E. Schreiber - Mutters Erbe
Здесь есть возможность читать онлайн «E. Schreiber - Mutters Erbe» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Mutters Erbe
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:3 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 60
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Mutters Erbe: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Mutters Erbe»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Mutters Erbe — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Mutters Erbe», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Zuerst stellte er Olli in die Reihe, danach das Nachbarmädchen Hilde, nach ihr kamen noch fünf weitere, wobei Kim direkt neben mich gestellt wurde. Dann stellte er sich, mit einem Stock ausgerüstet, vor uns hin und befahl uns, uns gegenseitig ins Gesicht zu schlagen. Kim dachte nicht lange darüber nach und knallte mir eine, damit er endlich Ruhe gab. Ich versuchte großen Schmerz vorzutäuschen, denn Kims Ohrfeige war nicht sehr hart ausgefallen, doch Peppi bemerkte meine Lüge und das konnte nur noch mehr Strafe bedeuten.
Ich betrachtete die in der Reihe stehenden Kinder, allesamt meine Freunde, und wie sie zitterten vor Angst und Kälte. Dann rieb er einen nach dem anderen so hart mit Schnee ein, dass ihre Gesichter rote Flecken und Schürfwunden aufwiesen. Mich selbst drückte er mit dem Gesicht voraus so tief in einen Schneehaufen, bis ich kaum noch atmen konnte, ließ die anderen mich auslachen und mit den Fingern auf mich zeigen. Dann befahl er Kim, mich in die Schneeburg zu bringen, die bereits mehr einer Eisburg glich, nachdem er sie tagtäglich mit Wasser übergossen hatte. Ich kauerte also darin und sah dabei zu, wie es immer dunkler darin wurde, weil meine Freunde mich darin einbauen mussten und mich vor dem Abendessen nicht nach draußen lassen durften. Und jetzt war es kurz nach eins am Nachmittag.
Ich weiß nicht, wie Kim es geschafft hatte, die Flucht nach vorne anzugreifen und ihn übers Ohr zu hauen. Ich weiß nur, dass sie ihre Mama zur Hilfe holte, die mich dann mit Kim gemeinsam aus dem Eishaus ausgrub. Seit jenem Moment wusste ich, dass Peppi nicht gerade der Hellste war, und dass es möglich sein musste, ihn irgendwie einmal eines auszuwischen.
Diese Chance ereilte mich im Frühling, als er uns zu viert auf einen hohen Baum hinauf scheuchte und uns auftrug, sobald wir oben wären, herunter zu springen. Ich wusste aber, sollte ich hier springen, würde ich mich mit Sicherheit schwer verletzen, und meine Freunde ebenso. Peppi stand unten Schmiere und bellte an uns hoch, keine solchen Feiglinge zu sein.
Dann hatte ich eine Idee. „Peppi“, rief ich, „du musst uns schon zeigen, was du genau meinst, mit runterspringen.“ Peppi verstand meine Anforderung an ihn nicht recht und kläffte wie ein alter Köter zu mir nach oben. „Du Göre, tust jetzt was ich sage und springst da runter.“ Mit dem Finger zeigte er auf den Abhang, der sich unter dem Baum auftat. „Peppi“, erwiderte ich mich dumm stellend, „von welchem Ast genau müssen wir springen?“ Und er antwortete nur, von dem da drüben und zeigte mit seinen fleischigen Fingern darauf. „Ich weiß nicht, welchen Ast du genau meinst? Zeig uns doch, von welchem wir springen sollen und zeig uns auch, wie wir aufkommen müssen, damit wir uns nicht das Bein brechen.“ Dem Peppi wurde meine Fragerei zu blöd und er stieg tatsächlich zu uns hoch. Träge und behäbig sah er aus, wie er sich zu uns nach oben robbte. „Ich zeig dir gleich den Ast und dann springst du, verstanden?“ Ich beobachtete ihn genau. Und wie er sich bewegte, ließ für mich nur einen Schluss zu: „Der große fette Kerl war viel zu langsam für mich.“ Dann fasste ich mir zwischen die Beine und zappelte nervös umher. „Peppi, ich muss mal. Ganz dringend. Ich lauf mal schnell aufs Klo und du wartest derweil auf mich, bis ich zurück bin, denn ich will das ja sehen, wie du da so mutig runter springst.“ Peppi schnaufte wie ein Walross und setzte sich erst mal auf den erstbesten Ast, um eine Verschnaufpause einzulegen und sagte: „Ja renn, aber du kommst sofort wieder oder es gibt Dresche.“
Ich wusste, dass er springen musste, denn das Herunterklettern würde ihm noch schlechter gelingen, als das auf den Baum klettern. Außerdem würde er, mutig wie er immer tat, sich niemals vor uns Kleinen die Blöße geben wollen, zu viel Angst zu zeigen und nicht springen. Ich hoffte darauf, dass er es tatsächlich tun und sich die drei, vier Meter in den Abhang hinunterfallen lassen würde. Ich hoffte und stellte mir vor, wie er sich dabei das Bein brach. Dann gab ich den anderen ein Handzeichen und diese kletterten von den verschiedensten Ästen, auf denen sie verängstigt hockten, tiefer nach unten, direkt an dem dummen Peppi vorbei. Kim klopfte ihm auf die Schulter und zeigte nach oben. „Schau, wir machen unserem Anführer jetzt Platz. Du bist unser Chef, unser Anführer, und jeder Anführer muss als erstes springen, oder?“ Peppi sagte kein Wort. Irgendwie schien er nervös zu sein und hielt sich klammernd am Baumstamm fest. Ich freute mich, weil Kim so schlau war, und rieb mir dabei die Hände.
