E. Schreiber - Mutters Erbe
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Olli befahl mir, Schmiere zu stehen auf der Schaukel, damit uns Tante Gerda nicht erwischte, und ich tat dies mit Hochgenuss. Währenddessen klatschte ich in die Hände vor Vorfreude und ließ meine Brüder noch mehr von dem Stroh und Heu sammeln. Schneller, schneller musste es gehen. Alles musste rein in die Hütte. Und dann holte ich Tante Gerdas Feuerzeug. Tante Gerda war Raucherin und ich wusste, wo sie ihre Sachen aufbewahrte.
Dann funkte es und ich lief zurück auf die Schaukel, auf der ich das Höllenspektakel freudig mit ansah, und während ich Olli und Karl dabei anfeuerte, noch mehr Stroh in die lodernden Flammen zu werfen, rief und johlte ich wie eine Verrückte. Doch als die Flammen dem Nachbarhaus gefährlich nah kamen, bekam ich es mit der Angst zu tun. Karl und Olli liefen vor Angst in den Wald und versteckten sich. Später erkannte ich, dass sie sich vor Tante Gerda versteckt hatten, die hinter unserem Haus hervor gerannt kam, und sich wild schreiend die Hände auf den Kopf schlug. Dann stoppte sie meine Schaukel, auf der sie mich aufgeregt zappelnd beobachtet hatte und knallte mir eine, dass ich die Sterne funkeln sah. In der Zwischenzeit waren bereits viele Leute mit Eimern und Kübeln herbeigelaufen, um das Feuer zu löschen. Doch die Hütte war bereits komplett nieder gebrannt. Mir brummte der Schädel von ihrer Ohrfeige, während Tante Gerda mich nach Mittätern ausquetschte. Aber ich verriet niemanden. Weder Olli noch Karl, die feige in den Wald gelaufen waren, um sich vor der drohenden Strafe zu verstecken. Danach hatte ich zwei Wochen lang Hausarrest. Olli verpasste sich selbst zur Verwunderung von Tante Gerda ebenso Hausarrest und verbrachte die gesamte Zeit bei mir. Und das fand ich sehr anständig von ihm.
In der Schule hatte ich eine Lehrerin, die mich mochte und die Lehransätze vertrat, von denen Mama sagte, sie wären schlecht für mich. Auswendiglernen fiel mir ganz besonders schwer. Ich sah keinen Sinn darin, irgendetwas in mein Gehirn zu hämmern, um es, nachdem ich darüber abgeprüft worden war, wieder zu vergessen. Aber diese Lehrerin versuchte mir all das Wissen, das sie in meinen Kopf bringen musste, über Materialien, die ich in die Hand nehmen konnte, nahezubringen. Und so lernte ich bis zum Ende der ersten Klasse, das Schule und Lernen etwas Schönes sein konnte.
Ich verstand nicht, weshalb sie nach der ersten Klasse die Schule verlassen musste und an ihrer Stelle der Direktor der Schule meine Klasse übernahm.
Doch verstand ich zum ersten Mal in meinem Leben, das Mensch nicht gleich Mensch war.
Es gab die Erste-Klasse-Menschen, zu denen sich Direktor Kahlschädel, so nannte ich ihn, weil ich ihn nicht leiden mochte, zählte und es gab Menschen der zweiten Klasse, und zu denen gehörten wir Heimkinder. Und als Vietnamesen-Kinder in unser Heim kamen, gab es selbst unter uns Heimkindern eine Unterteilung zwischen Erste- und Zweite-Klasse-Kinder. Insgesamt also erlebte ich, dass es drei Klassen von Menschen gab und ich war in der letzten.
Im Kinderheim waren wir Kinder bisher immer alle gleich gewesen und nun, da die Vietnamesen-Kinder da waren und die Vermischung zwischen den Seelenberg- und Heimkindern fortschritt, wurde der Alltag sehr schwierig für mich.
Direktor Kahlschädel war schon sehr alt. Er war riesengroß und hatte eine Glatze, die ein schneeweißer Haarkranz zierte. Wann auch immer der Kaugummiautomat vor der Schule geknackt wurde, es waren wir Heimkinder. Wann auch immer irgendetwas im Schulhaus geschah, dass nicht den Regeln entsprach und der Schuldige nicht gefunden werden konnte, waren es wir, die Heimkinder. Und eines Tages sagte er uns vor der gesamten Klasse, dass wir Heimkinder im zweiten Weltkrieg, in dem er als Nazi diente, als allererstes deportiert worden wären. Ich verstand das Wort deportieren nicht. Niemand verstand es. Doch er machte der gesamten Klasse verständlich, was er damit meinte, wenn er uns als minderwertig und als nicht lebensberechtigt ansah. Und diese Ansicht verbreitete sich wie ein Lauffeuer bei jenen Schülern, die nun ihre Chance gewittert hatten, Unterdrückung und Macht über uns auszuüben.
