Bernd Schremmer - Adam und Eva

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Eva hat Adam nicht verführt, beide haben nicht vom Baum der Erkenntnis gegessen, es gab keinen Sündenfall. Gott, der Herr hatte keinen Grund seine Geschöpfe auf dem Garten Eden zu vertreiben. Hat aber Kain seinen Bruder Abel erschlagen!? Wer weiß? – Und so lebten sie im Kreise ihrer Kinder und Kindeskinder bis in unsere Tage; Und doch passiert am Ende etwas völlig Unvorhergesehenes.

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Seitab in den Bäumen sangen die Vögel. Über den Wipfeln neigte sich bereits die Sonne. Es war die erste Dämmerung, die sich über dem Garten Eden senkte. Und die Luft war schwer von Blütenduft.

Am Morgen wurden sie geweckt von den ersten Sonnenstrahlen. Sie lagen dicht nebeneinander im Gras und sahen sich blinzelnd an.

„Unsere erste Nacht“, sagte Eva.

„In unserem Garten“, sagte Adam, ebenfalls lächelnd.

„War es nicht schön?“

„Es war herrlich.“

Und Eva gab Adam einen Kuss.

„Ich gehe jetzt baden.“

„Mach das.“

Und Adam gab Eva rasch auch noch einen Kuss und sagte:

„Ich suche uns schon mal ein schönes Frühstück.“

„Mach das, Adam.“

Und Eva ging hinunter zum Fluss, und Adam sah ihr beglückt nach. Schließlich erhob auch er sich und ging über die Wiese. Dort stand, wie er sah, ein Tier, auf vier Beinen, mit grauem Fell und langen Ohren. Da blieb er kurz stehen und sagte: „Ich nenne dich Esel.“ Der Esel, so schien es, nickte mit dem Kopf und fraß weiter vom frischen Gras. Adam war es zufrieden und ging hin zum Wiesenrand, zu den Bäumen und Sträuchern, die voller Früchte waren.

So verging die Zeit, so vergingen die Tage. Mann und Frau lustwandelten in ihrem Garten, und bald hatten sie für alles einen Namen gefunden, für alle Tiere, alle Pflanzen, alle Bäume, alle Früchte, die man essen konnte.

Manchmal, wenn sie so Hand in Hand unterwegs waren, begegneten sie Gott, dem Herrn, aber sie sahen ihn nicht.

Eines Nachmittags merkten sie plötzlich, dass sie nass wurden auf der Haut. Überrascht blickten sie nach oben, zum Himmel, und sahen über ihren Köpfen eine dunkle, graue Wolke, aus der dicke, schwere Tropfen fielen. Sie stellten fest, dass es Wasser war, und sie nannten das Wolkenwasser Regen. Sie lachten und jauchzten, reckten die Arme in die Höhe, hielten ihre Gesichter in den Regen und begannen zu tanzen, so schön, so erfrischend, so belebend war das Wolkenwasser. Nach einiger Zeit jedoch, als schon die Dämmerung hereinbrach und der Regen noch immer auf sie herabströmte (sie hatten inzwischen aufgehört zu tanzen und standen mit triefenden Haaren unter einem Baum, den sie Palme nannten), sagte Adam: „Ich glaube, wir brauchen ein Dach über den Kopf.“

Eva, die sich an ihn geschmiegt hatte, sah ihn erstaunt an und sagte: „Ein Dach?“

„Na ja, irgend etwas aus großen Blättern...“

Adam wunderte sich selbst über das Wort Dach, das ihm einfach so eingefallen war.

„Aus großen Blättern?“ sagte Eva.

„Jedenfalls größer“, sagte Adam, „als die Palmenblätter über unseren Köpfen. Die halten nicht viel ab.“

„Ein Dach größer als die Blätter der Palme?“

„Und vor allem viel dichter, Eva, dichter als an allen Bäumen im Garten.“

Eva nickte nachdenklich. Und sah sich um.

„Ich glaube, ich verstehe, was du meinst, Adam. Wir brauchen eine Hütte.“

„Eine Hütte?“

Adam war mehr als verblüfft.

„Was ist eine Hütte?“

„Ich weiß es nicht. Weißt du, was ein Dach ist?“

Der Regen prasselte weiter hernieder. Und beide spürten sie, irgend etwas war passiert, in ihren Köpfen. Etwas, das vollkommen neu war. Bisher waren ihnen immer nur Wörter eingefallen für Dinge, die es vorher schon gegeben hatte, die Tiere, beispielsweise, die Pflanzen, die dunkle Wolke, den Regen. Und jetzt auf einmal waren ihnen zwei Wörter eingefallen für etwas, das es noch nicht gab, Wörter, aus denen sie erst etwas machen mussten. Damit sie wirklich wurden, damit man sie sehen konnte.

„So wie den Garten“, sagte Eva.

„So wie den Himmel“, sagte Adam.

„Und wie den Regen“, sagte Eva.

Sie nickten und verstanden einander, und Adam sagte: „Was für eine wunderbare Sache ist doch die Sprache.“

Von den Palmenblättern tropfte weiter der Regen.

