E. Schreiber - Mutters Erbe

Здесь есть возможность читать онлайн «E. Schreiber - Mutters Erbe» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Mutters Erbe: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Mutters Erbe»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Packe fünf Leben in eines. Menge diesem eine Brise Liebe und Verständnis bei, einen Teelöffel Leidenschaft und eine Hand voll Kraft. Und zum Schluss einen Schuss Übersinnlichkeit für den schief gewordenen Blick, der die Dinge wieder gerade rückt. Und sollte das Leben dann noch immer nicht schmecken, hast du eine wichtige Zutat vergessen. Womöglich hast du das Leben ja geschüttelt, nicht gerührt.

Mutters Erbe — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Mutters Erbe», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Ich war aufgeregt an jenem Tag der Erstkommunion. Die Kirche im Ort war zum Bersten voll. Stolze und weniger stolze Eltern, weil sie weniger heilig und andächtig taten als die üblichen Kirchgänger, drängten sich um die besten Plätze ganz vorne im Kirchenschiff. Und als ich ganz allein, zitternd das Mikrophon haltend, zu singen begann, war ich schlagartig wieder in den Seelenzustand geglitten, den ich Himmel nannte und in dem mich niemand mehr erreichen konnte.

Später erzählte mir Mama voll Stolz, dass ich einige Leute zum Weinen gebracht hatte mit meinem Gesang, und dass sie sich im Anschluss des Festes an sie gewandt hatten, um ihr davon zu erzählen.

Doch dass ich mein schneeweißes Kleid am Ende des Festes von oben bis unten mit Kakao bekleckerte, und sich auf dem teuren Seidenstoff eine Spur der Verwüstung breitmachte, war für mich der absolute Höhepunkt des Geschehens.

Angela, ein Mädchen, das neben mir beim Kuchentisch saß und das ich bis zu jenem Zeitpunkt noch nicht kannte, beschüttete sich zeitgleich mit mir. Wir lachten und lachten und hielten uns die Bäuche, so sehr schüttelten uns Lachkrämpfe, bis uns die Tränen in die Augen schossen. Am abschließenden Gemeinschaftsfoto, in denen wir Kinder alle herausgeputzt wie kleine heilige Engel aussahen, wurden Angela und ich in die letzte Reihe gestellt. Des Ungemachs wegen, welches sich auf unseren Kleidern wie ein Schandfleck präsentierte.

Mama sagte mir, dass ich und das Mädchen neben mir so glücklich aussahen auf dem Foto, und das uns wohl der Heilige Geist besucht hätte, an jenem Tag, da wir die einzigen waren, die über das ganze Gesicht strahlten. Doch dass mich die Fotokamera über das ganze Gesicht grinsend gemeinsam mit Angela ablichten konnte, war nicht die Schuld des Heiligen Geistes gewesen, sondern ganz einfach unser Missgeschick und der Zufall, dass es uns gleichzeitig passiert war.

Seit jenem Tag war Angie, so nannte ich sie von nun an, mein Lichtblick an jedem Morgen vor der Schule und in den Pausen dazwischen. Und so wie es aussah war auch ich ihre Offenbarung, denn mit mir hatte sie, wenn sie vom oberen Stock des Schulgebäudes nach unten kam, eine Freundin an ihrer Seite, die nicht nur ihren Humor, sondern auch ihre sportlichen Interessen teilte. Für mich war Angie aber noch mehr gewesen, nämlich der erste Freund außerhalb meiner kleinen Welt des Kinderheimes.

Durch sie erfuhr ich, was es bedeuten konnte, ein Leben mit beiden Elternteilen zu haben, und wie sich ein Traum von Freiheit anfühlen könnte, indem sie mit ihrem Pferd ihre tagtäglichen Ausritte in den Wald machte und mir davon erzählte. Sie weckte meine Neugierde zum Leben, außerhalb meiner eigenen Welt. Angie war frei und zügellos, so frei wie ein Kind nur sein konnte. Zumindest glaubte ich, einen solchen Menschen endlich gefunden zu haben.

So war es auch kein Zufall, dass wir gemeinsam für zwei Wochen ins gleiche Krankenhaus kamen, um unsere Leistenbrüche operieren zu lassen. Wir lagen im selben Zimmer, Angie und ich. Und da ich das Krankenhaus ohnedies liebte, weil mich dort immerzu das Gefühl von Schutz und Geborgenheit einholte, erlebte ich ein völlig neues Gefühl Von-am-Leben-zu-sein. Ich weiß nicht was es war, das uns so zusammenschweißte, doch wir brauchten uns nur anzusehen, schon brachen wir in Lachkrämpfe aus, und das war nach unserer Operation nicht gerade angenehm. Wir konnten kaum gehen, ohne Schmerzen dabei zu fühlen. Und ob es nun das Kittelchen mit dem langen Schlitz war, das unser Hinterteil entblößte, wenn wir die Stoffenden nicht zusammenhielten, oder einfach nur der schlurfende Gang aufs Klo, es war uns unmöglich, uns nicht in Lachkrämpfe zu verwickeln, und währenddessen uns vor Schmerzen den Bauch zu halten, bis die Wunde wieder aufriss und wir erneut operiert werden mussten.

Eine Woche nachdem ich das Krankenhaus wieder verlassen hatte, kletterte ich auf meinen Lieblingsbaum. Und da ich noch etwas schwach auf den Beinen war, und mich selbst Mama, meines Bewegungsdranges wegen, nicht im Haus halten konnte, fiel ich, ungestüm wie ich war, ungebremst zwischen eine Astgabel und brach mir dabei die Nase.

