Bernd Schremmer - Adam und Eva
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Als Gott, der Herr, sie erschuf, mochten sie an Geist und körperlicher Beschaffenheit etwa im Alter von zwanzig Jahren gewesen sein. Nun waren sie nahezu doppelt so alt und doppelt soviel an der Zahl in ihrer Hütte. Schon nach einigen Tagen wurde Adam klar, sie würden anbauen, die Hütte um einen Raum erweitern müssen.
Und also ging er alsbald ans Werk.
So vergingen die Tage. Und Adam erkannte abermals sein Weib, und Eva ward abermals schwanger. Und nach der gesetzten Zeit gebar sie einen Sohn und zwei Zwillingsschwestern. Den Zweitgeborenen nannten sie Abel und seine Schwestern Zippora und Bitja.
So steht es geschrieben.
Nun Vater von fünf Kindern, wurde Adam von Tag zu Tag häuslicher. Er half Eva, wo er nur konnte. Er nahm ihr die zwei Älteren ab, wenn sie von den drei Jüngeren voll in Anspruch genommen war. Er spielte mit Kain und seiner Schwester im Hauptraum, während sie Abel und seine Schwestern im Nebenraum, den sie schon bald Kinderstube nannten, fütterte.
Mehr noch als früher betrieben sie all ihre Wirtschaft gemeinsam. Im Hausgarten bauten sie, nach Eva erfolgreichen Experimenten, jetzt auch Gemüse an. Und jeden Morgen ging Adam auf die Weidewiese zu den Schafen oder den Ziegen, um Milch zu zapfen.
Am liebsten aber spielte er mit den Kleinen, im Haus, auf der Wiese, half ihnen beim Sprechenlernen auf die Sprünge, nahm sie beim Laufenlernen an die Hand, er zeigte ihnen die Schmetterlinge, die Vögel, die Käfer im Gras, lachte und alberte mit ihnen herum, ließ sich von ihnen kitzeln, boxen und an den Haaren ziehen. Und Eva, wenn sie in der Tür stand und ihnen zusah, zeigte mitunter eine leicht besorgte Miene.
Eines Abends, als sie einigermaßen erschöpft vor der Hütte saßen, nachdem in der Kinderstube endlich Ruhe eingekehrt war, sagte Eva:
„Ich glaube, wir müssen anfangen, die lieben Kleinen zu erziehen.“
Adam sah sie erstaunt an.
„Na, wir müssen ihnen klar machen, was sie tun dürfen und was sie zu lassen haben.“
Adam nickte. Er verstand, was Eva meinte. Aber irgendwie erinnerte ihn das an etwas. Ihm fiel nur nicht ein, an was.
„Findest du nicht?“ fragte Eva.
„Doch, doch“, antwortete Adam. „Mitunter treiben sie es wohl ein bisschen wild. Aber ist es wirklich so schlimm?“
„Sie müssen parieren lernen.“
„Parieren?“
„Aufs Wort hören.“
„Und wenn sie nicht hören wollen?“
„Dann musst du mit ihnen schimpfen.“
„Ich?“
„Ja, wer denn sonst? Soll ich mich denn um alles kümmern?“
Den Satz fand Adam nun doch ein wenig übertrieben.
„Du bist der Vater!“ sagte Eva.
„Ja, ja, das bin ich... Aber vielleicht kannst du besser schimpfen als ich.“
„Red keinen Unsinn, Adam. Gott hat dich zuerst erschaffen. Du bist der Herr im Haus. Also bist du es, dem es zukommt, hin und wieder ein Machtwort zu sprechen.“
Ein Machtwort.
Adam nickte abermals. Wunderte sich aber, was Eva auf einmal für neue Wörter gebrauchte.
„Aber was“, fragte er, „wenn auch mein Machtwort nicht fruchtet?“
„Dann musst du ihnen drohen.“
„Drohen?“
Bei dem Wort war Adam nun gar nicht wohl.
„Womit soll ich ihnen denn drohen?“
„Mit Gottes Zorn.“
Adam schwieg eine Weile. – Ihm war, als wolle Eva ihn in eine ganz neue Richtung, in eine völlig neue Rolle drängen.
„Ihnen drohen“, sagte er schließlich, „mit Gottes Zorn... Ich weiß nicht... Darüber muss ich erst nachdenken.“
„Tu das. Aber nicht zu lange. Eines Tages sind sie groß, dann ist es zu spät. Dann machen sie, was sie wollen. Laufen nicht nur hinunter an den Fluss. Dann laufen sie auch in den Wald. Du verstehst, was ich meine.“
Da erschrak Adam. In den Wald. Womöglich in die Mitte des Gartens! So weit wie Eva hatte er noch gar nicht gedacht. Weiß Gott, seit sie Mutter geworden war, entdeckte er immer neue Seiten an ihr.
