Bernd Schremmer - Adam und Eva
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Woher wusste die Schlange, dass Eva nicht allein im Garten Eden lebte? Woher wusste sie, dass es auch ihn gab, Adam? Er war nicht dort gewesen, sie hatte ihn nicht sehen können. Hatte sie ihn und Eva schon seit längerem beobachtet? Kannte sie womöglich Eva so genau, dass sie wusste, Eva würde auch ihm von den Äpfeln zu essen geben, weil es ja ihrer beider Art war, alles miteinander zu teilen?
Fragen über Fragen.
Allerdings nur, wie Adam sich eingestehen musste, unter der Bedingung, dass er glaubte, dass es eine sprechende Schlange gab. Was die zweite Voraussetzung einschloss, dass er Evas Bericht tatsächlich Glauben schenkte.
Was für vertrackte Zusammenhänge!
Mit gedankenschwerem Kopf ließ sich Adam auf einem der Felssteine nieder, die am Ufer lagen, und blickte auf das ruhig dahinfließende Wasser.
Der Felsstein war einer seiner Lieblingsplätze. Wie oft hatte er hier schon gesessen und in der Nachmittagsssone seinen Gedanken nachgehangen. Woher kam das Wasser? Wieso versiegte es nie? Warum floss es überhaupt, warum stand es nicht still? Und wo floss es hin? Die Wörter, wenn sie sich zu Fragen zueinanderfügten, waren ihm stets eine ganz eigene Lust.
Heute aber bereiteten sie ihm Unbehagen.
Wenn es keine sprechende Schlange gab (und davon ging er nach wie vor aus), wessen Stimme hatte dann Eva vernommen? Und warum war sie überhaupt spazieren gegangen? Und warum ausgerechnet zu den beiden Bäumen in der Mitte des Gartens? Seine Nachtgedanken. Ihm war, als drehten sich in seinem Kopf die Wörter unaufhörlich im Kreise.
Am anderen Ufer stand Gott, der Herr, aber Adam sah ihn nicht.
Adam sah auf den im Sonnenglanz flimmernden Fluss, und er sprach: „Woher kommst du? Wohin fließt du?“
Freilich erwartete er keine Antwort. Er war ja kein Narr.
Schließlich erhob er sich und wanderte ein Stück weiter den Uferpfad entlang. Er gelangte zu den Stromschnellen, wo die springenden Fische, die er inzwischen Forellen nannte, zwischen den im Wasser liegenden Steinen ihre Kunststückchen vollführten, um gegen den Strom voranzukommen. – Kunststückchen. Adam musste lächeln. Welch ein hübsches Wort. Es war ihm in eben diesem Moment eingefallen. Woher nur, fragte er sich (schon zum wiederholten Male), kamen ihm all die Wörter? Und woher (die Überlegung war natürlich neu) hatte die Schlange die Wörter genommen? Seltsamerweise genau dieselben Wörter, die Gott, der Herr, einst gesprochen hatte! Zu Eva und ihm, als er an ihrem ersten Tag das Gebot erlassen hatte? Wie war das möglich? War da die Schlange, irgendwo versteckt im Gras oder in einem Gebüsch, anwesend gewesen?
Adam fand, Gott hätte das bemerken müssen.
Außerdem, was für ein scharfes Gedächtnis musste die Schlange besitzen, dass sie sich Gottes Worte so genau gemerkt hatte, über all die Jahre. Und welche Geduld musste sie aufgebracht haben, dass sie so lange Zeit gewartet hatte – gewartet auf Eva. Oder auf ihn? – Bei dem Gedanken wurde ihm noch unbehaglicher zumute.
Irgendetwas, so fand er, stimmte mit der Schlange nicht.
Oder war Eva diejenige, mit der etwas nicht stimmte? Dass sie meinte, eine Schlange sprechen zu hören? Und das auf so unbotmäßige Weise, indem Gottes Wort ins Gegenteil verkehrt wurde? Ausgeschlossen. So etwas würde Eva nie einfallen.
Um seine Gedanken abzulenken, blickte Adam wieder zu den
im Sonnenlicht rötlich schimmernden Fischen. „Warum nur“, so sprach er, „strengt ihr euch so an und springt über die Steine? Warum lasst ihr euch nicht treiben mit dem Strom? Und wo wollt ihr überhaupt hin? Ins Meer?“
Aber auch die Fische gaben ihm, genauso wie der Fluss, erwartungsgemäß keine Antwort. Und Adam überlegte, ob er mal wieder ins Wasser steigen sollte. Herrschet über die Fische im Meer. So hatte Gott gesprochen. Adam hatte es so verstanden, dass er Fische fangen sollte. Und fast jedesmal, wenn er hierher zu den Stromschnellen kam, fing er ein oder zwei Forellen, die er dann abends mit Eva verspeiste. Die Forellen hatten zartes, rosarotes Fleisch. Leider auch Gräten. Wie alle anderen Fische auch. Adam machte sich schon seit längerem Gedanken darüber, ob sie sich die Fische nicht auf irgendeine Weise zubereiten sollten. Aber welche Weise?
