Gerd Schuster - Geisterschiff

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Jim Cunningham könnte im Londoner Oberhaus sitzen und Sherry schlürfen, aber er pfeift nach Familienkrach – er hat sich geweigert, Volkswirtschaft zu studieren und die Güter des Clans zu verwalten – auf seinen Erb-Titel «Earl of Troon» und geht lieber dem Beruf eines maritimen Versicherungsermittlers für Lloyds nach. Weil er – unterstützt von ein paar parapsychologischen Eingebungen und der rajasthanischen Prinzessin Laxmi Singh, sich auf «unlösbare» Fälle spezialisiert hat, wird er mit der Suche nach der «Palermo Express» betraut. Das siebt- oder achttgrößte Containerschiff der Welt, ein turmhoher, über 300 m langer und fünfzig Meter breiter Riese mit 100.000 BRT und einem Gebirge von 9.000 der Blechkisten, ist bei seiner zweiten Reise in der Nähe des Kaps der Guten Hoffnung verschwunden – spurlos.
Nachdem Jim in dem fraglichen Seegebiet den Fischschwanz einer offenbar sehr alten, aber mit hypermodernem Kunststoff imprägnierten Galionsnixe aus dem Meer gezogen hat, erfährt er, dass die Frau des Kapitäns während des Untergangs des Superschiffes mit ihrem Mann videotelefoniert hat. Die Dame vertraut dem Fahnder auf der Kanalinsel Alderney an, dass ihr Mann kurz vor dem Sinken den «Fliegenden Holländer» gesehen hat. Um den Ruf ihres toten Gatten nicht zu gefährden, hat sie das für sich behalten.
Cunningham, dessen skrupelloser, aber meist unterlegener Gegenspieler Haemish Hogg ihm immer dicht auf den Fersen ist, findet diese Indizien wenig hilfreich. Aus purer Ratlosigkeit studiert er in der Bibliothek des British Museum die Belege für die Existenz von Geisterschiffen. Er erfährt von der Kapitänsgattin, dass der Leitende Ingenieur der «Palermo Express», ein Inder, offenbar überlebt und in ihrer Londoner Wohnung auf den Anrufbeantworter gesprochen hat.
Also fährt Jim mit Laxmi Singh, die Kriminalistik und Biochemie studiert hat, nach Trivandrum im südindischen Bundesstaat Kerala, wo der Mann wohnt.

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Wieder ein Amselschluck. »Heine – ich hoffe, Sie haben von dem schon mal gehört, ein deutscher Dichter! – hat zwar den Zeitfaktor berücksichtigt, als er 1834 in seinen ‚Memoiren des Herrn von Schnabelowopski’ schrieb, dass«, Lustig schloss seine Feueraugen, als könne er so besser zitieren, »’zuweilen der späte Enkel einen Liebesbrief in Empfang nimmt, der an seine Urgroßmutter gerichtet ist, die schon seit hundert Jahren im Grabe liegt’. Hä!«

Er hustete rasselnd, und seine Augen flammten böse. »Aber da hat Heine vergessen, dass nie jemand die Post weiterbefördert hat und sie demnach auch nicht angekommen sein kann! Außerdem hat die Uroma, als sie noch jung und frisch war, ja wohl nicht allzu lange auf ihren am Kap herumirrenden Liebsten gewartet, hähä, sonst hätte sie ja keine Urenkel!? Ich nehme an, Urenkel sind das, was Heine mit ‚späte Enkel’ meint, oder? Hähähä! Verlorene Liebe – das Schicksal der Matrosen!«

Lustigs gedämpftes Hohngelächter ging in Husten über, und der Bibliothekar netzte seine Kehle mit ein paar Kubikzentimetern Wasser. »Ob Heine das im Sinne hatte, als er schrieb, dass der Fliegende Holländer nur ‚durch die Treue eines Weibes’ erlöst werden könne? Da gibt es nur ein Problemchen: Welche Frau kann dem Kapitän treu sein, wenn alle seine Bekannten, auch die weiblichen, längst zu Humus geworden sind und ihn niemand mehr kennt?« Er sah mich hilfesuchend an. »Immerhin hat Wagner, der das Motiv der Seelenrettung durch die Liebe einer Frau von Marryat übernahm, das Problem erkannt und gelöst: Sein Vanderdecken hatte alle sieben Jahre Landgang, um Damenbekanntschaften zu machen.

Die Rolle der liebenden Frau spielt Senta, die Tochter des Kapitäns Daland. Der hat sich mit seinem kleinem Kahn vor einem Sturm in einen norwegischen Hafen geflüchtet. Direkt daneben wirft das Geisterschiff Vanderdeckens mit seinen blutroten Segeln und schwarzen Masten Anker. Aber weder Daland noch seine Crew nimmt am gespenstischen Aussehen des Geisterschiffes Anstoß! Nein, es fällt ihnen nicht mal auf! Hähäha!« Lustig keckerte wie ein geiles Eichhörnchen.

