Bernd Schremmer - Adam und Eva
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„Also da war eine Schlange?“ sagte er.
„Ja.“
Sie blickte ihn kaum an.
„Da wo die beiden Bäume stehen?“
„Ja.“
„Der Baum der Erkenntnis. Und der Baum des Lebens.“
„Ja doch!“
„Und bei welchem der Bäume hast du die Schlange gesehen?“
„Gesehen und gehört!“
„Ja doch, Eva, gesehen und gehört...“
„Du glaubst mir?“
„Ich glaube dir.“
„Schön. - Sie hing an dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.“
Adam nickte. Fast war ihm, als hätte er so etwas schon geahnt.
„Und“, sagte er, „was hat sie gesprochen, die Schlange?“
Eva druckste einen Moment.
Und Adam geduldete sich. Er wusste, sie wollte es ja loswerden.
„Glaub mir“, begann sie, „ich ging wirklich spazieren. Ganz gemächlich. Es war so ein schöner Tag. Ich wollte mal wieder zum Baum des Lebens schauen. Seine Früchte sind, wie du weißt, überaus bekömmlich. Doch wie ich mich ihm schon nähere, höre ich plötzlich ein Zischeln über mir. Da erst merkte ich, dass ich vorm Baum der Erkenntnis stand. Und natürlich erinnerte ich mich sofort an die Worte des Herrn. An sein Gebot. Aber was ist das für ein Zischeln? So fragte ich mich. Und dann sah ich sie. Die Schlange. Schrecklich lang. Sie ringelte sich um mehrere dicke Äste und sah zu mir herunter, sah mich an mit ihren freundlichen Augen. Und dann... dann sprach sie auf einmal...“
Adam hörte wie gebannt zu. Noch nie, so fand er, hatte Eva so spannend erzählt.
„Und“, sagte er, „was sprach die Schlange?“
„Glaub mir, Adam“, sagte Eva, „ich war hellwach und völlig klar bei Sinnen... Die Schlange sprach: Fürchte dich nicht. Ihr werdet keineswegs des Todes sterben. Gott weiß, an dem Tag, da ihr vom Baum der Erkenntnis esset, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.“
Da verfiel Adam in ein langes Schweigen, voller zitternder Gedanken. Und Eva, die Adams Gedanken zu erraten meinte, sagte schließlich, weil sie es nicht länger aushielt, ihn so dasitzen zu sehen, unfähig, noch einen Bissen hinunterzubringen:
„Ich habe natürlich nicht auf die Schlange gehört.“
Adam sah sie an, mit unbewegter Miene.
„Natürlich nicht. Du bist gerannt.“
„Und wie!“
Adam nickte und griff nach dem letzten Stück der zuckersüßen Melone. Eva atmete erleichtert auf.
Als sie ihre Mahlzeit beendet hatten, sagte Adam:
„Das Beste ist, wir vergessen das Ganze.“
Und Eva sagte: „Nichts lieber als das.“
In der Nacht aber lag Adam lange wach.
Eva lag neben ihm auf dem Stroh. Sie schlief. Sie atmete. Und das war das Wichtigste. Sie lebte! Das war der Beweis. Sie hatte die Wahrheit gesagt. Sie hatte nicht auf die Schlange gehört, sie hatte nicht vom Baum der Erkenntnis gegessen (und hatte auch keinen der Äpfel unter die Früchte des Abendessens gelegt). Sie hatte auf Gottes Wort gehört.
Und doch wollte er keinen Schlaf finden.
Weshalb, so fragte er sich immer wieder, war Eva, wenn sie schon meinte, ein bisschen spazieren gehen zu müssen, ausgerechnet dorthin gegangen, in die Mitte des Gartens, wo, wie sie genau wusste, der Baum der Erkenntnis stand?
Aus Neugier?
(Das war so eine Eigenschaft von ihr.)
Ein Glück nur, dachte Adam, dass an dem Baum die Schlange gehangen hatte. Sonst wäre Eva nicht so erschrocken gewesen und davongerannt.
Nicht auszudenken. Sie hätte von den Äpfeln vielleicht probiert und läge jetzt nicht neben ihm auf dem Schlafstroh. Und er würde auch nicht hier liegen, er würde draußen umherirren, um sie zu suchen. – Und sie dann irgendwann zu finden. Tot. Und dann?
Ihn schauderte. Er wäre allein. Allein für alle Zeiten. Wie hätte er da weiterleben sollen – ohne sie?
(Seid fruchtbar und mehret euch, hatte Gott, der Herr, gesprochen. Wie sollte das gehen, wenn er, Adam, allein wäre?)
