Hans Landthaler - Mel

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Mel, der eigentlich Melchior heißt und Schreiner ist, zieht sich nach der schmerzhaften Trennung von der «gemeinen Anna» in ein abgeschiedenes Häuschen am See zurück. Er hat gerade angefangen, sich an die Einsamkeit zu gewöhnen, als plötzlich sonderbare Dinge geschehen. Was er nicht weiß und was ihm auch niemals in den Sinn gekommen wäre, ist, dass der Tod ihn beobachtet.
Der Tod kennt Mels Gedanken, noch ehe er sie denkt. Er weiß, was Mel im Schlaf träumt, aber er sieht auch, wie die Tiere ihn lieben, und er beobachtet den Sex mit diversen Frauen. Dennoch bleiben ihm Mels Gefühle ein Rätsel, während er von Mels Unbekümmertheit gegenüber seinen Attacken fasziniert ist.
Wenn Mel traumlos schläft, dann beobachtet der Tod andere Menschen aus dem Roman. So erfahren die Leserinnen und Leser viel mehr über die Personen, die Mel umgeben, als er selbst.
Wenn Mel etwas denkt oder tut, was den Tod an andere Personen erinnert, die er früher begleitet hat, dann er erzählt er den Leserinnen und Lesern diese alten Geschichten. Sie handeln von glücklichen Menschen, von schweren Schicksalsschlägen, aber auch von skurrilen Begebenheiten, die teilweise Hunderte von Jahren zurückliegen.

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Schwer atmend, mit erschreckten großen Augen liegt er im nassgeschwitzten Kissen, spürt noch seine Erektion, doch ist ihm nicht danach, sich zu lieben. So sehr nah ist noch der Eindruck des Traumes. Ergriffen schüttelt er ungläubig den Kopf vor Verwunderung und denkt kein Stück an den Infarkt. Langsam, in Andacht noch, erhebt Mel sich. Schwer steigt der Atem aus seiner Brust. Was der Traum wohl zu bedeuten hatte?, versucht er zu ergründen, während er mit tapsigen Schritten das Zimmer durchmisst, die Arme vor die Brust verschränkt.

Kapitel 6 Der Karpfenfreund

Hell ist der Tag geworden. Sechs Uhr morgens. Mel fühlt sich ausgeruht, hungrig, Traumbilder vor den Augen. Er will zum See, schwimmen, den Kopf lange im kühlen Wasser laben. Er entkleidet sich, erschlüpft den Bademantel, schlendert barfuß zum See. Kein Schwan ist zu sehen und staunend bemerkt er das Fehlen des Fischerzeltes, samt aller Utensilien am Ufer gegenüber. Er köpft vom Steg aus in das Wasser, taucht solange unter, wie seine Luft reicht, genießt mit geschlossenen Augen das entspannende Nass. Niemand ist in Sicht, so kann er nackt an Land, um den Fischerplatz zu inspizieren. Wäre nicht das vergilbte Rechteck des abgestorbenen Grases, auf dem das Zelt stand, so käme man nicht auf die Idee, dass hier jemand monatelang gelebt hat. Sogar die Feuerstelle ist verharkt. Keine Zigarettenkippen!

Mel sitzt auf diesem flachen, langen Stein, der halb ins Wasser ragt. Der eigentliche Stammsitz der Fischers. Er sieht das große, dunkle Fenster seines kleinen Hauses, meint, sich selbst darin zu erblicken: ein blasser Punkt, der ab und zu ein wenig wandert im Geviert. Traurigkeit ergreift ihn, Selbstmitleid. Er senkt den Kopf. Im grünen Wasser vor ihm schwebt regungslos ein Fisch, ein Riesenfisch – ein Karpfen. Der guckt ihm direkt ins Gesicht. „Du hast es gut!“, sagt Mel zu ihm. „Du kannst hören, sehen, riechen, fühlen. Musst nicht denken. Hast Ruhe im Gehirn!“ Der Fisch blubbert Luftblasen aus dem Maul, scheint Mel zu antworten und der spricht: „Mach keinen Blödsinn und fang an zu reden, dann werde ich nämlich vollends verrückt. Bist Du gar einer von denen, die der Fischer fing zum Fotografieren? Hat es wehgetan, als er dir den Haken zog?“ Der Fisch behält weiterhin die Ruhe. Nur seine Schwanzflosse ist in lascher Bewegung, das Gleichgewicht zu halten. Mel steigt behände in das Uferwasser, watet vorsichtig den Meter zu dem Fisch, der ihn anglotzt, sich doch nicht von der Stelle rührt. Nun beugt sich Mel, steckt den Kopf samt Oberkörper in den See, umarmt den Karpfen, hebt ihn aus dem Wasser, ohne Gegenwehr, steigt zurück zum Stein, setzt sich darauf, hält den Fisch vor seine Brust, wie er es beim Fischer gesehen hat. „Dass uns jetzt einer fotografieren würde“, wünscht sich Mel.