»Und bei Marryat versucht Vanderdeckens Sohn Philip, den Vater mittels einer Reliquie, eines Splitters vom heiligen Kreuz, den die im ersten Kapitel melodramatisch sterbende Mutter in einem Goldamulett um den Hals getragen hatte, vor der ewigen Verdammnis zu erretten.« Lustig seufzte tief. »Grauenhaft! Moralquark und Religionskitsch!«

Er senkte den Blick und schüttelte ein paar Sekunden lang resigniert den Kopf. »Aber wissen Sie, was noch schlimmer ist?«, fragte er dann müde. »Keiner der Autoren hat auch nur eine Minute lang recherchiert! Recherchiert!« Er betonte jede einzelne Silbe des Wortes. »Jeder schreibt von jedem ab, wie Wagner von Marryat. Für mich heißt das, dass keiner der Herren wirklich glaubte, was er zu Papier brachte! Märchen muss man nicht nachprüfen!«

Lustig machte eine Pause. Offenbar wollte er seine Erbitterung abklingen lassen, die mir stark übertrieben schien. Er war doch nur ein Bibliothekar, der sich mit dem Thema »Fliegender Holländer« befasste; er tat aber so, als sei er im alleinigen Besitz der Wahrheit über das Geisterschiff oder habe es gar schon selber zu Gesicht bekommen. Aber das konnte natürlich nicht sein.

»Ich habe versucht, die kolportierten Sichtungen zu dokumentieren; aber da stößt man schnell an seine Grenzen. Wie kann ich Kapitän Marryat fragen, ob er das Geisterschiff tatsächlich gesehen hat, wie überall berichtet wird? Der ist lange tot – ziemlich genau 160 Jahre!

Auch der Schriftsteller Nicholas Monserrat soll den Phantomsegler vor dem Kap gesichtet haben – 1942 als dritter Offizier eines britischen Kriegsschiffes namens HMS Jubilee. Ich habe ihn 1965 und 1966 fünfmal angeschrieben – vergeblich. Keine Antwort! Er starb 1979, ohne Stellung genommen zu haben. Man findet die HMS Jubilee nicht mal in den Archiven, die ansonsten auch den allerkleinsten Hilfsminensucher der Royal Navy auflisten.

Aber die Sache ist überall zu lesen, in jeder Sprache! Jetzt weiß ich nicht, ob Monserrat nur zu faul war, um mir zu antworten, oder ob er ein schlechtes Gewissen hatte, weil die ganze Sache nur ein PR–Geck war, der seine Bücher verkaufen sollte.« Er knurrte erbittert. »Früher hatten Lügen kurze Beine. Heute gibt’s das Internet; da tragen sie Siebenmeilenstiefel!

Nicht anders ist es mit den Berichten, dass deutsche U–Boote während des Zweiten Weltkrieges ihrem Großadmiral Dönitz mehrfach Begegnungen mit dem Fliegenden Holländer gemeldet haben sollen. Dönitz«, Lustig schaute mich an, um zu sehen, ob ich folgen konnte, »war der nette Herr, der die U–Boote zu Hunderten in den Tod schickte – auch, als der Krieg längst verloren war und sie gegen unser Radar und Sonar nicht mehr den Hauch einer Chance hatten. Er selber hielt große Reden und saß am sicheren Schreibtisch in irgendeinem Bunker.

Ich habe in einem U–Boot–Archiv in Norddeutschland angerufen, um mich zu erkundigen, was an den angeblichen Sichtungsmeldungen wahr sei. Weil die Leute dort, die sehr kenntnisreich sind, aus den Kriegen aber offenbar nichts gelernt haben und das sinnlose Gemetzel zu einem Heldenepos zu verklären suchen, habe ich zwar deutsch gesprochen, es aber vorgezogen, mich nicht mit meinem wirklichen Namen zu melden, der ein bisschen zu jüdisch klingt. Ich habe mir einen Scherz erlaubt und mich Himmler genannt – Herbert Himmler!« Er lachte böse.

»Aber das hat nichts genutzt – außer, dass man mit mir geredet hat. Doch man mochte die Frage nicht. Es habe sich um ein Kodewort gehandelt, beschied man mir lapidar. Heldenhafte deutsche U–Bootkapitäne, die für Dönitz mit offenen Augen in den Tod gingen, das klang durch, sahen keine Gespensterschiffe!« Lustigs lebenstrotzende Ohren wurden vor Verachtung rot.

»Heute haben wir ein ähnlich gelagertes Problem«, fuhr er fort. »Niemand, der bei Verstand ist, wird dem Logbuch, seinen Vorgesetzten oder irgendjemand sonst anvertrauen, dass er das – oder ein – Geisterschiff beobachtet hat.« Er kläffte erbost. »Meinen Sie, auch nur einer der Kapitäne oder Offiziere der dicken Tanker und Containerfrachter, die nicht durch den Suezkanal passen und deshalb das Kap der Guten Hoffnung umrunden müssen, würde ein Sterbenswörtchen sagen, selbst wenn er drei Tage mit dem Fliegenden Holländer im Konvoi gefahren wäre?«

Er nippte erneut an dem Plastikbecher. »Ich habe schon 1960 an die Reederei des niederländischen Frachters ‚Straat Magelhaen’ geschrieben, dessen Master, ein gewisser P. Algra, im Jahre 1959 beinahe mit dem Fliegenden Holländer kollidiert sein soll. Aber auch hier kam keine Antwort, und Mijnheer Algra war nicht aufzutreiben. Möglicherweise hatte man ihm einen Maulkorb verpasst – oder ihn so verlacht, dass er nichts mehr mit Geisterschiffen zu tun haben wollte.

Aber nicht verzweifeln,« fuhr er fort. »Es gibt, wie erwähnt, gute Quellen, deren Authentizität niemand anzweifeln kann. Ich bringe Ihnen die beste. Die Sichtung des Geisterschiffes wird hier von höchstem Munde geschildert, von einer Zeugenschar bestätigt, von der Royal Navy beglaubigt, von der Kirche abgesegnet und quasi offiziell der Königin mitgeteilt. Was wollen Sie mehr?« Er kläffte begeistert, und in seinen Augen entzündeten sich Feuerräder. »Einen Augenblick!« Er stand auf und huschte davon.

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