E. Schreiber - Mutters Erbe

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Packe fünf Leben in eines. Menge diesem eine Brise Liebe und Verständnis bei, einen Teelöffel Leidenschaft und eine Hand voll Kraft. Und zum Schluss einen Schuss Übersinnlichkeit für den schief gewordenen Blick, der die Dinge wieder gerade rückt. Und sollte das Leben dann noch immer nicht schmecken, hast du eine wichtige Zutat vergessen. Womöglich hast du das Leben ja geschüttelt, nicht gerührt.

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Dieser Sommer war überhaupt irgendwie etwas ganz Besonderes, denn ich lernte Matt kennen. Er war fünf und gerade eben erst ins Kinderheim gekommen. Da ich ja höllische Angst vor Wasser hatte, und das Kinder-Planschbecken, das hie und da mit Wasser gefüllt wurde, nicht zu betreten traute, fühlte ich mich immerzu ausgestoßen und allein. Wenn ich so am Poolrand traurig in der Wiese saß und den Kindern beim Baden zusehen musste. Doch vor dem Sommer hatte ich ein aufblasbares Kanu geschenkt bekommen, und dies machte mich zur absoluten Heldin des Sommers. Jedes Kind wollte mein Freund sein, des Kanus wegen, das ich allerdings nie benützte. An einem dieser heißen Sommertage führte mich Mama zum Pool und versuchte mich dazu zu überreden, doch wenigstens mit dem Kanu ein wenig Wasserspaß zu genießen und ein paar Runden zu drehen.

Mama und ich hatten nie die geringste Ahnung, weshalb ich solche Panik vor dem Wasser hatte, aber egal wie tief es war, ich schrie mir die Lunge aus dem Leib und um mein Leben, sobald ich nur in die Badewanne musste. Wie also sollte ich hier in dem Pool, der mindestens zwanzig Mal größer als die Wanne war, Spaß haben?

Aber dann sah ich Matt. Ein Junge, der am Wiesenrand hockte und interessiert, aber auch traurig die anderen Kinder beobachtete. Und ich beobachtete aus sicherer Entfernung, Matt. Ich betrachtete sein strohblondes Haar, seine zierliche Gestalt und sein warmes weiches Wesen, das hinter seiner offensichtlichen Panik vor dem Wasser, zum Vorschein kam. Ich mochte ihn sofort. Da in mir ein Draufgänger steckte, schnappte ich mir also mein Boot und trat an den Beckenrand.

Als mich die Kinder in das Kanu steigen sahen, rollten sie wie eine Flutwelle an mich heran, um mit zu dürfen. Ich wehrte alle ab. Ich hatte etwas vor und ich musste mir beweisen, dass ich etwas schaffte, was vor mir noch niemand geschafft hatte. Ich musste dem Jungen die Angst fortnehmen. Seine Traurigkeit schnürte mir die Kehle zu und ich fühlte, dass es ein Sommer werden würde, der für mich nur schwer zu ertragen wäre, würde er seine Traurigkeit nicht verlieren.

So hockte ich also in meinem kleinen Boot und hielt mich mit beiden Händen am Poolrand fest. Das Wasser war gerade mal knietief, doch Wasser war nun mal Wasser und gefährlich, es war eine Substanz, die tödlich war und wie in Trance robbte ich mich in meinem Kanu sitzend zu Matt hinüber.

Als ich ihn einlud mit mir zu fahren, winkte er verängstigt ab. Doch ich ließ mich nicht abwimmeln und drehte eine der schlimmsten Poolrunden meines Lebens. Mein Atem ging schwer, während sich mein gesamter Körper krampfartig zusammenzog, sobald ich einige Spritzer der spielenden Kinder abbekam. Als ich wieder an ihm vorbeikam, fragte ich ihn erneut und versuchte ihn in mein Boot zu locken. Doch Matt wollte nicht. Ich versuchte also etwas mehr Freude in meinem Himmelfahrtsgefährt zu erzeugen, um ihn davon zu überzeugen, dass es Spaß machte und dass er etwas ganz Besonderes versäumte, wenn er nicht einstieg. Ich rang mir ein Lächeln ab und bat ihn immer wieder.

Und irgendwann schaffte ich es tatsächlich durch meine Hartnäckigkeit, ihn in mein Boot zu holen. Und so geschah es, das Matt und ich gemeinsam in einem Boot saßen, voller Angst und Schrecken, untergehen zu können und zu sterben. Und als ich in seine dankbaren, aber auch ängstlichen, wunderschönen blauen Augen sah, erkannte ich, dass wir irgendwie zusammengehörten. Matt und ich. Wir waren nicht mehr allein mit unserer Angst. Jetzt hatten wir gemeinsam Angst, aber wenigstens waren wir nicht mehr damit allein. Wir hatten uns. Und der Sommer war gerettet.

Die Seele ist ungeboren,

uralt, immer dauernd.

Sie wird nicht erschlagen,

wenn der Körper erschlagen wird.

