Andreas Köcke - Lebe jetzt

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Markus und Saskia erträumen sich ihr gemeinsames Leben, so wie viele andere Paare auch. Sie schreiben ihre gemeinsamen Ziele und Wünsche auf und legen diese in ein Kästchen um sich immer wieder daran erinnern zu können. Doch je länger sie zusammen leben, umso mehr verlieren sie sich aus den Augen. Nach vielen Enttäuschungen und schlimmen Verletzungen leben sie in ihrem Haus in Parallelwelten nebeneinander her.
Dann passiert etwas, was ihr Leben komplett auf den Kopf stellt. Alles was bisher wichtig war, stellt sich plötzlich in Frage. Es wird absolut deutlich, dass es die Chance sein Leben zu leben für jeden nur einmal, und zwar genau hier und jetzt gibt.

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„Hr. Schmidt? Alles in Ordnung?“

Was für eine blöde Frage von jemandem, der einem gerade das Todesurteil übermittelt hat. Markus verspürte so etwas wie Hass gegen diesen Menschen. Er war ihm schon unsympathisch gewesen, als er den Raum betreten hatte. Sicher hätte ein anderer Arzt eine bessere Diagnose gestellt. Hierfür war einzig und alleine dieser hagere Quacksalber schuld, der selbst aussah, als wäre er dem Tod von der Schippe gesprungen.

„Ja, alles in Ordnung“, hörte er sich sagen. Er redete entgegen seines inneren Aufruhrs völlig ruhig und sachlich. „Ich habe über das Adenocarcinom schon im Internet gelesen. Sieht wohl nicht besonders gut aus?“

Los, sag, dass alles nur ein schlechter Scherz war, dachte er so bei sich. Oder vielleicht ist alles nur ein Traum.

„Leider nicht. Der Tumor hat sich schon ausgebreitet und ist dadurch inoperabel geworden. Wir können nur noch symptomatisch behandeln. Das heißt, wir können auftretende Symptome behandeln, aber den Tumor leider nicht mehr sanieren.“

Was eine dämliche Sprache. Sanieren. Von was reden wir hier überhaupt? Von einem kranken Gebiss? Oder von einem Haus?

„Wie lange werde ich noch zu leben haben?“ Wieder kam es ihm so vor, als hätte er diese Frage nicht selbst gestellt und sei nur ein unbeteiligter Zuhörer.

Die Statistik sagt, dass in ihrem Stadium die mittlere Überlebenszeit bei ca. sechs Monaten liegt. Das kann etwas länger oder auch etwas kürzer sein.“

Statistik. Scheiß drauf. Wer erhebt so etwas überhaupt? Was sind das nur für Menschen die Schicksale anderer statistisch erfassen? Ich soll sterben und dieser Dr. Tod plaudert munter darauf los, als ginge es zum Kaffeekränzchen.

„Kann ich im Moment noch etwas für Sie tun?“

„Nein danke.“

„Die Befunde werden ihrem Hausarzt unverzüglich zugestellt. Ich würde Sie bitten, sich dort in den nächsten Tagen vorzustellen, um mit ihm alles Weitere zu besprechen. Alles Gute Herr Schmidt.“

Alles Gute. Wir zynisch das klang. Alles Gute, in so einer Situation. Arschloch. Der Mensch war ihm so unsympathisch wie nichts anderes auf dieser Welt.

Markus ergriff die ihm angebotene Hand und sah Dr. Rosahl nach, wie dieser den Raum verließ. Der hatte gut reden. Er durfte ja leben. Alle anderen hier durften leben. Adenocarcinom. Da war er ja gerade richtig im zweiten Untergeschoß. Eigentlich konnte er ja gleich hierbleiben.

„Die Untersuchung ist beendet, Herr Schmidt. Sie können dann gehen. Das Ergebnis bekommt ihr Hausarzt mit der Post. Alles Gute für die Zukunft.“ Frau Becker hatte für ihn unbemerkt den Raum betreten und fing an geschäftig aufzuräumen.

„Danke.“ Markus erhob sich und verließ mit unsicheren Schritten den Raum. Als er durch die Tür auf den Gang gelangt war, hing von der Decke herab unübersehbar der Wegweiser zum Andachtsraum. Da gehe ich erst mal hin. Ich kann jetzt sowieso kein Auto fahren. Hoffentlich ist niemand dort.

Kapitel 5

Der Andachtsraum war schlicht eingerichtet. Es gab ein paar Holzstühle, einen kleinen Altar und über dem Altar das übliche Kruzifix mit der Inschrift INRI. Der Raum war nur in Kerzenlicht getaucht, sodass es relativ dunkel war. In dem Raum schien sich sonst niemand aufzuhalten.

Markus kam das sehr gelegen. Er wollte jetzt unbedingt alleine sein.