Mama hatte Angst vor ihm und auch der Heimleiter war nicht gerade ein Hilfe, wenn es darum ging, Kinder gegenüber einem Lehrer, einem Arzt oder Pfarrer zu unterstützen und beizustehen. Es gab diese Regel, dass Lehrer, Ärzte und Priester in der Hierarchie ganz oben standen und Frauen sowie Kinder ganz unten. Das Kinderheim wurde also von einem scheinbar netten, aber ängstlichen Patriarchen geführt, dem unsere Mamas gehorchten und unhinterfragt die Führung überließen.
Aber ich hatte Glück, denn ich hatte Heimfreunde, vier an der Zahl, die in meinem Alter und in meiner Klasse waren. Niemand konnte uns trennen und unsere Zusammengehörigkeit wuchs, umso düsterer und menschenverachtender unser Alltag wurde.
Im Heim fühlten wir uns frei. Wir konnten laufen und uns bewegen, wie wir es brauchten und wollten. So kam es auch, dass der obere Bereich des Kinderheimareals besiedelt werden sollte, und dafür musste ein großer Teil des Achter-Waldes abgeholzt werden. Die großen Kinder bauten aus den Holzstämmen Panzer und andere hüttenähnliche Gebäude, in die sie immer wieder uns kleinere kommen ließen.
Olli und ich waren fast immer unter jenen Kindern, die mit heruntergelassenen Hosen den Älteren, die in einer Reihe vor uns standen ein gutes Gefühl machen mussten. Ich kannte das Spiel schon und Joe kannte es auch. Doch Olli und viele andere kannten es noch nicht. Ich wusste, und das versuchte ich Olli zu erklären, dass es kein Entkommen mehr gab, sobald wir das erste Mal im Panzer waren. Wir konnten nicht alle Ewigkeit im Haus verbringen, vor allem darum nicht, weil uns Mama ja ständig hinaus ins Freie schickte, damit wir uns austoben konnten. Und sobald wir im Freien waren, schnappte uns schon eine Bande Älterer und zerrte uns nach oben zu den Panzern. Manchmal kam es auch vor, dass die Älteren, die zu Besuch nach Hause kamen, sich bei den Panzerspielen beteiligten. Dann veränderte sich immer die Hierarchie innerhalb der Panzergruppe, die oft über zehn Kinder dazu brachte, zuerst den Großen ein gutes Gefühl zu machen, indem sie sich gegenseitig etwas in den Körper stecken mussten. Die mittelgroßen Kinder kannten scheinbar die Vorlieben der Großen noch, als diese in ihren Häusern wohnten und befolgten ohne zu murren ihre Befehle. Ich war bei den Kleinen, und ich wusste, wenn ich ihre Gesichter vergesse, dann würde ich es überstehen, ich würde nicht umgebracht werden, nicht von den großen und auch nicht von Olli, so wie mir angedroht wurde und Olli müsste nicht so sehr unter der Drohung leiden, mir weh tun zu müssen. Also hatte auch er einen Weg gefunden, nicht so sehr unter den Panzerspielen zu leiden, wenn er es mir nachmachte, das Vergessen der Gesichter.
Und Olli verstand, dass ich Recht hatte. Auf diese Weise würden wir beide überleben. Auch, wenn wir uns voneinander immer mehr entfernten und uns nach und nach immer öfter gegenseitig die Köpfe einzuschlagen drohten.
Peppi, der Große, war ein ganz besonderer Junge von vierzehn Jahren. Wenn ich den anderen zuhörte, wurde er der Sadist genannt. Ich wusste zwar nicht, was ein Sadist war, da ich das Wort nur im Zusammenhang mit dem großen Peppi kannte. Peppis Mama mochte ich, abgesehen von meiner eigenen, am liebsten leiden. Denn immer, wenn ich Fernsehverbot bekam und Mama war oft streng, ließ sie mich, auch die für mich immerzu verbotenen Programme angucken, sobald ich mit Kim, ihrer Tochter, ankam. Ich fand Kims und Peppis Mama einfach cool. Ihrer Zeit weit voraus, was vor allem das Thema Religion anbelangte, und sie hatte eine lockerere Art, ihre Kinder zu erziehen. Mit Peppi hatte sie nicht gerade das große Los gezogen, und sie wusste schon lange nicht mehr, wie sie den Burschen zügeln konnte.
Es war tiefer Winter und Peppi ließ meine sieben Freunde und mich in einer Reihe aufstellen.
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