Und Eva sagte: „Ja, ja, die Sprache. Und nun lass uns mal überlegen, wie wir sie machen wollen, unsere Hütte.“

Eine seltsame Begegnung

„Eva!“

Es war eines Abends, als Adam heimkehrte von seinem Nachmittagsspaziergang, den er seit geraumer Zeit gern zu unternehmen pflegte, um, wie er sagte, seinen Gedanken freien Lauf zu lassen, dass Eva nicht wie sonst, wenn er über die große Wiese kam und er ihren Namen rief, in der Tür ihrer Hütte erschien, um ihm entgegenzugehen und sich zu freuen, dass er wieder da war.

„Eva?“

So rief er erneut. Schon etwas lauter. Und trat in die Hütte. Er blickte in alle Ecken ihrer gemütlichen Behausung, in die Schlafecke, in die Essecke, in die Ecke mit den Vorräten. Aber keine Spur von Eva, seinem Weib. Was hatte das zu bedeuten?

„Eva!“

Er rief ihren Namen zum dritten Mal. Und trat wieder hinaus auf die Wiese. Vielleicht war sie in ihrem kleinen Hausgarten, den sie sich angelegt hatte mit Kräutern und Blumen? (Sie experimentierte neuerdings mit allerlei Samen und Ablegern.) Und also ging er um die Hütte. Aber in ihrem Gärtchen war sie auch nicht. Nirgends war sie zu sehen. Er verstand es nicht. So etwas war noch nicht vorgekommen, in all den Jahren nicht! Irgendetwas musste passiert sein. Und zum ersten Mal, solange er denken konnte, begann er, sich Sorgen zu machen um sie.

Schließlich ging er wieder zur Vorderseite der Hütte. Und da stand sie – stand sie vor ihm. Mit hochroten Wangen. Nun ja, dachte er, es war ein heißer Tag. Aber weshalb war sie so außer Atem? Sie war gerannt. Kein Zweifel. Aber weshalb?

„Adam...“ sagte sie.

Sie japste, rang nach Luft.

Und Adam fragte: „Wo warst du, Eva?“

„Ich war...“ Sie strich sich das Haar aus der Stirn. „... ein wenig spazieren.“

„Spazieren?“

Ja, warum nicht, dachte er, aber seit wann kommt man beim Spazieren so außer Atem?

Und er fragte sie abermals: „Wo warst du, Eva?“

Sie zögerte einen Moment und nestelte erneut an ihren Haaren.

„Ich war... in der Mitte des Gartens. Da wo die beiden Bäume stehen, du weißt schon...“

Die beiden Bäume. Adam erinnerte sich dunkel. Sie waren eine Ewigkeit nicht mehr in der Mitte des Gartens gewesen.

„Und?“ fragte er. „Was war dort, dass du so gerannt bist?“

„Du wirst es nicht glauben, Adam...“

Da lächelte Adam. „Aber, Eva, warum sollte ich dir nicht glauben? Wir sind Mann und Frau. Wir sagen uns immer alles. Wir lieben uns doch.“

„Ja, nicht wahr?“

„Ja, nicht wahr. Also, weshalb bist du gerannt?“

Doch Eva zögerte abermals.

„Nun?“ sagte Adam.

„Da war...“

„Ja?“

„Eine Schlange.“

Da musste Adam lachen. „Eine Schlange? Na, so was kommt vor, Eva.“

„Eben nicht!“ rief sie.

Da wurde Adams Miene wieder ernst.

„Und wieso nicht?“

„Es war... eine sprechende Schlange!“

Adam sah Eva, sein Weib, an und verdrehte leicht die Augen. Nun ja, es war ein heißer Tag gewesen.

„Eine sprechende Schlange“, sagte er. „Ich verstehe. Da warst du erschrocken, hast dich gefürchtet, und deshalb bist du gerannt. Komm, wir wollen ins Haus gehen. Dort ist es angenehm kühl.“

Doch Eva blieb stehen.

„Du nimmst mich nicht ernst, Adam. Du glaubst mir nicht!“

„Aber, Eva...“ Er drehte sich zu ihr um. „Den Punkt haben wir doch geklärt. Also komm. Es ist Zeit fürs Abendessen. Was hast du uns heute denn Schönes vorbereitet?“

Eva folgte ihm ins Haus. Und sagte vorerst kein Wort mehr.

Gemeinsam, wie immer, bereiteten sie den Tisch. (So nannten sie die Strohmatte, die Eva eigens für die Mahlzeiten geflochten hatte und die sie jedesmal auf dem Boden zwischen sich ausbreiteten.) Heute gab es Melonen, Feigen, Bananen und Orangensaft. Den Saft tranken sie aus zwei halben Schalen der Kokosnuss. Alle Früchte waren wie immer frisch aus dem großen Garten. Und alles schmeckte köstlich. Und doch konnte Adam, sosehr er sich auch mühte, seine Sinne nicht voll auf die Speisen konzentrieren. Immer wieder musste er an Evas Spaziergang denken, von dem sie rennend zurückgekehrt war. Natürlich gab es keine sprechenden Schlangen, dachte er. Andererseits war Eva, alles in allem, eine vernünftige Frau. War sie immer gewesen, in all den Jahren. Eine kluge, verständige Frau Und schließlich hielt er es nicht länger aus.

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