Clochard Raade - Das wundersame Leben des Justin Hoppa

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Der Waisenjunge Justin Hoppa, der zunächst glaubt, Mutterseelen allein auf der Welt zu sein, kämpft um sein Überleben und erlebt dabei Abenteuer, die jeder Beschreibung spotten.Unterernährt bis auf die Knochen, schlägt sein kleines Herz doch kräftig und widersteht allen Widrigkeiten, die ihm auf seinem Weg begegnen. Auf der Suche nach dem Glück, entdeckt er eines Tages mit Hilfe seiner Freunde die Wurzeln seines Lebens wieder. Doch vorher steht er wiederholt an der Schwelle des Todes. Eine ganze Armee Schutzengel bemüht sich um Justin, und bewahrt ihn vor dem Untergang. Eine Fülle von Zufälligen Begegnungen führt ihn schließlich in die Arme seiner seiner verloren geglaubten Familie zurück und die Geschichte nimmt doch noch ein gutes Ende für Justin Hoppa.

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Jedermann kennt die Geschichte eines praktischen Lebenskünstlers, der eine herrliche Theorie erfunden hatte, gänzlich ohne Nahrung zu leben. Der Versuch gelang so weit, dass er seine eigene Ernährung auf einen Löffel Honig am Tag herunterbrachte. Sicherlich wäre er irgendwann ein gefragter Mann gewesen, wenn er nicht vierundzwanzig Stunden vor dem Tage krepiert wäre, wo er sich zum ersten Male ausschließlich von Wasser und Luft ernähren wollte. Unglücklicherweise hatte das System der Frau, deren Fürsorge Justin Hoppa anvertraut war, gewöhnlich einen ähnlichen Erfolg. Gerade wenn ein Kind so weit gekommen war, von dem kleinstmöglichen Teile der möglichst schwächsten Nahrung zu leben, so kam es acht-, bis neunmal in zehn Fällen vor, dass es erkrankte, und im Krankenhaus wieder zu Kräften gefüttert werden musste. Halbwegs am Leben, wurde es dann wieder an die Matrone ausgeliefert. Jedoch kam es nicht selten vor, dass eines der bedauernswerten kleinen Wesen auf Grund der schäbigen Behandlung in eine andere, bessere Welt abgerufen wurde. Peinliche Untersuchungen durch die Gemeinde gab es aus verständlichen Gründen nicht. Man stellte lediglich erfreut fest, dass wieder eine Kostenstelle gestrichen werden konnte. Man kann nicht erwarten, dass diese Erziehungsmethode glänzende Ergebnisse zeigte. Justin Hoppa war an seinem neunten Geburtstag ein blasses, schmächtiges, im Wachstum zurückgebliebenes Kind. Aber Natur oder Vererbung hatte in seine Brust einen gesunden, kräftigen Geist gepflanzt, der auch, dank der spärlichen Diät der Anstalt hinreichend Raum hatte, sich auszudehnen. Vielleicht ist es nur diesem Umstand zuzuschreiben, dass er sich überhaupt seines neunten Geburtstages erfreuen durfte. Er feierte denselben in der erlesenen Gesellschaft zweier anderen jungen Herren im Kohlenkeller, wo sie nach einer tüchtigen Tracht Schläge eingesperrt worden waren, weil sie sich erdreistet hatten, hungrig zu sein. An diesem Tage wurde Frau Billig, die würdige Vorsteherin der Anstalt durch die unerwartete Erscheinung des Gemeindedieners, Herrn Braun, in Schrecken gesetzt. Er bemühte sich gerade, die Gartentür zu öffnen.

"Herr du meine Güte! Sind Sie es, Herr Braun?" rief Frau Billig, indem sie ihren Kopf aus dem Fenster steckte, anscheinend hocherfreut dem Kirchendiener zu.

"Leyla, hole rasch den Justin und die beiden anderen Rangen aus dem Keller und wasche sie. - Ach, wie mich das freut, Herr Braun. Freue mich wirklich, Sie mal wiederzusehen"

Herr Braun war ein dicker und außerdem jähzorniger Mann und anstatt die freundliche Begrüßung zu erwidern, gab er der Gartentür einen Stoß, wie ihn nur der Fuß eines Gemeindedieners zu geben imstande ist.

"Mein Gott", sagte Frau Billig hinaus eilend - denn die drei Jungen waren inzwischen aus dem Keller geholt worden - "dass ich das vergessen konnte. Der lieben Kinder wegen hatte ich ja die Tür verriegelt. Treten Sie

näher, Herr Braun, bitte kommen Sie rein."

Obgleich diese Einladung mit einer Liebenswürdigkeit vorgebracht wurde, die sogar das Herz eines Kirchenältesten erweicht hätte, besänftigte sie den Gemeindediener durchaus nicht.

"Ist es etwa ein geziemendes und höfliches Benehmen, Frau Billig", fragte Herr Braun, "die Gemeindebeamten am Gartentor stehen zu lassen, wenn sie in Angelegenheiten, die die Gemeindewaisen betreffen, hierher kommen?'

"Glauben Sie mir, ich war gerade dabei, den lieben Kindern zu erzählen, dass Sie kämen", erwiderte Frau

Mann unterwürfig. Herr Braun hatte eine hohe Meinung von seiner Beredsamkeit und seiner Wichtigkeit. Die eine hatte er entfaltet und die andere geltend gemacht. Er wurde dadurch milde gestimmt.

