Hans Landthaler - Mel

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Mel, der eigentlich Melchior heißt und Schreiner ist, zieht sich nach der schmerzhaften Trennung von der «gemeinen Anna» in ein abgeschiedenes Häuschen am See zurück. Er hat gerade angefangen, sich an die Einsamkeit zu gewöhnen, als plötzlich sonderbare Dinge geschehen. Was er nicht weiß und was ihm auch niemals in den Sinn gekommen wäre, ist, dass der Tod ihn beobachtet.
Der Tod kennt Mels Gedanken, noch ehe er sie denkt. Er weiß, was Mel im Schlaf träumt, aber er sieht auch, wie die Tiere ihn lieben, und er beobachtet den Sex mit diversen Frauen. Dennoch bleiben ihm Mels Gefühle ein Rätsel, während er von Mels Unbekümmertheit gegenüber seinen Attacken fasziniert ist.
Wenn Mel traumlos schläft, dann beobachtet der Tod andere Menschen aus dem Roman. So erfahren die Leserinnen und Leser viel mehr über die Personen, die Mel umgeben, als er selbst.
Wenn Mel etwas denkt oder tut, was den Tod an andere Personen erinnert, die er früher begleitet hat, dann er erzählt er den Leserinnen und Lesern diese alten Geschichten. Sie handeln von glücklichen Menschen, von schweren Schicksalsschlägen, aber auch von skurrilen Begebenheiten, die teilweise Hunderte von Jahren zurückliegen.

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Mel hat sich in das Klohäuschen verzogen, um sich umzukleiden. Er denkt, sie zum Frühstück einzuladen, sie ein Weilchen bei sich zu haben, und denkt, was für eine außerordentliche Begebenheit! Wie oft hat er sie mit dem Fernglas beobachtet, nackt, sich gewünscht, sie kennen zu lernen. Nun steht sie drüben in der Stube. Er späht durch das Schlüsselloch, sieht ihre Verrenkungen vor dem Bücherregal, sie kommt gefährlich nahe den Tagebüchern und schon hat sie sie entdeckt, winkelt eines heraus, sieht zur Klotüre, schiebt es zurück. Nun wird sie der Katze gewahr, die sich heftig gähnend aus der Decke des Bettes befreit, in die sie sich zuvor eingegraben.

Mel kann nicht verstehen, was die Rote so leise zu der Katze sagt. Aber ich! „Du Weibchen, hast dir ein anderes Herrchen gesucht“ nachdem dieser Arsch uns verlassen hat wegen der jungen Bäckerziege. Idiot! Versager! Verräter!“ Tränen machen sich schon breit, sie legt sich zu dem Tier, schließt es in die Arme und verfällt in ein heißeres Schluchzen.

Mel errät am Beben ihres Oberkörpers, dass sie weint. Bringt es in Verbindung mit dem aufgegebenen Fischerplatz am See. Er verlässt das Häuschen durch die Gartentüre, schreitet die Dahlienhecke ab, zupft da und dort ein welkes Blatt, köpft erblühte Blumenkronen, weiß nicht recht, was weiter zu tun. Frühstück! Sie schläft, die Katze nicht. Bemüht, leise zu sein, stellt er der Schmeichlerin, die um seine Beine schleicht, ein Schälchen hin mit verdünnter Milch. Er setzt Kaffeewasser auf, nimmt die Butter aus dem Kühlschrank, dazu die Marmelade, das Schinkenstück von dem er dünnste Scheiben schneiden will - zwei Eier - schüttet den Rest Milch in den Topf für den Milchkaffee, stellt dazu die dickwandigen Porzellanschalen auf den Tisch. Er schneidet Brot auf von dem großen Bauernlaib, fächert es in den Korb. Die Katze lümmelt auf dem Fensterbrett, als Mel nun aus der Lieblingstischdecke seiner Mutter die Veilchen aus den Falten streicht.