Der Fisch atmet wohl schwer durch seine Kiemen, hat sein rundes Maul weit aufgerissen, dennoch hält er still, als Mel ihn zu streicheln beginnt. Er hebt den Kopf, um Mel anzusehen. Der denkt: „Die Fischers hätten das sehen sollen!“. Ohne Angel fischte er dieses Prachtstück, schilt sich selbst gleich darauf, weil er den Gedanken hat, den Karpfen zu kochen. Der Fisch wird unruhig. Mel lässt ihn ins Wasser gleiten. Der Karpfen dreht eine Runde, steht alsdann wieder zur Stelle. Mel begibt sich ins Wasser, schwimmt an dem Fisch vorbei. Der zieht ihm nach.

Was ist mit ihm? Warum diese Zutraulichkeit? Wieso zu Mel? Erstaunt mich immer wieder, dieser Mensch. Schwimmt mit diesem dreißig Kilo Ungetüm! Fehlt bloß noch, dass die Schwäne dazu kommen und die Katze am Ufer wartet. Jetzt hält er sich sogar an der Rückenflosse fest, lässt sich ziehen. Was für ein Bild, wenn ich fotografieren könnte. Sie sind in der Mitte des Sees, da taucht nun der Fisch ab und Mel hinterher. Er denkt, der Karpfen will ihm etwas zeigen, doch dieser verschwindet im Gedunkel der Tiefe. Mel wartet eine Weile, stößt sich dann nach oben, als die Luft knapp wird. Er treibt in leichter Welligkeit dahin, in Rückenlage dem Ufer zu, sinniert Gedanken in die dicken Wattewolken, die genauso träge im Himmelblau schwimmen.

Kapitel 7 Judith, die Fischersfrau

Mel kann nicht sehen, dass sie tatsächlich am Ufer auf ihn wartet, die glutroten Haare aufgesteckt wie ein zu Haar erstarrter kleiner Springbrunnen auf dem Kopf. Im ersten Moment kann er es nicht begreifen, als er sich umdreht, sie vor ihm steht: die Fischerin. Er sieht sie an, wie zuvor der Karpfen ihn, bleibt im hüfthohen Uferwasser stehen, als er sich an seine Blöße erinnert. Sie mustert ihn mit festem Blick. Mel denkt nur, wie klein sie ist. Als sie ihn fragt, wie er den Fisch gefangen, bricht er sein Erstaunen und als er antwortet, dass der sich fangen ließ, umspielt ein Lächeln ihren roten Mund. Das gleiche rot wie ihre Haare, fällt ihm auf, und dass sie älter ist als er geschätzt hat. Ob er nicht aus dem Wasser komme?