Er wandte dem Fluss den Rücken. Sollten die Fische sich ruhig weiter ungestört anstrengen, um stromaufwärts zu gelangen. Zum Meer. Oder wer weiß wohin.
Unter dem Wort Meer, das Gott so leichthin ausgesprochen hatte, konnte sich Adam beim besten Willen nichts vorstellen. Wie dieses Meer beschaffen war, wo er lag, das war ihm ein Rätsel.
Nun waren ihm Rätsel eigentlich geradezu eine Lust. Sie belebten ungemein das Denken. Aber wie sollte man ein Rätsel lösen von etwas, das man weder gesehen noch jemals gehört, gerochen, geschmeckt hatte?
Immer nahe am Ufer entlang, kam er schon bald zu dem Bach, dem Gott, der Herr, als er mit ihnen durch den Garten Eden gegangen war, keinen Namen gegeben hatte. Adam nannte ihn Euph. Ein klares, lustig sprudelndes Wasser, das sich in den Prat ergoss. Ein leises, unaufhörliches Gemurmel. So dass man fast meinen konnte, es wolle einem was erzählen.
Natürlich erzählte es nichts, das munter sprudelnde Wasser.
Oder doch?
Vielleicht musste man nur genau hinhören. Der Bach entsprang, wie Adam bereits vor längerer Zeit erforscht hatte, der Erde. Weit drinnen im Wald zwischen Moosen und Felssteinen. Er nannte die Stelle Quelle.
„Was sagst du?“ Adam beugte sich hinab zu dem murmelnden Bach. „Ich verstehe dich nicht. Sprich deutlicher. Du sagst, du kämest aus der Tiefe?“
Da musste Adam lächeln. Nach wunderbar, dachte er, das weiß ich doch selber.
Und also beschloss er, wieder heimzukehren zu Eva, seinem Weib, das sicher schon mit dem Essen auf ihn wartete.
Eva stand bereits in der Tür und sah ihn kommen. Heiteren Schrittes. Und schon von weitem winkte er ihr zu, so wie stets, wenn er von seinen Gedankenwanderungen heimkehrte. Den Kopf voller neuer Wörter.
Und Eva, erleichtert, dass er nicht aus dem Wald kam, sondern wie gewohnt vom Fluss, winkte lebhaft zurück.
Ach, was hatte sie doch für einen schön gewachsenen Mann. Wie verlockend glänzten in der Abendsonne seine braunge brannten Schultern, seine Arme, seine Lenden. Nicht auszudenken, dachte Eva, auch Adam würde der Schlange begegnen und ihren Worten erliegen!
Jedenfalls brachte er, soweit sie sehen konnte, keinen rotbäckigen Apfel mit nach Hause.
„Stell dir vor...“ Adam gab ihr wie stets, wenn zurückkehrte, einen Kuss. „Ich habe ein neues Wort entdeckt.“
„Ein neues Wort?“ Eva tat ein bisschen erstaunt.
„Das Wort Kunststückchen.“
„Wie schön.“
„Ich hab es den springenden Fischen abgeschaut.“
„Den Forellen?“
„Den Forellen, du weißt, die in die Luft springen gegen den Strom. – Entschuldige, Eva, dass ich heute keinen Fisch mitgebracht habe.“
„Das ist nicht schlimm, Adam. Ich habe für heute abend noch ein Stück vom Hasen. Aber was bedeutet das Wort Kunststückchen?“
„Ehrlich gesagt, ich weiß es auch nicht. Ich muss noch darüber nachdenken.“
Da lachte Eva.
„Ach, Adam, was bist du doch für ein unermüdlicher Denker.“
Da sah Adam sie an, als hätte er nicht recht verstanden.
„Denker?“ sagte er.
„Na, das bist du doch, Adam. Ein Denker.“
„Ja, ja“, sagte er. „Das bin ich wohl. Aber dieses Wort...“
„Gefällt es dir nicht?“
„Warum, Eva, sollte es mir nicht gefallen? Du weißt, ich freue mich über jedes neue Wort, das du entdeckst. Mag es auch noch so ausgefallen sein. Es beweist mir, was für eine kluge, erfindungsfreudige Frau ich habe.“
Da musste Eva schmunzeln. Adam wusste, wie gern sie Komplimente hörte.
Und so schwatzten und scherzten sie und gingen schließlich ins Haus. Und Eva war froh, dass Adam so guter Dinge war und mit keinem Wort auf ihre Begegnung mit der gotteslästerlichen Schlange zurückkam.
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