Bhagavadgita

Eines Tages, es war im Frühsommer, kam Siggi und sein bester Freund Garry auf Joe und mich zugelaufen. Wir spielten gerade am Parkplatz mit Steinen, Joe und ich. Joe ging noch in den Kindergarten, so wie ich. Siggi nahm mich zur Seite und sagte: „Hör zu Isa, Garry muss dir was Wichtiges sagen und du musst dich daran halten, das ist eine neue Spielregel, verstanden?“

„Also“, begann Garry. „Wir gehen jetzt alle zusammen“, er zeigte auf Joe und einen großen Mann, er war einer der großen ehemaligen Kinder, die auf Besuch im Heim waren, auf mich, Siggi und sich selbst, „da hinunter.“ Ich blickte auf die Siebener-Wiese und den Wald, der an die Wiese angrenzte. „Ja, genau da gehen wir jetzt gemeinsam hin, wir alle, und wenn du irgend jemandem etwas von unserem Spiel verrätst, ich schwöre Dir, bringen wir deine Mama um. Verstanden? Deine und Joes Mama.“ Joes Mama war mir egal, aber Joe war sie nicht egal, und da uns unsere Mamas nicht egal waren, befolgten wir die Spielregeln. Wir waren ja nicht dumm.

Dann plötzlich, es passierte wie aus dem Nichts, gerade nachdem ich die Körpergröße des schwarzhaarigen Mannes festmachen konnte, erlebte ich ein Gefühl, das ich noch nicht kannte. Ich fühlte mich wie tot. Als wäre ich nicht mehr da. Aber ich wusste, ich war noch irgendwo. Nicht, dass ich nach mir gesucht hätte, aber plötzlich war ich weg. Ich sah meinen Körper und wie er sich wie der ferngesteuerte Robotermann, den Olli zum Geburtstag bekommen hatte, fort bewegte. Bisher hatte irgendetwas in meinem Gehirn meinen Körper gesteuert, ich konnte nicht benennen, was es war, doch dieses etwas, das mich bisher lenkte, war jetzt verschwunden.

Dann gingen wir hinunter auf die Wiese zum Marterl, das nahe am Waldrand lag. Garry und Siggi hatten Angst. Sie hatten panischen Schiss vor dem großen Mann, der Siggi anwies Schmiere zu stehen und aufzupassen. Joe zappelte wild umher, als müsse er aufs Klo. Ich beobachtete ihn wie aus der Ferne, wie er nervös von einem auf das andere Bein stieg und ich bemerkte, dass ich zwei verschiedene Blickwinkel eingenommen hatte. Irgendein Teil stand oben am Hügel und blickte zu mir und den anderen herunter und ein anderer Teil von mir schaute vom Waldrand aus zu, wie der Mann den kleinen Joe anwies, seine Notdurft vor Ort bei dem Marterl zu verrichten. „Eigenartig“, dachte ich, „dass Joe das nicht zurückhalten kann.“ Ich konnte es tagelang zurückhalten, wenn ich den Drang verspürte aufs Klo zu müssen. „Aber vielleicht“, so überlegte ich, „hatte Joe ja auch schon tagelang zurückgehalten und jetzt ging es nicht mehr, weil er Bauchweh bekommen hatte.“ Und ich wusste ja, wenn das Bauchweh kam, dann half kein zurückhalten mehr.

Der Haufen, den Joe verrichtete, stank erbärmlich. Das war wohl das Warnsignal, das sich kurz als Geruch eingeschalten hatte und das mir verdeutlichen sollte, verschwinde von hier. Doch das war auch schon das Einzige, was ich empfinden konnte, denn selbst der Gestank war nur einen Bruchteil von einer Sekunde, für meinen empfindlichen Geruchssinn wahrnehmbar. Ich hatte meinen Körper nicht unter Kontrolle, so dass ich ihn hätte weglaufen lassen können. Also blieb er an Ort und Stelle.

Ich sah, wie ich ausgezogen wurde, und das ganze im Höllentempo.

Dann erblickte ich mich auf allen Vieren im Gras knien. Joe kniete vor dem Mann und es sah so aus, als würde er das Geschlechtsteil des Mannes beinah verschlucken, während dieser mit seinem Fuß auf meinen Kopf trat. Er drückte so fest, bis mein Gesicht in Joes Haufen, eingesunken war. Dann hörte ich ein tiefes, höhnisches Lachen und bemerkte Siggi, der sich unsagbar fürchtete. Garry stand Schmiere. Siggi und Joes Kopf wurden von den Händen des Mannes in seinen Schoß gepresst, was ihm scheinbar ein gutes Gefühl machte, so wie ich es bei Siggi immer tun musste. Dann riss er beide an den Haaren von sich weg. Und als ich sah, wie sich der Mann hinter mich kniete, der arme Joe an Siggi weitersaugte, und dabei würgte, als müsse er sich übergeben, verließen mich auch die beiden Blickwinkel, durch die ich noch das eine oder andere hatte wahrnehmen können.

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