Mel verneint, erklärt seine Nacktheit und wiederum ein Lächeln. Ein breiteres. Mel bittet um den Morgenmantel und sich umzudrehen. Sie legt den Mantel an die Kante des Steges, wendet sich belustigt ab. Er angelt sich das Stück, schlüpft flugs hinein, noch im Wasser, steigt auf die Holzpaletten. „Fertig!“, sagt er und sie sehen sich beide an, amüsiert über ihre Schüchternheit. Wie winzig sie ist, reicht ihm gerade bis zur Brust. Er betrachtet ihre Kinderbeine. Sie trägt sehr kurze, enge Jeansshorts. Die riesigen Plateaujoggingschuhe sehen aus wie Tiere, die ihre kleinen Füße fressen. Unter dem weißen T-Shirt spitze Brüstchen, deren Knospen sich abzeichnen. Breit ist sie in den Schultern, ihre Arme muskulös. Die Hände zu groß, zu erwachsen, mit mehreren silbernen Ringen an den kräftigen Fingern. Fein gezeichnet ist ihr Gesicht. Ein Jungengesicht, verschmitzt, ein wenig gaunerig. Mehr als vierzig wird sie sein, schätzt Mel, als er sie so nahe betrachten kann.

Solche roten Haare hat Mel noch nie gesehen, noch weniger so eine Frisur. Sie inspiziert ihn nicht, blickt ihm in die Augen. Braun sind die ihren, zugleich grün. Mel bewundert noch den roten Springbrunnen, als die Fischerin ihn fragt nach dem Verbleib der Katze. Woher sie weiß, dass eine Katze bei ihm war, will Mel wissen. Die Kinder hätten sie gesehen, als sie auf sein Grundstück schlichen. Als sie seine Skepsis bemerkt, beschreibt sie die Katze: braun, schwarz, grau getigert, der Schwanz im Ganzen schwarz. Sie sieht ihn streng an. „Sie war da bis gestern Nacht, aber vielleicht ist sie zurückgekommen? Sehen wir im Haus nach!“ schlägt Mel vor.

Die Hose kneift ihr in den Po. Die Bäckchen lugen hervor und die Kinderbeine passen so gar nicht dazu, findet er, als er vorangeht durch den Schilfpfad. Und nun fällt ihm plötzlich der heftige Traum ein. Rot wird er im Gesicht. Welch eine Merkwürdigkeit, dass sie nach diesem Traum hier auftaucht. Die Katze ihr gehört. Hat die sie hergelockt? Und was für ein Morgen und dieser Fisch? Ein milder Morgen im sanften Wind. Ein weißgleißender Sonnenstern im vergissmeinnichtblauen Himmel, in dem Gazewölkchen wehen. Samtige Luft duftet nach würzigen, wilden Kräutern. Vögel zwitschern in sommerlicher Euphorie. So ähnlich hätte Mel wohl diesen Morgen beschrieben, wenn er ihn beachtete. Aber im Moment beachtet er aufmerksam das Hinterteil der Rothaarigen. Sie stapfen nah nebeneinander, berühren sich manchmal, bedingt durch die Unebenheit der Wiese. Mel weiß noch immer nicht, wie ihm geschieht. Noch vor zwei Stunden flog er in einer Orgie über den See mit ihr und nun ist sie hier und riecht nach Rosinen.

Sie bekundet ihr Erstaunen ob der Offenheit: die Türe, das Fenster – offen. Alles zu haben, was man will. „Wer was haben will, der soll es sich nehmen!“ entgegnet Mel. Und als sie das Haus betreten, gibt sie ihm insgeheim Recht. Nichts wollte sie von all dem. Das karge Bett, der alte Gasherd neben dem eine rotverblichene Gasflasche steht. Der glucksende, wispernde Riesenkühlschrank, an dem siebenundvierzig kleine Rezeptzettelchen kleben. Zwei wackelig aussehende Thonetstühle an dem rechteckigen Küchentisch, dessen Platte mit Linoleum belegt ist, über der eine zarte lilienförmige Jugendstillampe hängt, mit Bruch im Glas. Das von Isolierband zusammengehaltene, braune Kofferradio, der stumpfgeschruppte Spülstein, aus dem ein dickes gusseisernes Abflussrohr wächst. Inmitten des großen Zimmers ein vorsintflutliches Blechregal, das Mühe hat, die vierhundertdreiundzwanzig Bücher zu tragen. Raumteiler von Küche und Wohnbereich. Die Fischerin steht vor dem Regal, beugt, dreht, streckt den Kopf, geht auf die Zehenspitzen, um Buchtitel zu erlesen.

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