Sie seufzt im Schlaf, die Fischerin, vergrämt ist ihr Gesicht, der kleine Körper entspannt. Jegliche Bewegung Mels verfolgt die Katze mit schräg gelegtem Kopf. Wenn ich sie küssen würde, denkt Mel, belächelt den Flaum auf ihren Wangen… Das glucksende Pfeifen des Wasserkessels bringt beide ins Erwachen. Frühstück! Sie lächelt, hat Tränenschimmer in den Augenwinkel. Mel gießt den Kaffee auf, sie hat das T-Shirt aus der Hose gezogen, so dass es auf den Hintern reicht. Sie setzt sich auf die Stirnseite des Tisches und ordnet ihren Springbrunnen, guckt dabei durch die Ohrenkeile der Katze hinüber an das Fischufer. In diesem Moment hat sie den Feldstecher entdeckt, angelt ihn sich vom Fensterbrett, sieht hinüber, verharrt. Mel, der sie die ganze Zeit nicht aus dem Blick ließ, weiß, dass sie sich nun denken kann, dass er sie heute nicht zum ersten Mal sieht. Er verspürt keinerlei Aufregung noch Anspannung, als die Fischerin durch das Fernglas das Ufer betrachtet. Gerade richtet sie das Glas auf ihn und eine kleine, feine Lächelei beginnt. Mel holt die abgeschreckten Eier, legt sie neben den Schinken, sodann gießt er den Kaffee ein, die heiße Milch dazu. Sie streicht sich Butter auf die Scheibe Brot, teilt sie in drei gleiche Teile, eins mit Marmelade, das andere mit Schinken, das dritte nur gebuttert – ist wohl für das Ei. Der sanfte Wind genügt, um dem Walnussbaum ein Rauschen zu entlocken. Wolken türmen sich hinter dem Horizont, die Katze erschnuppert Gewitter. Mel hat in der Eile die kurzen Hosen angezogen, sieht schinant die bloße Haut. Auch er hat Kinderbeine. Eine vergnügliche Miene ruht in ihrem Gesicht, kaut bedächtig jeden Bissen, macht den spitzen Mund, wenn sie den heißen Kaffee schlürft. Sie schneidet das Butterbrot in zwei Dreiecke, tupft mit einer Spitze das Eigelb aus dem Weiß. Mel bemerkt ihren guten Appetit, schneidet nochmals Brot. Er hofft schon seit Minuten, dass dieser ausstrahlende Druck, der die Herzform fühlbar macht, vom starken Kaffee verursacht wird. Bloß kein Anfall, solange sie anwesend ist, denkt er, vergisst sein Herz im Nu, als sie, wie nebenbei bemerkt, dass ihr Mann sie verlassen hat. Deshalb ist der Fischplatz verwaist, vermutet Mel. Sie nickt zustimmend und legt der Katze ein Fetzchen Schinken vor die Pfote, schiebt den Teller von sich, lehnt sich zurück, kippelt den Stuhl, fasst unter ihr Shirt, holt aus dem Hosenbund ein silbernes Zigarettenetui, entzündet eine Filterlose, inhaliert tief, bläst den Rauch genussvoll gegen die Zimmerdecke. Sie wippt den Stuhl im gleichmäßigen Rhythmus ihrer Stimme, die atonal emotionslos erzählt: von Drogen, Alkoholexzessen, der gewaltigen Selbstüberschätzung ihres Mannes, seiner Ohnmacht, Hilflosig- und Kraftlosigkeit. Die abgebrochenen, wieder begonnenen Therapien, der Arbeitslosigkeit, der soziale Abstieg, die Flucht in diesen unsinnigen Angelsport. Sie setzt den Stuhl abrupt ins Gleichgewicht, redet sich in Rage. Wegen einer neunzehnjährigen Verkäuferin hat er sie verlassen. Der könne er noch was vormachen. Die weiß nichts von ihm und das Beste … sie bereitet eine wirkungsvolle Pause vor, indem sie die Finger verschränkt wie ein geflochtenes Gebinde, auf den Kopf legt, Mel verbittert ansieht und wiederholt: „Das Beste ist, dies geschah eine Woche, nachdem er endlich Arbeit fand.“ Jahrelanges Knausern, alles Geld floss in die Angelei, sie hat auf alles verzichtet, sich nicht gegönnt und zwei Tage bevor er auszog, hat sie sich noch von ihm ein Tattoo aufschwatzen lassen. Sie weitet den Ausschnitt des Shirts und über ihrer kleinen, spitzen Brust kommt ein keltisches Runenzeichen zum Vorschein. Die Haut rundum ist noch gerötet von der frischen Tätowierung. Sie presst eine Faust vor den Mund, so dass die Knöchel weiß hervor treten, unterdrückt das Schluchzen, würgt dafür ein trauriges Kicksen aus der Kehle. Mel fühlt sich unwohl, weiß er doch zu genau, was in ihr vorgeht. Was hat er bloß alles mit der gemeinen Anna erleben müssen. Und um nicht in der ängstlichen Stille zu verbleiben, fängt er an, von ihr zu sprechen. Natürlich will die Fischersfrau wissen, warum die gemeine Anna gemeine Anna genannt wird. Und Mel erzählt ihr bereitwillig die absonderliche Geschichte von dem Kätzchen. Sie ist tief berührt, betrachtet ihn mit zärtlichem Bedauern. Er denkt im selben Augenblick, dass sie ihm sehr gut gefällt. Ihm gefällt ihr offenes, ein wenig naives Gesicht. Ihm gefällt das vertrauliche Gespräch. Ihm gefällt ihre Winzigkeit und dass sie Kinderbeine hat. Mel gefällt es ausgezeichnet, dass sie bei ihm ist, und das sagt er ihr nun. Zugleich erhebt er sich, bietet trotz der frühen Stunde Rotwein an, nur um ihr nicht in die Augen sehen zu müssen. Sie sagt nicht Nein, nicht Ja, sie sagt, dass der Fischer in all den Jahren nicht mit ihr geschlafen hat. Er denkt, ob das eine Aufforderung zum Tanz bedeuten soll, erinnert sich, dass er seit der Trennung von der gemeinen Anna auch keinen Sex hatte. Mel stellt die Gläser auf den Tisch, schenkt ein, sie zupft sich mit den Zähnen Hausstückchen aus den Mundwinkeln, blickt apathisch vor sich hin, bis Mel sie nach ihrem Namen fragt. „Judith“, antwortet Judith, will im gleichen Atemzug Mels Atemzug wissen. „Mel“, kommt es tief und warm aus seinem Munde. „Mel, was?“ fragt sie. „Mel, von Melchior, Heilige Drei Könige!“. Sie hat noch nie gehört, dass jemand so heißt. Er erklärt, dass sein Vater Balthasar hieß. Judiths Vater hieß Emilio, weil er Italiener war. Die Katze heißt Fritz, obwohl sie ein Weibchen ist. Judith raucht eine weitere Zigarette, nippt von dem roten Wein. Fritz klettert vom Fensterbrett auf Mels Schulter, dann auf seinen Schoß, dreht sich viermal bevor er sich einrollt, die Augen schließt. „Fritz liebt Männer“, erklärt sie und Mel erzählt von seinen Katzenphantasien. „Sie fühlt sich wohl bei Dir, Melchior“. Judith sagt Melchior und es klingt so zart, als hätte sie Erdbeereis im Mund. Er spürt sein Herz arbeiten, außerdem erscheint ihm die linke Seite wieder ein bisschen taub. Judith berichtet, wie Fritz zu seinem Namen kam, aber Mel hört nur mit einem Ohr zu.

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