„ Ich bin eins mit meiner natürlichen Harmonie ...
... ich bin Ruhe und Gelassenheit ...
... ich bin Ausgeglichenheit ...
... und eins mit meinen körperlichen und geistigen Fähigkeiten!“
Nach jeder Suggestion (die ruhig öfter wiederholt werden kann) sollte man dem Körper ruhig mal Zeit gönnen, mit den dazu passenden und entsprechenden Gefühlen zu antworten. Das geschieht natürlich nicht sofort, aber bei konsequenter Übung gelingt es recht schnell. Wer täglich 10-15 Minuten übt, sollte spätestens nach drei bis vier Wochen die ersten „richtigen“ Resultate erzielen: Denn, Gelassenheit kann man fühlen, Ausgeglichenheit auch, und alle anderen Inhalte der Suggestionen ebenfalls, die man sich eingibt. Als Unterstützung sollte man seinen Körper auch ruhig fragen: „Wie fühlt sich was an?“ Also, Harmonie, Ausgeglichenheit, Gelassenheit etc.
Anschließend sollte man sich ganz gezielt an die Beseitigung seiner Ängste machen. Beseitigen ist allerdings nicht ganz das richtige Wort. Denn, alles was uns stört, sollte nicht verdrängt oder gar bekämpft werden, denn das würde diesem nur noch mehr Energie und damit Macht verleihen; man sollte sich vielmehr – statt dessen – auf das Gegenteil konzentrieren, und sich das durch Konzentration und Suggestionen herbeiholen. Z.B., „ich bin Mut, ich bin Glauben und Vertrauen in meine eigenen Fähigkeiten und Kräfte, ich glaube an mich und an meine Fähigkeiten, ich bin Selbstbewußtsein und Selbstachtung, ich vertraue mir selber.“ So oder ähnlich sollte man die Suggestionen gestalten, denn jeder hat andere Vorlieben und Neigungen, aber grundsätzlich gilt, weniger Adjektive benutzen und dafür umso mehr Substantive, und sich mit diesen identifizieren, denn das bringt die größte Authentizität in den Gefühlen hervor, wie z.B. „ich bin Mut“ oder „ich bin Selbstbewußtsein“, anstatt zu sagen, „ich bin mutig“ oder „ich habe Selbstvertrauen“.
Viel Glück!
Was kann ich tun... bei innerer Unruhe und Spannungszuständen?
Innere Spannungszustände deuten darauf hin, daß etwas getan wird, was nicht der Wichtigkeit entspricht, die der Handelnde seinem Tun zuweist. Es ist ihm vielmehr vom Verstandesmäßigen her wichtig, als daß er im Inneren das Gefühl hat, auch wirklich das Richtige zu tun. Spannungszustände und innere Unruhe weisen auf Impulse des Unterbewußtseins hin. Diese Impulse können Verschiedenes bedeuten, doch liegt ihnen eine jeweils ähnliche Basis zugrunde: „Wir denken falsch, und damit handeln wir auch falsch!“
Denken und Handeln bedingen einander; und wer einmal bewußt darauf achtet, warum er tut, was er gerade tut, wird merken, daß es zumeist die Folge einer verstandesmäßigen Entscheidung ist. Einer Entscheidung, die Folge der Logik seiner Ratio ist. Aber, so sollten Sie sich fragen, und zwar eigentlich bei allem, was Sie tun, „kann mein Verstand mich immer richtig anleiten? Weiß er stets, was für mich gerade ansteht und was für mich am besten ist?“
Der Verstand ist begrenzt; das spüren wir dann, wenn uns unser berühmtes Bauchgefühl vor etwas warnt, und wir – obwohl wir das bewußt vielleicht nicht zugeben würden – genau wissen, daß unser Gefühl uns nicht trügt. „Warum“, so fragen sich vielleicht viele Menschen, „kann ich nicht mehr auf mein Gefühl vertrauen? Warum handele ich so oft dagegen, obwohl ich weiß, daß es mich nicht trügt?“
Gedanken sind rationell gesteuert – meint man zumindest. Erst wenn uns belastende Gedanken bedrängen und wir sie nicht beseitigen können, spüren wir, daß es da wesentlich komplexere Vorgänge in Körper und Geist gibt, als wir uns eingestehen wollen. Unterbewußte Gedanken, an die wir uns oft gar nicht explizit erinnern können, strömen dabei genauso an die Oberfläche des Bewußtseins, wie vielleicht unerwünschte Gefühle.