"Schon gut, Frau Billig", entgegnete er in sanfterem Tone, "ich will es Ihnen glauben. Gehen Sie nur voran, Frau Billig, ich komme dienstlich und habe Ihnen etwas auszurichten."

Frau Billig führte den Gemeindediener in ein kleines Zimmer, holte einen Stuhl herbei und nahm ihm dienstbeflissen den dreieckigen Hut und seinen Stock ab. Sie legte beides auf den Tisch vor ihm. Herr Braun wischte sich den Schweiß von der Stirn und blickte wohlgefällig auf den dreieckigen Hut. Dann lächelte er. Tatsächlich, er lächelte. Gemeindediener sind auch nur Menschen, und Herr Braun lächelte.

"Nehmen Sie mir nicht übel, was ich Ihnen jetzt sage", bemerkte Frau Billig mit bestrickender Liebenswürdigkeit, "aber Sie haben einen weiten Spaziergang gemacht, darf ich Ihn mit einem Gläschen aufwerten, Herr Braun?"

"Nicht einen Tropfen, nicht einen!" erwiderte Herr Braun und wehrte mit seiner rechten Hand würdevoll, aber nicht unfreundlich ab.

"Sie dürfen es mir nicht abschlagen", sagte Frau Billig, der der Ton seiner Weigerung und die ihn begleitende Gebärde nicht entgangen war.

"Nur ein kleines Gläschen mit ein wenig kaltem Wasser und ein Stückchen Zucker." Herr Braun hustete.

"Nur einen Tropfen!" fuhr Frau Billig im überredenden Tone fort.

"Was ist es denn?" fragte der Gemeindediener.

"Nun, es ist etwas, von dem ich immer einen kleinen Vorrat haben muss, um es den lieben Kindern in den Kaffee gießen zu können, wenn sie nicht wohl sind", entgegnete Frau Billig, indem sie einen Eckschrank öffnete und eine Flasche nebst Glas zum Vorschein brachte.

"Es ist Pfefferminz Likör."

"Den geben Sie den Kindern mit dem Kaffee, Frau Billig?" fragte er, dabei mit seinen Augen den interessanten Vorgang der Mischung verfolgend.

"Ja, der liebe Gott weiß es, ich tue es, so teuer er auch ist. Sie wissen ja, mein Herr, dass ich sie nicht vor meinen Augen leiden sehen könnte!“

"Nein", sagte Herr Braun, "nein, das könnten Sie nicht. Ich weiß, dass Sie eine menschlich denkende Frau

sind, Frau Billig" (hier setzte sie ihm das Glas hin), "ich werde bei passender Gelegenheit den Gemeindevorstand besonders darauf aufmerksam machen." (Er zog das Glas näher an sich.) "Sie fühlen wie eine Mutter" (er hob das Glas), "ich - mit Vergnügen trinke ich auf Ihre Gesundheit, Frau Billig", damit trank er das Glas zur Hälfte leer.

"Doch nun zu unserm Geschäft!" rief der Gemeindediener, indem er eine lederne Brieftasche herauszog.

"Das mit der Nottaufe versehene Kind Justin Hoppa ist heute neun Jahre alt geworden."

"Gott segne ihn!" fiel Frau Billig ein und rieb sich mit dem Schürzenzipfel ihr linkes Auge rot.

"Und trotz der angebotenen Belohnung von zehn Pfund, die nachher auf zwanzig erhöht wurde, trotz der äußersten - ich möchte fast sagen übernatürlichen - Anstrengungen seitens der Gemeinde sind wir nicht

imstande gewesen, seinen Vater oder die Heimat, noch den Namen und den Stand seiner Mutter ausfindig zu machen."

"Wie kommt es aber, dass er überhaupt einen Namen hat?" fragte Frau Billig.

Der Gemeindediener warf sich in die Brust und entgegnete: "Den habe ich erfunden!"

"Sie, Herr Braun?"

"Jawohl. Wir geben unsern Findlingen Namen nach dem Alphabet. Der letzte war ein J - ich taufte ihn Justin. Der nächste war ein H - ich benannte ihn Hoppa."

"Sie sind ja ein wahrer Gelehrter, Herr Braun."

"Vielleicht", sagte der Gemeindediener geschmeichelt,

"kann sein, Frau Billig. - Justin ist nun zu alt für

dieses Haus, der Vorstand hat beschlossen, ihn wieder zurückzunehmen,.und ich soll ihn abholen. Bringen Sie ihn mal her."

"Ich werde ihn sofort holen", sagte Frau Billig und verließ das Zimmer. Justin war inzwischen von dem Schmutz, der sein Gesicht und seine Hände bedeckte, so weit gereinigt worden, als es durch eine einmalige

Wäsche geschehen konnte. An der Hand seiner wohlwollenden Beschützerin betrat er nun das Zimmer.

"Mach einen Diener vor dem Herrn, Justin", sagte Frau Billig.

Justin machte eine tiefe Verbeugung sowohl vor Herrn Braun auf dem Stuhl, als auch vor dem Dreispitz auf dem Tisch.

"Willst du mit mir gehen, Justin?" fragte Herr Braun mit hoheitsvoller Stimme.

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