leonie, egal wohin wir gehen, der Himmel über uns bleibt immer derselbe. Wo hatte sie das noch gleich gehört? Ob ihre Mutter vielleicht gerade auch die Sterne beobachtete? Oder vielleicht Daniel? Leonie fiel gar nicht auf, dass sie ihn in Gedanken inzwischen beim Vornamen nannte. Ganz bewusst fragte sie sich allerdings, wie wohl sein zweiter Vornahme lautete. Wofür konnte »J« stehen? Daniel Jacob, Daniel Jonathan? Sie würde ihn danach fragen, ganz bestimmt.

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