Am Tag danach musste ich Direktor Kahlschädel mein Mitteilungsheft übergeben, indem Mama erklärte, dass ich am nächsten Tag die Schule nicht besuchen könnte, meiner gebrochenen Nase wegen, die im Krankenhaus gerichtet werden müsste. Mein Gesicht tat mir weh und unter meinen Augen hatten sich über Nacht dunkle blutunterlaufene Ergüsse gebildet. Meine Nase konnte ich nicht rümpfen und auch sonst fühlte ich mich hundeelend. Direktor Kahlschädel schlug sich die Hände auf seinen kahlen glänzenden Schädel und schrie aus Leibeskräften: „Du dummes Kind, noch nie habe ich ein dümmeres Kind gesehen, und jetzt komm an die Tafel!“ Mit gebeugtem Kopf, zitternd vor Angst, schlurfte ich nach vor. Dorthin, wo mich jeder sehen konnte. Direktor Kahlschädel nahm drohend den Tafelstab und richtete das ein Meter lange Ding in meine Richtung. Dann trat er auf mich zu, nahm mich am Kinn und drückte meinen Kopf nach oben, so dass mir jeder ins Gesicht blicken konnte. „Damit ihr alle seht, wie ein Dummkopf aussieht!“, rief er meinen Klassenkammeraden zu und begann mich auszulachen.

Er lachte höhnisch und mir schossen die Tränen in die Augen. Ich wusste nicht, was ich getan hatte, außer, dass ich mich verletzt hatte. Zu guter Letzt ging er zwischen den Bänken meiner Klassenkammeraden hindurch und wies jeden Einzelnen an, mit dem Finger auf mich zu zeigen und mich auszulachen. Einige taten wie ihnen befohlen, doch meine Heimfreunde lachten nicht. Sie weigerten sich und ich war froh, bis der Direktor ihnen mit dem Stab drohte. Dann lachten sie alle und ihre Finger zeigten auf mich, als wäre ich eine Aussätzige, derer man sich schämen musste. Erniedrigt von der Tortur der totalen Erniedrigung schwor ich mir, nie wieder in vollem Bewusstsein eine derartige Attacke gegen mich hinnehmen zu wollen. Und ich entschied, niemals wieder einem Menschen so viel Macht über meinen Seelenfrieden zu überlassen, dass er diesen mit seinem Gift, das er mir injizierte, beschmutzen konnte. Mir wurde klar, mich in Zukunft nur auf eine Weise zur Wehr setzen zu können, damit mich niemand zerstören konnte. Und ich entschloss, mich von nun an in mich zurück zu ziehen. Dorthin, wo man mich niemals finden konnte, dort wo es kein Gut und Böse, keine Getrenntheit und keine Schuld gab. In eine Welt, die nicht von dieser Welt war, und wo nur der Zutritt bekam, der so wie ich diese Welt verstand und wertschätzte, als das was sie war. Eine Welt der Wahrheit, eine Welt des Friedens und des liebevollen Umgangs mit allen Lebewesen, die frei von Angst und voller Liebe in mir existierte. Und genau diese Welt musste ich mir erhalten. Meine Anderswelt.

Die Sommerferien kamen im Höllentempo daher und ich konnte, wie jedes Jahr, meine Ungeduld endlich wieder nach Caldonazzo zu kommen, kaum zügeln.

Die Einteilung, welches Mädchen in welche Gruppe kam und ob man mittlerweile schon zu den Großen gehörte, war jedes Mal aufs Neue eine Aufregung wert. In diesem Jahr wurde ich für die mittlere Mädchengruppe eingeteilt, was so viel bedeutete wie, man durfte noch nicht in die Bungalows in die Stadt Caldo ziehen, sondern blieb im Camp am See.

In diesem Jahr wurde mir und meinen Freundinnen eine neue Betreuerin zugeteilt. Sie hieß Katrin und war Medizinstudentin. Ich mochte sie sofort gut leiden. Katrin hatte schwarzes, halblanges Haar und sah sehr hübsch aus, im Gegensatz zu der Betreuerin im Vorjahr, die in ihrer strengen altmodischen Art mehr einer Gouvernante glich.

Katrin war überaus sportlich und spornte uns bei sportlichen Wettkämpfen immerzu an. Sie fand immer sehr viel Lob für uns Mädchen und eroberte auf diese Weise mein Herz in Windeseile. Eines Tages jedoch erkannte sie eine meiner anderen Qualitäten, die sie sehr erschreckte. Eine meiner Freundinnen wurde wüst von einem älteren Mädchen aus dem Nachbarheim beschimpft. Sie konnte sich nicht wehren und sah mich bittend an, ihr zu helfen. Ich zögerte nicht lange und nahm Anlauf. In dem Moment kam Tante Katrin, wie wir sie nannten, um die Ecke gebogen und sah wie ich von hinten auf das viel größere Mädchen wie eine Löwin hinaufhechtete, um sie umzureißen. Sofort war eine Horde Kinder herbeigeeilt, die mich anfeuerten und anspornten, ich sollte es der blöden Kuh endlich zeigen und sie aus unserem Revier jagen. Und das tat ich. Zuvor hatte es wie aus Eimern gegossen und große tiefe Wasserpfützen standen auf dem von der Hitze ausgedörrten Boden. Ich nahm sie in den Würgegriff, während ich meine langen, durchtrainierten Beine um ihren Bauch schlang. Dann rollte ich mit ihr gemeinsam in eine der Pfützen und platzierte mich über sie. Tante Katrin versuchte mich von ihr herunter zu zerren, doch es gelang ihr nicht. Noch nie hatte sie mich in solchem Zorn gesehen, der sich jetzt an dem Mädchen aus dem Nachbardorf entlud.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Mutters Erbe»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Mutters Erbe» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Mutters Erbe»

Обсуждение, отзывы о книге «Mutters Erbe» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.