Und um die unbewußten Gefühle und Gedanken geht es hier; und außerdem um die Vorgänge, die uns zu dem machen, was wir sind, und die uns dorthin befördern, wo wir gerade stehen.
Das Unterbewußtsein ist komplexer, als viele sich einzugestehen vermögen; glauben sie doch, wenn sie ihm Raum und Achtsamkeit im Leben widmen, etwas von ihrer Rationalität zu verlieren. Doch gerade das Unterbewußtsein nicht zu beachten, das bedeutet, der Realität mehr und mehr den Boden zu entziehen. Wir sind wesentlich mehr, als nur bewußte Gedanken und Gefühle; wir sind wesentlich mehr, als nur die Summe unserer rationalen Entscheidungen.
Wer wahrhaft rational entscheiden will, kann dies ohne sein Unbewußtes gar nicht tun. Denn, noch einmal frage ich: „Ist mein bewußter und rationaler Verstand in der Lage, mich auch wirklich richtig zu beraten? Ist er in der Lage alle benötigten Faktoren zu verwenden, um eine richtige von einer falschen Lösung zu unterscheiden?“
Ich glaube nein. Wie kann er auch, wo der Verstand mehr als begrenzt ist. Wir leben in einer immer schneller werdenden Zeit; die Informationen nehmen langsam überhand, und durch die immer weiter fortschreitende Technologie, haben wir fast gar keine Möglichkeit mehr, Entscheidungen adäquat aufgrund der gerade jetzt vorliegenden Informationen für die Zukunft zu fällen. Wer weiß denn schon, was morgen geschieht, geschweige denn jetzt gerade in diesem Moment? Wir können immer nur eines tun, entweder sitzen und schreiben bzw. lesen, oder außerhalb der Räumlichkeiten das Geschehen betrachten; auch hier ist unser Focus begrenzt, egal wie gut und zuverlässig die Quellen benötigter Informationen sein können.
Wenn ich mir das alles vor Augen halte, nämlich daß es unmöglich ist, eine den Umständen adäquate Entscheidung zu fällen, mit nur dem, was meinem Verstand zur Verfügung steht, fange ich bereits an, meinem Unterbewußtsein zu mehr Raum und Akzeptanz zu verhelfen.
Das Unterbewußte vermag Tendenzen zu erkennen, deren Entwicklung der bewußte Verstand nicht einmal zu erahnen vermag. Die Transportmöglichkeiten jedoch für Informationen, die das Unterbewußtsein in den Verstand transportieren will, sind dagegen mehr als begrenzt: Wer an Informationen aus dem Unbewußten gelangen will, der muß seinen bewußten Verstand ruhig stellen und damit die Bereitschaft herstellen, zu empfangen. Wer nicht offen ist, kann nichts empfangen; das ist wie bei einem Radiosender: Habe ich meine Frequenz nicht auf ihn eingestellt, kann ich ihn auch nicht hören.
Höre ich gar nicht auf das, was mein Unterbewußtsein mir zu sagen hat, bin ich ihm gegenüber vollkommen verschlossen, und beachte ich nur die materiellen Informationen und Gegebenheiten, dann kommt es unter Umständen zu innerer Unruhe bzw. zu Spannungszuständen. Denn, mein Unbewußtes will mich warnen bzw. schützen, und zwar davor, Fehlentscheidungen zu treffen, und damit falsche Handlungen zu begehen. Unter falschen Handlungen kann man solche verstehen, die uns unter Umständen sinnvoll vorkommen, uns jedoch keinen Millimeter weiterbringen. Das ist etwa so, als entwerfe ein hervorragender Verkäufer Konzepte zum Verkauf von Eisschränken in der Arktis.
Er gibt sich große Mühe, Verkaufsstrategien zu entwickeln, ohne zu bedenken, nach den wahren Bedürfnissen der Menschen dort zu fragen. Im Fall „Kühlschränke/Arktis“ liegt die Erkenntnis des Scheiterns gut verständlich vor uns; doch wie oft glauben wir daran, dringend etwas tun zu müssen, weil wir es für notwendig erachten, vielleicht weil es so gemacht wird, oder weil es schon immer so getan wurde, nur – es hat keinerlei Auswirkung auf das, was wir tatsächlich beabsichtigen? Ich spreche von sinnlosen Aktivitäten, die vielleicht sinnlos sind, weil sich vorher niemand die Mühe macht, sie zu hinterfragen, und zwar unter dem Aspekt des Nutzens, ob sie den Bedürfnissen der Zeit oder der Menschen auch wirklich gerecht werden.
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