„Aber wie soll ich Ihnen Gott erklären?“ sagte Adam.
„Das weiß ich nicht“, sagte Eva. „Vielleicht machst du mal wieder einen Spaziergang, so wie früher. Dann wird dir schon etwas einfallen.“
Der Gedanke gefiel ihm. Er war schon eine Ewigkeit nicht mehr spazieren gegangen.
Der erste Versuch jedoch missglückte.
„Wir wollen mit!“ schrien alle Fünf sofort, als Adam am nächsten Tag sagte, er wolle ein Stück am Fluss entlang gehen, um über etwas Wichtiges nachzudenken.
Und Kain, der Älteste, fragte: „Was ist das, etwas Wichtiges?“
Adam geriet in einige Verlegenheit und blickte zum Himmel. (Warum er das tat, wusste er auch nicht.)
Eva aber, die neben ihm stand, sagte: „Nun lasst mal den Vater gehen, er wird es euch später erklären.“
Adam jedoch schien es nicht recht, die Kinder zu vertrösten. Fast kam es ihm wie eine Lüge vor.
Und also setzte er sich ins Gras, scharte alle Fünf um sich und sagte: „Ich erzähle euch eine Geschichte.“
„Au ja, eine Geschichte!“ riefen die Kinder.
Eva indes seufzte leise und ging ins Haus.
Kleine Geschichten hatte Adam schon des öfteren erzählt, aber immer nur nebenbei, beim Spielen auf der Wiese, über die Käfer im Gras, über die fleißigen Ameisen, über die Vögel, die sich in den Bäumen Nester bauten. Nun waren die Tiere freilich nichts, worüber er spazierenderweise am Fluss hätte nachdenken müssen. Zippora und Bitja hätten sich vielleicht nicht groß gewundert. Aber Lebuda hätte sofort bemerkt, das da was nicht stimmte, Lebuda war ein aufgewecktes Kind und ein Jahr älter. Und die beiden Jungen, sofern sie denn überhaupt richtig zuhörten und sich nicht wie so oft kabbelten, würden gelangweilte Mienen machen: Schon wieder eine Tiergeschichte! Womit sie ja recht hätten. Und also begann Adam:
„Es waren einmal ein Vater und eine Mutter, die hatten sieben Kinder und lebten tief im Wald...“
Adam merkte, der Anfang war schon mal gar nicht so übel, alle Fünf hingen sofort gebannt an seinen Lippen. Und also erzählte er weiter:
„Und alle zusammen wohnten sie glücklich und zufrieden in einer Hütte, die der Vater und die Mutter einst gebaut hatten aus starken Ästen und Stroh. Die Hütte aber stand auf einer grünen Wiese, und rund um die Wiese wuchsen nicht nur die Bäume des dichten, finsteren Waldes, am Waldesrand wuchsen auch allerlei Sträucher. Und die Sträucher trugen gar mancherlei Früchte...“ Adam hielt einen Moment inne, über sich selbst erstaunt, was ihm da einfiel; er steuerte, wie ihm schien, geradenwegs auf eine Katastrophe zu. Auf Gottes strenges Wort.
„Und die Früchte“, fragte Lebuda, „die konnten sie essen?“
„Die Früchte...?“
Ach, dieses naseweise Kind, dachte Adam.
„Nun frag doch nicht so dumm“, schalt Kain seine Schwester. „Lass Vater erzählen. Dann wirst du schon erfahren, was mit den Früchten ist.“
Lebuda zog einen Flunsch. Und Adam dachte: Sieh an, der Kain, der wittert schon etwas.
„Ja, ja“, erzählte Adam nun weiter, „die Früchte... die Früchte waren lustig anzusehen und gut zu essen. Bis auf den einen Strauch mit den kleinen roten Beeren. Die sahen zwar hübsch aus, waren aber giftig. Und eindringlich warnend sagten die Eltern zu ihren sieben Kindern: An dem Tag, da ihr davon esst, müsst ihr des Todes sterben.“
Da war mit einem Schlag Stille um ihn herum. Alle Fünf sahen ihn an mit großen erschrockenen Augen. Hatte er das beabsichtigt? Er wusste es selbst nicht. Und so setzte er hinzu:
„Die Kinder aber, alle sieben, waren lieb und klug und gehorsam. Sie hörten auf das, was die Eltern ihnen sagten. Und so lebten sie weiter alle Tage, glücklich und zufrieden.“
Adam meinte, einen ganz passablen Schluss gefunden zu haben. Die Mienen um ihn herum entspannten sich. Bis auf Abels Miene.
„Des Todes?“ sagte Abel schließlich, etwas stockend. „Was ist das: des Todes sterben?“
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