Gott, warum ich?, fragte er sich während er da saß und das Kreuz über dem Altar betrachtete. Warum gerade ich? Ich hätte doch normalerweise noch so viel Zeit. Ich bin doch noch nicht so weit. Ich bin doch noch viel zu jung zum Sterben. Wenn ich jetzt siebzig oder wenigstens sechzig wäre, würde ich mich ja nicht beschweren. Aber mit fünfunddreißig? Nennst du das gerecht? Du bist doch angeblich der Gott der Gerechtigkeit. Nennst du das wirklich gerecht? Andere. die schlimme Verbrechen begangen haben, werden uralt und ich soll jetzt schon gehen? Ich hasse dich. Du bist kein gerechter Gott. Du tust so, als wärest du großmütig und ein Freund der Menschen. Dabei macht es dir Spaß mit uns Menschen zu spielen. Klar, der Schmidt war ein paar Mal nicht in der Kirche. Den nehme ich mir jetzt mal vor und zeige ihm, wo der Hammer hängt. Dem hetze ich einfach mal den Sensenmann auf den Hals. Hab ja noch ausreichend dumme Schäfchen rumspringen. Da kommt es auf das eine nicht an.

Als Markus Augen sich an das Halbdunkel gewöhnt hatten, bemerkte er, dass auf einem Tischchen neben dem Altar ein aufgeschlagenes Buch lag. Er dachte es handele sich um die Bibel und wollte nachsehen, was er noch alles vorbringen konnte, um Gott zu beweisen, dass er nicht der war, für den er sich ausgab. Schwerfällig erhob er sich von seinem Stuhl und ging zu dem Tisch, um sich das Buch genauer anzusehen. Beim genaueren Hinsehen wurde ihm klar, dass es nicht die Bibel war. Es handelte sich um eines dieser Bücher, in welche Patienten, Angehörige oder Besucher des Andachtsraumes ihre Sorgen oder ihren Dank niederschreiben konnten. Markus nahm das Buch zur Hand und begann darin zu blättern. Die Seiten waren gefüllt mit nahezu gleichen, immer wiederkehrenden Bitten an Gott um Gesundheit für sich selbst, Angehörige oder Freunde aber auch Danksagungen nach überstandenen Krankheiten. Markus wollte das Buch schon zur Seite legen, als ihm ein Eintrag auffiel, welcher sichtbar mit Kinderhand verfasst war.

Lieber Gott. Ich weiß, dass ich bald sterben werde. Ich bin damit natürlich nicht glücklich, aber ich weiß ja, dass es dich gibt und dass du mich sicher bei Dir aufnehmen wirst. Ich wäre auch gerne länger hier geblieben und hätte mit meinen Freunden gespielt, wäre zur Schule gegangen und später gerne Pilot geworden. Dann hätten wir uns auch jeden Tag sehen können. Ich hoffe, dass ich wenigstens noch meinen nächsten Geburtstag feiern kann. Du weißt doch wie sehr ich mir dieses Kettcar wünsche. Das kann ich ja dann vielleicht mit zu dir bringen. Dann habe ich wenigstens etwas zum Spielen, wenn mir da oben langweilig werden sollte. Aber lieber Gott. Eine ganz große Bitte habe ich an dich. Mach doch bitte, dass meine Mutter und Freunde nicht so traurig sind. Ich habe da nämlich immer schon fast ein schlechtes Gewissen, weil ich so krank geworden bin. Mach bitte auch, dass andere Kinder gesund werden und bleiben dürfen. Ich denke ganz oft an dich und wie es bei dir sein wird. Danke nochmal, dass du bei mir bist.

Felix 9 Jahre

Markus konnte gar nicht glauben, was er da las. Er war zutiefst ergriffen und konnte seine Tränen nicht zurückhalten.

Was war denn das wieder für eine Aktion? Für ihn mit fünfunddreißig war es schon nicht möglich sein Schicksal zu akzeptieren, und da schrieb ein neunjähriger Junge einen solchen Text? Neun Jahre. Was hatte der vom Leben gehabt? Warum musste es so Etwas geben? Gott, warum lässt du so etwas zu? Warum nimmst du einem unschuldigen Kind das Leben und den armen Eltern ihren Sohn?

Der durfte wenigstens neun Jahre leben. Und dein Kind? Was hast du mit ihm gemacht? Es durfte nicht einmal das Licht der Welt erblicken? War das gerecht, was du da gemacht hast?

Blöde innere Stimme. Wer hat dich denn gefragt? Das war doch etwas ganz Anderes?

Ach ja, was war denn daran anders? Hast du dein ungeborenes Kind gefragt, ob es leben möchte? Hast du es gefragt, welche Träume und Wünsche es gehabt hätte? Hast du es gefragt, was es sich zum Geburtstag gewünscht hätte? Hast du es gefragt, ob es in einem kalten OP Saal im Mülleimer sein noch nicht mal richtig begonnenes Leben beenden möchte? Und, was war daran anders? Du hast dir doch damals auch angemaßt über Leben und Tod zu entscheiden. Du willst mit Gott ins Gericht gehen? Das steht dir nach dem was du getan hast sicher nicht zu.

Markus hielt sich die Ohren zu und hoffte diese Stimme endlich nicht mehr hören zu müssen. Er wollte jetzt nur noch hier weg. Raus aus diesem Krankenhaus. Weit weg von all diesem Elend. Weit weg von Felix und seinen Leidensgenossen. Er wollte nur noch zu Saskia. Er wollte sie nur noch um Verzeihung bitten für alles, was er ihr angetan hatte. Er wollte Zeit mit ihr verbringen. Und er hatte verdammt große Angst, dass sie ihn zurückweisen würde und es zu spät war.

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