Dann lief ich, was das Zeug hielt den Hügel hinunter, um nach Hause zu kommen, und Hilfe zu holen. Doch während ich lief, drehte ich mich noch einmal zu den anderen um, die allesamt vom untersten Ast gesprungen waren und nun Peppi anfeuerten, es von ganz oben zu tun.
Dann sah ich nur noch, wie er fiel und mit ihm ein Haufen kleinerer Äste, an denen er sich festzuhalten versuchte. Dann hörte ich noch einen Schrei und schon liefen alle in weitem Bogen auseinander. Ich wunderte mich noch, weil Peppi ihnen nicht hinterdrein war, um sie allesamt zu verdreschen, so wie er es angedroht hatte. Und etwas später hörten wir die Rettung, wie sie mit Blaulicht daher gebraust kam und den verletzten Peppi mitnahmen.
Einige Tage später, als ich an Kims Haus vorbeikam, sah ich ihn dann, humpelnd mit Gipsbein. Ich blieb keck vor ihm stehen und zeigte ihm die Zunge. Er ballte sogleich seine Faust und mir war klar, dafür würde ich büßen müssen. Aber dieser Tag war nicht heute, und wenn er seinen Gipsfuß noch eine Weile tragen musste, auch nicht morgen. Alles weitere interessierte mich zu diesem Zeitpunkt einen Dreck. Daher trat ich noch näher an ihn heran und beleidigte ihn mit Schimpfwörtern, die ich normalerweise nicht in den Mund nahm, es aber nun tun musste, um meine Rache an ihm auskosten zu können. Sein Drohen und Zetern wurde immer schlimmer und versetzte mich doch einigermaßen in Angst. Dann setzte er zum Laufen an, doch kam dabei nur ein gehetztes Humpeln heraus, und unter seinem zornigen Gegröle wirkte er auf mich wie ein dicker dummer Zwerg, der meinen flinken Füßen niemals folgen konnte. Ich wünschte mir lauthals schreiend, dass er ein für alle Mal aus meinem Leben verschwinden sollte, und als ich ihn so toben sah, vor Zorn, weil er mich nicht erwischen konnte, wurde mir klar, dass ich ihm auch den kaputten Fuß regelrecht gewünscht hatte und nicht viel später mein Wunsch in Erfüllung gegangen war. Seine Drohungen, mich kurz und klein zu hauen, konnte der sadistische dumme Peppi nie wahrmachen, denn bereits am nächsten Tag wurde er abgeholt und kam nicht wieder. Ab jenem Zeitpunkt, als mir klar wurde, dass ich etwas bewegen und gewisse Begebenheiten zu meinen Gunsten steuern konnte, begann ich mir verschiedene Dinge zu wünschen und beobachtete, ob und wie schnell sie sich erfüllten. Nicht alles funktionierte sofort, doch erkannte ich, dass es bei meiner Wünscherei, sollte sie in Erfüllung gehen, immer um tiefe Wünsche gehen musste, die ich in meinem Herzen fühlen konnte. Konnte ich den Wunsch nicht fühlen, so ging er auch nicht in Erfüllung.
Von da an wusste ich insgeheim, ich war eine Hexe. Und eine gute noch dazu. Doch das durfte ich niemanden sagen, und erst recht nicht Mama, die mich dann als Sünderin ausgeschimpft und zur heiligen Beichte geschickt hätte.
Irgendwann im Herbst starb Mamas Mutter. Aufgereiht in Reih und Glied stand Mama und die anderen Geschwister im Wohnzimmer, während Mama abwechselnd betete und weinte. Ich stand einfach nur da und wunderte mich, weshalb alle so traurig waren. Ich verstand den Tod nicht, wie ihn Mama und die anderen verstanden. Er schien für sie alle sehr schmerzhaft zu sein, doch ich konnte nichts Leidvolles am Tod erkennen. Für mich war der Tod gleichgesetzt mit dem Licht, das ich immer wieder sah, wenn ich abends nicht einschlafen konnte. Dieses Licht rotierte in weiter Ferne vor mir her, und wann immer ich es vor meinen inneren Augen erblickte, hatte ich das Gefühl, dass es mich mitnehmen wollte in eine Welt voller Liebe und Glück. Und als ich so dastand und meiner Familie beim Weinen zusah, begann auch ich zu weinen. Es war ansteckend, wie eine Krankheit, das Leid und das Weinen, und ich weinte einfach mit, ohne zu wissen warum.
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Mutters Erbe»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Mutters Erbe» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Mutters Erbe» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.