Die Luft in der Hütte war stickig. Es war wirklich ein heißer Tag gewesen. Und Adam wälzte sich hin und her, von einer Seite auf die andere. Er konnte einfach keinen Schlaf finden.
Denn da war, es half alles nichts, noch ein anderer Gedanke, der ihn quälte. Eva, daran hatte er keinen Zweifel, war vor der Schlange davongerannt. Aber nicht gleich! Nicht in dem Moment, als sie die Schlange erblickte. Sie war erst einmal stehen geblieben. Die Schlange hatte sie, so Evas eigene Worte, freundlich angesehen. Und dann hatte sie – angeblich – gesprochen. Und Eva hatte ihr zugehört. Sie hatte der Schlange zugehört, und erst dann, nachdem sie die schrecklichen Worte vollständig vernommen hatte, war sie davongerannt. Verständlicherweise.
Aber es gab keine sprechenden Schlangen. Darin ließ sich Adam nicht beirren. Wessen Stimme also hatte Eva gehört?
Adams Spaziergänge
Und als nun am anderen Morgen Eva die Augen auftat und sah, dass sie nackt war, da durchströmte sie jäh ein Gefühl der Erleichterung, ja, der Freude, dass alles so war wie an den Tagen zuvor. Und leise erhob sie sich von ihrem Schlaflager und blickte hinab auf Adam, der immer noch schlief – wohl weil er sich in der Nacht, wie sie durchaus gemerkt hatte, lange hin- und hergewälzt hatte. Und auch er war wie immer nackt, so wie am ersten Tag, als Gott, der Herr, sie beide erschaffen hatte. Und indem sie auf ihn hinabblickte und einen liebkosenden Blick über seine Glieder gleiten ließ, fand sie, dass er noch immer ein schöner junger Mann war, trotz der Jahre, die sie nun schon zusammen lebten in ihrer Hütte, die sie sich mit Verstand und viel Mühe gebaut und eingerichtet hatten nahe dem Ufer des Flusses, der den Garten Eden durchfloss und ihn wässerte und den Gott, der Herr, Prat genannt hatte.
Ach, wie schön ist es, seufzte Eva innerlich, morgens aufzuwachen und alles so wiederzufinden, wie man es abends verlassen hat, um zu schlafen, vielleicht auch um zu träumen. Aber geträumt hatte sie nicht in dieser Nacht, nicht von der Schlange, auch nicht von einem angsterfüllten Lauf durch den Garten.
Am besten, wir vergessen das Ganze, hatte Adam gesagt. Und sie hatte ihm nur zu gern zugestimmt. – Und doch musste sie heute morgen, indem sie nun hinaustrat aus der Hütte, wieder daran denken, an das Zischeln im Baum der Erkenntnis, an die Worte der Schlange.
Da spürte sie plötzlich auf der Schulter Adams Hand. Er stand neben ihr in der Tür. Und sie spürte seinen warmen Leib an dem ihren.
Das Wort nackt, sie fand, allein es zu denken, war immer noch eine Lust.
Adam aber küsste sie nur kurz auf die Wange, dann lief er los, quer über die Wiese hinunter zum Fluss, und Eva folgte ihm. Sie badeten, so wie jeden Morgen, und trieben allerlei übermütige Wasserspiele, noch ausgelassener als sonst – nach dem glücklich überstandenen schrecklichen Abenteuer. Und Eva dachte: Vielleicht half ja der Fluss, zu vergessen.
Ihr werdet... So hatte die Schlange gesprochen. Eure Augen werden... Die Schlange, überlegte Adam, hatte, obwohl Eva allein gewesen war, als sie vor dem Baum der Erkenntnis gestanden hatte, in der Mehrzahl gesprochen!
Adam befand sich auf seinem gewohnten Nachmittagsspaziergang, am Ufer entlang auf dem schon etwas ausgetretenen Pfad, den er so gern ging, weil er dort weit über den mächtig dahinfließenden Fluss blicken und die Spiegelung des Himmels mit seinen glitzernden Sonnenstrahlen und den gelegentlichen Wolken betrachten konnte, als ihm nun jäh diese Merkwürdigkeit in der Rede der Schlange auffiel.
Den ganzen Vormittag, während der gemeinsamen Haus und Gartenarbeiten, hatte er an Evas seltsames Erlebnis nicht zu denken versucht, aber jetzt, allein, in der Stille, waren ihm die, wie Eva gesagt hatte, gezischelten Sätze der Schlange wieder voll gegenwärtig.
Ihr werdet keineswegs des Todes sterben. An dem Tag, da ihr vom Baum der Erkenntnis esset...
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